"Totholzgewinnung"
- DreKramer81
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"Totholzgewinnung"
Ich habe da mal eine Anfängerfrage auf die ich über die Suche und im Fachwissen keine Antwort gefunden habe.
Da mir die Totholzgestaltungen die man hier häufig sieht - besonders an Wacholdern - sehr gut gefallen, habe ich mich gefragt, ob diese toten Äste zufällig und von alleine entstehen, oder ob man das irgendwie provozieren muss bzw. überhaupt kann (durch das Kappen bestimmter Wurzeln o.ä).
Außerdem: Ist Totholzgestaltung bei allen Bäumen möglich, oder gibt es Hölzer, die zu weich sind oder schnell gammeln, oder so?
Wäre nett wenn mir das jemand erklären könnte.
Besten Dank schonmal...
Da mir die Totholzgestaltungen die man hier häufig sieht - besonders an Wacholdern - sehr gut gefallen, habe ich mich gefragt, ob diese toten Äste zufällig und von alleine entstehen, oder ob man das irgendwie provozieren muss bzw. überhaupt kann (durch das Kappen bestimmter Wurzeln o.ä).
Außerdem: Ist Totholzgestaltung bei allen Bäumen möglich, oder gibt es Hölzer, die zu weich sind oder schnell gammeln, oder so?
Wäre nett wenn mir das jemand erklären könnte.
Besten Dank schonmal...
MfG,
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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Eva Warthemann
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Hallo Ande`!
Totholzgestaltungen haben nicht nur für Dich einen besonderen Reiz. Ich finde diese auch immer wieder schön, an bestimmten Baumarten, wo sie hinpassen. Dafür werden bevorzugt Nadelgehölze verwendet.
In den letzten Jahren sieht man aber immer mehr auch an bestimmten Baumarten wie, Eichen, Hartriegel u. u. u. ,Totholzgestaltungen.
Bevor man sich an eine künstliche Totholzgestaltung heranwagt, muß man sich sicher sein, das man dabei die lebensnotwendigen Saftbahnen nicht durchtrennt. Es wird schon schwierig, wenn man einen gewundenen Stamm an einen Wacholder hat.
Wenn man altes Yamadori-Material zur Verfügung hat, welches schon natürliche jins und sharibereiche hat, sollte man diese nur verfeinern, da sind die Saftbahnen oft schon deutlicher abgezeichnet.
Anschließend muß man diese Bereiche mit verdünnten Jin-Mittel konservieren.
Zum Thema Totholzgestaltungen gibt es noch sehr viel zu sagen. Das war nur mal kurz angeschnitten.
Falls ich was Wichtiges vergessen habe, korrigiert mich.
Eva Warthemann
Totholzgestaltungen haben nicht nur für Dich einen besonderen Reiz. Ich finde diese auch immer wieder schön, an bestimmten Baumarten, wo sie hinpassen. Dafür werden bevorzugt Nadelgehölze verwendet.
In den letzten Jahren sieht man aber immer mehr auch an bestimmten Baumarten wie, Eichen, Hartriegel u. u. u. ,Totholzgestaltungen.
Bevor man sich an eine künstliche Totholzgestaltung heranwagt, muß man sich sicher sein, das man dabei die lebensnotwendigen Saftbahnen nicht durchtrennt. Es wird schon schwierig, wenn man einen gewundenen Stamm an einen Wacholder hat.
Wenn man altes Yamadori-Material zur Verfügung hat, welches schon natürliche jins und sharibereiche hat, sollte man diese nur verfeinern, da sind die Saftbahnen oft schon deutlicher abgezeichnet.
Anschließend muß man diese Bereiche mit verdünnten Jin-Mittel konservieren.
Zum Thema Totholzgestaltungen gibt es noch sehr viel zu sagen. Das war nur mal kurz angeschnitten.
Falls ich was Wichtiges vergessen habe, korrigiert mich.
Eva Warthemann
Re: "Totholzgewinnung"
Ich bin Anfänger, viele meiner Antworten sind einfach nur nachgeplappert aus Lehrbüchern oder aus dem Forum, müssen also nicht 100% richtig sein, da ich meist keine eigene Erfahrung habe.DreKramer81 hat geschrieben:Ich habe da mal eine Anfängerfrage auf die ich über die Suche und im <a href="kb.php" title="Fachwissen" target="_blank">Fachwissen</a> keine Antwort gefunden habe.
Da mir die Totholzgestaltungen die man hier häufig sieht - besonders an Wacholdern - sehr gut gefallen, habe ich mich gefragt, ob diese toten Äste zufällig und von alleine entstehen, oder ob man das irgendwie provozieren muss bzw. überhaupt kann (durch das Kappen bestimmter Wurzeln o.ä).
