Ebay-Hainbuche

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Herbi
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Beitrag von Herbi »

was? Achim
Gruss Herbi
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

Alien66 hat geschrieben:Wenn ich, wie Du schreibst, Bohrungen im Wurzelansatz setze, diese mit z.B. Mittelchen bestreiche und anschließend das Substrat anschütte - wie siehst Du das mit dem Mittelchen beim Gießen? Ich befürchte, daß davon vieles ausgespült wird. Sollte man noch zusätzlich etwas Sphagnum über die Bohrungen legen?
Ich würde auf jeden Fall Sphagnum nehmen, kein normales Substrat, damit es auch immer schön feucht bleibt. Wenn die Stelle austrocknet, werden die neu gebildeten Wurzeln wieder absterben.
Warum schreibst Du: "..anbohren bis ins Holz..."? Ist das ein Muß? Wo liegt der Sinn?
Damit das Kambium verletzt wird, ebenso wie beim Abmoosen, weil sich daraus das Wurzelgewebe bildet.

Ich hab' hier mal geschildert, wie ich das Anbohren mit einer Hainbuche gemacht habe (die mir leider inzwischen aus anderen Gründen eingegangen ist, sodass ich kein aktuelles Ergebnis vorzeigen kann):
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 1159#91159
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
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achim73
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Beitrag von achim73 »

das hat meine frage beantwortet.

mich wundert allerdings, dass die pflanze wirklich wurzeln dadurch bildet. eigentlich sollte man doch annehmen, dass sie wie beim abmoosen versucht, die wunde zu schliessen bzw. zu überwallen. zumal ja auch kein hormonstau stattfindet. aber in dem fall würde ich das dann auch zuerst versuchen.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Eva
Ich kann Dir nur zustimmen,
das der Ratschlag Abmoosen zu oft gemacht wird,
allerdings halte ich in diesem Fall für den "richtigen" Weg.
Durch den längeren, geraden unteren Stammabschnitt
werden die Augen automatisch zum Wurzelansatz geführt.
Auf dem Foto des Wurzelansatzes ist recht die Hauptwurzel
die schräg in den Boden wächst. Dieser Fehler ist mit
normalen Mitteln nicht zu beheben. Die Ausbildung
einer Wurzelplatte als Alternative würde massives
Wurzelwachstum an den anderen Seiten, bei gleichzeitiger
Reduzierung der "starken" Seite, erfordern.
Da dürfte das Abmoosen der erfolgversprechendere Weg sein.
Das "Wurzelziehen" durch Anbohren in Kombination mit
Wurzelhormonen wäre eine Möglichkeit beim Ergänzen
eines fast vollständigen Wurzelfusses.
mfG Dieter
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derfalke
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Beitrag von derfalke »

hallöchen allerseits *wink*

Herbi neneee dem gefällts in Grabs bestimmt besser :lol:

Von solchen Wurzelhormonen hab ich in Büchern schon und hier schon gelesen. Aber funktioniert das wirklich??

Ich würds auch mal ausprobieren. hab ja noch andere Pflänzchen rumstehen wo man das machen könnte :D
Aber bei dieser Buche mach ich keine Experimente :shock:

so und jetzt muss ich zur Arbeit

tschüüüüüüüüssss
Walter

[/url]
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Albert Einstein
Eva Warthemann
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Beitrag von Eva Warthemann »

Also mit dem Anbohren würde ich auf der Höhe, wie Ihr sagt , der Stelzenwurzeln beginnen, so das der Knick im Erdreich verborgen verbleibt.
Wenn Walter später dann mehr Erfahrungen und auch Mut zum Risiko hat, dann kann er in mehreren Schritten diesen Knick entfernen, aber auch nur dann, wenn sich genügend Wurzelmasse (dabei müssen auch kräftige, stützende Wurzeln sein) gebildet haben.
Walter dieses Anbohren und Hormone drauf, ist praktisch ohne Risiko. Entweder dieses Loch wächst zu, oder es bilden sich neue Wurzeln.
Diese Methode wird viel bei Ahornarten verwendet, um sogenannte Wurzelplatten zu erzeugen.
Ich habe das auch schon an einigen Bäumen gemacht, so auch an meiner Kastanie, die in der Ausstellung oben zu sehen ist. Den Erfolg kann ich aber erst im übernächsten Jahr beurteilen. Dann wird die Kastanie wieder umgetopft.
Als Bonsaianfänger würde ich mich nur an minderwertigen Bäumen mit dem Abmoosen wagen, wo kein so hoher Verlust zu erwarten ist.
Viele Grüße Eva Warthemann
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derfalke
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Beitrag von derfalke »

