Rücktrocknungen an Acer palmatum ?
Rücktrocknungen an Acer palmatum ?
Hallo zusammen,
ich weiß, daß die nachfolgende Anfrage/Bitte um Hilfe nicht direkt etwas mit 'Bäumen in Schalen' zu tun hat, da der Baum, um den es hier geht, im Boden steht und ca. drei Meter hoch und vier Meter breit ist. Trotzdem wäre ich Euch für jegliche konstruktive Stellungnahme sehr dankbar, da ich mir ernsthaft Sorgen mache...
Es handelt sich (vermutlich) um einen Acer Palmatum, welche Art kann ich allerdings nicht sagen. Die Blätter sind groß, tiefgefurcht, die einzelnen Blattlappen jedoch deutlich breiter, als z.B. beim Acer Palmatum 'Dissectum'. Der Baum wies die o.g. Größe bereits auf, als wir vor neun Jahren die Immobilie mit Grundstück übernahmen. Demzufolge schätze ich sein alter auf ca. 30 Jahre.
In diesem Frühjahr nun beobachte ich, daß eine große Anzahl, deutlich über 50% (!), der Triebspitzen zurückgetrocknet sind (s. Bilder). Ich kann mir dieses nicht erklären, da i.d.R. Triebe befallen sind, die ich im letzten Jahr nicht beschnitten habe, es muß sich also um Neutriebe aus dem letzten Jahr handeln. Es sieht so aus, als würden im Kronenbereich die meisten intakten Triebe wachsen, während weiter unten teilw. alle Triebspitzen eines Astes zurückgetrocknet sind. Erfrierungen können es meiner Meinung nach auch nicht sein, da der Winter bei uns nicht sehr kalt war, ich denke, das Maximum waren -10°C für drei oder vier Tage. Da mußte der Baum in anderen Wintern deutlich härtere Zeiten durchleben.
Ein ca. drei Meter danebenstehender Acer palmatum 'Dissectum' (rotlaubig) von ungefähr gleichem Alter zeigt keinerlei Rücktrocknungen an seinen Trieben!
Oder sind das etwas gar keine Rücktrocknungen...?
Ich hoffe sehr, daß Ihr mir helfen könnt. Vielen Dank im voraus!
ich weiß, daß die nachfolgende Anfrage/Bitte um Hilfe nicht direkt etwas mit 'Bäumen in Schalen' zu tun hat, da der Baum, um den es hier geht, im Boden steht und ca. drei Meter hoch und vier Meter breit ist. Trotzdem wäre ich Euch für jegliche konstruktive Stellungnahme sehr dankbar, da ich mir ernsthaft Sorgen mache...
Es handelt sich (vermutlich) um einen Acer Palmatum, welche Art kann ich allerdings nicht sagen. Die Blätter sind groß, tiefgefurcht, die einzelnen Blattlappen jedoch deutlich breiter, als z.B. beim Acer Palmatum 'Dissectum'. Der Baum wies die o.g. Größe bereits auf, als wir vor neun Jahren die Immobilie mit Grundstück übernahmen. Demzufolge schätze ich sein alter auf ca. 30 Jahre.
In diesem Frühjahr nun beobachte ich, daß eine große Anzahl, deutlich über 50% (!), der Triebspitzen zurückgetrocknet sind (s. Bilder). Ich kann mir dieses nicht erklären, da i.d.R. Triebe befallen sind, die ich im letzten Jahr nicht beschnitten habe, es muß sich also um Neutriebe aus dem letzten Jahr handeln. Es sieht so aus, als würden im Kronenbereich die meisten intakten Triebe wachsen, während weiter unten teilw. alle Triebspitzen eines Astes zurückgetrocknet sind. Erfrierungen können es meiner Meinung nach auch nicht sein, da der Winter bei uns nicht sehr kalt war, ich denke, das Maximum waren -10°C für drei oder vier Tage. Da mußte der Baum in anderen Wintern deutlich härtere Zeiten durchleben.
Ein ca. drei Meter danebenstehender Acer palmatum 'Dissectum' (rotlaubig) von ungefähr gleichem Alter zeigt keinerlei Rücktrocknungen an seinen Trieben!
Oder sind das etwas gar keine Rücktrocknungen...?
Ich hoffe sehr, daß Ihr mir helfen könnt. Vielen Dank im voraus!
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Viele Grüße, Chris.
- der1
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Ein nasser, warmer Winter würde leider für einen Pilz sprechen.
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
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so sehen die vertrockneten enden bei meinen im garten gepflanzten auch aus.
auch die ableger, die es nicht über der wintern geschafft haben,
sehen so aus.
da sie wegen warmen herbst nicht wirklich in die winterruhe sind, und bis zu letzt weiter wuchsen.
erst vertrocknet, dann zuviel feuchtigkeit(tauwetter) dadurch dann schimmel bildung. -?-
neschek
auch die ableger, die es nicht über der wintern geschafft haben,
sehen so aus.
da sie wegen warmen herbst nicht wirklich in die winterruhe sind, und bis zu letzt weiter wuchsen.
erst vertrocknet, dann zuviel feuchtigkeit(tauwetter) dadurch dann schimmel bildung. -?-
neschek
Zuletzt geändert von neschek am 07.03.2008, 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
gruß
neschek
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabíndranáth Thákhur
neschek
"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen den Sinn des Lebens zu begreifen."