Kommt drauf an- manchmal ist der betreffende Ast beim Ausgraben (z.B. Yamadori) bereits tot. Wenn nicht, kannst du z.B. bei einem Nadelbaum alle Nadeln absäbeln, dann erledigt sich die Sache von selbst. Am besten wartet man mit der eigentlichen Gestaltung (Rinde abziehen etc.) noch 1 Jährchen, da es mit trockenem Holz natürlicher aussieht als mit frisch "getötetem", das noch feucht ist.
Außerdem: Ist Totholzgestaltung bei allen Bäumen möglich, oder gibt es Hölzer, die zu weich sind oder schnell gammeln, oder so?
Ja, gibt es. Dazu zählen die meisten Laubbäume bis auf einige Ausnahmen. Zu den Ausnahmen zählen alle Laubbäume, die sehr hartes Holz haben. Die meisten Laubbäume mit sehr hartem Holz werden auch uralt, z.B. Eichen oder Oliven. Es gibt jedoch auch wenige Nadelbäume, die sich nicht für Totholz eignen, wenn es sich um ein Shari handelt, z.B. die Sumpfzypresse, da sie einen sehr gut funktionierenden Wundverschluss betreibt, was das betrifft, sodass man mit dem Stamm aushöhlen kaum hinterherkommt.
Wäre nett wenn mir das jemand erklären könnte.
Besten Dank schonmal...
Gruß,
Yannick
Also die Technik, wenn Du einzelne Äste freistehend zum Jin machen möchtest, geht ganz einfach. Hierbei wird eben der ganze Ast zum Jin (also Totholz). Da es sich dabei nicht um ein Stamm-Shari handelt, kann man dabei auch keine Saftbahnen verletzen.
Du schneidest rund um den Astaustritt einen leichten Schnitt in die Rinde und schälst diese dann am gesamten Ast ab. Wie Yannik schon gesagt hat, sieht frisches Holz natürlich als Jin nix aus. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, du kannst warten, bis die Sonne und das Wetter die Stelle(n) gebleicht haben, oder Su besorgst Dir ein geeignetes Jin-Mittel, das die Stelle sofort bleicht
Handschuhe 
Du schneidest rund um den Astaustritt einen leichten Schnitt in die Rinde und schälst diese dann am gesamten Ast ab. Wie Yannik schon gesagt hat, sieht frisches Holz natürlich als Jin nix aus. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, du kannst warten, bis die Sonne und das Wetter die Stelle(n) gebleicht haben, oder Su besorgst Dir ein geeignetes Jin-Mittel, das die Stelle sofort bleicht
- DreKramer81
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...
Ok, danke für die Hilfe. Vielleicht kann ich schon bald mit Jin-Mittel-Pinseln anfangen. Ich hab' nämlich über Ostern an einem See in der Nähe eine kleine Eiche mit 'nem gespaltenen Stamm entdeckt, die ich mir demnächst unter den Nagel reiße... 
MfG,
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
Diese Aussage muss ich ein bisschen korrigieren.OERNIE hat geschrieben:... Da es sich dabei nicht um ein Stamm handelt, kann man dabei auch keine Saftbahnen verletzen.
Wenn man größere Bereiche bei Wacholdern abtötet, kann es schon vorkommen, dass die Saftbahnen, die diese Bereiche versorgt haben, absterben und in der Folge sogar noch weitere Äste.
Solches Lehrgeld habe ich schon mal bezahlt.
Viele Grüße,
Heike
- DreKramer81
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.
Wie sehen Saftbahnen denn aus? - Mal ganz blöd gefragt...
MfG,
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
Hallo André,
das Problem ist, dass man sie nicht immer ganz genau erkennen kann, jedenfalls wenn man nicht viel Erfahrung hat.
Es ist bei Eiben jedoch oft relativ einfach zu erkennen, von welcher Wurzel zu welchem darüber liegenden Ast eine Versorgung stattfindet. Die aktiven Saftbahnen können dann auch wie Muskelstränge hervortreten.
Eingefallene und vertiefte Bereiche im Stamm kennzeichnen entweder schon tote oder nicht sehr aktive Bahnen.
Hier kann meist relativ gefahrlos ein Sharibereich angelegt werden.
Da fängt man vorsichtshalber mit einem schmalen Bereich an und vergrößert ihn ggf. später vorsichtig.
Bei Wacholdern ist das Prinzip das gleiche, aber oft weniger leicht zu erkennen als bei Eiben.
Bei Laubbäumen ist die Zuordnung von Wurzel-Saftbahn-Ast nicht so unmittelbar, da läuft die Versorgung etwas anders.
Viele Grüße,
Heike
das Problem ist, dass man sie nicht immer ganz genau erkennen kann, jedenfalls wenn man nicht viel Erfahrung hat.
Es ist bei Eiben jedoch oft relativ einfach zu erkennen, von welcher Wurzel zu welchem darüber liegenden Ast eine Versorgung stattfindet. Die aktiven Saftbahnen können dann auch wie Muskelstränge hervortreten.
Eingefallene und vertiefte Bereiche im Stamm kennzeichnen entweder schon tote oder nicht sehr aktive Bahnen.
