Waldsterben !! Bitte um Hilfe

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Voodoowester
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Waldsterben !! Bitte um Hilfe

Beitrag von Voodoowester »

Anbei zwei Bilder von 2 meiner 9 Lärchenbäumchen in Waldformation.

Der Kleinste hat innerhalt kürzester Zeit alle Nadeln verloren


Bild


Jetzt fängt der Nebenbaum auch an.

Bild


Was ist die Ursache ??

Trockenheit kann es eigentlich nicht sein, möchte ich aber nicht ausschließen, da der Boden dort recht "dünn" ist.

Evtl Nährstoffmangel ?? Traue mich als Anfänger vllt. noch nicht richtig zu düngen.

Suche Rat. Danke
bonsi10
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Beitrag von bonsi10 »

hallo ich tippe auf trockenschaden lärchen sollten nie ganz trocken haben
gruss daniel
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achim73
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Beitrag von achim73 »

hmm...also, mit so spärlichen informationen...könnte das so ziemlich jede ursache haben. also :
substrat ?
standort ?
giessverhalten ?
düngung ?
Gruss, Achim
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Uh, ein Ratespiel - das liebe ich ? Mal schauen, ob ich von Voodoowester einen Fünfer ins Schweinderl kriege:

Die sehen ja ziemlich jung aus, die Dingens. Ist das Forstware?
Von alleine kommen so junge Lärchen nicht in eine Waldschale - hast du das im Frühjahr gemacht?

Wenn in einer Gruppe einzelne Individuen sterben, ist die Ursache individuell. Also ist sie entweder epidemisch und erfolgt Stück um Stück (Schädlinge, die ein Invasiönchen durchziehen) oder diese Individuen sterben an einem individuellen Schicksal wie etwa Wurzelschnitt...

Sag an, voodoowester - welchen Hinweis kriegen wir noch?
:wink:
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Voodoowester
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Beitrag von Voodoowester »

Jo tschuldigt ! War kurz an gestern....

Versuche es nun ausführlicher:

Bäumchen (jap. Larix) sind etwa 3-7 Jahre.
Eingekauft als Containerpflanzen.
Umgetopft April 08.
Standort: Substrat im Halbschatten, Krone ab Mittag in der vollen Sonne
Substrat: 50% Bonsaierde/30% Akadam/20% Split
Düngen (bissl unregelmäßig): Wuxal alle zwei Wochen und Biogold im Badewasser.
Schädlinge mit dem auge nicht auszumachen....

Wie sie da auf dem Bild stehen habe ich sie wieder platziert.
Vorher standen sie auf der anderen Seite. Hier knallt die Sonne ne ganze Ecke mehr.
Wurzelschnitt könnte im Prinzip auch sein...aber Folgen erst nach 3 Monaten zu sehen ??
Jedoch haben sie sich seit April nicht viel verändert.....


Hoffe jetzt könnt ihr bessere Diagnose stellen :)

Bild
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo V......
Die beiden sind vertrocknet, da wird nichts mehr nützen.
Stelle die Gruppe in den Schatten, nicht Halbschatten,
um den verbliebenen Rest zu schützen.
mfG Dieter
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Denke ich auch - die Verzögerung ist nicht überraschend, der Zusammenhang indirekt, es ist ja fast nie ein Einzelfaktor, wenn ein Baum kippt.

Am ehesten so: Zu grosszügig geschnitten im April, was nicht viel macht, wenn nicht viel geht, die Luftfeuchtigkeit hoch ist, der Temperaturdurchschnitt (vor allem am Tag) tief. Da blieben die auf tiefem Niveau (sagst du selbst) am Leben, etwa wie Stecklinge im Brutkasten. Jetzt schiebt die Sonne die Regler nach oben, strahlt intensiver aus einem steileren Winkel und da reichts nicht mehr. Auf dem Totalbild sieht man das Verhältnis Substratdicke/Oberfläche gut - sowas kann in einem Tag natürlich trocknen, das gibt dann den Rest. Ich habe auch den Verdacht, dass du die auf diesem schönen Tisch nicht wirklich platschnass gemacht hast. Mit der grossen Kanne, nicht mit dem Gummibällchen, dreimal in Folge und das zweimal am Tag.

Nicht so schlimm. Die sind eher 3 als 7 Jahre alt. Das kriegst du in nützlicher Frist wieder hin.
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Voodoowester
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Beitrag von Voodoowester »

Also faktisch heißt das....

Ich habe meine ersten zwei Bäumchen ins Jenseits befördert ??
Nix mehr zu retten ?? :roll:

*Schweigeminuteeinlegt*

Naja die Konstelltion bleibt erstmal so bestehen.... Nächstes Jahr wird dan u.U. ein Austausch stattfinden.

Thx
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Tja.

Ich hatte mal eine Klumpfussfichte, die ist jetzt ein Tillandsia-Ständer. Und meine kleine Lieblingsmyrte ist heute, rot lackiert, teil der Gebetsmühle für das Gedenken an Herbert von Karajan. Eine modifizierte Spieldose im Innern erzeugt einen tragischen Sabi-Wabi-Klang beim Drehen.

Man muss das bloss positiv sehen...
Zuletzt geändert von Andreas Ludwig am 10.06.2008, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Voodoowester »

Weltklasse *up*
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo V....
Wen Du dann nächstes Jahr mit neuen Lärchen ergänzt,
schneide nicht soviel an den Ästen ab.
Viele Knospen bringen Kraft in die Wurzeln.
Das Aussehen ist erst mal vollkommen egal,
wenn die Bäume gut angewachsen sind,
ist der Zeitpunkt sich um die Weiterentwicklung zu kümmern.
mfG Dieter
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DreKramer81
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.

Beitrag von DreKramer81 »

Ich hab mich gerade sowas von über diese hässliche Voodoo-Kiste beömmelt!! Köstlich! :lol: :!: Du solltest die DInger in Serie produzieren. Ich will auch so'n Teil. Ich seh schon meine Kumpels davor stehen. "Was'n das für'n DIng?!" :D
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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nobi
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Beitrag von nobi »

.....schöne rote Myrthe!!

Norbert
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Beitrag von Backyard »

Herbert von K. hat mich schwer beeindruckt Andreas!
Schade das man den sound nicht hören kann!
Danke für die Lachtränen am Morgen!
So kann man eifrig und gutgelaunt ans Tageswerk gehen!
Schöne Grüsse,
Backyard
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Danke, danke... aber ich wollte nicht vom Problem der Lärchen ablenken. Na, jedenfalls nicht zu sehr.
:wink:

Zopf erwähnt etwas wesentliches: Die Krone füttert die Wurzel, nicht umgekehrt. Die Wurzel schafft nur an, aber die Krone macht draus das Futter. Logisch kann nur soviel Krone versorgt werden, wie die Wurzeln anschaffen können, aber umgekehrt muss auch etwas Grün dasein, wenn die Wurzeln wachsen sollen. Darum darf man den «Entlastungsschnitt» oben beim Umtopfen nicht überziehen, Entlastung kann man ja auch schaffen, indem man die Bäumchen dann nicht grad in die volle Sonne setzt.

Voodoowester schreibt von Containerware. Die hat gewöhnlich drei bis fünf Wurzeln, je einen Unterarm lang oder irgend so etwas. Wenn ich das in einem Schritt auf Waldschalenformat zurücknehme, ist das recht massiv. Geht man Waldpflanzungen in Schritten an, lässt die einzelnen Pflanzen solange einzeln, bis da ein ansehnlicher Wurzelteller ist, ist das Risiko viel kleiner. Gesundheit kommt immer vor Gestaltung.
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