schimmel an stecklingen

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anfängerin
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schimmel an stecklingen

Beitrag von anfängerin »

hab hier ein kleines prob an meinen ulmen stecklingen haben sich die blätter braun verfährt un schimmel angesammelt.habe jetzt mal die schimmeligen blätter abgemacht da die erde völlig in ordnung ist.wurzeln haben die meisten schon gezogen aber kein neuaustrieb.bevor ihr euch wundert woher ich dann weiss das wurzeln da sind- emine kleine tochter konnte ihre finger nicht davon lassen un hat mir 3 rausgezogen dadurch weiss ich das sie wurzeln gezogen haben.aber was kann ich sonst noch machen wegen dem schimmel?derzeit stehen sie noch im zimmergewächshaus- sollte ich sie jetzt schon rausnehmen?

danke schon einmal im vorraus
liebe grüße von tamy
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sulrich
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Re: schimmel an stecklingen

Beitrag von sulrich »

anfängerin hat geschrieben:hab hier ein kleines prob an meinen ulmen stecklingen haben sich die blätter braun verfährt un schimmel angesammelt.habe jetzt mal die schimmeligen blätter abgemacht da die erde völlig in ordnung ist.wurzeln haben die meisten schon gezogen aber kein neuaustrieb.
Es kann passieren, dass die alten Blätter faulen, bevor der Neuaustrieb kommt, aber wenn sie schon Wurzeln getrieben haben, ist wohl alles im grünen Bereich. Ich würde sie erstmal im Gewächshaus lassen, da die Feuchtigkeit den Neuaustrieb begünstigt, aber einfach öfter lüften - 5 Minuten am Tag sollte eigentlich ausreichend sein, um den Schimmel unter Kontrole zu halten. Ich sammle einfach die abgefallenen Blätter regelmäßig auf. Wenn es dann Neuaustrieb gibt, kannst Du den Deckel immer länger weglassen.
Viele Grüße,
Stefan

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anfängerin
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Beitrag von anfängerin »

ich öffne jeden tag für ne halbe stund bis zu einer stund die lüftungschächten was oben im deckel mit drinen sind.dürfte eignetlich ja genug sein.da es ja anscheinend schon öfters mal bei anderen passiert ist bin ich ja beruhigt.werde die kleinen noch ne weile im gewächshaus drinen lassen bis der neuaustreib nachkommt.danke für deine schnelle antwort
liebe grüße von tamy
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

anfängerin hat geschrieben:ich öffne jeden tag für ne halbe stund bis zu einer stund die lüftungschächten was oben im deckel mit drinen sind.
Deckel ganz abnehmen ist besser.
Viele Grüße,
Stefan

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HeRo
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Beitrag von HeRo »

Hatte das gleiche Problem bei Gewächshaus mit Deckel und Belüftung.
Seither ziehe ich ohne Solches, das Schimmelproblem hat sich damit erledigt.
anfängerin
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Beitrag von anfängerin »

habe jetzt mal abends die lüftungsschächten geöfnet un am nächsten morgen vergessen zu schliessen.somit waren sie 2 nächte un 1 tag geöfnet un siehe da der schimmel der sich teilweise auch auf die verhölzten stecklinge ausgebreitet hat war fast wieder komplett verschwunden
liebe grüße von tamy
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ist der Efekt durch die hohe Luftfeuchtigkeit wirklich so hoch? Ich hätte die Stecklinge längst raus gestellt. Eventuell leicht geschützt vor praller Mittagssonne, aber ansonsten wie jeden anderen Baum auch. Ich denke die Sonne ist wichtiger für den Austrieb als die Luftfeuchtigkeit.
MfG,
André

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sulrich
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Re: .

Beitrag von sulrich »

DreKramer81 hat geschrieben:Ist der Efekt durch die hohe Luftfeuchtigkeit wirklich so hoch? Ich hätte die Stecklinge längst raus gestellt. Eventuell leicht geschützt vor praller Mittagssonne, aber ansonsten wie jeden anderen Baum auch. Ich denke die Sonne ist wichtiger für den Austrieb als die Luftfeuchtigkeit.
Wenn die Stecklinge schon Wurzeln haben, kann man das machen, aber natürlich nicht vorher ... [edit:] Meiner Erfahrung nach ist Wärme und Luftfeuchtigkeit für den Austrieb tatsächlich wichtiger als Sonne; wenn man Pflanzen dunkel überwintert, kann man immer wieder beobachten, dass sie auch ohne Licht austreiben, sobald die Temperaturen stimmen.
Viele Grüße,
Stefan

