fichten

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
rad(o)n
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fichten

Beitrag von rad(o)n »

ich habe mal eine riesige fichte ausgegraben, die ist mir auch gut angewachsen (hatte glück oder wissen, von dem ich nichts weiss :wink: )
und wage mich an eine neue (bilder folgen).
nun möchte ich wissen:

wann ist im frühling die beste zeit, fichten auszugraben?
wie sieht eine gute zusammensetzung des substrates für fichten aus?

ich werde soviel erde wie möglich dranbelassen, aber trotzdem mit neuer rundherum auffüllen.

kann mir jemand sonst noch tipps geben, die für fichtenkultivierer von nutzen sind oder kennt jemand jemanden, der sich gut mit fichten auskennt?
grüsse

pascal
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achim73
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Beitrag von achim73 »

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =fichte%2A

die suchfunktion wirkt manchmal wunder... :wink:
Gruss, Achim
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chinesische Weisheit
rad(o)n
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Beitrag von rad(o)n »

auch nach wiederholtem lesen dieses threads fand ich nicht das gesuchte... *schulter zuck*

hier meine alte fichte, die seit einem jahr in der (extra) übergrossen akklimatisationskiste steht:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... tenbrummer

und aktuell zuhinters hier:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... A&start=15

über den zeitpunkt des bergens habe ich immer noch nichts herausgefunden und über das substrat hat nur "yamadori" folgendes geschrieben:

80% Torf und 20% grobem Maxit!

was ist maxit und woher bekomme ich das? wäre akadama für ein durchlässigeres substrat nicht von vorteil?

bin ein wenig frustriert, denn wie es scheint, hat mich das forum zum ersten mal enttäuscht :wink:

dem kann aber sicher abhilfe geschaffen werden, mal sehen, wer sich gut auskennt... :D
grüsse

pascal
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der1
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Beitrag von der1 »

Nur kurz, weil ich kein Profi bin ;)

Maxxit ist Blähtonbruch. Kann gut Wasser speichern und bleibt, im Gegensatz zu Akadama, auch über Jahrzehnte formstabil wenns sein muss.
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
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migo
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Beitrag von migo »

Hallo, in den Büchern die ich habe, steht umtopfen am besten im März / April - also würde ich in dieser Zeit auch ausgraben.

Maxit ist ein Firmenname, eigentlich heißt das Zeug "Trockenschüttung" und ist auch von anderen Herstellern zu bekommen. Billiger als Akadama ist es außerdem.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
rad(o)n
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Beitrag von rad(o)n »

ah, danke, ja klar :D

ich habe, weil die kiste etwa 80x60x45cm misst, zuerst eine etwa 5-8cm blähtonschicht (ganze kugeln) eingetan und dann auch etwas in die erdmischung gegeben. die besteht vorallem aus normaler gartenerde aus säcken.

wie sieht eure mischung bei fichten aus und wann werden fichten "geerntet"? das wären meine 2 hauptfragen :wink:
grüsse

pascal
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Pascal,
meine Fichten kommen in das Przybilski-Substrat. Das besteht aus ca. je einem Drittel aus Bims, Lava und Zeolithe. Dazu kommen, je nach Topfgrösse ein bis mehrere Hände voll grobem Torf.
Die Umtopfzeit richtet sich auch nach dem Baum. Der richtige Zeitpunkt ist ja sowieso, wenn die neuen Knospen anschwellen.
Da habe ich eine Fichte, die aus dem ganz hohen Norden stammt. Obwohl das eine Picea abies ist, treibt sie, wie ja auch in ihrer Heimat, erst immer mitte Juni aus. Den Baum kann ich (muss ich aber nicht) dann auch erst mitte Juni umtopfen. Das ist kein Problem.
Deine Fichte würde ich wirklich erst zwei bis vier Jahre zur Stabilisierung gönnen, der Baum ist es allemal wert.
Reiner
Deine Organe kommen nicht in den Himmel! Spende rettet Leben.

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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Fichten ausgraben, wie Reiner schreibt,
wenn die Knospen anschwellen.
Oder im Spätsommer, oder Frühherbst, wenn das Wachstum abgeschlossen ist, aber vorsicht, nicht zu spät.

Ich topfe meine Fichtenyamadori erst mal in reine Fichtennadeln, erst beim ersten umtopfen nehme ich dann "Bonsaisubstrat"
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
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Norbert Jäger
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Fichte

Beitrag von Norbert Jäger »

Hy Stefan,

hab ich da richtig gelesen, dass Du Deine Fichtenyamadoris nur in selbige Nadeln pflanzt?
Hab von dieser Methode noch nie gehört.

