Feldversuch

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Ralla
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Feldversuch

Beitrag von Ralla »

Morgen Zusammen

Hier mal ein Beispiel eines fehlgeschlagenen Versuches eine dicke
Besenform zu gestalten. Feldulme...
Bei ca 15 cm im Feld abgeschnitten.Keilförmig nach innen wie in Naka beschrieben.Auch ca 7 Jahre her.Schnittstelle mit Bast umwickelt damit
keine häßlichen Verdickungen entstehen.
Es hat nicht geklappt mit dem Bast.Es entstanden genau diese häßlichen Stellen :!: :cry:
Ein erneuter Versuch mit einem anderen Baum,einem aufgeschnittenen KA Rohr und einer großen Schlauchschelle funtionierte.
Aber weiter.Bastreste entfernt und einfach wachsen lassen!
Regelmäßig zurückgeschnitten.Dieses Frühjahr das Resultat gerntet.
Es gibt bessere Ulmen...............aber auch Schlechtere.
Auf dem letzten Bild sieht man noch das Loch etwas das vom Keilschnitt
entstand.
Dicke ....... ca. wie die Zelkowe
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Gruß Ralf
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Besagtes Loch
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Ansatz
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Rückseite
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Andreas
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Beitrag von Andreas »

Hallo Ralf

Gratuliere zu Deinen interessanten Berichten. Ich lese sie immer gerne. Diesmal interessiert mich va das grobkörnige Substrat. Handelt es sich hier um Zeostrat oder Vulkastrat. Verwendest Du für Koniferen dasselbe Substrat. Danke für Deine Antworten

Andreas
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Hallo Andreas

Es handelt sich bei diesem Substrat um ein Gemisch aus Bims, Lava
und Ceolit.Ich pflanze alle meine Kiefern in dieses Zeug.
Hab es dann mal mit Laubbäumen probiert und festgestellt das
Diese unheimlich viele Wurzeln bilden.Sie können dadurch viel Dünger und Wasser aufnehmen.Das Wachstum ist bei mir dadurch gestiegen.
Staunässe gibt es nicht mehr.
Erst ab einem gewissen Entwicklungsstadium mische ich Akadama und Torf bei.Spätestens aber wenn Sie in die erste Schale kommen.
Das sind meine Erfahrungen und meine Art mit den Bäumen umzugehen.
Es ist keine Empfehlung und ich möchte mich nicht darüber streiten
ob es richtig oder falsch ist.
Jeder auf seine Art

LG Ralf
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Ralla - hattest du dann auch manchmal das Problem, dass der Topf bereits im Juli komplett durchgewurzelt war und der Baum so etwas blass um die Nase wurde? Sogar bei übergrossen Töpfen?
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Andreas,ich kontroliere im Juli nicht die Wurzeln......also keine Ahnung.
Frühestens nach einem Jahr.Es gab welche die schaften das in der Zeit.
Erste richtige Kontrolle nach 2 Jahren.
Was verstehst Du unter blass?
Ich Gieße und Dünge sehr agressiv.Vieleicht deswegen nicht?
Mir ist nichts aufgefallen,aber ausschließen möchte ich es nicht.
Es sind ja nicht gerade wenig die hier rumstehen und da kann man schon mal
eine etwas andere Farbe der Blätter übersehen :cry:

LG Ralf
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Na ja - bei bestimmten Arten (Forsythie, Granatapfel, Weiden, Liguster), die ich in ähnlichem Substrat einpflanzte, gabs bei unvermindertem Wachstum ab Mitte Juni Probleme - blasse, kleine Triebe. Die Wurzeln kontrolliere ich auch nicht, aber wenn es so kommt, drücke ich mal den Finger ins Abflussloch. Geht alles hoch wie ein Gugelhupf aus der Form, weiss ich, woran es liegt. Düngermangel war's nicht, sondern der mit Wurzeln proppenvolle Topf. Manchmal schoben sich die Bäume mehrere Zentimeter in die Höhe. Da war nix mehr mit Wasseraufnahme, also fing ich an, in grössere Pötte umzusetzen. Das brachte ruckartig neues Wachstum. Umgekehrt konnte sich so das Wachstum <stoppen>, wenn gewünscht. Jo - wegen dem Substrat und so.
Andreas
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Beitrag von Andreas »

Hallo Ralf

Danke für die rasche Antowrt. Mischt du dieses Substrat selber oder kaufst du eine Fertigmischung.

Andreas
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Andreas (1)
Ja ist ne fertige Mischung von Chris P.