Hallo

ich habe von meinem Kollegen, der Gärtner ist, Wurzelhormon wie sie es in der Gärtnerei benutzen bekommen.

jetzt möchte ich die "Löcher bohren und Hormon drauf" Methode die Eva beschreibt mal versuchen. Weil da verlier ich nix. Wenns nicht klappt kann ich immernoch nächstes Jahr abmoosen. Oder noch später...

Jetzt meine Fragen:

Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Löcher Bohren?

Wie grosse Löcher und wieviele?

Gruss aus der Schweiz

Walter
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Robert S.
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Beitrag von Robert S. »

Hallo Walter,

schöner Baum!
Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Löcher Bohren?
Da das Wurzelwachstum erst ab einer bestimmten Temperatur richtig gut
funktioniert, würde ich nicht zu früh anfangen. Mein entscheidender Fehler
bei den ersten Abmoosversuchen war, dass ich zu früh im Jahr angefangen
habe. Das dürfte bei der Anbohrmethode nicht anders sein. Mit meiner
Hainbuche hat das Abmoosen übrigens sehr gut geklappt.

Viel Erfolg und wenn Du Lust hast, kannst Du ja die ganze Aktion ein bisschen
fürs Forum dokumentieren :wink:

Servus,
Robert
Eva Warthemann
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Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Walter!
Also, ich weis ja nicht, in welchem klimatischen Bereich Dein Wohnort liegt.
Hier in Sachsen Anhalt, am Rande der Dübener Heide, hatten wir so gut wie keinen Winter. Auch die kühleren Tage Ende März lagen bei einer Nachttemperatur um die minus drei Grad.
Deshalb sind bei mir die Hainbuchen schon beim Austrieb. Würde Dein Baum hier stehen, dann kann man jetzt damit beginnen.
Einen Efeu, dessen Krone ich abmoosen möchte, an dem hab ich bereits vor zwei Wochen die Arbeiten zum Abmoosen vorgenommen. Bei dem möchte ich nicht nur die Krone, sondern auch den unteren Teil zum Bonsai machen.
Viele Grüße Eva Warthemann
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derfalke
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Beitrag von derfalke »

Hallo

Robert ich werde Fotos machen und hier dann zeigen *up*

Eva meine schläft noch fast! Die Knospen fangen erst langsam an zu schwellen.
Welchen Durchmesser sollen/können die Löcher haben?

Ich dachte ich mache mal ein paar Löcher auf der gegenüberliegenden Seite des "Knubbels". Dann packe ich die Seite mit Moos ein und gebe auch ein bischen Wurzelhormon dazu. Und dann mit Erde zudecken. *kopfkratz*

Gruss

Walter
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derfalke
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Beitrag von derfalke »

*updated*

Hallo allerseits

so heute Vormittag habe ich mir die Hainbuche vorgenommen :D

Ob ich alles richtig gemacht habe weiss ich nicht. Das werd ich wohl in einem Jahr sehen :mrgreen:

Warum 9mm Löcher :?: Weil ich das in einem Beitrag von 2004 hier gelesen hab. Weil kleinere Löcher zu schnell geschlossen werden ohne Wurzelbildung.

