Hilfe bei der Fichtengestaltung
Hilfe bei der Fichtengestaltung
Hallo, ich brauche eure Hilfe bitte.
Ich habe im Garten eine Fichte, die einen sehr geraden Stamm hat, vor einigen Jahren habe ich sie schon mal reduziert.
In diesem Herbst möchte ich sie mal gestalten -
Also: der Stamm ist gerade, erst oben gibt es jetzt schon relativ starke Äste, beim Reduzieren habe ich einen möglichen Jin stehen lassen.
Das Foto ist von 2007 glaube ich, inzwischen hat sie nochmal zugelegt. Die Aststellungen sieht man hier nicht so genau - ist aber für meine Frage eigentlich egal.
Nun meine 2 Fragen:
Welche Form würdet ihr Vorschlagen - habe 3 einfache Zeichnungen angehängt - Soll ich den Stamm noch (leicht) biegen oder gerade lassen?
Nun die 2. Frage:
Der Baum steht ja z.Zt. im Garten - Ist es ein Problem, wenn ich jetzt schon die Äste drahte (und eventuell Stamm biegen) und erst später mal in eine Trainingsschale umpflanze?
Danke
Werner
Ich habe im Garten eine Fichte, die einen sehr geraden Stamm hat, vor einigen Jahren habe ich sie schon mal reduziert.
In diesem Herbst möchte ich sie mal gestalten -
Also: der Stamm ist gerade, erst oben gibt es jetzt schon relativ starke Äste, beim Reduzieren habe ich einen möglichen Jin stehen lassen.
Das Foto ist von 2007 glaube ich, inzwischen hat sie nochmal zugelegt. Die Aststellungen sieht man hier nicht so genau - ist aber für meine Frage eigentlich egal.
Nun meine 2 Fragen:
Welche Form würdet ihr Vorschlagen - habe 3 einfache Zeichnungen angehängt - Soll ich den Stamm noch (leicht) biegen oder gerade lassen?
Nun die 2. Frage:
Der Baum steht ja z.Zt. im Garten - Ist es ein Problem, wenn ich jetzt schon die Äste drahte (und eventuell Stamm biegen) und erst später mal in eine Trainingsschale umpflanze?
Danke
Werner
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- fichte1 vis 2007.JPG (24.25 KiB) 2037 mal betrachtet
Hallo Werner,
wie Du schon geschrieben hast, hat Deine Fichte einen sehr geraden Stamm,
was nicht sehr schön aussieht. Ich an Deiner Stelle würde versuchen den
Stamm zu biegen. Mit Bast und Kupferdraht sollte das technisch gesehen
gut möglich sein. Schwieriger dürfte die glaubhafte Umsetzung sein.
Etwas spricht dagegen das jetzt am Baum, so wie er im Garten steht, zu tun.
Du weißt nicht wie das Nebari aussieht (Genau den Fehler hab ich nämlich
gerade bei einer Fichte gemacht
).
Insofern würde ich den Baum in eine Schale setzen. Dabei bekommst Du
ein Bild über die Wurzeln und kannst die Ansichtsseite bestimmen.
Da der Stamm so gut wie keine Verjüngung aufweist, würde ich versuchen
mit der Literatenform zu arbeiten. Ich wünsch Dir viel Erfolg und Freude mit
Deiner Fichte!
Servus,
Robert
wie Du schon geschrieben hast, hat Deine Fichte einen sehr geraden Stamm,
was nicht sehr schön aussieht. Ich an Deiner Stelle würde versuchen den
Stamm zu biegen. Mit Bast und Kupferdraht sollte das technisch gesehen
gut möglich sein. Schwieriger dürfte die glaubhafte Umsetzung sein.
Etwas spricht dagegen das jetzt am Baum, so wie er im Garten steht, zu tun.
Du weißt nicht wie das Nebari aussieht (Genau den Fehler hab ich nämlich
gerade bei einer Fichte gemacht
Insofern würde ich den Baum in eine Schale setzen. Dabei bekommst Du
ein Bild über die Wurzeln und kannst die Ansichtsseite bestimmen.
Da der Stamm so gut wie keine Verjüngung aufweist, würde ich versuchen
mit der Literatenform zu arbeiten. Ich wünsch Dir viel Erfolg und Freude mit
Deiner Fichte!
Servus,
Robert
Danke Robert,
stimmt alles so.
Das mit der Verjüngung ist zwar nicht so dramatisch, sieht man aber auf diesem Bild nicht- nachdem ich schon mal reduziert habe, ist ein kleine dünnere Spitze gewachsen- Viel Verjüngung gibts aber nicht, da ja der Stamm an sich eher dünn ist.
Literat ist okay (ob ich den so hinbiegen kann?????????)
Im Forum wird oft geschrieben, dass unsetzten und gestalten aber schon 2 - 3 Jahre auseinanderliegen sollte, also wirds noch dauern mit dem GEstalten, oder ??
Werner
stimmt alles so.
