Hallo liebe Bonsaifreunde
erstmal ein gutes neues Jahr
Ich habe einen Kiyohime Ahorn der im letzten heissen Sommer leider ein paar Äste verloren hat. Ich möchte ihn nun da er auch schon etwas breiter ist generell zurück schneiden.
Kann ein Kiyohime Ahorn wie ein normaler Ahorn geschnieden werden oder muss auf etwas besonders geachtet werden. Ich möchte durch einen generellen Rückschnitt den Austrieb von Innen erwirken. Und da wir momentan einen sehr milden Winter haben könnte das ja gleich gemacht werden oder???
Vielen Dank für Eure Antworten
Geha
Kiyohime schneiden?
Kiyohime schneiden?
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Ich denke Du solltest mit dem Beschneiden noch bis zum Fruhjahr warten, wer weiß ich denke wir bekommen schon noch etwas vom Winter mit, hat sich halt alles durch bekannte Probleme etwas nach hinten verschoben
Bei Beschneiden würde ich genau wie bei anderen Ahörnern auch vorgehen, nur Du mußt halt auf den Gesamteindruck achten, das der
Kiyohime wieder wie ein Kiyohime aussieht.
Bei Beschneiden würde ich genau wie bei anderen Ahörnern auch vorgehen, nur Du mußt halt auf den Gesamteindruck achten, das der
Kiyohime wieder wie ein Kiyohime aussieht.
Hallo Geha
Entgegen den meisten Bäumen, haben basis-dominante
Bäume/Sträucher keine Förderung der obersten Triebe.
Die Kraft der Pflanze wird hauptsächlich in den unteren
Stammbereich gelenkt. Daher sollte beim Schnitt
weniger die Spitze geschnitten werden. Der Wuchskraftausgleich
geht eher dahin, die unteren Äste stärker als die
oberen zu beschneiden. Auch ist bei basis-dominanten Bäumen
der Wundverschluss im oberen Bereich schlechter.
Ein leichtes Rücktrocknen der oberen Knospen sollte
einkalkuliert sein. Beim Rückschnitt im Spätherbst und nicht
geschützter Überwinterung dürften die oberen 1-2cm des
Triebes absterben.
mfG Dieter
Entgegen den meisten Bäumen, haben basis-dominante
Bäume/Sträucher keine Förderung der obersten Triebe.
Die Kraft der Pflanze wird hauptsächlich in den unteren
Stammbereich gelenkt. Daher sollte beim Schnitt
weniger die Spitze geschnitten werden. Der Wuchskraftausgleich
geht eher dahin, die unteren Äste stärker als die
oberen zu beschneiden. Auch ist bei basis-dominanten Bäumen
der Wundverschluss im oberen Bereich schlechter.
Ein leichtes Rücktrocknen der oberen Knospen sollte
einkalkuliert sein. Beim Rückschnitt im Spätherbst und nicht
geschützter Überwinterung dürften die oberen 1-2cm des
Triebes absterben.
mfG Dieter
Hallo Dieter
danke für die ausführliche Info, eigentlich wollte ich den Baumen
gerade an den Aussentrieben kappen um den Wuchs von Innen zu fördern.
Das sollte ich dann aber lieber lassen oder?
Oder sollte ich nur den unteren Bereich aussen kappen und den oberen Bereich nicht ?
Gruss GEorg
danke für die ausführliche Info, eigentlich wollte ich den Baumen
gerade an den Aussentrieben kappen um den Wuchs von Innen zu fördern.
Das sollte ich dann aber lieber lassen oder?
Oder sollte ich nur den unteren Bereich aussen kappen und den oberen Bereich nicht ?
Gruss GEorg
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Georg,
ich habe zwar persönlich keine Erfahrung mit Kiyohime, aber was Dieter sagt betreffs der basalen Dominanz stimmt wohl, denn ich habe es gerade im Buch von Peter Adams "Bonsai with Japanese Maples" gelesen.
