hast schon recht. Materiell gesehen wäre der Verlust wohl gering. Aber ich bin da doch etwas sentimental...ist schließlich mein erster Sämling und deshalb irgendwie etwas besonderes für mich.
Wir haben hier ziemlich viel grün um das Haus und der Wald ist auch nur ein paar Meter entfernt. Bergahorn, Feldahorn, Eichen usw. hat es hier haufenweise. An einen neuen Sämling zu kommen wäre kein Problem, aber danke trotzdem für das Angebot dass Du mir welche schicken würdest :D
Ähm...eine Ulme, Lärche, Linde oder eine Hainbuche säät sich nicht zufällig auch in Deinen Garten oder ?
Sämlinge ausgraben (natürlich mit Erlaubnis) ist am besten im Frühjahr oder geht das normalerweise auch jetzt gut. Ein Gärtner hat mir erzählt das jetzt und die nächsten Wochen wohl die beste"Pflanzzeit" wäre ???
Konnte ich gar nicht glauben, da ich zumindest was Bonsai angeht immer nur Frühjahr gelesen habe.
Liebe sentimentale Grüße
Andi (Sämlingspfleger)
"Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden." / John Ruskin
"Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen." / Edmund Burke
Eva Warthemann hat geschrieben:Hier wurde gefragt, wie klein die Bergahornblätter werden können,
ich habe einen schon etwas älteren Sämling davon.
Der war schon mal über 2m hoch und wurde dann kurz über dem Boden gekappt.
Bitte schaut:
Viele Grüße Eva Warthemann
Ah, hallo Eva. Vielen Dank für das Bild. Wie alt wird der denn sein auf Deinem Bild?
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H_Lunke hat geschrieben: Ähm...eine Ulme, Lärche, Linde oder eine Hainbuche säät sich nicht zufällig auch in Deinen Garten oder ?
Eigentlich nicht, aber siehe PN.
H_Lunke hat geschrieben:Sämlinge ausgraben (natürlich mit Erlaubnis) ist am besten im Frühjahr oder geht das normalerweise auch jetzt gut. Ein Gärtner hat mir erzählt das jetzt und die nächsten Wochen wohl die beste"Pflanzzeit" wäre ???
Konnte ich gar nicht glauben, da ich zumindest was Bonsai angeht immer nur Frühjahr gelesen habe.
Das Frühjahr ist sicherlich am besten. Wenn Du Dir jetzt welche holst, hast Du die ganze Überwinterungsgeschichte vor Dir, das kann doch auch die Natur für Dich machen. Im Frühling, kurz vor dem Austrieb, können die Bäume das Ausgraben besser vertragen und wurzeln sofort wieder an.
Aber Du brauchst ja auch nicht nur ganz junge Sämlinge zu nehmen, wenn Du eh schon eine Genehmigung einholst, vielleicht findest Du ja auch Jungpflanzen, die schon ein paar Jahre alt sind und schon etwas Holz und einen einigermaßen interessanten Stamm haben. Auch in Gartencentern kann man ja ganz nette Pflanzen im Plastiktopf für wenig Geld finden, mit denen man schon ein bisschen näher am Bonsai ist.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
habe heute den kleinen Bergahorn gedrahtet, und versucht ihn in die Richtung zu bringen die ich mir so vorstelle.
So einen kleinen dünnen, schwachen Bergahorn zu drahten war doch schwerer als ich mir vorgestellt hatte. Mir ist das ein oder andere Mal der in der Erde steckende Draht etwas verrutscht, hoffentlich habe ich dabei keine lebenswichtigen Wurzeln oder ähnlich wichtiges zerstört... Naja, ich habe mal ein Bild angehängt (vorher/nachher-Bild). Was man auf dem Bild nicht erkennt, ist dass der Schwung auch etwas nach hinten gebogen wurde.
Zuvor - ist schon die ein oder andere Woche her - hatte ich mir meine Wunschvorstellung als Hilfestellung und Gedankenstütze mit einem Draht gebogen und neben dem Baum plaziert. Ein Bild von dem Draht mit der Wunschvorstellung habe ich auch angehängt. Hab ebenfalls den Baum in das Bild eingearbeitet, damit man ungefäht sieht wo der Baum größenmäßig gerade steht.
Das war also meine allererste Drahterfahrung...
Dateianhänge
So stell ich mir den Stammverlauf vor...in ein paar jahren, wenn es sein soll. das ober Ende des Drahtes beugt sich ein wenig nach vorne, dem Betrachter entgegen.
Vorstellung_66kb.jpg (65.85 KiB) 1227 mal betrachtet
links = danach
rechts = davor
nachher_vorher_69kb.jpg (68.93 KiB) 1228 mal betrachtet
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ja, so fängt man an. ich habe es bei einem roten fächerahorn dieses jahr ähnlich gemacht. aber vorsicht ! ich habe im frühsommer 1 woche nicht kontrolliert und zack-war der draht schon eingewachsen. bei den stöpseln geht das wahnsinnig fix.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
ein kleiner Tipp noch von mir: Falls du vorhast, diesen Baum in einem etwas größeren Format zu gestalten, (bin zu faul, mir den ganzen Threat durchzulesen ) wird sich der Stamm noch deutlich verdicken und somit die Bewegung durch diese erste Drahtung fast gänzlich neutralisieren bzw. sie wird sich "auswachsen" (in ein paar Jahren weist du was ich mit diesem Begriff meine). Deshalb empfehle ich, die Biegung noch etwas zu verstärken, um exakt deine Wunschvorstellungen zu erreichen.
