Mein Weg zu Bonsai

Alles andere was zu Bonsai passt.
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jupp

Mein Weg zu Bonsai

Beitrag von jupp »

Dieses Thema ist sehr interessant und der Eine oder Andere möchte hier vielleicht auch einmal beschreiben, wie er zu Bonsai gekommen ist. Das Thema wurde von Ingo S.alias Baumwollpflücker im BCD Forum angeregt, aber auch hier wäre es schön, wenn einige beschreiben wie sie Bonsai begegnet sind.

Ein Artikel in der FAZ 1984 über Bonsai ließ mich auf diese Bäumchen aufmerksam werden.
Meine Kinder waren noch klein und hier auf dem Land findet man bei einem Sonntagsspaziergang allerhand Samen (Eicheln,Ahornnasen, wer hat die als Kind nicht aufgeklebt, Buchekkern usw). Diese ersten Gehversuche endeten wegen Unkenntnis zwangsläufig damit, dass alles auch wieder einging. So wurden aber die ersten Erfahrungen gesammelt und natürlich hinterfragt. Meine Geschwister hatten für mich zu einem Geburtstag einen Gutschein bei einem netten Bonsaifachhändler zusammengelegt und so kam ich zu meinem ersten richtigen Bonsai, einem chin. Wacholder und einer Zelkove(jap. Ulme).
Der Wacholder lebt noch heute, die Zelkove hatte sich irgendwann mal verabschiedet.
1988 dann hat ich eine besondere Begegnung. HORST KREKELER, der Mann mit dem Hut und einer der Ersten in der deutschen Bonsaiszene, hatte sich zu einem Gestaltungsvortrag in einem Dorfgemeinschaftshaus in meiner Nähe angekündigt, was für mich selbstverständlich zur Pflicht gehörte, diesen zu besuchen. Von dem Abend war ich so fasziniert und fragte Horst direkt wo er unterrichtet und ob ich bei ihm lernen könnte.
Vielen hier sind die Odenwald-Seminare von ihm bekannt, an denen ich dann regelmäßig teilnahm. Die Infizierung mit dem Bonsaivirus hatte "Hochzeit" und so besuchte ich auch noch andere Gestalter um möglichst viel zu lernen. Von Horst bekomme ich auch heute noch immer gute Tipps und Ratschläge und wir sind ständig in Kontakt.
Jetzt, nach meinem aktiven Berufsleben als KFZ-Mech. Meister kann ich mich voll und ganz auf Bonsai konzentrieren und bin froh darüber dieses Hobby vor24 Jahren für mich entdeckt zu haben.
Grüße aus Rockenberg Jupp
Zuletzt geändert von jupp am 27.01.2008, 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Sigrid
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Beitrag von Sigrid »

Huhuhuhu Jupp
Ist das jetzt ein „Erster-Bonsai“- oder ein "Jetzt-als-Rentner-hab-ich-Zeit-dafür“-Fred? :lol:
Also: meinen ersten Bonsai – vermutlich war es eine Mädchenkiefer – hab ich mal im Jahre 1980 von Kollegen anlässlich einer Eheschließung geschenkt gekriegt – mit dem Bonsai ging es nicht länger gut als mit der Ehe – es gibt keine Spuren mehr davon und digital schon gar nicht...........
Tja, und ich freu mich auch schon auf die Zeit so in ca. 3 Jahren, wenn ich mich auch von meinem aktiven Berufsleben verabschieden und viel Zeit haben werde für dieses wunderbare Hobby (mit dem ichs aber leider noch nicht so weit gebracht hab wie der Jupp aus Rockenberg)
:lol: :lol: :lol: :P
think pink
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Köhler Rudolf
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Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo Jupp,

bei Horst Krekeler hatte ich auch meinen ersten WS.
Es war toll.
Meinen ersten selbstgestalteten Baum habe ich heute auch noch. Einen Wacholder.
Ich bin froh, dieses Hobby für mich enddeckt zu haben.
Horst K. hatte wesentlichen Anteil daran.