Das mit der Verjüngung ist zwar nicht so dramatisch, sieht man aber auf diesem Bild nicht- nachdem ich schon mal reduziert habe, ist ein kleine dünnere Spitze gewachsen- Viel Verjüngung gibts aber nicht, da ja der Stamm an sich eher dünn ist.
Literat ist okay (ob ich den so hinbiegen kann?????????)
Im Forum wird oft geschrieben, dass unsetzten und gestalten aber schon 2 - 3 Jahre auseinanderliegen sollte, also wirds noch dauern mit dem GEstalten, oder ??
Werner
Hallo Werner,
auf den Literaten bin ich gekommen, weil bei dieser Gestaltungsform eine
Stammverjüngung nicht nötig (oft sogar unerwünscht) ist. Was den Zeitraum
zwischen Umtopfen und Gestalten angeht, würde ich rangehen, wenn der Baum
nach mind. 1 Jahr gutes Wachstum zeigt. Ich muß allerdings gestehen dass ich
mich nach wie vor in der Kategorie "ungeduldig" einreihen muß. Und Fichten
sind doch recht empfindlich....
Servus,
Robert
auf den Literaten bin ich gekommen, weil bei dieser Gestaltungsform eine
Stammverjüngung nicht nötig (oft sogar unerwünscht) ist. Was den Zeitraum
zwischen Umtopfen und Gestalten angeht, würde ich rangehen, wenn der Baum
nach mind. 1 Jahr gutes Wachstum zeigt. Ich muß allerdings gestehen dass ich
mich nach wie vor in der Kategorie "ungeduldig" einreihen muß. Und Fichten
sind doch recht empfindlich....
Servus,
Robert
Habe jetzt meine Fichte in einen Trainingsschale gesetzt - jetzt tauchte gleich das nächste Problem auf. Ich habe am Wurzelballen anscheinend die Pfahlwurzel zu lange gelassen, daher habe ich 2 Wurzelebenen. (siehe schematisches Bild)
Nun habe ich das so gemacht, dass ich die Fichte ohne Wurzelschnitt (also auch ohne das ich den unteren Tel weggeschnitten habe) einpflanzte. Ich überlegte mir, dass ich ohne das Grün einzukürzen, auch nicht die Wurzel so stark reduzieren darf! - Ist die Überlegung richtig?
Übrigens: Der Wurzelansatz ist eher regelmässig, sodass die Fichte weiterhin fast kerzengerade im Topf steht.
HAbe auch noch eine weitere Fichte vom Freiland in einen Topf gestezt - leider hat diese einen einseitigen Wurzelballen (habe aber gerade keien Fotos - werde sie vielleicht mal nachreichen)
Hat jemand Vorschläge zu meinem Wurzelproblem - Kann / Soll ich da gleich was korrigieren?
danke Werner
Nun habe ich das so gemacht, dass ich die Fichte ohne Wurzelschnitt (also auch ohne das ich den unteren Tel weggeschnitten habe) einpflanzte. Ich überlegte mir, dass ich ohne das Grün einzukürzen, auch nicht die Wurzel so stark reduzieren darf! - Ist die Überlegung richtig?
Übrigens: Der Wurzelansatz ist eher regelmässig, sodass die Fichte weiterhin fast kerzengerade im Topf steht.
HAbe auch noch eine weitere Fichte vom Freiland in einen Topf gestezt - leider hat diese einen einseitigen Wurzelballen (habe aber gerade keien Fotos - werde sie vielleicht mal nachreichen)
Hat jemand Vorschläge zu meinem Wurzelproblem - Kann / Soll ich da gleich was korrigieren?
danke Werner
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Andreas Ludwig
- Freundeskreis
- Beiträge: 5641
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Die Überlegung ist bedingt richtig - das mit dem Gleichgewicht muss man nicht grammweise abmessen, sonst wird ja nie was aus einem Bäumchen. Jetzt ein bisschen weg, im Frühling der rest, das müsste hinhauen.
Aber noch was zu Robert S.' Hinweis: Eine weitere Episode der Serie «Vorsicht Vorurteil!». Bitte, bitte, bitte - es hat sich in den Köpfen festgesetzt, dass gerade Stämme immer pfui sind. Diesen Gedanken müssen wir wieder wegkriegen, sonst vergeben wir uns ganz tolle Gestaltungschancen. Sie können pfui sein, müssen aber nicht.
Als Therapiehilfe hier ein Bild eines Baumes mit langem, geradem Stammteil, gegen den niemand viel sagen kann. Klar, da hat es schöne Tothölzchen dran und so, aber dennoch, es zeigt, dass es im Prinzip durchaus denkbar ist. Warum? Weil aus der Not eine Tugend, gemacht wurde, die Geschichte des «gekippten Baumes» erzählt wird. Wäre nicht halb so schön mit einer Krümmung.
