Pinus mugo ohne Schwung

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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claudi
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Pinus mugo ohne Schwung

Beitrag von claudi »

Hallo!

Ich bin etwas unglücklich mit dieser P. mugo. (Der Baum hat im Moment eine Höhe von ca 75 cm.)
Irgendwie erschein mir der Baum zu glatt, zu brav, es fehlt mir einfach das gewisse "Etwas".
Der Stamm hat eine sehr schöne Bewegung nach vorn, was man auf dem Bild leider nicht sieht. Ich habe schon mehrfach die Stellung der Äste/ Zweige geändert, um von der Symmetrie, die der Rohling mitbrachte, wegzukommen. Irgendwie bin ich damit jetzt an eine Grenze gekommen, ab der alles nur schlimmer wird.
Ich bin mir sicher, dass einige von Euch gute Ideen haben, die dem Baum endlich mal Charakter geben!
Danke schonmal!
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Pinus mugo2 for..jpg
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Liebe Grüße Claudi

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motorrad-frank
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Beitrag von motorrad-frank »

Hallo claudi,
wenn alles so leicht wäre wie einen Baum mit Bildbearbeitung umzubauen......
mir pers. würde er so gefallen -
d.h. abmosen und 2 draus machen......dann stimmt auch die Bewegung.
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michael hohner
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Beitrag von michael hohner »

hallo claudi,

stell doch bitte noch bilder von der seite und von hinten ein ....

aus dem einen bild kann man sich keine vorstellung machen ...
gruss micha

"damit das mögliche entsteht muss immer wieder das unmögliche versucht werden" hermann hesse
Pitches
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Beitrag von Pitches »

Hi Claudi!
Zunächst einmal finde ich die Mugo gar nicht mal so schlecht, allerdings stimme ich dir zu das der Stamm etwas mehr Bewegung braucht, aber das scheint mir angesichts der Tatsache das er nicht so dick ist, nicht problematisch zu sein. Ich habe zwar wenig Erfahrung im Biegen von Ästen, aber ich denke diesen Stamm kann man mit Bast einbandagieren un dann vorsichtig biegen, dürfte kein Problem sein, ich habe schon dickere Stämme gesehen die noch gebogen wurden zum Beispiel von Walter Pall und den anderen Profis.
Ich würde dir einfach raten mit dem Baum einen Workshop einer dieser Profis zu besuchen, sie können dir sicher weiterhelfen.
Ich denke aus dieser Mugo könnte mal ein schöner Literat werden, von Abmoosen oder dergleichen halte ich wenig, allerdings bin ich auch noch ein Anfänger.

MFG Marius
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

motorrad-frank hat geschrieben:d.h. abmosen und 2 draus machen.....
Zwei draus machen fällt sicherlich aus. Eine Kiefer treibt nirgends wieder aus, wo keine Nadeln mehr vorhanden sind.

Claudi,

ich denke auch, dass erfahrene Leute geeignete Mittel und Wege kennen, um den Stamm noch zu biegen.

Ich würde übrigens danach trachten, in der Krone die gegenständigen Äste zu eliminieren, die verbliebenen noch weiter abwärts zu ziehen und vielleicht zumindest den untersten noch länger wachsen lassen.
Dann würde der Baum auf jeden Fall schon besser ausehen!

Viele Grüße,

Heike
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Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Robert S.
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Beitrag von Robert S. »

Hallo Claudi,
Heike's Kronenaufbau gefällt mir sehr gut. Wenn Du am Stamm nicht biegen
willst / kannst wäre evtl zu überlegen, den ersten Ast (auf Heike's Virtual)
noch stärker nach unten zu drahten um von dem arg langen, geraden
Stammabschnitt abzulenken bzw. ihn zu kaschieren. Alternativ könntest Du
mit einem Stechbeitel an den mit A und B gekennzeichneten Stellen einen
kleinen Keil rausschneiden und den Stamm wie auf meinem "Schmiertual"
gezeigt zu biegen. Bliebe noch der gerade Teil (rote Linie). Da könntest Du
versuchen mit viel Bast und dickem Kupferdraht eine leichte Biegung (blaue
Linie) reinzukommen. Dann die Spitze noch ein wenig nach Links, so dass sie
fast im Lot auf den Stammursprung steht. Ok, klingt nach Grossbaustelle,
sollte aber machbar sein.
Servus,
Robert
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Mehr und mehr bekommt das Teil eine deutlich bessere Form. Ich frage das mal ganz provokant an die Besitzerin: da geht auch mit zwei, drei "Lagen" 5mm Draht nichts zu biegen? Ich kann mir das nicht vorstellen...Kiefern sind weich, bei der Länge und Dicke erst recht. Der Astaufbau, etwas mehr Bewegung...muß doch gehen, ist doch stark!
Martin S
Beste Grüße
Martin

