grundsätzliche frage zu veredelungen
grundsätzliche frage zu veredelungen
eigentlich alle "ernsthaften" bonsaigestalter lehnen ja veredelte pflanzen, insbesondere ahorne, ab. was hat das eigentlich für einen genauen grund ? sieht man die veredelung wirklich auch nach jahren noch, z.b. als wulst ? oder ist die unterschiedliche verdickung der unterlage das problem ?
und hat da jemand evtl. beispielbilder ?
und hat da jemand evtl. beispielbilder ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Alles ja.
Zusätzlich: Rindenstruktur und Frabe.
Habe das Problem gerade erst mit einer Zaubernuss. Der Wildtrieb ist in diesem Falle starkwüchsig, der Edelreis schwachwüchsiger.
An der Pfropfstelle ist das deutlich sichtbar, vergleichbar mit alten jap. Zierkirschen (Sorte 'Kanzan', wen's interessiert). Die bekommen auch einen immens dickeren Stamm und am Übergang zur Krone ist das deutlich sichtbar.
Gruß
Holger
Zusätzlich: Rindenstruktur und Frabe.
Habe das Problem gerade erst mit einer Zaubernuss. Der Wildtrieb ist in diesem Falle starkwüchsig, der Edelreis schwachwüchsiger.
An der Pfropfstelle ist das deutlich sichtbar, vergleichbar mit alten jap. Zierkirschen (Sorte 'Kanzan', wen's interessiert). Die bekommen auch einen immens dickeren Stamm und am Übergang zur Krone ist das deutlich sichtbar.
Gruß
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
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Bei meinem Ahorn ist der Farbunterschied augenfällig, und an der Seite steht sogar noch Holz hervor, aber das wäre vermutlich mit der Zeit verwachsen. Das könnte man auch beischleifen, damit es schneller geht.
Allerdings trenne ich den Stamm gerade. Mit dem Ziel habe ich ihn schon gekauft.
Ich denke, Veredelungen werden deswegen abgelehnt, da man ja schließlich möglichst eine Ansicht eines natürlich gewachsenen Baumes ereichen möchte, der nicht durch Menschenhand, sondern durch natürliche Einflüsse zu dem wurde, was er ist. Eine Pfropfstelle ist ein nicht wegzudiskutierender Eingriff durch den Menschen, der durch die Natur in keinster Weise vorgenommen werden könnte. In der Regel liegt sie ja nun auch am sichtbaren Stamm praktisch auf dem Präsentierteller und wird in den seltensten Fällen eine unauffällige Narbe bleiben.
Allerdings trenne ich den Stamm gerade. Mit dem Ziel habe ich ihn schon gekauft.
Ich denke, Veredelungen werden deswegen abgelehnt, da man ja schließlich möglichst eine Ansicht eines natürlich gewachsenen Baumes ereichen möchte, der nicht durch Menschenhand, sondern durch natürliche Einflüsse zu dem wurde, was er ist. Eine Pfropfstelle ist ein nicht wegzudiskutierender Eingriff durch den Menschen, der durch die Natur in keinster Weise vorgenommen werden könnte. In der Regel liegt sie ja nun auch am sichtbaren Stamm praktisch auf dem Präsentierteller und wird in den seltensten Fällen eine unauffällige Narbe bleiben.
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- ahorn_pfropfstelle.jpg (33.79 KiB) 1653 mal betrachtet
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
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Hallo, Ihr Lieben,
generell würde ich veredelte Pflanzen nicht abtun.
Ich besitze einige, darunter auch Ahorne, die sehr gelungene und unauffällige Veredelungsstellen haben.
Man muss natürlich bei der Auswahl genau hinschauen und auch vorher wissen, bei welchen Baumarten Veredelungsstellen mit der Zeit besser und bei welchen sie immer auffälliger werden.
Ich werde versuchen, mal aussagefähige Fotos zu liefern.
Liebe Grüße,
Heike
generell würde ich veredelte Pflanzen nicht abtun.
Ich besitze einige, darunter auch Ahorne, die sehr gelungene und unauffällige Veredelungsstellen haben.
Man muss natürlich bei der Auswahl genau hinschauen und auch vorher wissen, bei welchen Baumarten Veredelungsstellen mit der Zeit besser und bei welchen sie immer auffälliger werden.
Ich werde versuchen, mal aussagefähige Fotos zu liefern.
Liebe Grüße,
Heike
nun, veredelungen haben ja oft grad den sinn, schwachwüchsige oder auch empfindliche pflanzen auf einer geeigneten unterlage zu besserem wachstum zu bewegen.
wenn ihr das abmoosen probiert, dann würd ich unbedingt genau so abmoosen, dass die unterlage zumindest einen teil der wurzeln bildet, da der oberteil möglicherweise probleme hat das zu tun.
was anderes ist´s natürlich, wenn es darum geht ein hochstämmchen zu ziehen - gerade bei den japanischen ahörnchen sieht man ja, dass sie teils ewig brauchen, um einen guten geraden stamm zu bekommen, da kann man wohl auch darüber abmoosen..........
wenn ihr das abmoosen probiert, dann würd ich unbedingt genau so abmoosen, dass die unterlage zumindest einen teil der wurzeln bildet, da der oberteil möglicherweise probleme hat das zu tun.
was anderes ist´s natürlich, wenn es darum geht ein hochstämmchen zu ziehen - gerade bei den japanischen ahörnchen sieht man ja, dass sie teils ewig brauchen, um einen guten geraden stamm zu bekommen, da kann man wohl auch darüber abmoosen..........
