klein, kleiner, P.thunbergie
klein, kleiner, P.thunbergie
Hier meine 14 cm große Schwarzkiefer, habe Sie heute mal ein wenig beschnitten und gedrahtet, einen Ast brauche ich noch auf der rechten Seite des Baumes im oberen Drittel, die Spitze ist auch noch nicht ganz so wie ich es mir wünsche, aber ich hoffe halt das durch die kleinen Saftspannungen die eine oder andere brauchbare Knospe noch kommt.
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Hi,
sieht interessant aus, wird bestimmt gut. Ich hab da mal ne Frage. Die Nadeln sind auf dem 1. Bild doch recht lang. Auf dem 2. hast du sie fast komplett eingekürzt. Wirkt das wie ein Blattschnitt, fallen die Nadeln dann aus, bzw. ist das nicht eine enorme Strapaze für den Baum? Ich habe nämlich selbst grade eine Kiefer bekommen und sehe mich auch mit dem Problem der langen Nadeln konfrontiert.
MfG
Martin
sieht interessant aus, wird bestimmt gut. Ich hab da mal ne Frage. Die Nadeln sind auf dem 1. Bild doch recht lang. Auf dem 2. hast du sie fast komplett eingekürzt. Wirkt das wie ein Blattschnitt, fallen die Nadeln dann aus, bzw. ist das nicht eine enorme Strapaze für den Baum? Ich habe nämlich selbst grade eine Kiefer bekommen und sehe mich auch mit dem Problem der langen Nadeln konfrontiert.
MfG
Martin
Hallo Martin,
Es ist nicht gleich zu setzen mit einem Blattschitt, da man nicht die diesjährigen Nadeln abschneidet, sondern nur die des letzten und des Jahres zuvor.
Es ist sicher sehr ansträngend für den Baum und daher nur zu empfehlen, wenn Du dir sicher bist, dass der Baum tadellos gesund ist und nicht gerade das erste Jahr in diesem Substat steht.
Ich schneide die Nadeln immer erst dann, wenn man sicher sieht, dass sich die neuen Nadeln gut entwickeln, heißt man sieht Sie ca. 0,5cm - 1.0cm.
Nadeln immer abschneiden und nicht rausziehen, da unter jeder Nadel eine potenzielle Knospe sitzen kann. Die Enden fallen dann meistens nach einigen Wochen von selber ab. Ich lasse immer ca. 0,3cm Nadelrest stehen, nur als Anhalt.
Danach sollte der Baum sonnig stehen und mehrmals am Tag besprüht werde, so verkraftet er es am besten, meine Erfahrung.
Es ist nicht gleich zu setzen mit einem Blattschitt, da man nicht die diesjährigen Nadeln abschneidet, sondern nur die des letzten und des Jahres zuvor.
Es ist sicher sehr ansträngend für den Baum und daher nur zu empfehlen, wenn Du dir sicher bist, dass der Baum tadellos gesund ist und nicht gerade das erste Jahr in diesem Substat steht.
Ich schneide die Nadeln immer erst dann, wenn man sicher sieht, dass sich die neuen Nadeln gut entwickeln, heißt man sieht Sie ca. 0,5cm - 1.0cm.
Nadeln immer abschneiden und nicht rausziehen, da unter jeder Nadel eine potenzielle Knospe sitzen kann. Die Enden fallen dann meistens nach einigen Wochen von selber ab. Ich lasse immer ca. 0,3cm Nadelrest stehen, nur als Anhalt.
Danach sollte der Baum sonnig stehen und mehrmals am Tag besprüht werde, so verkraftet er es am besten, meine Erfahrung.
Zuletzt geändert von hendrik am 28.05.2007, 08:36, insgesamt 1-mal geändert.
Also von überschüssigem Saftdruck habe ich bisher noch nie gehört. Was Du mit der Entfernung von Grün erreichen kannst ist, ist daß die Menge an Grün am Baum gleichmässiger verteilt ist. Es kommt auch mehr Licht in den Baum. Dadurch entwickeln innere, schwächere Knospen besser.
