Juniperus chinensis - Wegführung

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DenisM
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Juniperus chinensis - Wegführung

Beitrag von DenisM »

Hi @ll!

Seit September 07 besitze ich einen Juniperus chinensis, zum Glück ohne Birnengitterrost ;) . Der Stamm ist am Ansatz 4 cm dick, der Baum ca. 40 cm hoch. Ein Nebari ist unterirdisch in Entwicklung.

Als Containerpflanze gekauft wurde er nach einem ersten starken Rückschnitt und einer Drahtung in Ruhe gelassen (Draht inzwischen schon entfernt). Nun ist er dieses Frühjahr durch die gute Fütterung wieder stark ausgetrieben. (Aufgrund der Stressreaktion leider sehr nadelig anstatt schuppig)

Obwohl ich mir letztes Jahr als Ziel gesetzt habe, den linken, dickeren Ast einzukürzen und zu einem Jin zu gestalten (siehe Virtual-Bild), weil sonst die Verjüngung nach oben unglaubhaft wirkt, bin ich mir nun doch unsicher, ob sich nicht etwas besseres daraus machen lässt.

Aus diesem Grund wollte ich euch um Rat bitten, ob die Wahl des Jins tatsächlich die beste Lösung ist, oder ihr noch weiteres Potenzial in diesem Baum seht.

Zur Veranschaulichung hier noch ein Rundherum-animiertes GIF im Format 800x600 (Achtung, 2,7 Mb groß !) http://www.philadb.com/banner/animation.gif


PS: Ich möchte den Baum selbstverständlich nicht jetzt, in der heißesten Zeit des Jahres, Gestaltungsmaßnahmen unterziehen, sondern eher Herbst dieses Jahres oder nächstes Jahr.

Gruss
DenisM
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Baum heute (29. Juni 2008)
Baum heute (29. Juni 2008)
juniperusjul08.jpg (58.94 KiB) 2682 mal betrachtet
Erstes Virtual zum Baum (inklusive Jin)
Erstes Virtual zum Baum (inklusive Jin)
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Baum nach Erstgestaltung September 2007
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Gruss
DenisM
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joseph
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Beitrag von joseph »

Hallo Dennis. Ich persönlich würde die 3 unteren Äste auf jeden fall entfernen und vieleicht würde ich ihn etwas nach links neigen, ansonsten schon sehr schön. MfG Joseph so wie auf Zeichnung (Schale sicher zu Gross )
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo joseph,

danke für deinen Vorschlag!

Findest du nicht, man sollte die unteren drei Äste als Jins verwenden, um dem Stamm mehr Aussagekraft zu geben?

Habe zu dieser Überlegung noch ein Virtual gemacht.

Irgendwie wirkt mir selbst mit den Jins, der unetre Stammteil etwas kahl.

Wobei das durch das Herabbiegen der oberen Äste kompensiert werden könnte...

Was meint ihr?

Gruss
Denis
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Virtual ohne drei Äste
Virtual ohne drei Äste
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Gruss
DenisM
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Andre K.
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Beitrag von Andre K. »

Hallo Denis,

findest du die Jins selbst schön?
Dann mach sie.

Josephs Vorschlag kommt sehr gut ohne aus (meine Meinung), dir muß es aber gefallen.

Und später entfernen kannst du sie auch noch...
LG Andre

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Niko
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Beitrag von Niko »

doppelpost.
Zuletzt geändert von Niko am 03.07.2008, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
gruß

Niko

Das Auge findet was es sucht.
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Niko
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Beitrag von Niko »

Ich sehe den Baum ohne vier Äste und natürlich ohne dominante Jins.
Die Neigung des Stammes ist vorerst belassen worden.

Ist aber auch etwas steiler möglich, indem unterhalb des ersten Astes der Stamm leicht entgegen der Wuchsrichtung gebogen wird.
Dadurch wirkt der Stamm "ruhiger", auch wenn der erste Ast schwerer wird.
Ob er dadurch an Ausdrucksstärke gewinnt, hängt vom Betrachter ab.

Die Krone stelle ich mir leichter mit mehr Freiräume vor, so dass das Gefühl des Kippens nicht unterstütz wird.
Konnte es aber leider zeichnerisch nicht verwirklichen.
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wacholder.jpg
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gruß

Niko

Das Auge findet was es sucht.
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joseph
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Beitrag von joseph »

Hi Denis hast du dich entschieden wie es bei dem Baum weitergeht? Es müssen nicht immer Jins sein MfG Joseph
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo,

danke für eure Vorschläge!

Bin noch in der Überlegungsphase, neige jedoch dazu, es einmal mit den Jins zu probieren - ab geht dann immer noch ;)

Aber da das Thema sowieso noch Zeit hat, lasse ich mir das noch durch dne Kopf gehen und würde mich über weitere Ideen freuen!

Gruss
Denis
Gruss
DenisM
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Nachdem es jetzt langsam Zeit wird, Wacholder zu schneiden, habe ich diesen Thread wieder herausgeholt.

Eine Biegung des Stammes ist leider unmöglich, er ist 4 cm dick und knüppelhart. Nicht so elastisch wie Kiefernstämme es teilweise noch sind.

Allgemein tendiere ich nach wie vor zu josephs Vorschlag. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich die Äste so ausgewogen gestalten kann wie bei ihm gezeichnet, sie sind schliesslich teilweise noch sehr dünn und zeigen keine wirkliche Verjüngung. Sollte ich die Äste darum vielleicht auch noch etwas einkürzen oder so lassen?

Oder aber hat jemand noch eine völlig andere Idee?

Inzwischen hat der Baum nochmal gut an zusätzlicher Grünmasse zugelegt, von daher sollte er den Schnitt verkraften.

Gruss
DenisM
Gruss
DenisM
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