Grüße
Rudi
Grüße
Rudi K.
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der1
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Beitrag von der1 »

Hallihallo Jupp,

bei mir war die Initialzündung ebenfalls in den 80ern, wo ich als kleiner Pimpf von meinen Eltern mit auf die Messe INFA in Hannover geschleppt wurde. In jenem Jahr trat Japan als Gastland auf und folgerichtig waren natürlich auch Bonsai mit von der Partie.

Von der INFA gabs dann ne kleine Ulme für mich, die mir aber verreckt ist. Genauso wie die Sämlinge, die ich einfach aus irgendwelchen Grünstreifen gerupft habe, und auch die ausgesähten Eicheln, Ahornflügel, Pfaffenhütchen, Apfel-, Pfirsich und Kirschkerne, Kastanien usw.

Dann war lange Pause.

Ich glaube, es ist jetzt so ungefähr drei jahre her, als mit mein Freund eine Sageretie aus dem Baumarkt schenkte, die allerdings auch Geschichte ist. Das war dann die zweite Zündung. Im Zusammenhang mit meinen zweiten Gehversuchen bin ich dann auch auf dieses Forum gestoßen.

Ich bin gespannt wie es bonsaitechnisch mit mir weiter geht.

Liebe Grüße

Christian
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migo
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Beitrag von migo »

Eine nette Idee, Jupp

Dann will ich euch auch mal ein bisschen langweilen.
Mitte der ´70er Jahre (ich war so 15 oder 16) fing mein Bruder mit diesem Hobby an. Ich fand das ganz toll, habe aber immer nur zugesehen. 77 oder 78 bin ich mit ihm nach Essen zur Gruga - dort lief neben der Sanitär u. Heizungsmesse (lernte ich damals) auch zeitgleich eine Grünzeugmesse oder -ausstellung, weiß ich nicht mehr genau. Jedenfalls sah ich dort meine ersten original japanischen Bonsai. Der dickste von allen war an die 250 Jahre alt und sollte 16000,- DM kosten - ich bin vor Ehrfurcht fast gestorben.

1979 besuchten wir das Bonsaizentrum Heidelberg und ich lernte (leider nur flüchtig) Paul Lesniewicz kennen. Mein Bruder kaufte sich zwei kleine Bäumchen und ich mein erstes Bonsaibuch: "BONSAI - jap. Zwergbäume" von Paul Les., zweite Auflage von 1978. Ich besitze es heute noch.

Nach dieser Lektüre war für mich klar, wenn Bonsai, dann nur mit einheimischen Sorten. Im Frühjahr 1980 grub ich meine ersten Laubbäumchen aus. Natürlich überlebten nicht alle Versuche und da wir nie einen eigenen Garten hatten, blieb mir in den ersten 10-12 Jahren nur der begrenzte Platz auf div. Außenfensterbänken. Da ich aber jedes Frühjahr neue Bäumchen auf den Weg bringen "musste", kam dann immer die große Verschenk- Aktion der Vorjahrsbäume.

Etliche davon sind von ihren neuen Besitzern zu Tode gepflegt worden, oder befinden sich heute in div. Vorgärten - mit Höhen von über 10 Metern, oder so. Einige wenige Neubesitzer sind aber im Laufe der Jahre immer wieder mal damit zu mir gekommen und es wurden teilweise recht ansehnliche Bonsai draus. (bei einigen ärgere ich mich heute auch ein bisschen, dass ich sie nicht selbst behalten habe)

Da mir andere Hobbys zwischendurch aber auch recht wichtig waren, habe ich das Bonsai-Hobby bis vor wenigen Jahren leider nie so richtig intensiviert. Man kann sagen, dass ich bis 1995 mit dem Wissensstand der beginnenden 80er Jahre "gearbeitet" habe. Dann besuchte ich eine Bonsai-Ausstellung in Recklinghausen und kaufte dort mein zweites Bonsai-Buch. "Bonsai aus heimischen Bäumen und Sträuchern" von Werner M. Busch, das mir der dort anwesende Autor auch gleich signierte. In den folgenden Jahren schenkte mir meine Frau noch einige Bücher dazu und was lange Jahre irgendwie immer nur so nebenbei gelaufen war, wurde endlich zum richtigen Hobby.

