Eibe

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Wothan
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Beitrag von Wothan »

hallo herbi,

danke für dein lob :oops:

hallo karl,

deine eibe ist auch nicht von schlechten eltern. ein wunderschönes teil. würde mich echt interessieren wie sie heute aussieht. oh je, hoffentlich packt sie es. es wäre nur schlimm wenn die nicht durchkommen würde. aber alleine schon die zeit die du dir gelassen hast erhöht die wahrscheinlichkeit um ein vielfaches, dass der baum durchkommen wird. viel glück damit.

gruß
frank
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Wirklich Schade um die Eibe, Frank.

Aber ich glaube, daß ist jedem Bonsaiisten schon passiert.

Es ist jedes Jahr und bei jedem Baum eine Herausforderung sich in Geduld zu üben (für mich jedenfalls). Wenn es erstmal unter den Fingern kribbelt und man im "flow" ist, dann kann schnell ein "zuviel" passieren...

Gruß

Holger
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michael hohner
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Beitrag von michael hohner »

hallo frank,

tja, wirklich schade um den baum ...

war ne prima arbeit !!!
gefällt mir gut die idee, den stamm in dieser art zu spalten und eine verjüngung zu schaffen .....
gruss micha

"damit das mögliche entsteht muss immer wieder das unmögliche versucht werden" hermann hesse
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Frank,
echt schade um das schöne Teil. Wie es schon gesagt wurde, Eiben zicken, wenn man eine Gestaltung und Totholz in einem macht. Ich habe mal ein paar Bilder drangehangen von meiner Eibe, die ich gerade in Arbeit habe. Das ist kein Endergebnis. Das Holz wird noch weiter bearbeitet, da es jetzt noch zu dominant ist. Aber der Weg bis hierhin ist vielleicht interessant.
Der Baum war ein Strassenbaum. Er war in Kegelform beschnitten und rund fünf Meter hoch. Den haben wir mit einem Unimog und einer Kette aus dem Boden gerissen. Drei Jahre im Beet, dann kam er in die erste Schale.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Er wurde dann stark zurückgeschnitten. In dem Jahr begann ich zunächst mit dem Totholz.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Auf diesem Bild sieht man, wie ich da vorgehe. Nur die bereits toten Aststumpen werden entrindet. Lebende Rinde, die zu Totholz werden soll, kerbe ich nur ein. Da schneide ich also mit dem Messer Linien entlang den Stellen die Sharis werden sollen. Dort trocknet das Holz langsam aus. Im laufe des Jahres verbreiter ich diese Stellen immer mehr. Dabei entferne ich immer nur die bereits getrocknete Rinde. Am Ende des Jahres war der Baum dann soweit "geschält".
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Im folgenden Jahr fing ich dann mit den Fräsearbeiten an. Dabei lasse ich mir auch viel Ruhe, da gutes Totholz nicht an einem Tag gemacht ist. An diesem Baum schnitze ich jetzt seit zwei Jahren herum.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hier ein Ergebnis vor einem Jahr. Zwischenzeitlich ist das Holz um einiges feiner geworden, nicht mehr so wuchtig. Langsam wächst der Baum auch in seine neue Form. Das gesamte Ergebnis steht dann irgendwann in meinem Blog.
Wenn eine Eibe Zeit bekommt, kann man mit ihr enorm viel anstellen.
Frank, um Dich zu trösten - bis ich alles darüber wusste, wie man mit Eiben umgeht, habe ich auch einige versemmelt. Irgendwann machen sich aber alle gemachten Fehler bezahlt.
Reiner
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Wothan
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Beitrag von Wothan »

hallo reiner,

wenn ich eins gelernt habe ist es, mich in geduld zu üben. diese aktionen, schnell zu einem entgültigen ergebnis zu kommen, gehen meistens in richtung tonne. die technik die du anwendest mit dem einschneiden der rinde und dem langsam zurücktrocknen lassen kannte ich so nicht, finde sie aber richtig gut. ich werde versuchen bei meinen nächsten eibengestaltungen so vorzugehen. übrigens, dein baum beeindruckt mich jetzt schon. bin echt mal auf das endergebnis gespannt. das totholz ist dir übrigens super gut gelungen. gefällt mir.

so, ich geh jetzt eine armee von bonsais umtopfen.

gruß
frank
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