Abspannhenkelbuche

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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MarionS
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Abspannhenkelbuche

Beitrag von MarionS »

Hi @all!

Hier also haben wir die zugehörige Buche zu dem "unmöglichen Nebari".

Ich habe sie schon ein wenig ausgelichtet und aufgerichtet, aber zufrieden bin ich damit noch nicht. Von der Seite her müsste sie gerade stehen, die nach hinten wegknickende Spitze aufgerichtet werden, ein paar der Äste in der Richtung korrigiert werden.

Von vorne gesehen müsste ich sie nach links neigen, damit sie optisch mehr im Gleichgewicht steht. Ich weiß aber auch nicht so recht, wie weit.

Ich habe keine Info übers Drahten gefunden. In meinen Notizen steht nur, daß die Rinde empfindlich sei und möglichst nur einjährige Triebe gedrahtet werden sollten. Aber wann? Kann mir jemand aushelfen?
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rechts
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hinten
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links
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Gruß,
MarionS

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Erwin
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Beitrag von Erwin »

Hallo Marion,

schneid den oberen Teil ab, wie auf dem Bild gezeigt, und Du kriegst schon mal einen brauchbaren Stammverlauf. Über die Wurzeln würde ich mir derzeit keine Gedanken machen, denn so, wie die Buche jetzt aussieht, wird das eh nix... Brutal, ich weiß, aber warum lange drumherumreden? Ist als Hilfe gemeint, nicht als meckern. Diese dollen Wurzeln hatte ich auch schon. Kann man wegschneiden, wenn der Ballen stimmt. Aber nicht wie onac90, sondern in diesem Fall den Ballen auswaschen und VORHER prüfen, was dranhängt. Aber bitte nicht auch noch in diesem Frühjahr. Das wär ein bißchen viel des Guten.

Erwin
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abspannen brauchst Du dann auch nicht groß
abspannen brauchst Du dann auch nicht groß
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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Nee, meckern is nich: vielmehr danke für deine Meinung :D

Das Bäumchen hat für dieses Jahr genug gehabt, und für den gezeigten Schnitt fehlts eh noch am Werkzeug => heuer gibts erst mal Ruhe.
Gruß,
MarionS

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Beitrag von rad(o)n »

selbst wenn das nichts wird (oder besser: jetzt erst recht! :wink: ) würde ich das bäumchen behalten und gut danach schauen.

erwin, mit dem schnitt bin ich vollkommen deiner meinung, aber das hat noch zeit...
grüsse

pascal
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jost
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Beitrag von jost »

Warum hat das noch Zeit??

Ab damit, so kann die Kraft in die neue Spitze fließen und diese stärken.

Sauberer Schnitt, Wundknete drauf und fertig. Der Schnitt bringt den Baum bestimmt nicht um!!!
Gruß, Joachim
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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Zum Einen, weil die Wurzeln gerade gemacht wurden und der Baum keinen Halt in der Schale hat. Er ist zwar angedrahtet, aber wenn ich da jetzt drangehe, fürchte ich, daß ich nur Schaden anrichte, ihn lockere o.ä.

Warum sollte ich nicht genug Zeit haben? Nächstes Jahr kann ich ihn auch noch kappen.

Ich bin mir im Moment auch nicht so sicher, ob das so richtig ist. Der bei dem Vorschlag als neue Spitze vorgesehene Ast geht nämlich nach hinten weg, und der andere, winzige, nach unten.
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Schräge Draufsicht von halblinks auf den schrägen Stammteil
Schräge Draufsicht von halblinks auf den schrägen Stammteil
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Gruß,
MarionS

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Tobias
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Beitrag von Tobias »