Ende 2005 lernte ich via Internet Reiner Vollmari kennen und bin seit 2006 Mitglied beim AK Dortmund, im BCD und hier im Forum. Mit Hilfe des AK´s wage ich mich jetzt auch an Nadelbäume, vorher waren es mit Ausnahme einer Lärche nur Laubbäume.

Übrigens, meinen ältesten Pflegling - eine Winterlinde - habe ich schon seit 1990. Als ich sie bekam, war sie zehn Jahre alt.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Ich war 26 Jahre alt (geboren 1954) und hatte bis dahin nichts für "Grünzeug" über, als ich in einer Ausgabe von "Reader´s Digest" (ich glaube August 1980) einen Artikel über "Bonsai" mit einigen faszinierenden Fotos sah, war mein Interesse derart geweckt, daß ich beschloß es zu versuchen.
Ich besorgte mir Fachliteratur, kaufte mir billig einige Container-Jungpflänzchen und sammelte einige Sämlinge und Findlinge im Garten und begann zu experimentieren.
Zuerst in einem unbenützten Raum unserer damaligen Wohnung ( ! ) und später als ich las, daß man diese Pflanzen, die ja von draußen stammen, nur im Freien weiterziehen kann, machte ich auf dem Fensterbrett weiter.
Schon nach kurzer Zeit wurde dieses zu klein und ich machte auf dem Balkon weiter. Als ich sah, daß ich die Pflänzchen weiterbrachte, wurde es wie eine Sucht und es wurden mehr und mehr.
Aus anfänglich 3 Bäumchen, waren bald 25, später 40, dann 60 und am quantitativen Höhepunkt meines Hobby´s waren es 107 Stück über die ich (für jeden einzeln) eine Art Tagebuch mit den jeweils aktuellen Fotos führte (von 1980 bis 1997 - mit Fotos bis ca. 2001 dokumentiert - seitdem führe ich diese Homepage als Quasi-Tagenbuch weiter - auf den Einzelseiten für jeden Bonsai - zugänglich über die Fotoseite meiner Bonsai - könnt Ihr die Geschichte jedes meiner Bonsai nachlesen), der Entwicklung und der Beschreibung meiner Pflegemaßnahmen (z.B. Umtopfen, Formschnitt, Wurzelschnitt) http://beam.to/heris-bonsai .
Ich halte meine Bonsai seit nunmehr 28 Jahren auf der 12 m2 Loggia sowie auf 6 m2 der Terrasse unserer Wohnung.

Auf dem Bild unterhalb seht Ihr das Foto das mich damals dazu inspiriert hat es mit Bonsai zu versuchen....
Dateianhänge
dasbestebonsai-migro.jpg
dasbestebonsai-migro.jpg (46.18 KiB) 1378 mal betrachtet
LG Herbert

