Ich komme vor 2 Wochen von der Arbeit Nachhause und was sehe ich da Mein NAchbar hatte seinen Ahorn mit der Seilwinde aus dem Boden gerissen. Ich kam gerade noch rechtzeitig um ihn vor dem Hechsler zu retten.
Wie man sieht hat er nicht wirklich den grünen Daumen. Der Baum stand dort schon 10 Jahre und hat immer noch das Netz von der Baumschule dran. Auch das Etikett wurde nie entfernt und war bereits bis zur Stammmitte eingewachsen.
Dateianhänge
acer 1_klein.jpg (62.92 KiB) 2276 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Tropenfreak am 12.11.2007, 16:23, insgesamt 1-mal geändert.
Der Spirituelle Intellekt des Agrarökonomen steht in reziproker Relation zur Quantität seiner subterranen Knollengewächse
Ich hab nun mein möglichstes getan um ihn zu retten.
Sämtliche zersplitterten Wurzeln wurden radikal entfernt. Die Wunden infolge der Seilwinde habe ich etwas nachgearbeitet. Sämtliche Schnittstellen habe ich mit Kohlepulver behandelt.
Die Hauptstämme habe ich jeweils bis zum tiefsten Seitenast zurückgeschnitten.
Gott sei Dank waren auch noch einige Saugwurzeln vorhanden, weshalb ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe.
Getopft wurde er in sehr durchlässiges Substrat - Als kleine Starthilfe habe ich ein paar Weizenkeimlinge mit hineingegeben.
Was denkt ihr? Hat er eine Chance?
Wenn er durchkommt werde ich ihn vermutlich etwas oberhalb abmoosen. Ich meine nämlich eine Pfropfstelle ausgemacht zu haben, die ich ohnehin loswerden möchte.
Dateianhänge
Viel blieb da nicht übrig
acer 2_klein.jpg (59.8 KiB) 2272 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Tropenfreak am 12.11.2007, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
Der Spirituelle Intellekt des Agrarökonomen steht in reziproker Relation zur Quantität seiner subterranen Knollengewächse
Hallo Roland,
ich drücke dir zwar alle Daumen, aber bei so wenig Faserwurzeln
wird das schwer. Der Zeitpunkt, daran konntest du aber nichts ändern,
ist auch falsch. Wichtig ist durchlässige Erde und frostfrei überwintern.
Gruss Bernd
Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.
Matthias Claudius
Musste auch mal so drastisch an einer Hainbuche einen Wurzelschnitt vornehmen.Was meiner Meinung nach geholfen hat ist das tägliche Überbrausen des Baumes und ich habe Wurzelfix (Wurzelhormone) der Erde dazu gegeben.
und vielen Dank für eure Rückmeldungen.
Der Zeitpunkt war nicht der schlechteste - das ist aber auch schon so ziemlich das einzig positive an der Situation.
Natürlich wird der in der Garage frostfrei überwintert.
Bleibt nur abzuwarten und eventuell sicherheitshalber jeden Tag 3 Vater unser und nen Rosenkranz zu beten.
Bewurzelungshormone verwende ich aufgrund schlechter Erfahrungen nicht mehr. Diesmal hab ichs zum 1. mal mit Weizenkeimlingen probiert. zum Gießwasser gebe ich hin u. wieder vitamin B2 hinzu. Vor dem einpflanzen hatte ich ihn ebenfalls über Nacht in einer Vitamin B2 Lösung stehen.
Der Spirituelle Intellekt des Agrarökonomen steht in reziproker Relation zur Quantität seiner subterranen Knollengewächse
_momo hat geschrieben:@ tropenfreak: Ist zwar OT, aber was hast du denn für schlechte Erfahrungen mit Wurzelhormonen gemacht?
Ich hab ne Zeitlang mit Seradix gearbeitet. Erfahrungen habe ich allerdings nur mit Stecklingen. Ich habe jeweils die hälfte der Stecklinge mit Seradix behandelt, und den anderen Tei unbehandelt belassen.
Bei den meisten zeigte sich gar kein Unterschied. Stecklinge mit und ohne Hormone wuchsen gleich gut an und hatten in etwa die selben Ausfallsquoten. Bei meinen Maulbeerbaum Stecklingen gingen sogar alle die ich behandelt hatte ein, jedoch überlebten 2, die nicht behandelt waren.
mein Fazit: Ich konnte keinen Vorteil durch die Anwendung von Seradix erkennen. Zudem ist es auch nicht gerade billig.
Weizenkeimlinge hingegen funktionieren recht gut, zumindest bilde ich mir das ein.
Mit Vitamin B2 habe ich bis dato noch keine Erfahrungen - das ist jetzt mein 1. Versuch.
Der Spirituelle Intellekt des Agrarökonomen steht in reziproker Relation zur Quantität seiner subterranen Knollengewächse