Neues Phytohormon entdeckt!

Alles andere was zu Bonsai passt.
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flu
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Neues Phytohormon entdeckt!

Beitrag von flu »

Wer hätte das für möglich gehalten.
Eine japanische und eine australische Forschergruppe indentifiziert ein neues Phytohormon. Neben den bekannten Hauptgruppen Auxine, Gibberelline, Cytokinine, Abscisine, Jasmonsäure, Brassinosteroide und Ethylen kommt nun das neu entdeckte Strigolacton hinzu ... mit einem erstaunlichen Wirkungsmechanismus. [Link]
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Robert S.
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Beitrag von Robert S. »

Und einmal mehr bewahrheitet sich

"Mykorrhiza macht müde Mäume munter" *(Gebiss verlegt) *undwech*
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Na!
Für Bonsai ist das "Zeug" aber eher kontra-produktiv, was? :lol:
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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flu
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Beitrag von flu »

Naja, Martin, jetzt wo man Strigolacton und dessen Wirkung kennt ist der Weg auch nicht mehr weit zu einem Strigolacton-Hemmer. ;)
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Mac Best
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Beitrag von Mac Best »

ulf, guck doch mal bitte in deine PN und schreib ob du noch interesse hast.

danke tobias
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Hmm.

Auch wenn das natürlich ein bahnbrechender biologischer Erfolg ist, der mit Sicherheit sehr spannend ist:

1. Der Artikel ist mit seinen Bildern doch sehr reisserisch, ich glaube nicht, daß man mit dem Hormon Formgehölze ziehen kann. (vielleicht auch aus Angst vor meiner Berufexistenz)

2. Halte ich mehr und mehr den Eingriff in die belebte Natur als äusserst fragwürdig (nein, und ich meine nicht das schnippeln und drahten von kleinen Bäumchen und auch keine Pflegeschnitte an großen Bäumen, sondern ich meine moderne Alchimisten, die versuchen mit Tricks ihren wirtschaftlichen Erfolg zu maximieren und die damit verbundene Waldmonokultur).

3. Ich bezweifle, daß rein hormonell, die im Artikel beschriebenen astreinen Stämme zu ziehen sind. Irgendwoher muss auch Energie kommen....
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baer
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Beitrag von baer »

Wieso findet man kein Hormon, dass wir nichts mehr essen müssen!
Ich finde, dass absurd. Die Arbeit ist das Vergnügen, um den Baum zu gestalten und nicht so wachsen zu lassen, Zeit hin oder her.
Gruss
Claudia


Mich faszinieren immerwieder die Bäume in der Natur.
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flu
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Beitrag von flu »

holgerb hat geschrieben: 1. Der Artikel ist mit seinen Bildern doch sehr reisserisch, ich glaube nicht, daß man mit dem Hormon Formgehölze ziehen kann. (vielleicht auch aus Angst vor meiner Berufexistenz)
Das ist sicher richtig. Die Bebilderung zu dem Artikel ist irreführend.
2. Halte ich mehr und mehr den Eingriff in die belebte Natur als äusserst fragwürdig (nein, und ich meine nicht das schnippeln und drahten von kleinen Bäumchen und auch keine Pflegeschnitte an großen Bäumen, sondern ich meine moderne Alchimisten, die versuchen mit Tricks ihren wirtschaftlichen Erfolg zu maximieren und die damit verbundene Waldmonokultur).
Auch da gebe ich dir Rrecht. Tatsache aber ist, dass das schon heute im großen Maßstab passiert. Ob bei dem zierlichen und doch schon blühenden Weihnachtssternen oder den ebenmäßig gelben Bananen - all das wird heute künstlich mit Phytohormonen beeinflusst.
Das ist immer so eine zweischneidige Sache. Mit Hilfe dieses neuen Phytohormons könnten ja z.B. auch nordafrikanische Sklaven eingespart werden, die heute noch unter unmenschlichen und gesundheitsgefährdenden Bedingungen in andalusischen, pestizidverseuchten Gewächshäusern Tomaternpflanzen ausgeizen müssen. ;)
3. Ich bezweifle, daß rein hormonell, die im Artikel beschriebenen astreinen Stämme zu ziehen sind. Irgendwoher muss auch Energie kommen....
Verstehe ich nicht. Die Energie kommt wie immer von der Sonne.
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

zu 3.

Ja richtig, Ulf. Die Energie kommt von der Sonne, aber wie will der BAum das machen ohne Seitenäste und damit ohne nennenswertes Grün, umn die Energie aufzunehmen.
Ich stelle mir gerade so ne Fichtenrakete vor, nur Stamm, ohne Seitenäste und vielleicht ein bißchen grün an der Terminale. Das funktioniert doch so nicht! Aber das ist der Wunsch der Forstleute....

zu. 2.

Gewiss, Phytohormone werden mehr und mehr eingesetzt, denke man einfach mal an Wurzelfix. Wenn es geht und mein Supermarkt sie hat, kaufe ich Biobananen und nicht die gespritzten gelben Chiquita-Torpedos. Ob die Biobananen nicht auch mit Phytohormonen behandelt wurden, kann ich nicht sagen.
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flu
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Beitrag von flu »

Wie letztendlich der Habitus einer mit Strigolacton behandelten Pflanze aussieht kann ich mir auch noch nicht wirklich vorstellen.

Wer weiß, vielleicht so ähnlich wie die ersten Wattieza-Wälder im Devon, vor 385 Millionen Jahren. ;)

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Quelle: http://worldrec.info/2007/05/12/the-worlds-first-tree
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

So ca. stellen die sich das vor.

Und im Prinzip sehen die Forste im Sauerland ja auch aus. Wenigstens das, was stehengeblieben ist nach Kyrill. Jetzt nur noch das Ganze astrein hinkriegen, dann hätten die Waldbauern ideal langweiliges Holz.
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