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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ach so. Ich war mir sicher ich hätte mal irgendwo gelesen, dass die Lichtmenge pro Tag entscheidend sei für den Austrieb und dass Pflanzen auch denken es sei Frühling wenn man sie nur ordentlich bestrahlt. D.h. die würden dann trotz Kälte austreiben... Weiß aber nicht wo ich das mal gesehen habe. Vielleicht hab ich das auch missverstanden.
MfG,
André

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Beitrag von Andreas Ludwig »

«Austrieb» bezeichnet die Bildung von (Blatt-)Trieben aus Knospen, nicht die Wurzelbildung an Stecklingen.

Es geht bei Stecklingen nicht um diesen Austrieb - der ist ja da. Es geht darum, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten, weil der aufsteigende Saftstrom unterbrochen ist. Das muss ersetzt werden, sonst ist so ein Ding nach einem Tag tot.
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Wieso leben dann meine Ficus-Stecklinge? Die hatten nie feuchte Luft...
MfG,
André

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sulrich
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Beitrag von sulrich »

Stehen die im Wasser? Stecklinge im Wasser verhalten sich anders, als wenn sie in Erde stehen, weil sie an der Schnittfläche mehr Wasser ziehen können. Allerdings funktioniert deshalb die Wurzelbildung nicht so gut; ich habe mit der Wasser-Methode eigentlich bis auf Ficus oder Weiden keine guten Erfahrungen gemacht. In Anzuchtsubstrat (oder auch feinem Akadama) und mit gespannter Luft klappt's bei mir mit Ulmen und Acer buergerianum ziemlich gut.
Viele Grüße,
Stefan

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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

DreKramer81 - irgendwie herrscht jetzt ein Durcheinander. Ein Steckling ist ein Stück Zweig mit etwas Grün. Keine Wurzeln, die Wasser «ansaugen», also muss das anders her. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

a) Man stellt sie ins Wasser, dann braucht es nicht unbedingt ein Treibhaus drüber, denn an der Schnittstelle steht genug Wasser zur Verfügung. Das geht bei Ficus, Weide, Myrte (da sogar ausschliesslich), auch bei Salbei, Rosmarin und noch ein paar anderen. Haben sich Wurzeln gebildet, kann man sie in Substrat überführen, wenn man will in einem Schritt, die etwas vorsichtigere Methode mit dem Seramis, die hier auch beschrieben wurde, ist sicher auch gut, denn es dauert evtl. einen Moment, bis die Pflanze sich «in der Erde zurechtfindet», wie sulrich schreibt.

b) Man steckt sie in feine, feuchte Erde. Dann reicht die Feuchtigkeit, die in den Schnitt kommt, meist nicht ganz aus, also macht man einen Deckel drüber und erhöht die Luftfeuchtgkeit damit auf 100%. Das reduziert die Verdunstung und verhindert Austrocknung, kann aber zu Pilzbefall führen, weshalb man lüften muss. Ich mache Deckel mit einer kleinen Anzahl Löchern, die zu etwas Konvektion führen, geht auch. Macht man bei Ahorn, Granatapfel etc. etc.

Keine Methode ist es, die Stecklinge in die Erde zu stecken und an die Sonne zu stellen, da gehen sie im Nu ein. Das war der Vorschlag von dir, auf den ich mich bezogen habe: Weder Wasser am Fuss noch hohe Luftfeuchtigkeit - so habe ich dich jedenfalls verstanden. Das geht nicht. Einzige, mir bekannte Ausnahme: Weidenstecklinge, aber auch nur im «Schattensumpf».
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ja genau. Und wo war jetzt was durcheinander?
Es geht darum, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten, weil der aufsteigende Saftstrom unterbrochen ist. Das muss ersetzt werden, sonst ist so ein Ding nach einem Tag tot.
Der Steckling soll nach einem Tag tot sein? Meine stehen in feuchtem Substrat ohne irgendein Gewächshaus oder ähnliches. Man braucht schlicht und ergreifend kein humides Kleinklima um Ficusstecklinge erfolgreich zu bewurzeln. Das ist alles was ich damit sagen wollte. Man stellt sie in Wasser oder in Substrat das dauerhaft nass ist. Fertig.
Zuletzt geändert von DreKramer81 am 27.07.2008, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
MfG,
André

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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Dann mach es doch einfach, wie du willst...
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