-------

Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Ich war 26 Jahre alt (geboren 1954) und hatte bis dahin nichts für "Grünzeug" über, als ich in einer Ausgabe von "Reader´s Digest" (ich glaube August 1980) einen Artikel über "Bonsai" mit einigen faszinierenden Fotos sah, war mein Interesse derart geweckt, daß ich beschloß es zu versuchen.
Ich besorgte mir Fachliteratur, kaufte mir billig einige Container-Jungpflänzchen und sammelte einige Sämlinge und Findlinge im Garten und begann zu experimentieren.
Zuerst in einem unbenützten Raum unserer damaligen Wohnung ( ! ) und später als ich las, daß man diese Pflanzen, die ja von draußen stammen, nur im Freien weiterziehen kann, machte ich auf dem Fensterbrett weiter.
Schon nach kurzer Zeit wurde dieses zu klein und ich machte auf dem Balkon weiter. Als ich sah, daß ich die Pflänzchen weiterbrachte, wurde es wie eine Sucht und es wurden mehr und mehr.
Aus anfänglich 3 Bäumchen, waren bald 25, später 40, dann 60 und am quantitativen Höhepunkt meines Hobby´s waren es 107 Stück über die ich (für jeden einzeln) eine Art Tagebuch mit den jeweils aktuellen Fotos führte (von 1980 bis 1997 - mit Fotos bis ca. 2001 dokumentiert - seitdem führe ich diese Homepage als Quasi-Tagenbuch weiter - auf den Einzelseiten für jeden Bonsai - zugänglich über die Fotoseite meiner Bonsai - könnt Ihr die Geschichte jedes meiner Bonsai nachlesen), der Entwicklung und der Beschreibung meiner Pflegemaßnahmen (z.B. Umtopfen, Formschnitt, Wurzelschnitt) http://beam.to/heris-bonsai .
Ich halte meine Bonsai seit nunmehr 28 Jahren auf der 12 m2 Loggia sowie auf 6 m2 der Terrasse unserer Wohnung.

Auf dem Bild unterhalb seht Ihr das Foto das mich damals dazu inspiriert hat es mit Bonsai zu versuchen....
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LG Herbert

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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo, Ihr Lieben,

dann will auch ich Euch verraten, wie mein Weg zum Bonsai verlaufen ist! :wink:

Ich war von früher Kindheit an stark an Pflanzen interessiert und habe mein kleines Kinderzimmer damit völlig vollgestopft. Kakteen und Grünpflanzen aller Art wurden gehortet und ein kleines Beet im Garten meiner Eltern bepflanzt.

Als ich mit ca. 12 oder 13 Jahren das erste Mal in meinem Leben einen Bonsai sah, der als Dekoration in einem Möbelgeschäft stand, war ich völlig fasziniert und äußerte zu Weihnachten und Geburtstag immer wieder vergeblich, dass ich mir einen Bonsai wünschte. *lieb*

Kurz vor Weihnachten 1981, da war ich 15 Jahre alt, bot in einem Kaufhaus jemand Bonsaisamen, Erde und Schalen an, meine Mutter kaufte mir welche und dann ging es los!
Die Sämlinge starben alle, dann kaufte ich mir mein erstes Bonsai-Buch (dem viele weitere folgten) und anschließend sammelte ich überall Jungpflanzen und probierte alles aus, was in dem Buch stand.
Einige Bäume habe ich noch heute, die Anfang der 80er Jahre von mir im elterlichen Garten ausgegraben wurden.

Sobald ich mit 18 einen Führerschein hatte, klapperte ich alle Bonsaihändler in Hamburg und Umgebung ab und wurde bald Mitglied im AK Hamburg 60, der von Wolfgang Bulda geleitet wurde.
Anfangs gab es viele tolle Aktivitäten und auch Ausstellungen wurden organisiert. Später schlief alles ein und ich wurde wieder zum Einzelkämpfer. :cry:

1990 war ich mit dem Studium fertig und in meinem ersten Job musste ich viel reisen. Da besuchte ich dann die jeweiligen Händler und Bonsai-Zentren, wo ich gerade war. In der Zeit entstand auch der Kontakt mit Wolf D. Schudde, der mich sehr beeindruckt und beeinflusst hat.