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claudi
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Beitrag von claudi »

Ich wußte doch, dass auf euch Verlass ist! *daumen_new*
Das blöde Nebari war der Anfang vom Ende. Die jetzige Vorderseite ist, von der Aststellung her, die ungünstigste. Aber sondst hätte das Nebari nach 12/ 6/ 3 Uhr gezeigt...
Den Stamm zu biegen, erscheint mir auch unumgänglich. Leider hatte ich schon beim Biegen der Äste arge Probleme. Obwohl ich es im Juni gemacht habe, hatte ich zu tun, dass mir die Rinde nicht an allen Ecken und Enden einreißt.
Ich denke ich nehm sie wirklich mal mit zu nem Workshop, da muß jemand ran, der weiß, was er tut und der mehr Kraft hat, als ich Shohin-Tante. :oops: Zwanzigmal korrigieren macht die nicht mit...
Der untere Ast ist im Moment echt an der Knack-Grenze, noch weiter runter trau ich mir im Moment nicht.
Weil die gute auch kaum brauchbare Rückäste hat ( Die Nadelpolster in der Tiefe sind ein einziger Beschiss...), fällt der Vorschlag von Heike, die gegenständigen Äste zu entfernen, aus. Dann sieht der Baum aus, als hätt ich ne Ladung Schrot reingeschossen...( Ja, ich weiß, das gewisse Etwas hat er dann...)
Ich stell morgen noch mal Bilder von den anderen Seiten rein!
Danke soweit!
Liebe Grüße Claudi

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Bernd Schreiner
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Beitrag von Bernd Schreiner »

Hallo Claudi,
dese Knackgrenze am unteren Ast, kannst Du überschreiten. Es kann auch ruhig einen Knall geben, der Ast nimmt es dir nicht übel.

Gruss Bernd
Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.
Matthias Claudius
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claudi
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Beitrag von claudi »

Weiß das der Baum???
Liebe Grüße Claudi

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flu
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Beitrag von flu »

Ich finde 'ne Mugo cool, die aussieht wie ne Flachland-Sylvestris.
Ich nenne das eine geglückte Preußifizierung einer bajuvarischen Landpomeranze.
Zuletzt geändert von flu am 08.10.2007, 21:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Lindwurm
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Beitrag von Lindwurm »

selbst wenn man
-8mm kupferdraht
-schraubzwingen
-aushölen des kernholzes (nennt man das so ?? :D )

anwendet, kann ich irgendwie nicht nachvollziehen wie die gewünschte
"bessere" stammbiegung aussehen soll...

sieht der baum dann nicht aus wie ne angelrute?
langer grader stamm is doch ok, ist ja schliesslich kein 3-spitz 8)

ich würde die unteren beiden äste stärker nach unten drahten und das ganze auf ne steinplatte/lavastein oder so setzen
Constantin

Beitrag von Constantin »

Lindwurm hat geschrieben:selbst wenn man
-8mm kupferdraht
-schraubzwingen
-aushölen des kernholzes (nennt man das so ?? :D )

anwendet, kann ich irgendwie nicht nachvollziehen wie die gewünschte
"bessere" stammbiegung aussehen soll...
Genau das habe ich mir auch gedacht. Ich habe an dem Stamm nichts auszusetzen. Die Krone müsste nur kleiner und leichter werden. Heikes Vorschlag geht da in die richtige Richtung. Vielleicht sogar noch besser ohne den rechten unteren Ast. Die rückwärtigen Äste wird man schon irgendwo herbekommen. :wink:
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migo
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Beitrag von migo »

Kiefern in freier Natur sehen auch nicht immer aus wie im Hochgebirge.
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Tschüüss, Michael

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Bodo.P.
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Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Claudi

Eine Bewegung in dem Srtamm kann man sehr gut mit einem
Bambusstab oder ähnlichem bringen.
Einfach den Stab unten an dem Baum anhalten und versuchen den Baum 1-2 mal um den Stamm winden.Der Baum gibt dir schon vor
wo und wie er sich biegen lässt.Im unteren Bereich bringt das etwas bewegung im Kronenbereich schon mehr.
Das Problem mit den gegenständigen Ästen kannst du so lösen
wie bei John Naka Bd 1 beschrieben.
"Den Ast von der Oberseite ausgehen am Stammansatz nach unten
so vom Stamm lösen das noch ein genügend dickes Stück vom Ast mit dem Stamm verbunden ist.Wundverschluß oder Vaseline gegen austrocknen drauf,drahten und in Positionbringen.
Habe ich schon mal mit erfolg gemacht.
mfg
Bodo.P.
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