Halloween-Beiträge gesucht
- daniel-son
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Bonsaipepe
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Halloween
Hallo,
bisher war ich hier nur Leser, aber bei dem Thema fiel mir gleich mein noch ziemlich neues Saikei ein. Ist doch gespenstisch die dunkle Schlucht, oder was meint Ihr?
Ciao Peter
PS: Entschuldigt, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe, aber das werde ich in den nächsten Tagen mal an anderer Stelle nachholen!
bisher war ich hier nur Leser, aber bei dem Thema fiel mir gleich mein noch ziemlich neues Saikei ein. Ist doch gespenstisch die dunkle Schlucht, oder was meint Ihr?
Ciao Peter
PS: Entschuldigt, dass ich mich noch nicht vorgestellt habe, aber das werde ich in den nächsten Tagen mal an anderer Stelle nachholen!
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- 100_2523HaloweenXy.JPG (65.88 KiB) 1683 mal betrachtet
Ich habe auch ein foto auf der halloween gallery jetzt.
Dragon silver birch on rock!
link hier, kan keine foto's reinsetzen durch virusproblem auf mein laptop.
http://www.artofbonsai.org/galleries/halloween08.php
Peter
Dragon silver birch on rock!
link hier, kan keine foto's reinsetzen durch virusproblem auf mein laptop.
http://www.artofbonsai.org/galleries/halloween08.php
Peter
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jupp
Meine Hainbuchengeister sind auch in der Galerie, freu :D
http://www.artofbonsai.org/galleries/halloween08.php
http://www.artofbonsai.org/galleries/halloween08.php
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Bonsaipepe
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Hallo Martin,
hast du richtig in Erinnerung gehabt! Ich habe das Buch in die Hand bekommen und war begeistert. Für mein erstes Saikei habe ich eine Landschaft aus dem Buch als Vorlage genommen.
Nächstes Jahr werde ich mal eine eigene Kreation in Angriff nehmen. Habe dazu schon eine größere Menge kleine Buchsbäume stehen und vorgestaltet.
Ich hoffe, dass sich bis dahin auch meine Fototechnik verfeinert hat.
Ciao Peter
hast du richtig in Erinnerung gehabt! Ich habe das Buch in die Hand bekommen und war begeistert. Für mein erstes Saikei habe ich eine Landschaft aus dem Buch als Vorlage genommen.
Nächstes Jahr werde ich mal eine eigene Kreation in Angriff nehmen. Habe dazu schon eine größere Menge kleine Buchsbäume stehen und vorgestaltet.
Ich hoffe, dass sich bis dahin auch meine Fototechnik verfeinert hat.
Ciao Peter
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Andreas Ludwig
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- Registriert: 29.03.2005, 16:50
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Nun - Halloween...
Ich bin als Schweizer Protestant grossgeworden und habe keinen Bezug zum irischen Brauch des «All Hallow's Even», des Allerheiligenabends. Die amerikanische Version ist mir noch fremder. Darum kann ich eigentlich nichts zu Halloween beisteuern.
Allerdings gibt es da schon etwas und vielleicht interessiert euch diese gruslige Geschichte. Sie ereignete sich vor 22 Jahren in der Gegend, in der ich lebe. Ich wohne in einer Landschaft, die sich 1833 als Folge der von Napoleon eingebrachten Gedanken der französischen Revolution von der Stadt in einer eigenen kleinen Revolution lossagte (es gab sogar ein paar Tote). Wovon dieses «freie Land» hätte leben sollen, war keinem so recht klar und so war es ein grosses Glück, dass kurz darauf 1836 der deutsche Ingenieur Otto von Glenck Salz in der Rheinebene fand. Es wurden Bohrtürme gebaut und wacker grosse Mengen des begehrten Salzes abgebaut. Die Gegend erhielt den Namen «Schweizerhalle», nach dem griechischen Wort «hals» für Salz (wie die deutsche Stadt Halle auch).
Das Salzdepot gleich am schiffbaren Rhein förderte auch eine junge Industrie, die chemische Industrie, die sich aus der Stofffärberei entwickelte und so wurde Schweizerhalle zu einem Industriegebiet, das der ganzen Region viel Wohlstand brachte und viele Leute in die Gegend brachte, wie auch meine Eltern etwa. Firmen, Fabriken und Lagerhallen wurden gebaut. Eine davon war die Halle 956 der Firma Sandoz. Darin lagerten im Spätherbst 1986 viele hundert Tonnen Pflanzenschutzmittel und Farbstoffe. Zwar hatte die Zürich Versicherung schon 5 Jahre zuvor gewarnt, die Lagerung sei fahrlässig, aber es war nie etwas geschehen und so machte man sich keine Gedanken, bis... ja bis in einer Nacht die Meldung kam: Halle 956 steht in Flammen!