Ende 1993 krempelte ich mein Leben ziemlich um. Neuer Job, neuer Wohnort, Pferd gekauft (ewiger Kindheitstraum).
Bonsai traten für ein paar Jahre in den Hintergrund und vor dem Umzug verkaufte ich etwa zwei Drittel meiner damaligen Bonsaisammlung.
Meine verbliebenen Bäume wurden zwar gepflegt, aber ich las keine Zeitschriften mehr und trat aus dem BCD aus. *schulter zuck*

1997 fand ich in einem Schweden-Urlaub durch Zufall so wunderbare Kiefern, Pinus sylvestris, dass ich sofort zum nächsten Eisenwarenladen brauste und einen Spaten kaufte.
Mit den beiden gesammelten Kiefern erwachte die Leidenschaft wieder. (Eine davon lebt noch, den toten Stamm der zweiten nutzte ich für einen Tanuki.)
Seither habe ich das Hobby durchgängig intensiv betrieben, viel darüber gelesen (Bücher, Zeitschriften) und seit 2005 aus dem BFF immens viel Motivation und Information bekommen.
Auch heute kann ich es nicht ganz lassen, immer mal wieder ein paar Stecklinge oder Sämlinge zu machen, obwohl es mir am meisten Spaß macht, aus vernünftigen Rohlingen Bonsai zu gestalten.
Ich lege mir aber konsequent die Beschränkung auf, nur Bäume zu haben, die ich ohne Gesundheitsschäden alleine tragen und handhaben kann. *schwitz*

Mein Mann Thies unterstützt mein Hobby mit freundlicher Anteilnahme und gelegentlicher technischer Hilfe (besonders willkommen bei schwereren Ausgrabungsarbeiten). Meine beiden kleinen Töchter sind auch schon sehr an Pflanzen und Bonsai interessiert.

Seit Jahren hatte ich den Gedanken im Hinterkopf, irgendwann einmal einen neuen Arbeitskreis ins Leben zu rufen, weil ich mich wieder nach direktem Kontakt mit Gleichgesinnten sehnte.
Vor knapp einem Jahr konnte dann mit vielen netten Bonsaifreunden, die ich zum großen Teil über das BFF kannte, der AK Hamburg & Umland aus der Taufe gehoben werden.
Hierdurch hat das Hobby - wohl für uns alle im AK - eine noch größere Intensität erreicht! *dance*
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
olli.w.
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Beitrag von olli.w. »

Hallo ihr Lieben,

das find ich nee richtig schöne Idee. Drum pack ich mal meine noch kurze Bonsai -Laufbahn in ein paar Sätze.

1985 da war ich zarte 15 Jahre alt schenkte mir eine ältere Dame eine mächtige jap. Ulme , da sie keine Zeit für die Pflege hatte. Man muß voraus schicken das mein Großvater (Gott hab ihn seelig) hier eine Dorfgärtnerei betrieb und ich mit Sämlingen und Grünzeug aufwuchs.
In einem dreiwöchigen Sommerurlaub hat meine Mutter aber das gießen vergessen, hin war sie.
Danach hatte ich die Sch.--- voll und man wandte sich anderen Interessen zu , :wink: prost.

2002 immer noch mit dem Thema Bonsai im Hinterkopf, haben meine Kollegen und ich eine Weinprobe bei einem sehr guten Winzer gebucht.In der "Pause" kamen wir dann aus dem Kellerloch um dummes Zeug zu reden und beim umher schauen viel mir ein Balkon mit Bonsai auf.
Bei mir entfachte sich wieder der Wunsch einen Bonsai zu besitzen. Wie ich bin klingelte ich direkt an der Tür und der gute Mann zeigte mir seine Bäume.
Nun seit der Zeit nahm der Bonsai-Virus mich in seinen Besitz. Meine Frau schenkte mir im selben Jahr noch einen WS - Gutschein beim U.Fischer und jetzt ist es ganz rum.
Regelmäßig (wenn es die Zeit zuläßt) besuche ich Ws bei Fischer , Zaar und im Frühj. auch das erste mal beim W.Pall.

Ich finde es ist ein tolles Hobby bei dem man mal für ein paar Stunden der hektischen Welt da draußen entfliehen kann, dank an meine Frau.

Toll sind auch die Kontakte die mit der Zeit entstehen auch wenn man sich nicht sooo oft trifft.

