Märchen Bergahorn?

Freie Baumgestaltungen. Wir nähern uns von einer anderen Seite. Junge Wilde inklusive.
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Opa Lutz
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Märchen Bergahorn?

Beitrag von Opa Lutz » 30.12.2016, 21:12

Hallo!
Es war wie schon oft, wieder einmal musste ein Bäumchen einer Baumaßnahme weichen.
Er tat mir leid und ich nahm ihn mit (kennt man schon von mir).
Dieser wurde nur mit Axt und Astschneider kurz gehalten (aber nicht von mir).
2008 (1) (480x640).jpg
So etwas nimmt man eigentlich nicht mit, naja (2008).
Unten dünner wie oben?
Egal, als Anfänger erst einmal haben (wird schon).
Dann die erste Bearbeitung (2009). :lol:
2008 (2) (480x640).jpg
Eigentlich hätte man vielleicht links weg und rechts verjüngen müssen (dachte ich so).
Aber erst einmal abwarten, wir haben ja Zeit.
2012 (1) (640x480) (640x480).jpg
(Ich musste ein viertel weiß machen, sonst hätte ich das Bild nicht einstellen können)
Er wurde aber nicht wirklich besser (2012).
2015 (1) (480x640).jpg
Dann die Entscheidung (2015)!!!
Nicht links, sondern rechts weg.
Entgegen allen Regeln ist er oben breiter als am Wurzelansatz, aber ich konnte mich von dem Totholz nicht trennen.
Er hat irgendwie etwas Märchenhaftes für mich(2016).
Herbst 2016 (2) (480x640).jpg
Herbst 2016 (6) (640x480).jpg
Irgendwann kann ich das Totholz sicher nicht mehr halten, dann wird er vielleicht wie er muss, oben dünn und unten dick.
Nun ja, bis dahin lasse ich auf dem Totholz erst einmal ein Wäldchen wachsen (neue Freiheit).

Euch allen einen guten Rutsch! *dance*
Grüße Lutz

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chris-git@rre
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von chris-git@rre » 31.12.2016, 10:38

Hallo Lutz,
Mann könnte aber auch ein bisschen Verjüngung rein bringen.
Wo der Rückseitenast entspringt weiß ich halt nicht.
Bergahorn-Lutz.jpg
Dir/ Euch auch einen guten Rutsch!
lg chris-git@rre

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achim73
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von achim73 » 31.12.2016, 12:17

hmm..also ich frage mich: wenn man so ein langzeitprojekt beginnt (was man ja durchaus mal machen kann, hab ich auch) - warum kümmert man sich dann nur um einen bereich (das totholz) ? ich meine, warum lässt man dann solche astansätze entstehen wie die markierten und setzt den baum in eine schale, statt im pflanzkorb oder holzkiste oder trainingsschale nebenbei schon mal den wurzelansatz zu verbessern und einen gut verzweigten ballen zu schaffen (was imo der einzige wirkliche vorteil bei einem tpk ist) ?
das ist doch wirklich pro jahr vielleicht 1 stunde arbeit, und du könntest damit heute schon viel weiter sein.... ich meine, die astverteilung an sich ist gut, aber die beiden markierten äste würde ich persönlich komplett wieder abschneiden. oder zumindest noch versuchen, mit starkem draht bewegung rein zu kriegen (was aber bei der empfindlichen ahornrinde jetzt aufwendig wird, um keine narben zu bekommen). denn das ist ja etwas, das nie besser wird. theoretisch fällt es weniger auf, wenn die äste irgendwann mal stark an dicke zulegen, aber selbst dann wäre es für mich im hinblick auf den charakter als märchenbaum unpassend und würde mich immer stören.
file.jpg
Gruss, Achim
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Opa Lutz » 31.12.2016, 18:24

Hallo Chris und Achim,

Chris danke für die Bildbearbeitung, aber am Todholz wollte ich jetzt erst mal noch nichts ändern.(aber vielleicht später)

Achim danke auch dir, für deine ehrlichen und kritischen Tipps.
Mit den beiden Ästen hast du auf jeden Fall recht, ich habe da auch schon zwei Neue in der Warteschleife.
Kann man auf den Bildern schlecht sehen.
Herbst 2016 (6) (640x480).jpg
Ich wollte erst noch warten bis sie noch etwas zugelegt haben und dann die Beiden abschneiden.
Oder währe es besser wenn ich sie im Frühjahr schon weg nehme?
Mit dem Tpk das werde ich auf jeden Fall im neuen Jahr machen.
Das wusste ich zur damaligen Zeit noch nicht (ich bin hier mehr so der "Alleinunterhalter").
Die wirklich guten Tipps, habe ich bis jetzt nur hier Forum gefunden und bekommen!
Danke noch mal und guten Rutsch!
Grüße Lutz

