Hallo, Ihr Lieben,
hier habe ich ja noch ein Reha-Projekt. Im Jahr 2018 habe ich zwei lange Triebe wachsen lassen, um durch Bohrablaktionen zwei zusätzliche Äste anbringen zu können. Diese langen Triebe habe ich schon beizeiten in Bögen gedrahtet, damit sie hinterher beim Biegen zu den Ablaktionslöchern hin nicht brechen sollten. Auch habe ich die unteren Blätter und schon aufgetretene Seitenverzweigungen an diesen Trieben immer entfernt, damit sie sich nicht zu stark verdicken konnten.

- Dezember 2018
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So war dann die Ausgangslage im Dezember, alles vorbereitet für die Bohrablaktion im Frühjahr.

- Dezember 2018, Drähte entfernt, Verzweigung beschnitten und etwas frisches Substrat auf die gesäuberte Substratoberfläche gegeben
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Im Februar entdeckte ich im Winterquartier, dass sehr plötzlich die Knospen des Dreispitzers aufgehen wollten und sich zumindest stark vergrößert hatten. Das war ärgerlich, denn ich wollte die Ablaktion keinesfalls noch ein Jahr verschieben, denn die Triebe hätten sich dann ja auch noch weiter verdickt. Mein Mann gab mir kleine Schrumpfschläuche aus dem Elektrobedarf, die ich vorsichtig über die schon verdickten Knospen zog und zusammendrückte, damit ich das Ganze durch die Bohrungen ziehen konnte. Ein paar Knospen wurden trotzdem zerstört, aber es haben zum Glück auch eine ganze Reihe Knospen die Prozedur überstanden. Es war wirklich sehr fummelig, an dem kleinen Baum. Alleine die Bohrmaschine entsprechend anzusetzen war nicht so einfach.

- Februar 2019, Bohrablaktionen sind erfolgt. Die Drähte dienen der Stabilisierung
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- Februar 2019, von oben sieht man die Positionen der Bohrablaktionen gut
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Am Ende der Wachstumssaison 2019 zeigt sich, dass die Ablaktionen sich zwar an den Ein- und Austrittsstellen schon gut mit dem Stamm verbunden haben, aber die zukünftigen Äste sich noch nicht stärker verdickt haben als die Spendertriebe vor der Eintrittsstelle. Das bedeutet, sie sind noch nicht bereit zum Abtrennen und müssen noch eine Saison weiter wachsen.
Im oberen Bereich habe ich jetzt auch noch einen langen Trieb wachsen lassen, den ich im oberen Bereich für eine weitere Ablaktion nutzen möchte, die unterhalb der Spitze nach links vorne gehen soll.

- November 2019
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Auch wenn die Ablaktionen noch weiterwachsen und sich verdicken müssen, habe ich die langen Enden etwas zurückgeschnitten, damit sie nicht in der Enge des Winterquartiers aus Versehen abbrechen. Es kann auch nicht schaden, wenn sie sich nächste Saison schon ein bisschen verzweigen.

- November 2019, nach dem Beschneiden
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- November 2019, die Eintrittsstellen
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- November 2019, die Austrittsstellen
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Im nächsten Februar werde ich sehr darauf achten, rechtzeitig die geplante dritte Bohrablaktion vorzunehmen, wenn die Knospen noch klein sind.
Ich bin mal gespannt, wie es nächstes Jahr mit diesem Projekt vorangehen wird.
Liebe Grüße,
Heike