-
Andreas Ludwig
- Freundeskreis
- Beiträge: 5641
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
IMHO haben Veredelungen den Sinn, die Pflanzen einfach im Sinne des Menschen zu verbessern. Es muß nicht heißen, daß sie ohne die Veredelung viel schwächer oder schlechter sind; schon gar nicht als Bonsai.
Es wird doch sicher kaum eine Pflanze so gepflegt und gepäppelt wie ein Bonsai, oder? "Industriepflanzen" sollen aber möglichst mit wenig Arbeit viel Ertrag bringen. Mein Ahorn z.B. sollte ohne weitere Pflege wie Schnitt eine bestimmte Endgröße erreichen bzw. nicht überschreiten. Andere sollen bei egal welchem Aussehen viele große Früchte tragen können oder winterhart/härter sein.
Macht die Veredelung am Ende überhaupt noch Sinn, weil wir auf Obst gar nicht soo scharf sind und unsere Bäumchen eh in ein Winterquartier stellen?
Ideal wäre es natürlich, genau zu wissen, welchen Effekt die Veredelung haben sollte, um entscheiden zu können, ob man sie braucht oder nicht - das genehme "Einbauen" in einen Bonsai hat man dann immer noch vor sich.
Ich moose ihn jetzt unmittelbar über der Veredelung ab.
Theoretisch könnte ich ihn aber auch auf gleicher Höhe abmoosen, um die Wurzeln am anderen Holz zu bekommen und die Veredelung zu behalten.
Es wird doch sicher kaum eine Pflanze so gepflegt und gepäppelt wie ein Bonsai, oder? "Industriepflanzen" sollen aber möglichst mit wenig Arbeit viel Ertrag bringen. Mein Ahorn z.B. sollte ohne weitere Pflege wie Schnitt eine bestimmte Endgröße erreichen bzw. nicht überschreiten. Andere sollen bei egal welchem Aussehen viele große Früchte tragen können oder winterhart/härter sein.
Macht die Veredelung am Ende überhaupt noch Sinn, weil wir auf Obst gar nicht soo scharf sind und unsere Bäumchen eh in ein Winterquartier stellen?
Ideal wäre es natürlich, genau zu wissen, welchen Effekt die Veredelung haben sollte, um entscheiden zu können, ob man sie braucht oder nicht - das genehme "Einbauen" in einen Bonsai hat man dann immer noch vor sich.
Nimm mal meinen Ahorn oben als Beispiel.Andreas Ludwig hat geschrieben: Was hat Abmoosen für dich mit Veredelung zu tun?
Ich moose ihn jetzt unmittelbar über der Veredelung ab.
Theoretisch könnte ich ihn aber auch auf gleicher Höhe abmoosen, um die Wurzeln am anderen Holz zu bekommen und die Veredelung zu behalten.
Zuletzt geändert von MarionS am 17.02.2008, 18:06, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
prinzipiell hat das eine nix mit dem anderen zu tun, für MICH zumindest nicht, aber für den hierAndreas Ludwig hat geschrieben: Was genau meinst du damit?
Was hat Abmoosen für dich mit Veredelung zu tun?
die veredlung muss ja einen gewissen sinn haben, also muss man auch im falle des wunsches nach abmoosen den zweck der veredlung im kopf behalten................achim73 hat geschrieben:ok.............üben wir halt mal das abmoosen............
Ja - nur welchen Zweck hatte sie ursprünglich?docmaho hat geschrieben: die veredlung muss ja einen gewissen sinn haben, also muss man auch im falle des wunsches nach abmoosen den zweck der veredlung im kopf behalten................
Ist die erzielte Verbesserung für einen Bonsai nicht womöglich hinfällig oder gar störend?
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
dass die veredelung den zweck hat, pflanzen zu besseren eigenschaften zu verhelfen, ist nur in einem teil der fälle richtig. bei den jap. ahörnern ist es z.b. so, dass die bestimmten eigenschaften einer sorte nur bei ca. 5% der samen wieder zum tragen kommen., und da die auslese viel zu mühsam und teuer wäre, werden aus wirtschaftlichen gründen fast alle jap. ahörner auf der unterlage der normalen, grünen urform veredelt.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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wie gesagt: das mag sein, weil ein hochstämmchen - wie eben bei vielen jap. ahornen - hat beim bonsai wenig verloren. nur, wenn halt eine sorte einfach nur schlecht auf eigenen wurzeln wächst, dann muss man eben einen kompromiss eingehen.MarionS hat geschrieben: ........................Ja - nur welchen Zweck hatte sie ursprünglich?
Ist die erzielte Verbesserung für einen Bonsai nicht womöglich hinfällig oder gar störend?
die berechtigte frage ist dann natürlich, wer sagt mir warum die sorte ursprünglich gepfropft wurde..............???
Wie Achim schon sagte:
um Massenware zu produzieren, die alle die gleichen Eigenschaften besitzen und zum Teil auch, weil der Edelreis alleine keine vernünftige Pflanze hervorbringen würde, da oftmals Mutationen an Pflanzen als Edelreis benutzt wurden (z.B. Hexenbesen).
Gruß
Holger
um Massenware zu produzieren, die alle die gleichen Eigenschaften besitzen und zum Teil auch, weil der Edelreis alleine keine vernünftige Pflanze hervorbringen würde, da oftmals Mutationen an Pflanzen als Edelreis benutzt wurden (z.B. Hexenbesen).
Gruß
Holger
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