Hallo Marion,
meine(!) Meinung ist, das ein Baum nicht vollkommen idealisiert werden muss. Hauptsache es sieht schön und natürlich aus. Deine Buche hat ein außergewöhnliches Nebari und ich finde das zeichnet den Charakter aus.
Der Baum macht insgesamt einen guten Eindruck. Du musst damit ja auch keinen Ginko-Award absahnen, hauptsache ist doch das der Baum seinen, im wahrsten Sinne des Wortes, großen Vorbildern ähnelt. Und in der Natur ist auch nicht alles perfekt! Dein Baum ist doch schön, ich an deiner Stelle würde erstmal zusehen das die Verzweigung feiner wird und du vielleicht eine schönere Verjüngung hinbekommst.
Wie gesagt, das is meine Meinung und keiner muss sie teilen, aber ich finde den Baum eigentlich schön.
Und wenn du eine ganz normale Buche vorgestellt hättest, würde sich wahrscheinlich in kurzer Zeit kaum noch einer daran erinnern. Eine "Abspannhenkelbuche" hingegen ist etwas einzigartiges *z*

Gruss Tobias
Grüsse aus Wehrheim, dem offiziellen Apfeldorf ;)
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Marion,

was das Nebari betrifft, das konnte man ja in dem anderen Thread noch detaillierter sehen, würde ich einfach mal anfangen, jedes Jahr eine der komischen Henkelwurzeln (beim Umtopfen mit genauer Kontrolle, wieviel wichtiges dranhängt) abzuschneiden. Da ist doch noch einiges an Wurzeln weiter unten, was nicht so schlecht aussieht.
So könnte man die Sache mit der Zeit sicherlich ganz gut lösen, ohne drastische und riskante Eingriffe.

Auch ich bin in ganz vielen Fällen dafür, individuelle und ungewöhnliche Merkmale eines Baumes beizubehalten, aber hier würde ich mir die Sache nicht damit schönreden, einen Baum mit einem einzigartigen Nebari zu haben, denn ehrlich gesagt (es mag da aber jedem seine eigene Ansicht erlaubt sein), finde ich, das geht so gar nicht. :oops:

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Beitrag von rad(o)n »

jost hat geschrieben:Warum hat das noch Zeit??
die entscheidung meinte ich, das muss nicht von heute auf morgen sein und dann gefällt es einem übermorgen schon nichtmehr und man bereut seine tat...

also, lass dir zeit mit der entscheidung, schlaf nochmal drüber falls du unschlüssig bist und dann kommt das schon gut :wink:
grüsse

pascal
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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Hallo, Heike,

ich bin deiner Meinung, die Schlaufen sollten so oder so "abgebaut" werden. So witzig sieht das auch wieder nicht aus, daß ich diesen "Gartenzaun" behalten wollte, im Übrigen habe ich bereits eine Eiche mit vergleichsweise ausgefallenem Nebari.

Bleibt immer noch die Option, den langen Stamm noch weiter einzukürzen. Damit werde ich mir Zeit lassen - wie gesagt ist der frisch bearbeitete Baum derzeit wackelig, außerdem hatte ich bereits ein Stück eingekürzt und werd mir das jetzt erst mal in Ruhe ansehen.

Wenn ich da jetzt ein paar Jahre dran rummurkse, ohne dass da was wirklich Vernünftiges rauskommt, ist das eben Pech. Aber dafür bin ich ja Anfänger. :wink:
Gruß,
MarionS

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Re: Abspannhenkelbuche

Beitrag von MarionS »

*updated*
Wir haben 2012 und ich stelle fest, dass ich lang nichts am Thread getan habe.

Im Frühjahr 2009 musste der lange Stamm dran glauben, seither habe ich nur versucht, die Krone aufzubauen.
Heuer habe ich vor, abzumoosen. Das Nebari, so praktisch es zum Abspannen sein mag, geht mir auf den Senkel, und ein schönes neues Nebari dauert auch Jahre.
2012-03-11_Blutbuche01.jpg
2012-03-11_Blutbuche03.jpg
Es wird ohne große Wurzelpflege in einen tieferen Kump getopft, unter der roten Markierung geschält und aus Plaste ein Kragen angelegt, damit die Wurzeln schön seitlich weggehen. Gleichzeitig versuche ich, durch einen schrägen Schnitt den Baum aufzurichten.
2012-03-11_Blutbuche02.jpg
Eigentlich würde ich vor dem Austrieb wieder die großen Endknospen wegschnibbeln, da der Baum weniger an Dicke als vielmehr an Feinverzweigung zulegen müsste, aber meint ihr, ich sollte das lassen, damit die Buche mehr Energie für die neuen Wurzeln ranschaffen kann?
Gruß,
MarionS

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