Gespaltener Eichenrohling

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DreKramer81
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Gespaltener Eichenrohling

Beitrag von DreKramer81 »

Ich möchte kurz einen Eichen-Yamadori vorstellen. Der Baum gefällt mir, weil er einen interessant gespaltenen Stamm hat. Habe ihn in der Nähe eines Kieswerks ausgegraben. Nehme mal an ein Radlader hat ihn vor Jahren mal plattgewalzt wobei der Stamm abgebrochen und gespalten wurde. Höhe des Stammes bis zur Abruchstelle etwa 35 cm. Sorry für die schlechte Bildqualität.

Wie würdet ihr den Baum aufbauen? Welche Äste können weg? Für Anregungen wäre ich sehr dankbar.
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MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Der nach vorn weisende Ast müsste weg. Er verdeckt den Spalt, außerdem sollte es bei Bonsai keinen Ast geben, der auf den Betrachter weist, man nennt sowas einen Augspießer.

Wie ist es mit dem Spalt selbst; kann das Wasser daraus problemlos ablaufen? Damit keine Fäule entsteht.
Gruß,
MarionS

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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ja, den Augenspießer wollte ich auch wegnehmen. Hab auch drüber nachgedacht den Ast der am Rechten Stück des gespaltenen Holzes abgeht abzusägen,weil er dicker ist als das Stammstück an dem er hängt. Aber dann weiß ich nicht ob ich ne dichte Krone hinkriege.
Das Totholz will ich mit Jinmittel schützen, damit es nicht wegbröselt, und irgendwann mal bearbeiten.
Ob alles Wasser in der Mitte abläuft weiß ich auch noch nicht, das muss ich noch rausfinden. Ich fürchte ein bisschen sickert in der Mitte ein. Macht das auch Probleme, wenn das Holz an der Stelle noch lebt? Verdunstet ja auch ab und zu mal, ist ja nicht so dass da immer Wasser stehen bleibt, oder?
Bis zu welcher Stärke ist ein Jin ratsam? Muss es mindestens fingerdick sein, damit man nicht angst haben muss es irgendwann versehentlich abzubrechen, oder kann man es auch dünner gestalten bei Eichenholz?
MfG,
André

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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Mache ich im "Ausgrabejahr" schon 'nen Blattschnitt oder ist das zuviel für den Baum, bzw. zu spät jetzt?
MfG,
André

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Mac Best
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Beitrag von Mac Best »

also ich hab so meine schlechten erfahrungen mit eichen gemacht, das erste jahr noch alles in ordnung und dann im nächsten frühjahr, nichts mehr. also dachte ich auch über einen blattschnitt im selben jahr nach, hat mir der baum aber sehr übel genommen. kamen nur wenig neue triebe und bis zum herbst nicht mal voll ausgereift.
also meine meinung, lieber nicht...is aber nur meine meinung
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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Einen geborgenen Baum sollte man erst mal in Ruhe lassen, damit er sein Gleichgewicht wiederfinden kann. In der Regel hat er Wurzeln eingebüßt und dann ändert sich ja auch sein ganzes Umfeld, selbst wenn man den Ballen vorerst in der alten Erde lässt.

Äste abzunehmen entlastet ihn schon etwas, aber für neuen Austrieb braucht er Kraft. Man kann zwar die Blattflächen verkleinern, damit er weniger verdunstet, aber wenn man die ganzen Blätter abnimmt, fordert man ihn ja zu einem neuen Austrieb auf (simulierter Fraßschaden, der kleinere Blätter hervorbringen soll). Da ist sicher die falsche Maßnahme.
Gruß,
MarionS

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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ok, ich nehm ihn nochmal genau unter die Lupe - Zuwachs nach dem umpflanzen etc. - und entscheide dann ob er 'nen Teilblattschnitt kriegt oder erstmal nix.
MfG,
André

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Mac Best
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Beitrag von Mac Best »

ist er noch in der erde des fundortes?
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ja, zum größten Teil. Habe außenrum (Radius etwa 20cm) spatentief abgestochen, etwas gegraben, die Pfahlwurzel etwa 15-20 cm unter der Erde abgesägt. Habe beim ausheben darauf geachtet die Wurzeln und den Ballen möglichst pfleglich zu behandeln und habe ihn in einen großen Topf gesetzt. In Mutterboden mit etwas grobem Sand gemischt, weil nichts anderes da war. Der Baum steht bei meinen Eltern im Garten und es war mir bisher logistisch nicht möglich ihn in bessere Erde zu topfen (habe kein Auto). Aber er hat neu ausgetrieben, scheint also anzuwachsen.
MfG,
André

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MarionS
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Beitrag von MarionS »

DreKramer81 hat geschrieben:In Mutterboden mit etwas grobem Sand gemischt, weil nichts anderes da war. Der Baum steht bei meinen Eltern im Garten und es war mir bisher logistisch nicht möglich ihn in bessere Erde zu topfen (habe kein Auto).
Nee, laß ihn da auch erst mal drin. Mindestens bis zum Frühjahr.
Aber er hat neu ausgetrieben, scheint also anzuwachsen.
Ja - jein. Ich habe hier schon Berichte gelesen, wonach selbst gefällte Bäume noch austreiben. Sie nehmen die Kraft allein aus ihrer Substanz - Wurzeln haben sie ja keine mehr.
Auch von geborgenen Bäumen wurde berichtet, die noch mehrfach austrieben - und dann doch eingingen.

Also erst mal behutsam mit dem neuen Gast.
Gruß,
MarionS

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Mac Best
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Beitrag von Mac Best »

hab grad einen aus mutter's garten in die schale gesetzt, vielleicht haste ja ne idee zur gestaltung. auch zu finden bei "basics"
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ja, ich hatte auch nicht vor ihn zu bewegen bis nächsten Frühling. Hoffe er übersteht den Winter. Muss ich da aufpassen, oder kann der in seinem Topf draußen auch bei schlimmstem Frost stehen bleiben? Könnte ihn auch ins Gewächshaus stellen, da isses dann wahrscheinlich nie unter minus 5 oder so (gemessen hab ich soch nie, ist ja das Gewächshaus meiner Eltern).
MfG,
André

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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Die Eiche hat mittlerweile alles Laub abgeworfen (hat meine Mutter eben am Telefon erzählt). Meint ihr die fängt sich noch und treibt nächstes Frühjahr wieder aus?
MfG,
André

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Mac Best
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Beitrag von Mac Best »

naja, also so ne eiche, hmm - meine hatte danach nur noch einmal besuch von käfern die sich über das tote holz gefreut haben. ich drück dir oder besser gesagt der eiche die daumen, wär schade drum.
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Andre,

wenn dieser Baum da draussen auf einem Feld oder wo auch immer stehen würde...was würde die jetztige Form erklärbar machen? Ich meine jetzt mal abgesehen vom Radlader.
Martin S
Beste Grüße
Martin

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