Warum Kokosfasern und nicht Sphagnummoos *kopfkratz*
Weil einige Orchideen neu getopft habe, ist es mir ausgegangen :oops:
Aber diese gemalenen Kokosfasern sollen genau die gleiche Wirkung haben! Hab sie auch von einem Bonsaianer. Mann könnte auch Sägemehl nehmen. Ist auch dasselbe...

so der Rest kommt gleich...... *undwech*
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nochmal in den selben Kübel mit neuem Substrat...
nochmal in den selben Kübel mit neuem Substrat...
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Wunderbarer Wurzelballen
Wunderbarer Wurzelballen
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zwei 9mm Löcher. Auf der gegenüberliegenden Seite auch.
zwei 9mm Löcher. Auf der gegenüberliegenden Seite auch.
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..nicht sehr schön!
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derfalke
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Beitrag von derfalke »

....und weiter :mrgreen:

Also ich habe dann etwas Wurzelhormon feucht gemacht und ein bisschen auf die Löcher geschmiert.

Und auch etwas in die Kokosfasern gemischt.
Dann hab ich den Stamm schön damit eingepackt! Und das restliche Substrat drauf gegeben.
Alles schön angegossen und fertig :mrgreen:

Und jetzt bin ich mal sowas von gespannt was da in einem Jahr zum Vorschein kommt!

So *banana* oder so *autsch* aus solchen Versuchen lernt man doch :mrgreen:


Gruss aus der Schweiz

Walter
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...und fertig für ein Jahr
...und fertig für ein Jahr
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alles schön eingepackt und festgedrückt....
alles schön eingepackt und festgedrückt....
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Kokosfasern mit Wurzelhormon
Kokosfasern mit Wurzelhormon
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Wurzelhormon auf die Löcher...
Wurzelhormon auf die Löcher...
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Thorschti
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Beitrag von Thorschti »

Hallo Walter!

Super dokumentiert, dass wird vielen helfen!

Eine Anmerkung, die Substrathöhe erscheint mir zu niedrig, wenn die Temperaturen steigen wird deine Anhäufelung sehr schnell austrocknen. Evtl noch etwas anhäufen.

Jetzt noch eine Frage zur Cocusfaser:
Beim letzen AK Treffen habe ich angefangen einen Ficus abzumossen. Bei der Vorbesprechung mit unserem Leiter wurde folgendes Vorgehen angeregt:
1.Auf die Substratoberfläche eine Scheibe Folie, damit die entstehenden Wurzeln nicht gleich nach unten verschwinden und beim Abtrennen verletzt werden.
2. Einschnitt/Wuzelhormon (oder auch nicht)
3. Torf/Sand Gemisch oder Spagnum verwenden
4. Topf unten Boden raus um den Stamm platzieren, auffüllen und feucht halten

Ich hatte kein Torf nur Cocusfaser, unser Leiter hat sich mit Händen und Füssen gegen die Cocusfaser gewehrt. Es würde sich kein Eisen in diesem Substrat befinden, welches essentiell für die Wurzelentwicklung wäre.
Ich habe dann doch Spagnum und Torf/Sand Gemisch verwendet. Gibt es andere Erfahrungswerte zum Abmoossubstrat/Anhäufelsubstrat?

beste Grüsse

Thorsten
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derfalke
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Beitrag von derfalke »

Hallo Thorsten

kein Problem *up* Substrat kann ich noch auffüllen!

Tja das mit der Kokosfaser hab ich von einem Bonsaianer der das schon lange macht und sich wirklich auskennt.
Er mischt immer ein bisschen ins Substrat wenn er etwas mit wenig Wurzeln ein oder umtopft.
Ich selber weiss es noch nicht. Ich habe das noch nie gebraucht.

Aber vielleicht haben andere hier schon kokosfaser verwendet :?:


Gruss

Walter
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Beitrag von der1 »

derfalke hat geschrieben:...Aber vielleicht haben andere hier schon kokosfaser verwendet :?:...
Kokosfasern als Substratbestandteil werden gerne und wohl auch erfolgreich als Ersatz für Torf im Substrat verwendet (Fütter mal die Suchfunktion mit "Cocohum").

Aber zum Abmoosen? Kann mich grad nicht dran erinnern. Deswegen verfolge ich mal gespannt, welche Erfolge du erzielst.

Liebe Grüße

Christian
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
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