Ich hatte das immer so verstanden, daß das Entfernen von alten Nadeln (die bei gutem Wachstum vom Baum ja sowieso bald abgestoßen würden), nicht ausreicht, um einen Rücktrieb auszulösen, sondern daß man da dann auch noch Triebe für entfernen muß. Wenn man sehr viele überflüssige Triebe hat kann man einen Teil schon jetzt entfernen, aber ansonsten wartet man bis zum August, um die voll entwickelten neuen Triebe komplett zu entfernen, wo man genügend hat (im allgemeinen muß man mind. 3 pro Ast haben, an der Spitze kann es auch mal weniger sein). Das führt dann nicht zu einem "Saftstau" soweit ich weiß, sondern dazu, daß sich die Balance zwischen Wurzelhormon (vergesse den Namen immer, irgendwas mit C) und Auxin verändert zugunsten Ersterem. Das führt dann zu dem Rücktrieb (back-budding).
Korrigiert mich, wenn ich da etwas falsch verstanden habe.
Gruß, Heike
Ich hatte das immer so verstanden, daß das Entfernen von alten Nadeln (die bei gutem Wachstum vom Baum ja sowieso bald abgestoßen würden), nicht ausreicht, um einen Rücktrieb auszulösen, sondern daß man da dann auch noch Triebe für entfernen muß. Wenn man sehr viele überflüssige Triebe hat kann man einen Teil schon jetzt entfernen, aber ansonsten wartet man bis zum August, um die voll entwickelten neuen Triebe komplett zu entfernen, wo man genügend hat (im allgemeinen muß man mind. 3 pro Ast haben, an der Spitze kann es auch mal weniger sein). Das führt dann nicht zu einem "Saftstau" soweit ich weiß, sondern dazu, daß sich die Balance zwischen Wurzelhormon (vergesse den Namen immer, irgendwas mit C) und Auxin verändert zugunsten Ersterem. Das führt dann zu dem Rücktrieb (back-budding).
Korrigiert mich, wenn ich da etwas falsch verstanden habe.
Gruß, Heike
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
Das ist in Japan vielleicht so möglich, aber bei uns hier funktioniert das nicht.
In Japan treiben die Schwarzkiefern zweimal im Jahr durch bei uns nur einmal und wenn man dann erst im August die Triebe selektiert, wird es knapp mit Neuaustrieb.
Richtig ist natürlich das man durch einen Nadelschnitt viel mehr Licht ins innere des Baumes bekommt und dadurch auch Knospenbildung angeregt.
In Japan treiben die Schwarzkiefern zweimal im Jahr durch bei uns nur einmal und wenn man dann erst im August die Triebe selektiert, wird es knapp mit Neuaustrieb.
Richtig ist natürlich das man durch einen Nadelschnitt viel mehr Licht ins innere des Baumes bekommt und dadurch auch Knospenbildung angeregt.
Hallo Heike,
ich mache es auch wie Hendrik, mit meinen anderen Kiefern (eine P. thunbergii habe ich gar nicht), ich schneide die Nadeln im Frühling, wenn sich die Kerzen strecken.
In schwachen Regionen lasse ich alte Nadeln stehen. Hendriks Kiefer ist von der Wuchskraft her recht ausgeglichen, daher konnten ruhig alle alten Nadeln ab.
Ob durch Saftdruck oder Licht, Luft und Wärme an den kahlen Zweigen, bei mir hat sich eine enorme Rückknospung durch dieses Vorgehen gezeigt.
Bei P. sylvestris, P. parviflora und P. mugo.
Es klappt aber natürlich nur, wenn man auch entsprechend kräftig düngt, mit reichlich Biogold z.B.
Die japanische Methode, die neuen Triebe bis auf einen Stummel ganz wegzuschneiden, wage ich auch nicht. Meine Mädchenkiefer hat zwar schon mehrere Jahre in Folge zwei Austriebe gemacht, aber nicht an allen Ästen.
Alle anderen Kiefern machen bei mir grundsätzlich nur einen Austrieb im Jahr.
Viele Grüße,
Heike
ich mache es auch wie Hendrik, mit meinen anderen Kiefern (eine P. thunbergii habe ich gar nicht), ich schneide die Nadeln im Frühling, wenn sich die Kerzen strecken.
In schwachen Regionen lasse ich alte Nadeln stehen. Hendriks Kiefer ist von der Wuchskraft her recht ausgeglichen, daher konnten ruhig alle alten Nadeln ab.
Ob durch Saftdruck oder Licht, Luft und Wärme an den kahlen Zweigen, bei mir hat sich eine enorme Rückknospung durch dieses Vorgehen gezeigt.