Schöne Grüße
Tomsai
Ps.: Bei dem dünnen Ding ist es nicht schlimm, wenn der Draht etwas einwächst - ein Jahr später wirst du so gut wie nichts mehr von diesen Drahtnarben sehen...
Ps.Nr.2(Oh man, ich sollte mal lieber etwas gründlicher lesen ):
Der Draht muss unbedingt bis zum nächsten Sommer bzw. Wachstumsperiode drann bleiben
ja, das hatte ich vergessen zu sagen. tomsai hat recht, etwas stärkere biegungen solltest du machen. und das substrat könnte gröber sein. wenn der sämling etwas älter ist, entwickeln sich die wurzeln viel besser und du hast auch nicht soviel probleme mit mehltau.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
es stimmt, Du solltest die Biegungen unbedingt verstärken, denn sonst sind sie durch das Dickenwachstum bald nicht mehr zu sehen.
Den Draht hast Du schon sehr schön gewickelt und Du wirst sehen, es passiert nichts, wenn Du vorsichtig noch etwas stärker biegst.
Schön mit den Händen festhalten und mit Gefühl langsam Kraft einsetzen.
Dass Drahtnarben an Jungpflanzen sich meist bald wieder verwachsen, ist auch richtig (nur am Acer palmatum nicht).
Im Frühjahr kann es jedoch leicht passieren, dass bereits wenige Wochen nach dem Austrieb der Draht stärkere Spuren hinterlässt und abgenommen werden kann und sollte. Die Form ist dann in der Regel auch stabil.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Dankeschön für Eure Beiträge. Habe den Baum noch etwas mehr gebogen, ein Bild hab ich allerdings noch nicht parat. Werde ich bei Gelegenheit mal hier zeigen...sofern das jemanden interessiert?
Das Substrat ist wirklich nicht das Beste. Ist ganz normale Blumenerde, etwas anderes hatte ich zu meinem Bonsaieinstieg nicht zur Hand (der Ahorn ist mein Anfängerstück). Das Substrat werde ich nächstes Jahr austauschen. Habe schon einen Sack mit der Ahorn-Mischung vom Sponsor auf dem Balkon liegen . Fehlt nur noch der TPK und das Frühjahr .
Heike_vG hat geschrieben:Den Draht hast Du schon sehr schön gewickelt...
Danke :D hab ich wohl meiner ersten Ausbildung zu verdanken dass ich mit Metall nicht ganz ungeschickt bin. Aber an das Holz dazwischen muss ich mich noch gewöhnen. Eigentlich wollte ich nur im unteren Bereich den 4mm Draht benutzen und dann weiter oben zu einem Dünneren übergehen (hab ich in einem Buch gelesen) aber ich war so eifrig dabei, das mir das erst hinterher wieder eingefallen ist.
Schöne Grüße
Andi
"Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden." / John Ruskin
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habe soeben den Ahorn von seiner Blumenerde befreit, in der Hoffnung, dass die laaaange Wurzel sich in Stammnähe noch etwas verzweigt hat.
Naja...war leider nicht so berauschend was ich da vorgefunden habe.
Die lange Wurzel habe ich unterhalb einer einzelnen kleineren Wurzel gekappt. Ob das dem kleinen zum Überleben reicht kann ich nicht einschätzen, wollte aber nicht wieder die ganze laaaaange Wurzel wieder eintopfen.
Jetzt steht er also in einem TPK, natürlich habe ich davon kein Foto gemacht wie ich gerade merke
Dateianhänge
Schlechte alte Blumenerde...bäh
01_Umtopfen_03_2009.jpg (35.08 KiB) 730 mal betrachtet
Leider keine reiche Verweigung in Stammnähe...
02_Umtopfen_03_2009.jpg (29.17 KiB) 728 mal betrachtet
So, und dort habe ich die Wurzel getrennt...der arme Kleine, mit dem kleinen Rest hat er es nicht einfach...
03_Umtopfen_03_2009_2.jpg (60.2 KiB) 772 mal betrachtet
"Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden." / John Ruskin
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hast du da geschnitten,wo der rote Strich eingezeichnet ist? Oder ist der auf dem Bild zu sehende Teil der Wurzel am Baum verblieben?
Ein Schnitt am roten Strich wäre naürlich sehr radikal...Damit hätte der Baum ja fast keine Wurzeln mehr. Da kann man nur auf das Überleben des Patienten hoffen.
hast du da geschnitten,wo der rote Strich eingezeichnet ist? Oder ist der auf dem Bild zu sehende Teil der Wurzel am Baum verblieben?
Ein Schnitt am roten Strich wäre naürlich sehr radikal...Damit hätte der Baum ja fast keine Wurzeln mehr. Da kann man nur auf das Überleben des Patienten hoffen.
Ja, an der roten Linie habe ich die Wurzel gekappt. Jetzt hoffe ich, dass er es schafft.
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