Meine Steine Teil 3

Akzentpflanzen, Kusamono, Beisteller und andere mit Bonsai verwandte Künste z.B Suiseki
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masterdog
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Meine Steine Teil 3

Beitrag von masterdog »

Hallo,
möchte euch mal einen Stein zeigen den ich schon lange habe, so lange , das ich nicht mehr weiß wo ich ihn gefunden habe.
Er steht so wie ich ihn gefunden habe im Garten, also nicht gereinigt oder sonstwie bearbeitet.
Er erinnert mich an diese Felsen im Meer die von den Seevögel zum Brüten aufgesucht werden.
Kann man das überhaupt Suiseki nennen oder was sonst ?
Entschuldigt bitte die miserable Präsentation.
Habt Ihr Vorschläge zur Bearbeitung ?
LG
Michael
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Sanne
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Re: Meine Steine Teil 3

Beitrag von Sanne »

Hallo Michael,

dieser Stein kann gut als Felsenküstenstein klassifiziert werden.
Nur solltest Du ihn besser vor einem neutralen Hintergrund auf einem Tisch fotografieren.
In einem Suiban mit hellem, feinen Granulat käme der Suiseki optimal zur Geltung.

Grüße, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
Hippo
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Re: Meine Steine Teil 3

Beitrag von Hippo »

Salü Michael,

Du fragst nach Vorschlägen für eine Bearbeitung.
Da gibt es einen Typ in Kroatien, der sammelt manchmal auch solche Bruchsteine mit Ecken und Kanten ohne eine natürliche Erosion und Patinierung. Allerdings sind seine Steine weisser Kalk. Ich habe irgendwann mal einen Clip von ihm gesehen wo er einen ähnlich grossen Block, wie dein Stein, bearbeitet und aus dem kantigen, zerklüfteten Bruchstein einen scheinbaren Suiseki formt mit Hilfe von Fräsern und Schleifsteinen.
In diesem Clip zeigt er auch ein paar Steine wie er sie bearbeitet; https://www.youtube.com/watch?v=izzSqOUVCD8
Danach poliert er die Steine mit Schleifpapier und Schleifvlies und er lackiert sie auch noch.
Das hat natürlich mit der Kunstform Suiseki nur insofern was gemeinsam, dass beides mit Stein zu tun hat. Das haben Grabsteine auf dem Friedhof auch.

Ergo ist jeder Suiseki wohl ein Stein aber umgekehrt trifft das nicht immer unbedingt zu.

Eine der grossen Herausforderungen bei der Jagd auf Suiseki ist, den Stein im richtigen Moment seiner geologischen Historie zu finden, wo er nicht mehr der frische Bruchstein aus der Felswand ist, aber auch noch nicht zu runden Kieseln geschliffen wurde oder gar zu Sand und Staub erodiert ist, was dann z.B. im Bach hinuntergespült wird.
Genau in diesen paar wenigen Jahren seines Werdens und Vergehens, während den vielen Millionen Jahren der Erosion der Erdkruste, gilt es den Stein zu finden und ihn eine erdgeschichtlich kurze Zeit, während dem Anthropozän, vor dem Zerfall zu schützen und als natürliches Kunstobjekt auszustellen.

Bei deinem Stein würde ich vorschlagen, dass Du ihn weiterhin als schönen Gartenstein betrachtest, denn dafür hat er wunderbare Qualitäten aber für einen Suiseki bräuchte er, aus meiner Sicht, noch etwas mehr natürliche Abrasion und formal vielleicht noch etwas mehr Dynamik oder soo. Aber darüber zu befinden ist immer subjektiv und eine Frage der Perspektive.

Gruss George
Eine halbe Stunde Aufregung ersetzt eine Stunde Sport und wirkt sättigend.
masterdog
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Re: Meine Steine Teil 3

Beitrag von masterdog »

Danke euch für euren Kommentar.
Bearbeiten werde ich ihn nicht, aber vielleicht einfach so wie er ist präsentieren, den mir gefällt er gut als Küstenfelsen.
LG
Michael
Baske
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Re: Meine Steine Teil 3

Beitrag von Baske »

Ich habe auch einige solcher Steine. Hippos Erklärungen sind wie immer interessant und helfen die Steine ein wenig einzuordnen. *daumen_new*
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