(Baum und Bild: Mike W. McCallion, Toronto)
Aber noch was zu Robert S.' Hinweis: Eine weitere Episode der Serie «Vorsicht Vorurteil!». Bitte, bitte, bitte - es hat sich in den Köpfen festgesetzt, dass gerade Stämme immer pfui sind. Diesen Gedanken müssen wir wieder wegkriegen, sonst vergeben wir uns ganz tolle Gestaltungschancen. Sie können pfui sein, müssen aber nicht.
Als Therapiehilfe hier ein Bild eines Baumes mit langem, geradem Stammteil, gegen den niemand viel sagen kann. Klar, da hat es schöne Tothölzchen dran und so, aber dennoch, es zeigt, dass es im Prinzip durchaus denkbar ist. Warum? Weil aus der Not eine Tugend, gemacht wurde, die Geschichte des «gekippten Baumes» erzählt wird. Wäre nicht halb so schön mit einer Krümmung.
(Baum und Bild: Mike W. McCallion, Toronto)
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It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
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MerschelMarco
- Beiträge: 1374
- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Das wäre die eine Möglichkeit.Andreas Ludwig hat geschrieben:
Aber noch was zu Robert S.' Hinweis: Eine weitere Episode der Serie «Vorsicht Vorurteil!». Bitte, bitte, bitte - es hat sich in den Köpfen festgesetzt, dass gerade Stämme immer pfui sind. Diesen Gedanken müssen wir wieder wegkriegen, sonst vergeben wir uns ganz tolle Gestaltungschancen. Sie können pfui sein, müssen aber nicht.
Andererseits:
Wenn es eine Baumart gibt, die für eine streng aufrechte Form prädestiniert ist, dann ist es die Fichte. Fichten wachsen in freier Natur so gut wie immer steckengerade nach oben, warum dann nicht auch als Bonsai??
Das würde sicher besser zu dem Baum passen, als dem Stamm eine Form aufzuzwingen, die unnatürlich ist. Sind Fichten denn einmal krumm gewachsen, dann müssen sie seit ihres Lebens schwer eine auf den Deckel bekommen haben. Die haben dann meist auch Totholzpartien und eine rissige Borke. Und dass, ist bei diesem Baum in absehbarer Zeit glaubwürdig nicht hinzukriegen, also meine Meinung -streng aufrecht-
Grüße,
Marco
- Martin_S
- Beiträge: 11766
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
MerschelMarco hat geschrieben:Andreas Ludwig hat geschrieben:
...Andererseits:
Wenn es eine Baumart gibt, die für eine streng aufrechte Form prädestiniert ist, dann ist es die Fichte. ...
ganz zu schweigen von der Sumpfzypesse oder dem Mamutbaum, gell?
M
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
ganz ehrlich?
kauf dir noch 'ne mittelgroße und eine kleine fichte der selben art, montier an die große noch ein paar künstliche jin's, um mehr alter sowie reife zu erzeugen, und mach 'ne sachlich, schlicht elegante dreigruppe draus.
das ganze stellste dann, wenn es fertig ist, auf 'ne günstige felsplatte oder steinmondschale und fertsch.
gruß marius
kauf dir noch 'ne mittelgroße und eine kleine fichte der selben art, montier an die große noch ein paar künstliche jin's, um mehr alter sowie reife zu erzeugen, und mach 'ne sachlich, schlicht elegante dreigruppe draus.
das ganze stellste dann, wenn es fertig ist, auf 'ne günstige felsplatte oder steinmondschale und fertsch.
gruß marius
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- steinmondschale. so 'ne kleine gruppe kommt da immer gut drin.
- 101-0001.JPG (28.43 KiB) 1409 mal betrachtet
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MerschelMarco
- Beiträge: 1374
- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Ein junger Baum wie dieser gewinnt sicher nicht an Reife indem man ein paar Jins montiert. Da bräuchte es eben auch eine alte Borke dazu. Generell wirken so junge Bäume, an denen großartig mit Totholz gearbeitet wird meiner Meinung nicht älter und ausdrucksstärker sondern einfach krank.marius hat geschrieben: ... montier an die große noch ein paar künstliche <span style="border-bottom:2px dotted #009900;" title="Erklärung im Glossar">Jin</span>'s, um mehr alter sowie reife zu erzeugen, und mach 'ne sachlich, schlicht elegante dreigruppe draus.![]()
Aber Dreiergruppe wäre sicher gut!
Grüße,
Marco
na nun keine extremen, sondern kleine kurze, wie sie in der natur an fichten oft zu finden sind, wenn sie in gruppen stehen. drei bis vier kurze an die richtige stelle. mehr ist gar nicht verlangt.Ein junger Baum wie dieser gewinnt sicher nicht an Reife indem man ein paar Jins montiert. Da bräuchte es eben auch eine alte Borke dazu. Generell wirken so junge Bäume, an denen großartig mit Totholz gearbeitet wird meiner Meinung nicht älter und ausdrucksstärker sondern einfach krank.
ich würde das jetzt nicht als krank, sondern eher als füllung eines gewissen leeraums ansehen.
gruß marius