Rabíndranáth Thákhur
für einen pilz spricht das ganze in meinen augen nicht.
wie man erkennt, hat der strauch angefangen zu treiben, vor er nochmals vom frost überrascht wurde.
zweige, die abgeschnitten werden, trocknen ebenfalls im selben schadensmuster bis zur nächsten knospe zurück. meine abgestorbenen palmatum stecklinge verfärben sich ebenfalls weiß.
wie man erkennt, hat der strauch angefangen zu treiben, vor er nochmals vom frost überrascht wurde.
zweige, die abgeschnitten werden, trocknen ebenfalls im selben schadensmuster bis zur nächsten knospe zurück. meine abgestorbenen palmatum stecklinge verfärben sich ebenfalls weiß.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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Mensch Leute,
ersteinmal vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten! Das ganze läßt mich jetzt schon etwas entspannter ins Wochenende gehen, zumal ich eine deckungsgleiche Antwort auch von Dagmar aus dem Yamadori-Forum erhalten habe.
Sie behauptete auch, daß es an der Kälte in Verbindung mit den auftretenden Winden in diesem Winter liegt/lag. Nach Ihrer Meinung war das Knospenwachstum bis kurz vor Wintereinbruch noch nicht ausreichend abgeschlossen, weil der Herbst zu lange zu warm war. Sie ging sogar noch einen Schritt weiter und erzählte mir, daß sie in diesem Winter einen kleineren Acer palmatum im Garten mit Flies vor den Winden geschützt hatte, jedoch im oberen Bereich seien ca. 10cm frei geblieben, da das Flies zu klein war. Im aktuellen Zusatnd ihres Acers treiben die geschützten Knospen aus, die Ungeschützten dagegen sind alle zurückgetrocknet!
Ich denke, daß Stefan's, Naschek's und Honey's Meinungen in Verbindung mit Dagmar's Stellungnahme wohl des Rätsels Lösungen sein müßten. Einen Pilz können wir wohl hiermit auschließen... falls nicht noch jemand mit erschlagenden Pilz-Argumenten daherkommt.
Ich hoffe, Ihr seit mir nicht böse, aber ich denke, daß das Einholen von möglichst vielen Meinungen am ehesten der Lösungsfindung dient und das sich auf der anderen Seite nun jeder von uns auf diese Erkenntnis verlassen und danach auch selber handeln kann.
In diesem Sinne nochmals danke und ein angenehmes Wochenende für Euch alle!
ersteinmal vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten! Das ganze läßt mich jetzt schon etwas entspannter ins Wochenende gehen, zumal ich eine deckungsgleiche Antwort auch von Dagmar aus dem Yamadori-Forum erhalten habe.
Sie behauptete auch, daß es an der Kälte in Verbindung mit den auftretenden Winden in diesem Winter liegt/lag. Nach Ihrer Meinung war das Knospenwachstum bis kurz vor Wintereinbruch noch nicht ausreichend abgeschlossen, weil der Herbst zu lange zu warm war. Sie ging sogar noch einen Schritt weiter und erzählte mir, daß sie in diesem Winter einen kleineren Acer palmatum im Garten mit Flies vor den Winden geschützt hatte, jedoch im oberen Bereich seien ca. 10cm frei geblieben, da das Flies zu klein war. Im aktuellen Zusatnd ihres Acers treiben die geschützten Knospen aus, die Ungeschützten dagegen sind alle zurückgetrocknet!
Ich denke, daß Stefan's, Naschek's und Honey's Meinungen in Verbindung mit Dagmar's Stellungnahme wohl des Rätsels Lösungen sein müßten. Einen Pilz können wir wohl hiermit auschließen... falls nicht noch jemand mit erschlagenden Pilz-Argumenten daherkommt.
Ich hoffe, Ihr seit mir nicht böse, aber ich denke, daß das Einholen von möglichst vielen Meinungen am ehesten der Lösungsfindung dient und das sich auf der anderen Seite nun jeder von uns auf diese Erkenntnis verlassen und danach auch selber handeln kann.
In diesem Sinne nochmals danke und ein angenehmes Wochenende für Euch alle!
