Hallo Freunde,
dass unsere Kastanien in den letzten Jahren immer mehr durch Miniermotten geschwächt werden, ist ja kein Geheimnis mehr.
Heute morgen fand ich jedoch in der Tageszeitung eine Meldung, die mich sehr geschockt hat.
Neue Krankheit lässt Kastanien in NRW sterben
Demnach breitet sich eine Bakterienart namens "Pseudomonas syringae" schon seit 2006 immer weiter in NRW aus. Die bis jetzt betroffenen Städte sind Gelsenkirchen, Kevelar, Zwisttal und Saerbeck.
Erstmalig in Erscheinung getreten sind diese Bakterien schon 2002 in Holland. Inzwischen melden auch Großbritannien, Frankreich und Belgien befallene Bäume.
Herkunft und Ausbreitungswege sind bislang noch unbekannt. Befallene Bäume - sowohl junge wie alte - müssen vernichtet werden.
Die Erkrankung äußert sich laut Landwirtschaftskammer mit rötlichen, blutenden Stellen; mit Rissen und Dellen am Hauptstamm und starken Ästen; letzlich welkt das Laub und der Baum stirbt ab.
Allen Kastanienbesitzern VIEL GLÜCK!
Haben wir bald keine Kastanien mehr?
Haben wir bald keine Kastanien mehr?
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
ist das diese krnakheit die dennen so rostige flecken die sehr vertrocknet sind auf die blätter macht? habe so eine junge kastanie habbe alle blätter bis auf die grossen abgeschnitten und die abfallenden weggeschmissen (also nicht auf den kompost ) inzwischen sind alle abgefallen hoffe das das bis nächstes jahr überstanden ist !
Re: Haben wir bald keine Kastanien mehr?
Aufmerksames Lesen scheint für manch einen Zeitgenossen eine akademische Herausforderung zu sein.
migo hat geschrieben:Die Erkrankung äußert sich laut Landwirtschaftskammer mit rötlichen, blutenden Stellen; mit Rissen und Dellen am Hauptstamm und starken Ästen; letzlich welkt das Laub und der Baum stirbt ab.!



Re: Haben wir bald keine Kastanien mehr?
Ich nutze das Thema mal, um über einen neueren Stand zu berichten:
http://taspo.de/aktuell/alle-news/detai ... uhigt.html
In einer aktuellen Taspo Ausgabe wird der Hinweis gegeben, befallene Kastanien erst zu fällen, wenn diese abgestorben sind bzw. die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Denn: sollte es Bäume geben die den Befall überleben oder nicht befallen werden, muss man die natürlich erhalten.
Pseudomonas syringae pv. aesculi ist nun auch seit 2-3 Jahren hier in Hamburg angekommen. Die Fälle treten noch vereinzelt auf. Diese Woche konnte ich mir so einen Befall (der sogar recht stark war) direkt ansehen.
Ob die Bakterien auch Bonsais Befallen können, steht auf einem anderen Blatt. In den Artikeln geht es ja um Park und Straßenbäume, die ganz anderen Bedingungen unterworfen sind.
http://taspo.de/aktuell/alle-news/detai ... uhigt.html
In einer aktuellen Taspo Ausgabe wird der Hinweis gegeben, befallene Kastanien erst zu fällen, wenn diese abgestorben sind bzw. die Verkehrssicherheit gefährdet ist. Denn: sollte es Bäume geben die den Befall überleben oder nicht befallen werden, muss man die natürlich erhalten.
Quelle: http://www.institut-fuer-baumpflege.de/neuigkeiten.htmlDatum: 11.04.2014
Untersuchungen zur Pseudomonas-Rindenkrankheit an Rosskastanie
Die Universität Hamburg hat gemeinsam mit dem Institut für Baumpflege über drei Jahre Infektionsversuche an Rosskastanien durchgeführt. Die Bäume wurden mit dem Erreger der Pseudomonas-Rindenkrankheit, Pseudomonas syringae pv. aesculi, in der Krone sowie über den Boden infiziert. An einem Baum zeigten sich bereits nach drei Monaten die typischen Symptome der dunklen Leckstellen auf der Rinde.
Eine Infektion über Blätter, unverletzte Rinde oder Wurzeln wurde in keinem Fall beobachtet. An vollständig überwallten Wunden konnte das Pathovar ebenfalls nicht re-isoliert werden. Dagegen waren die Re-isolationen der noch nicht vollständig überwallten Wunden möglich. Gefolgert wird, dass die Infektion von A. hippocastanum mit P. syringae pv. aesculi wahrscheinlich über Wunden erfolgt.
Pseudomonas syringae pv. aesculi ist nun auch seit 2-3 Jahren hier in Hamburg angekommen. Die Fälle treten noch vereinzelt auf. Diese Woche konnte ich mir so einen Befall (der sogar recht stark war) direkt ansehen.
Ob die Bakterien auch Bonsais Befallen können, steht auf einem anderen Blatt. In den Artikeln geht es ja um Park und Straßenbäume, die ganz anderen Bedingungen unterworfen sind.
Gruß, Claudia
Re: Haben wir bald keine Kastanien mehr?
Bei der Miniermotte zeigt es sich, das heimische Vögel sie langsam als Nahrungsquelle entdecken.
http://berlin-natur.my-entdecker.de/201 ... niermotte/
Das könnte dazu führen, das der Befall von Miniermotten auf ein Maß reduziert wird, mit dem Kastanien leben können.
Bei Pseudomonas könnte auch eine Medienbedingte Katastrophenhysterie mitspielen. Häufig wenn eine neue Krankheit entdeckt wird, entsteht oder neu in unser Land kommt, wird zunächst darüber berichtet als sei es der Weltuntergang und das Aussterben der betroffenen Art praktisch unvermeidlich....
Wer will kann hierzu mal die Bakteriebnkrankheit "Feuerbrand" googeln. Das war zuerst auch Katastrophenstimmung, jetzt ist es zwar immer noch schlimm, aber es sind längst nicht alls Pflanzen abgestorben.
Gruß Olaf
http://berlin-natur.my-entdecker.de/201 ... niermotte/
Das könnte dazu führen, das der Befall von Miniermotten auf ein Maß reduziert wird, mit dem Kastanien leben können.
Bei Pseudomonas könnte auch eine Medienbedingte Katastrophenhysterie mitspielen. Häufig wenn eine neue Krankheit entdeckt wird, entsteht oder neu in unser Land kommt, wird zunächst darüber berichtet als sei es der Weltuntergang und das Aussterben der betroffenen Art praktisch unvermeidlich....
Wer will kann hierzu mal die Bakteriebnkrankheit "Feuerbrand" googeln. Das war zuerst auch Katastrophenstimmung, jetzt ist es zwar immer noch schlimm, aber es sind längst nicht alls Pflanzen abgestorben.
Gruß Olaf