Bei P. sylvestris, P. parviflora und P. mugo.
Es klappt aber natürlich nur, wenn man auch entsprechend kräftig düngt, mit reichlich Biogold z.B.
Die japanische Methode, die neuen Triebe bis auf einen Stummel ganz wegzuschneiden, wage ich auch nicht. Meine Mädchenkiefer hat zwar schon mehrere Jahre in Folge zwei Austriebe gemacht, aber nicht an allen Ästen.
Alle anderen Kiefern machen bei mir grundsätzlich nur einen Austrieb im Jahr.
Viele Grüße,
Heike
Ich wollte nur noch klar stellen: bei der Methode, die ich beschrieben habe werden nicht alle neuen Triebe entfernt, sondern nur auf zwei reduziert, d.h. wenn ich z.B. drei habe kann ich einen weg schneiden. Neue Knospen brauchen so wie ich das gelernt habe bei Pinus parviflora sowieso mehr als eine Wachstumssaison bei uns um sich voll zu entwickeln, es reicht also wenn genügend Zeit besteht, damit die Anlage sich entwickelt. Wie es bei P. thunbergii ist weiß ich nicht, obwohl die ja eigentlich noch kräftiger wachsen soll als bei uns.
Die Idee bei der Methode, die ich gelernt habe, ist, daß der Effekt vom Entfernen eines voll entwickelten Triebes größer ist (weil da mehr Auxin produziert wurde) als eines der sich erst entwickeln muß. Und so wie ich das gelernt habe läßt man auch keine Stummel stehen, denn wenn ich den neuen Trieb nur kürze bekäme ich im allgemeinen nur wieder neue Triebe an der Schnittstelle, bin ja dann eigentlich keinen Schritt weiter, als ich vorher war.
Das mit den mehr Nadeln an schwachen Zweigen stehen lassen, war das was ich meinte mit Wachstumsausgleich und habe ich auch so gelernt, obwohl ich nicht gelernt habe sie zu schneiden, sondern sie zu zupfen.
Interessant zu hören, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Ich habe bisher nur über mit P. parviflora und sylvestris gelernt, Unterschiede könnten sich daraus ergeben, aber das mit "in Japan ist das möglich, aber hier nicht" stimmt meines Erachtens zumindest bei den zwei Sorten nicht, Hendrik. Mein Lehrer ist zwar Japaner, aber er lebt in Europa und hat seine Bäume hier: weiß also aus Erfahrung, daß es geht.
Die Idee bei der Methode, die ich gelernt habe, ist, daß der Effekt vom Entfernen eines voll entwickelten Triebes größer ist (weil da mehr Auxin produziert wurde) als eines der sich erst entwickeln muß. Und so wie ich das gelernt habe läßt man auch keine Stummel stehen, denn wenn ich den neuen Trieb nur kürze bekäme ich im allgemeinen nur wieder neue Triebe an der Schnittstelle, bin ja dann eigentlich keinen Schritt weiter, als ich vorher war.
Das mit den mehr Nadeln an schwachen Zweigen stehen lassen, war das was ich meinte mit Wachstumsausgleich und habe ich auch so gelernt, obwohl ich nicht gelernt habe sie zu schneiden, sondern sie zu zupfen.
Interessant zu hören, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Ich habe bisher nur über mit P. parviflora und sylvestris gelernt, Unterschiede könnten sich daraus ergeben, aber das mit "in Japan ist das möglich, aber hier nicht" stimmt meines Erachtens zumindest bei den zwei Sorten nicht, Hendrik. Mein Lehrer ist zwar Japaner, aber er lebt in Europa und hat seine Bäume hier: weiß also aus Erfahrung, daß es geht.
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
Heike_R, wenn es laut deinem Lehrer geht, hat er seine Bäume in einem Gewächshaus wo er für mehr Luftfeuchtigkeit sorgen kann?
So weit ich es weiß, bekommt die P.thunbergii bei uns nur einen Austrieb pro Jahr, aber kann natürlich auch mit dem Norddeutschen Wetter zusammen hängen, will mich da nicht festlegen.
Ob nun das Auxin mehr oder weniger dran beteiligt ist, kann ich nicht beurteilen, soweit ich da weiß ist diesen Hormon noch nicht mal beantwortet, es hat beim Versuch es aufzuschlüsseln nur wieder mehr Fragen aufgeworfen, es ist halt zu komplex und an allen Vorgängen beteiligt.
