Problemprojekt: Mammut

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Voodoowester
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Problemprojekt: Mammut

Beitrag von Voodoowester »

Hallo Zusammen,

bin schon eine ganze Weile dabei an meinem Mammut Gestaltungsversuche durchzuführen.
Doch es will nicht so wirklich gelingen, ausser das immer mehr Äste meiner Schere zum Opfer fallen. :shock:

Leider war die Ausgangsware (Internet lässt grüßen) noch nicht mal leicht vorgestaltet,
sodass sich bei dem Bäumchen insgesamt 4 Spitzen bilden konnten sowie weitere unbrauchbare Verästelungen.

Eigentlich ist er so momentan ja keines Fotos würdig, jedoch entferne ich mich immer weiter
von meiner ursrpünglichen Idee. Vielleicht hat ja jemand von euch eine briliante Vision auf die ich hinarbeiten könnte.

Hier mal alle vier Seiten, wobei ich bislang auch noch keine zur Voderseite prämieren konnte :?


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onac90
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Beitrag von onac90 »

soweitich weiss brauch heutzutage ein baum keine eindeutige vorderseite
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nobi
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Beitrag von nobi »

Hallo,

die Vorderseite wäre für mich zu diesem Zeitpunkt völlig unwichtig.

Ich würde den dicken Seitenast abschneiden und dann nur noch düngen und giessen und düngen und giessen.
Oder für ein paar Jahre ins Freiland.
Der muss erst mal Masse machen und die Übergänge verbessern.

Norbert
Bonsaifreunde AK am Fluß
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migo
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Beitrag von migo »

nobi hat geschrieben:Ich würde den dicken Seitenast abschneiden...
Das sehe ich auch so. Denn für einen Mammut ist "Streng Aufrecht" die beste Gestaltung (finde ich).
Wähle den besseren Ast als Hauptstamm aus, kürze evtl.noch etwas ein und drahte einen passenden Zweig als neue Spitze hoch.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
monoke13
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Beitrag von monoke13 »

Hallo!

Ich glaube du solltest deine Gestaltungsversuche vorerst einstellen.Ich selbst habe eine Sumpfzypresse die einen ähnlichen Habitus aufweist wie ein Mammutbaum.Ich habe sie mehrfach in die Höhe(2m) und Breite(etwa 50cm) wachsen lassen,wobei ich auschließlich die Höhe auf jährlich 80cm reduzierte.In diesem Bereich sollte meiner Meinung nach die Baumhöhe liegen,denn wenn man die Äste runterbindet sieht´s schnell zu kurz aus,so wie bei dir.
Du hast in einem zu frühen Entwicklungsstadium zuviel von zu wenig vorhandener Masse und vor allem Höhe weggeschnitten,dadurch konzentrierst du die geringe Laubmasse auf nur 30% der Gesamtgröße was zu einer kugeligen Form führt.Aber die Natur gibt im Original eine eher schlanke Form vor.Deshalb würde ich im Frühjahr unterhalb der "3 Spitzen" schneiden und einen anschließenden Neuaustrieb mit nur 1 Leittrieb belassen,um eine vernünftige Spitze aufzubauen,alles andere wird dich auf Dauer ,zumindest optisch,nicht zufriedenstellen.

Der Neuaustrieb an meiner Sumpfi hat jedenfalls die Kappungsstelle in nur 2 Monaten überwallt.Nur einen Leittrieb belassen,weil sich sonst eine zu starke Verdickung bildet.

Ansonsten kräftig wachsen lassen,je mehr dran ist desto besser kannst du auswählen was benötigt wird und was überflüssig ist.Einkürzen würde ich nur zum Aufbau einer neuen Spitze aber wie bereits beschrieben aus einem Neuaustrieb,weil so die Schnittstelle besser überwallt und du ersparst dir weitere Drahtexperimente.Spreche da aus Erfahrung und Mammut wächst schließlich auch "gut".
Ciao Thomas
olli.w.
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Beitrag von olli.w. »

Ich bin zwar auch erst in diesem Jahr besitzer einer Sumpfz. aber ich würde ebenfals den Seitentrieb entfernen und nur gießen und düngen.

Frage noch an Thomas,

wie bringst du die Äste bei der Sumpfz. in Form ohne das die Astansätze wie Bogenlampen ausschauen. klassisch Gedrahtet , mit Gewichten oder wie Voodoowester es versucht hat?

Gruß Olli
Mosel-Riesling !
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Voodoowester
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Beitrag von Voodoowester »

Erstmal danke für die Comments.

Mmmh Seitentrieb kappen. Schön und gut, nur sind beide absolut gleichwertig. Sie teilen sich in analoger Dicke wie ein Y.

Meine Idee ging eher in Richtung Jin Gestaltung für den Längeren, weil dieser weniger gute Äste aufweist.

Gut oder schlecht ?
monoke13
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Registriert: 30.04.2005, 17:58

Beitrag von monoke13 »

Hallo!

@Olli

Wie ich schon schrieb habe ich ausschließlich auf Zuwachs gearbeitet.Und bei dem starken und dichten Wuchs fällt das mit den Ästen kaum auf,im Moment.
Aber natürlich habe ich auch Drahtversuche mit 1-jährigen Ästen gewagt,die völlig gescheitert sind,weil die Äste sich einfach nicht vernünftig biegen lassen.Ich habs anschließend versucht nach dem Schnitt mit runterbinden der weichen Triebe,ist bis jetzt aber noch ein (recht ansehnlicher)Versuch,den ich im nächsten Jahr nochmal forcieren werde,da ich nur ein Teil runtergebunden habe,ebend zu Versuchszwecken.Nur den Zeitpunkt habe ich noch nicht ganz raus,war etwas spät glaube ich,der Bogen am Ansatz deutete sich schon wieder an.Viel versauen kann man da eh nicht,wächst ja alles in einer Saison wieder zu.Bis dahin hat auch der Stamm ausreichend zugelegt,um eine komplette Erstgestaltung vornehmen zu können.

Ein kleiner Tip:Der Sponsor hat eine sehr schöne in seiner Sammlung,einfach mal ne Mail schreiben,die geben da bestimmt Tipps.
Ciao,Thomas
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nobi
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Beitrag von nobi »

Hallo zusammen,

nach meinen Beobachtungen bringen Taxodien zwei Arten von Trieben:

a) runde, sehr schnell und stark wachsende Triebe, meist auf der Ober- oder Unterseite der Äste. Wenn der Ast an sich stark genug ist entferne ich diese sofort. Will ich Zuwachs, bleiben sie

b) die feinen Triebe , diese sind viel zarter und kommen an den Seiten. Mit diesen Trieben baue ich die Äste auf

norbert
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starkes Taxodium in leider noch nicht passender Schale, der Wurzelballen und die großen wurzeln werden im nächsten Frühjahr nochmals stark reduziert
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Taxodium Baumschulware, nach 6 Jahren im Freiland Höhe 140 cm
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Bonsaifreunde AK am Fluß
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