Hier kann meist relativ gefahrlos ein Sharibereich angelegt werden.
Da fängt man vorsichtshalber mit einem schmalen Bereich an und vergrößert ihn ggf. später vorsichtig.
Bei Wacholdern ist das Prinzip das gleiche, aber oft weniger leicht zu erkennen als bei Eiben.
Bei Laubbäumen ist die Zuordnung von Wurzel-Saftbahn-Ast nicht so unmittelbar, da läuft die Versorgung etwas anders.
Viele Grüße,
Heike
- DreKramer81
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- Registriert: 27.02.2008, 10:14
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Gar nicht so leicht, wie ich sehe... :-) Gibts dazu ne Fotodokumentation oder so?
MfG,
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
Re: .
Hier habe ich die Gestaltung einer japanischen Eibe mit viel Totholz dokumentiert.DreKramer81 hat geschrieben:Gar nicht so leicht, wie ich sehe... :-) Gibts dazu ne Fotodokumentation oder so?
Am Ende der Seite musst Du jeweils auf "neueren Beitrag" klicken, dann geht es weiter.
Reiner
- DreKramer81
- Beiträge: 494
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- Wohnort: Münster
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Ganz schön umfangreich. Danke, das seh ich mir heute Abend mal in Ruhe an.
MfG,
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
André
Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
-
Andreas Ludwig
- Freundeskreis
- Beiträge: 5641
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Ergänzung zu Yannicks Antwort:
Mit Nadeln abrupfen ist es natürlich nicht getan. Die Rinde muss weg. Das macht man sogar am allerbesten gleich wenn sie noch grün ist - bei einigen Bäumen kriegt man das nach einem jahr nur noch mit viel Mühe und Aufwand weg.
Das Thema Totholz an Laubbäumen ist m. E. keineswegs so einfach und klar, wie Yannick meint. Es ist eher eine Glaubensfrage als eine der Biologie. Dazu können Nadelhölzer genauso weggammeln wie Laubhölzer, (darum streicht man ja auch Jinmittel drauf).
Vorsicht mit dem Kopieren von Theorie...
Mit Nadeln abrupfen ist es natürlich nicht getan. Die Rinde muss weg. Das macht man sogar am allerbesten gleich wenn sie noch grün ist - bei einigen Bäumen kriegt man das nach einem jahr nur noch mit viel Mühe und Aufwand weg.
Das Thema Totholz an Laubbäumen ist m. E. keineswegs so einfach und klar, wie Yannick meint. Es ist eher eine Glaubensfrage als eine der Biologie. Dazu können Nadelhölzer genauso weggammeln wie Laubhölzer, (darum streicht man ja auch Jinmittel drauf).
Vorsicht mit dem Kopieren von Theorie...
sorry, ich dachte, jeder Ast hat seine eigenen Leitungen. Wusste nicht, dass das so schwerwiegende Folgen hat ...Heike_vG hat geschrieben:Diese Aussage muss ich ein bisschen korrigieren.OERNIE hat geschrieben:... Da es sich dabei nicht um ein Stamm handelt, kann man dabei auch keine Saftbahnen verletzen.![]()
Wenn man größere Bereiche bei Wacholdern abtötet, kann es schon vorkommen, dass die Saftbahnen, die diese Bereiche versorgt haben, absterben und in der Folge sogar noch weitere Äste.
Solches Lehrgeld habe ich schon mal bezahlt.![]()
Viele Grüße,
Heike
Aber wenn das so wäre, dann würde das ja auch passieren, wenn man einfach nur einen Ast abschneidet? Ist doch im Prinzip das Selbe, oder? Der Ast stirbt ab, bleibt aber dran. Also bis auf rgendwelche Erreger die dadurch reinkommen, kann ich mir keinen Unterschied zum Abschneiden erklären!
Hallo Oernie,
es hängt nicht immer nur ein Ast mit einer Wurzel zusammen. Oft liegen mehrere Äste an einer Saftbahn.
Ich habe bei dem Wacholder, der meine Schnitte jeweils mit weiteren absterbenden Ästen quittiert hatte, später die Äste, die ich loswerden wollte, über eine längere Zeit langsam entlaubt.
So ist der Saftfluß in der Gegend langsam zurückgegangen und nicht schlagartig. Dann haben die anderen Äste an derselben Saftbahn überlebt.
Viele Grüße,
Heike
es hängt nicht immer nur ein Ast mit einer Wurzel zusammen. Oft liegen mehrere Äste an einer Saftbahn.
Ich habe bei dem Wacholder, der meine Schnitte jeweils mit weiteren absterbenden Ästen quittiert hatte, später die Äste, die ich loswerden wollte, über eine längere Zeit langsam entlaubt.
So ist der Saftfluß in der Gegend langsam zurückgegangen und nicht schlagartig. Dann haben die anderen Äste an derselben Saftbahn überlebt.
Viele Grüße,
Heike