Die Natur paßt sich den Umweltbedingungen an?
Deine Methode hab ich schon verstanden, so mache ich das auch Reduktion bis auf zwei, wenn sich mehrere entwickeln.
So weit ich es weiß, bekommt die P.thunbergii bei uns nur einen Austrieb pro Jahr, aber kann natürlich auch mit dem Norddeutschen Wetter zusammen hängen, will mich da nicht festlegen.
Ob nun das Auxin mehr oder weniger dran beteiligt ist, kann ich nicht beurteilen, soweit ich da weiß ist diesen Hormon noch nicht mal beantwortet, es hat beim Versuch es aufzuschlüsseln nur wieder mehr Fragen aufgeworfen, es ist halt zu komplex und an allen Vorgängen beteiligt.
Die Natur paßt sich den Umweltbedingungen an?
Deine Methode hab ich schon verstanden, so mache ich das auch Reduktion bis auf zwei, wenn sich mehrere entwickeln.
Auf jeden Fall gibt es mehrere Wege, die zum Erfolg führen und es spielen immer eine Menge Faktoren mit.
Das ist oft gar nicht so leicht einzuschätzen.
Aber ich freue mich immer wieder, wenn man von anderen Methoden und anderen Anschauungen hört, weil man dann auch wieder etwas probieren kann, wenn man aus irgendwelchen Gründen mit der bisher praktizierten Methode nicht mehr zufrieden sein sollte.
Zupfen oder Schneiden der Nadeln ist ja auch schon viel diskutiert worden. Vorteil des Schneidens ist, dass man nicht aus Versehen schlafende Knospen oder Rindenstreifen mit abreißen kann.
Der Nachteil höchstens, dass die vertrocknenden Nadelstummel ein Weilchen hässlich aussehen, ehe sie abfallen.
Wo ich dichte Nadelpolster aufbauen will, lasse ich auch mal mehr als zwei neue Triebe an einer Stelle stehen, die Kerzen werden aber gekürzt bzw. angeglichen, ehe die Nadeln sich herausschieben.
Später, wenn genug oder zuviel Dichte entstanden ist, kann ich immer noch Zweige wieder herausschneiden.
Viele Grüße,
Heike
Das ist oft gar nicht so leicht einzuschätzen.
Aber ich freue mich immer wieder, wenn man von anderen Methoden und anderen Anschauungen hört, weil man dann auch wieder etwas probieren kann, wenn man aus irgendwelchen Gründen mit der bisher praktizierten Methode nicht mehr zufrieden sein sollte.
Zupfen oder Schneiden der Nadeln ist ja auch schon viel diskutiert worden. Vorteil des Schneidens ist, dass man nicht aus Versehen schlafende Knospen oder Rindenstreifen mit abreißen kann.
Der Nachteil höchstens, dass die vertrocknenden Nadelstummel ein Weilchen hässlich aussehen, ehe sie abfallen.
Wo ich dichte Nadelpolster aufbauen will, lasse ich auch mal mehr als zwei neue Triebe an einer Stelle stehen, die Kerzen werden aber gekürzt bzw. angeglichen, ehe die Nadeln sich herausschieben.
Später, wenn genug oder zuviel Dichte entstanden ist, kann ich immer noch Zweige wieder herausschneiden.
Viele Grüße,
Heike
Danke für die Erklärungen Heike.
@Hendrik: ich habe meine Kiefern noch nicht lange, aber so wie ich das bei meinem Lehrer verstanden habe geht auch er nicht von mehreren Austrieben pro Jahr aus. Es geht nur um die Anlage der entsprechenden Knospen für das nächste Jahr, wobei wie gesagt auch die Anlage für den Rücktrieb gebildet wird, aber dieser ein paar Jahre braucht, bis ein richtiger Trieb daraus geworden ist.
@Hendrik: ich habe meine Kiefern noch nicht lange, aber so wie ich das bei meinem Lehrer verstanden habe geht auch er nicht von mehreren Austrieben pro Jahr aus. Es geht nur um die Anlage der entsprechenden Knospen für das nächste Jahr, wobei wie gesagt auch die Anlage für den Rücktrieb gebildet wird, aber dieser ein paar Jahre braucht, bis ein richtiger Trieb daraus geworden ist.
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
thunbergii
So sieht das ganze heute aus

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