Andreas(2) :-)
Die Sorten hab ich nicht die Du da aufzählst.
Meine sind Feldahorn ,Weißdorn ,Hainbuche ,Zellkowe und Ulme.

Das mit dem drücken durch die Abzugslöcher geht nicht bei der Größe
die ich hier habe :wink:
Und die Kunststoffpötte von mir sind immer viel größer als die spätere Schale,deswegen passiert das vieleicht bei mir nicht?!

Bis jetzt ist immer alles gut gegangen

Aber Danke für den Tipp(Schadbild) :wink:

LG Ralf
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Ralla hat geschrieben:...Hab es dann mal mit Laubbäumen probiert und festgestellt das Diese unheimlich viele Wurzeln bilden.Sie können dadurch viel Dünger und Wasser aufnehmen.Das Wachstum ist bei mir dadurch gestiegen...
Hallo Ralf,

das ist sehr interessant für mich, da ich eigentlich nur Laubbäume habe. Bis dato arbeite ich immer noch mit einem organischen Anteil von ca. einem Drittel im Substrat.
Wie siehst Du das mit der Korngröße Deiner Substratbestandteile? Ich habe festgestellt, daß die Korngröße doch entscheidenden Einfluß auf die Durchlässigkeit des Substrates hat, egal ob mit oder ohne organischem Anteil. Kannst Du mir etwas zu Deiner verwendeten Korngröße sagen, oder ist Dir das egal?

Danke im voraus!
Viele Grüße, Chris.
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Hallo Chris

Die Körnung hat so 4/5 mm.Es sind auch größere Anteile dabei.
Ich gieße mit dem Schlauch bis es unten raus läuft.Das Substrat zerfällt
nicht und somit ist immer eine gute Durchlässigkeit gegeben.(2/3 Jahre)
Es wird auch immer wieder verwendet nach dem durchsieben und
entfernrn von Wurzellresten, Düngerrückständen oder anderen
Dreckpartickeln die sich über die Zeit absetzen.
Das Substrat ist meiner Meinung nach optimal für frisch getopfte Bäume
geeignet.Es unterstützt die schnelle Wurzelbildung nach dem Ernten aus
Feld oder......


Gruß Ralf
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achim73
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Beitrag von achim73 »

gibt es in deinen augen einen vorteil von zeolith gegenüber blähton oder blähschiefer ?
Gruss, Achim
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chris.p
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Beitrag von chris.p »

sonicbody hat geschrieben:gibt es in deinen augen einen vorteil von zeolith gegenüber blähton oder blähschiefer ?
Ja,ich fühle mich jetzt mal angesprochen!
Zeolith hat eine größere Oberfläche als Blähtonbruch!
(ohne gewähr)
Nach Aktivkohle gibt es glaube ich kein gängiges Substratbestandteil, das eine größere Oberfläche hat.

Nachteilig ist sicher der Preis, selbst bei meiner Abnahme (Tonnenbereich) ist das Zeug pur schweineteuer.
Grüße Christian
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Ralf,

konnte mich gestern leider nicht mehr zurückmelden. Viele Dank für Deine detailierte Antwort!

Nur das mit dem "Recyclen" bzw. Aussieben stelle ich mir schon sehr zeitaufwendig vor, gerade bei den Mengen, die Du, oder auch Christian, verarbeitest. Also ich nutze ausschließlich gebr. Blähton (Lecadan), grobe Lava und Bims, keine jap. Substrate. Bei meinem (eher geringen) Bedarf und einem Preis von EUR 8,95 pro 50l-Sack für das Lecadan schütte ich ehrlich gesagt beim Umtopfen alles weg.

Auch danke an Christian, über Zeolith wußte ich vorher (fast) nichts. Gibt's da eigentlich im Web eine interessante Adresse über Zeolith als Granulat zur Nutzung als Substrat? Ich habe bis jetzt nur irgendwelche Öko-Firmen-Sites gefunden, bei denen Zeolith aber noch eine andere Bedeutung zu haben scheint, bzw. ein anderer Stoff ist...?
Viele Grüße, Chris.
Chris135
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Re: Feldversuch

Beitrag von Chris135 »

hallo,
ich konnte mich glücklicherweise letzte woche in punkto granulat für die nächsten jahre eindecken.

auf meiner baustelle wird der fußboden erneuert und "leider" :D musste die trockenestrich-schüttung raus - also habe ich mich gleich als "entsorger" angeboten und das auto wurde sauber beladen und es ging ein bisschen langsamer über die autobahn nach hause :).

gruß

Chris
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