Viele Grüße, Chris.
na klar. wir lernen ja alle bei sowas
für dich ist das natürlich die angenehmere alternative. solange der baum weiter unten wieder austreibt natürlich.
aber es stimmt schon.
ein silberahorn hat bei mir bis in den dezember hinein getrieben. bin mal gespannt, wie der sich verhält. die obersten triebspitzen sind natürlich über den winter auch vertrocknet. bei der sorte sieht das allerdings eher schwarz aus.
daher hätte ich bei der färbung auf einen pilz getippt.
für dich ist das natürlich die angenehmere alternative. solange der baum weiter unten wieder austreibt natürlich.
aber es stimmt schon.
ein silberahorn hat bei mir bis in den dezember hinein getrieben. bin mal gespannt, wie der sich verhält. die obersten triebspitzen sind natürlich über den winter auch vertrocknet. bei der sorte sieht das allerdings eher schwarz aus.
daher hätte ich bei der färbung auf einen pilz getippt.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Das hätte ich in diesem Fall auch, Achim. Der Reiner hat ja unlängst auch über seinen Acer palmatum gesprochen, bei welchem die Schwarzfärbungen WIRKLICH auf einen Pilz zurückzuführen sind. Ein Glück färbt sich bei meinem Ahorn (noch) nichts schwarz...achim73 hat geschrieben:...bei der sorte sieht das allerdings eher schwarz aus.
daher hätte ich bei der färbung auf einen pilz getippt...
Danke auch für Dein Verständnis.
Viele Grüße, Chris.
Beim acer palm. sehen die zurückgetrockneten stellen immer so verheerend aus. unter die weißfärbung können sich durchaus auch schwarze flecken mischen, was einem pilz sehr ähnelt, aber keineswegs zutrifft.Alien66 hat geschrieben:Das hätte ich in diesem Fall auch, Achim. Der Reiner hat ja unlängst auch über seinen Acer palmatum gesprochen, bei welchem die Schwarzfärbungen WIRKLICH auf einen Pilz zurückzuführen sind. Ein Glück färbt sich bei meinem Ahorn (noch) nichts schwarz...achim73 hat geschrieben:...bei der sorte sieht das allerdings eher schwarz aus.
daher hätte ich bei der färbung auf einen pilz getippt...
Danke auch für Dein Verständnis.
"vertrocknen" erkennst du daran, dass es wie schon gesagt bei der nächsten oder übernächsten knospe / trieb stoppt, ein pilz würde da wahllos beinahe alles vernichten.
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Das stimmt so nicht ganz.Honey hat geschrieben: "vertrocknen" erkennst du daran, dass es wie schon gesagt bei der nächsten oder übernächsten knospe / trieb stoppt, ein pilz würde da wahllos beinahe alles vernichten.
Aber von Anfang.
Ich würde auch darauf tippen, daß die Triebspitzen sich erst spät im Herbst gebildet haben und aufgrund der Witterung nicht mehr voll entwickelt wurden.
=> die Triebspitzen sind zurückgetrocknet bzw. erfroren.
Solche vertrockneten Stellen können durchaus noch von einem Pilz befallen werden, aber keine Panik, das sollte für den Baum kein Problem sein.
Und deswegen habe ich zitiert:
Ein Pilz kann eben nicht einfach wahllos alles vernichten, was in seinen Weg kommt, dann wären die meisten Bäume Tod, stattdessen wüchsen überall Pilze.
Ganz im Gegenteil. In der Regel haben Bäume eine äußerst gut funktionierende Abwehr, ich erinnere mal an den Dienststellenyamadori von Christian Przybylski.
Gerade wenn es sich um kleine Befallststellen handelt, wie in diesem Fall, ist das wohl für den Baum, wenn er ansonsten gesund ist, kein Problem.
Dennoch würde ich die vertrockneten Stellen bis zur nächsten gesunden Knospe zurückschneiden, auch schon alleine wegen der Optik.
Da Acer aber gerne beim zurückschneiden auch zurücktrocknet (selbst bei fachgerechten Schnitten) würde ich auf jeden Fall bis zum Blattaustrieb warten.
Gruß
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
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Danke Holger,holgerb hat geschrieben:Gerade wenn es sich um kleine Befallststellen handelt, wie in diesem Fall, ist das wohl für den Baum, wenn er ansonsten gesund ist, kein Problem...
Dennoch würde ich die vertrockneten Stellen bis zur nächsten gesunden Knospe zurückschneiden...
Da Acer aber gerne beim zurückschneiden auch zurücktrocknet (selbst bei fachgerechten Schnitten) würde ich auf jeden Fall bis zum Blattaustrieb warten...
jedoch kann man nicht von "kleinen Befallstellen" sprechen, oder meinst Du ausschließlich deren Größe? Wenn ich mir den Baum so ansehe, dann war meine eingangs erwähnte Schätzung von ca. 50% zurückgetrockneter Triebspitzen untertrieben... ich denke, es sind gut 70%! Wenn ich diese bis zur nächsten gesunden Knospe zurückschneide, wird es ganze Zweigbereiche (!) nicht mehr geben.
Aber wie Du gesagt hast, ich warte auf jeden Fall bis erste Blätter austreiben. Ich habe trotz allen Unglücks auch schonn einige neue Triebspitzen aus altem Holz wachsend gesehen.
Viele Grüße, Chris.