Ich hätte jetzt gesagt, daß Du auch bei so einem Strauch die äusseren Triebe beschneiden kannst. Ich denke, ich würde es da ähnlich machen, wie man das bei Azaleen macht: ich würde darauf achten, daß ich im basalen Bereich relativ mehr Grün entferne, als an den apikalen Trieben. Die meisten Bäume sind ja apikal dominant und da macht man es umgekehrt. Die Idee ist, daß man eine ausgeglichene Verteilung des Grüns an dem Baum erhält. Wenn ich bei einem Baum mit einer starken apikalen Dominanz, die sich darin äussert, daß der Baum die Tendenz hat apikal mehr Grün entwickelt, nicht mit meinem Schneiden entgegenwirke, wird er apikal immer mehr Grün entwickeln und die unteren Äste, wo das Grün oft sowieso weniger Licht bekommt irgendwann zugunsten von dem Wachstum oben verkahlen und schlussendlich absterben lassen.
Bei einem Baum wie Deinem, der eine basale Dominanz hast müstest Du also mit Deinen Schneidemassnahmen umgekehrt das Wachstumsungleichgewicht ausgleichen... nur meine 2cents... Übrigens: ein erstes Zeichen bei Kiyohime, daß die oberen Zweige schwächer werden, scheint zu sein, daß die Blätter dort oben laut P. Adams roter sind, als die in den unteren Bereichen. Dann muss man dem so rasch wie möglich mit Schneidemaßnahmen entgegen wirken (d.h. die unteren Anteile beschneiden). Die Sorte scheint wohl etwas schwierig als Bonsai zu halten zu sein. Falls Dich Ahornbäume interessieren, kann ich Dir das Buch von Peter Adams sehr empfehlen. Ich bin zwar nur ein Bonsai-Greenhorn, aber ich fand, daß dort sehr interessante Techniken und Informationen aufgeführt waren mit auch einer sehr guten Bebilderung.
Lieben Gruß, Heike
ich habe zwar persönlich keine Erfahrung mit Kiyohime, aber was Dieter sagt betreffs der basalen Dominanz stimmt wohl, denn ich habe es gerade im Buch von Peter Adams "Bonsai with Japanese Maples" gelesen.
Ich hätte jetzt gesagt, daß Du auch bei so einem Strauch die äusseren Triebe beschneiden kannst. Ich denke, ich würde es da ähnlich machen, wie man das bei Azaleen macht: ich würde darauf achten, daß ich im basalen Bereich relativ mehr Grün entferne, als an den apikalen Trieben. Die meisten Bäume sind ja apikal dominant und da macht man es umgekehrt. Die Idee ist, daß man eine ausgeglichene Verteilung des Grüns an dem Baum erhält. Wenn ich bei einem Baum mit einer starken apikalen Dominanz, die sich darin äussert, daß der Baum die Tendenz hat apikal mehr Grün entwickelt, nicht mit meinem Schneiden entgegenwirke, wird er apikal immer mehr Grün entwickeln und die unteren Äste, wo das Grün oft sowieso weniger Licht bekommt irgendwann zugunsten von dem Wachstum oben verkahlen und schlussendlich absterben lassen.
Bei einem Baum wie Deinem, der eine basale Dominanz hast müstest Du also mit Deinen Schneidemassnahmen umgekehrt das Wachstumsungleichgewicht ausgleichen... nur meine 2cents... Übrigens: ein erstes Zeichen bei Kiyohime, daß die oberen Zweige schwächer werden, scheint zu sein, daß die Blätter dort oben laut P. Adams roter sind, als die in den unteren Bereichen. Dann muss man dem so rasch wie möglich mit Schneidemaßnahmen entgegen wirken (d.h. die unteren Anteile beschneiden). Die Sorte scheint wohl etwas schwierig als Bonsai zu halten zu sein. Falls Dich Ahornbäume interessieren, kann ich Dir das Buch von Peter Adams sehr empfehlen. Ich bin zwar nur ein Bonsai-Greenhorn, aber ich fand, daß dort sehr interessante Techniken und Informationen aufgeführt waren mit auch einer sehr guten Bebilderung.
Lieben Gruß, Heike
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.