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achim73
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von achim73 » 01.01.2017, 15:42

ging mir ja auch so am anfang. ;)
die beiden äste würde ich vor dem austrieb komplett entfernen, da sie deine ersatzäste sonst im wachstum hemmen und wieder unnötig zeit verschwendet wird. wenn der neuaustrieb dann im sommer beginnt zu verholzen, kannst du ihn locker drahten, so dass die ansätze sich in das gesamtbild einfügen.
Gruss, Achim
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Opa Lutz » 01.01.2017, 17:22

Danke Achim!
Grüße Lutz

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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von KHarry » 06.01.2017, 00:34

Ich hätte nicht mal ein Problem mit den beiden markierten Ästen. Wenn da noch ein paar Jahre Zuwachs drüber gehen, ist das eckige wieder rund.
Für einen Bergahorn ist das schon eine ganz ordentliche Verzweigung.

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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Opa Lutz » 08.01.2017, 17:42

Hallo KHarry,

danke das Du dich auch mit meinen Baum beschäftigt hast.
Aber nun habe ich sie wieder, meine zwei Probleme, ab oder nicht ab? :lol:
Ich werde ihn also erst einmal noch beobachten und "ab"warten.
Vielleicht gibt mir ja der Baum noch einen unerwarteten Tipp.
Bis zum Frühling ist ja noch Zeit.
Grüße Lutz

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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Andreas Ludwig » 13.01.2017, 17:33

achim73 hat geschrieben:die beiden äste würde ich vor dem austrieb komplett entfernen, da sie deine ersatzäste sonst im wachstum hemmen
Zweiter Teil – einverstanden. Erster Teil – Einspruch: Einen Zentimeter stehen lassen. Das müsste weit vor den ersten Knospen sein, aber auch weit genug, um zu verhindern, dass dir neue Knospen absterben. Nur zur Sicherheit, buchstäblich. «Schönschneiden» dann ein Jahr später, Ahorn überwallt ja zuverlässig, besonders wenn da was wächst an der Kante.
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von achim73 » 13.01.2017, 22:08

ehmm...ja, klar. mach ich schon immer so, aber man vergisst, dass es ja nicht selbstverständlich ist. danke für den hinweis... *daumen_new*
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Opa Lutz » 14.01.2017, 17:14

Danke euch Beiden!
Dann schneide ich im Frühling erst einmal so, wenn ich euch richtig verstanden habe.
Herbst 2016 (3) (480x640).jpg
Grüße Lutz

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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Andreas Ludwig » 14.01.2017, 18:07

Opa Lutz hat geschrieben:Danke euch Beiden!
Dann schneide ich im Frühling erst einmal so, wenn ich euch richtig verstanden habe.
Herbst 2016 (3) (480x640).jpg
Genau.
*daumen_new*
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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von tree-worker » 14.01.2017, 18:44

Hallo,
ich würde den Bergahorn im Frühjahr umpflanzen und den Stamm um 45 Grad nach rechts kippen. Eine Reduzierung der langen Äste und Zweige würde ich ebenfalls vornehmen, so dass mit den vorh. bzw. evtl. neuen Knospen weiter gearbeitet werden kann. Der obere linke Ast ist dann noch herunterzudrahten, so dass die dargestellte Vision erreicht wird (s. beigefügtes Bild).

Viell. treibt der Ahorn auch noch aus weiter untenliegenden Stellen am Stamm aus, so dass die inverse Verjüngung auch gemildert werden kann.

Den Vorschlag von Chris finde ich auch nicht schlecht, falls er umsetzbar sein sollte.

Viele Grüße
Jörg
Dateianhänge
Bergahorn.jpg

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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Opa Lutz » 15.01.2017, 18:16

Hallo,

Danke Andreas!
Danke auch Dir Jörg für die interessante Bildbearbeitung, aber wie schon bei Chris erwähnt, möchte ich zur Zeit am Todholz noch nichts verändern.
Ein regelgerechter Bonsai wird er so sicher nicht. Aber das "Waldgeistgesicht" was mir der Baum schon so vorgegeben hat, (ich habe da nichts geschnitzt nur etwas nachgearbeitet) möchte ich erst mal erhalten.
Grüße Lutz

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Re: Märchen Bergahorn?

Beitrag von Andreas Ludwig » 15.01.2017, 18:26

Opa Lutz hat geschrieben:Ein regelgerechter Bonsai wird er so sicher nicht. Aber das "Waldgeistgesicht" was mir der Baum schon so vorgegeben hat, (ich habe da nichts geschnitzt nur etwas nachgearbeitet) möchte ich erst mal erhalten.
Was gut ist – it is always the tree that leads..
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