Gruß
Norbert
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Stefan K.
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Re: Fichte

Beitrag von Stefan K. »

Norbert Jäger hat geschrieben:Hy Stefan,

hab ich da richtig gelesen, dass Du Deine Fichtenyamadoris nur in selbige Nadeln pflanzt?
Hab von dieser Methode noch nie gehört.

Gruß
Norbert
Ja genau so mach ich das.
Ich geh mit einem Kübel, Sack,... in Fichtenwald und kratz vom Boden
abgefallene Nadeln zusammen.
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
rad(o)n
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Beitrag von rad(o)n »

danke für die teilnahme, besonders dir reiner, hab schon einiges gelesen von dir... aber auch den anderen.

stefan, kannst du das mit den nadeln verdeutlichen? ich verstehe das nicht, denn wie soll der baum feine wurzeln ausbilden bei einem solchen "instabilen" substrat? oder sind die nadeln schon am kompostieren oder sowas ähnliches? bin aber gespannt, was du dazu sagen kannst. :wink:

reiner, klar lasse ich dem baum noch zeit. ich gehe von etwa 2-3 jahren aus. ich beziehe mich beim ausgraben auf ein anderes exemplar, das ich in den nächsten 2-3 wochen ausgraben werde, ein hammerteil, ich werde berichten :wink:

danke für die przybilski-mischung, werde ich testen :shock:
grüsse

pascal
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

rad(o)n hat geschrieben:
stefan, kannst du das mit den nadeln verdeutlichen? ich verstehe das nicht, denn wie soll der baum feine wurzeln ausbilden bei einem solchen "instabilen" substrat? oder sind die nadeln schon am kompostieren oder sowas ähnliches? bin aber gespannt, was du dazu sagen kannst. :wink:
OK, ist eigentlich ganz einfach.
Ich gehe in den Wald, da hin wo die mittelgrossen Fichten stehen, wo am Boden kein Moos oder sowas wächst, sondern nur eine Schicht Nadeln liegt. Diese Schicht ist so 1-2cm dick
Das fasse ich dann einfach mit den Händen ein.
Da sind kleine Ästchen, Schuppen von den Zapfen und alles mögliche Zeug dabei. Die Nadeln sind von ganz frisch bis verrottet, etwas Erde aus der unteren Schicht geht auch immer mit. Die grösste "Störkörper" davon sortiere ich gleich beim einfassen aus und mein Substrat ist fertig.
Sehr oft riecht es dann sehr nach "Pilz", manchmal sieht man auch sehr gut die Pelzgeflechte. *up* (Mykhoriza satt)

Das mache ich aber nur beim ersten eintopfen, sobald ich dann das erste mal umtopfe nehme ich "normales Bonsaisubstrat" wie hier schon 100e male beschrieben.
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Stefans Ausführungen kann ich nur bestätigen. Das habe ich zum ersten Mal beim Horst Heinzlreiter gesehen. Er setzt seine Findlinge auch in alte Nadeln, Zapfen, Ästchen u.s.w. Eben was man am Waldboden so zusammenklauben kann. Seine Bäume waren alle sehr gesund und vital und standen auch schon teilweise recht lange in dem Substrat. Wenn das Substrat zusammensackt, hat der Horst einfach nachgeschüttet.
Reiner
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Beitrag von rad(o)n »

gute idee, werde ich mal ausprobieren. aber nicht gleich bei dem 8)

hab den durch zufall entdeckt, und gleich der besitzerin abgeknöpft :wink:

muss ihr nur etwas anderes reinpflanzen :D

masse sind etwa 50cm hoch ab "schalen"rand (betonkiste, richtig gut um wurzeln einzuschränken *freu* 8) )

und etwa 60cm kronendurchmesser.

stammdurchmesser unten etwa 8 cm.

was sagt ihr dazu?

er hat ein paar braune nadeln, was könnte das sein? werde ihn gut aufpäppeln :roll:
Dateianhänge
astverteilung von unten
astverteilung von unten
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stammdetail
stammdetail
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von oben
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andere seite
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seitenansicht
seitenansicht
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grüsse

pascal
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Ich tu mir mit den Bildern irrsinnig schwer.
Aber irgendwie sieht der nicht so wirklich gesund aus.

Wie sind denn die Knospen?

Die "Form" an sich finde ich gut, aber der Gesundheitszustand :?

Ist eine Nestfichte, oder?
Ich hab Spass !
grüsse aus tirol stefan
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