Interessant find ich auch die Verschiebung der eigenen Schwerpunkte des Hobby´s. Am Anfang konnte ich nicht genug "Bonsai" besitzen aber seit der Besichtigung einer Bonsai-Sammlung vor ein paar Wochen weiß ich was ich möchte . Ich denke das sich das ganze auf einige wenige Bonsai reduzieren wird. Dank dir Chris.

Grüße von der Mosel, macht weiter so und immer locker bleiben.
Mosel-Riesling !
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Robert S.
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Beitrag von Robert S. »

Eine ganz nette Idee, dieser Thread Jupp!

Bei mir war es ein Weihnachtsgeschenk meiner Mutter. Vielleicht geht es euch
ja auch so. Mütter schenken in der Regel etwas absehbar praktisches. Einen
Pulli, Socken oder auch ein Geldgeschenk. Um so mehr hab ich mich gefreut
als mir meine Mama an Weihnachten vor 4 Jahren einen chin. Liguster schenkte.
Ein Geschenk mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte und das mir sehr gut
gefiel. Tja nun hatte ich, bei dem Zimmerpflanzen eigentlich nie eine echte
Chance hatten plötzlich "einen Bonsai". In den folgenden Wochen schaffte ich
es dann auch fast das Bäumchen umzubringen. (die üblichen Anfängerfehler -
zuwenig Licht, Giesen nach Laune :oops: ).
Zum Glück fiel mir ein, dass ein Nachbar im Sommer immer mit so kleinen
Bäumchen rummachte. Den bat ich um Hilfe und so konnte ich den Liguster am
Leben erhalten. Allerdings musste das arme Bäumchen im ersten Jahr bei
mir sehr viel durchmachen da ich am liebsten täglich 1 Stunde daran
gearbeitet hätte. Nach knapp einem Jahr stieß ich auf dieses verflixte Forum.
Hier wurde ich total angefixt. Seitdem geht's mit meinem Konto bergab und
der Garten wird immer kleiner. Wo soll das noch enden? :wink:

Servus,
Robert
Acrobat

Beitrag von Acrobat »

mein weg zu bonsai:

von der moosacherstraße kommend, rechts in die lasalle-straße, am ende links in die max-wonner-straße und dann rechts in die toni-pfülf-straße.
da stand ich dann, bei herrn bauer im bonsaizentrum muc.
das war mitte der achtziger jahre.
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migo
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Beitrag von migo »

Acrobat hat geschrieben:mein weg zu bonsai:

von der moosacherstraße kommend, rechts in die lasalle-straße, am ende links in die max-wonner-straße und dann rechts in die toni-pfülf-straße.
da stand ich dann, bei herrn bauer im bonsaizentrum muc.
das war mitte der achtziger jahre.
*lach*

Aber jetzt solltest Du uns noch verraten, was Dich dazu gebracht hat, diesen Weg zu gehen.
Tschüüss, Michael

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Acrobat

Beitrag von Acrobat »

migo hat geschrieben: Aber jetzt solltest Du uns noch verraten, was Dich dazu gebracht hat, diesen Weg zu gehen.
die exakte beschreibung eines guten freundes, sonst hätte ich mich wahrscheinlich verlaufen...
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migo
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Beitrag von migo »

Acrobat hat geschrieben:
migo hat geschrieben: Aber jetzt solltest Du uns noch verraten, was Dich dazu gebracht hat, diesen Weg zu gehen.
die exakte beschreibung eines guten freundes, sonst hätte ich mich wahrscheinlich verlaufen...
Scherzkeks! :roll: Gemeint ist natürlich der Grund, bzw. Auslöser, sich überhaupt für Bonsai zu interessieren.

edit:
Eben hab ich im Thread "Bonsai und Kinder" diesen Spruch von Dir gefunden:
anfangs dachte ich, der thread wäre so etwas wie ein faschingsscherz .
ich befürchte aber, der ist wirklich ernst gemeint -

Schätze mal, Du denkst hier auch so??
Tschüüss, Michael

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