Die Flammen waren gigantisch. Ich wohne einige Kilometer entfernt hinter einigen Hügeln, aber ich erinnere mich, wie ich einige Stunden das Glühen am Himmel sehen konnte. 200 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, das Feuer einzudämmen, das 0 Uhr 20 ausbrach und bis in die Morgenstunden wütete. Von Löschen konnte keine Rede sein, man war froh, den Brand auf die eine Halle zu begrenzen und zu verhindern, dass es etwa auf eine weitere Halle nur 250 Meter weiter überspringen könnte, in der Phosgen gelagert wurde. Riesige Rauchwolken stiegen in den Himmel und wurden nach Basel getragen, es stank wie die Pest und das Chaos war gross.
Niemand wusste genaues, die Bevölkerung wurde davor gewarnt, die Wohnungen zu verlassen, das Radio verbreitete die Meldung auch und sie wurde von Streifenwagen durch die Quartiere getragen. Es hiess, man solle die Fenster schliessen und abwarten. Einer, der damals 14 war, berichtete später, dass ihm seine Mutter eingeschärft hatte, im Badezimmer kein Licht zu machen, da der Ventilator mit dem Licht gekoppelt war. Er vergass es, knipste das Licht an - und schloss in Panik die Tür, aus Angst, sie müssten jetzt alle ersticken. Nun, soweit kam es nicht. Niemand starb, jedenfalls kein Mensch. Allerdings tötete das Löschwasser, das in den Rhein floss und eine dramatische rote Farbe hatte, die Äschen, die Aale und viele, wenn nicht die meisten anderen Tierarten auf einer Länge von 500 Kilometern rheinabwärts.
Das Schlimmste aber war, dass die Sandoz Verstecken spielte. Der Firmenchef, Moret, weilte «in den Ferien» und war ebenso wenig erreichbar wie der Sicherheitschef der Firma. Der Stellvertreter, Winkler mit Namen, hatte sich einer ratlosen, verängstigten und aufgebrachten Menge zu stellen und versagte kläglich. Etwa eine Woche nach dem Brand zogen 10'000 Demontranten durch die Stadt, auch der zuständige Regierungsrat Hans-Rudolf Striebel erklärte jetzt, masslos enttäuscht zu sein von der Industriefirma. Er orakelte, das Vertrauen sei zutiefst erschüttert und behielt recht, anders als Bundesrat Alphons Egli, der davon ausging, diese Sache werde bald vergessen sein (er ist tot, ich schreibe...).
Dieser Tag war für uns ein kleiner 11. September. Gab uns die chemische Industrie bis dahin nur Süsses, war es jetzt Saures und bis heute spürt man, dass zwar die Äschen, die Aale und sogar der Lachs zurückgekommen sind, nicht aber das Vertrauen. Es wurden seither Rückhaltebecken für Löschwasser gebaut, Feuermelder installiert, Notfallpläne verfasst, aber der Graben, der durch das völlig fehlende Einfühlungsvermögen der Firmenleitung bei diesem Unglücksfall aufgerissen wurde, konnte bis heute nicht ganz zugeschüttet werden.
Darum ist es für manchen hier um Basel und vor allem in der Stadt selbst schon ein etwas grusliges Datum, diese Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, die Nacht vor Allerheiligen, in der 1986 mancher das Beten lernte und schlagartig begriff, dass unser Tun im Ernstfall auch vor seinem Gärtchen nicht halt machen würde...
Ich bin als Schweizer Protestant grossgeworden und habe keinen Bezug zum irischen Brauch des «All Hallow's Even», des Allerheiligenabends. Die amerikanische Version ist mir noch fremder. Darum kann ich eigentlich nichts zu Halloween beisteuern.
Allerdings gibt es da schon etwas und vielleicht interessiert euch diese gruslige Geschichte. Sie ereignete sich vor 22 Jahren in der Gegend, in der ich lebe. Ich wohne in einer Landschaft, die sich 1833 als Folge der von Napoleon eingebrachten Gedanken der französischen Revolution von der Stadt in einer eigenen kleinen Revolution lossagte (es gab sogar ein paar Tote). Wovon dieses «freie Land» hätte leben sollen, war keinem so recht klar und so war es ein grosses Glück, dass kurz darauf 1836 der deutsche Ingenieur Otto von Glenck Salz in der Rheinebene fand. Es wurden Bohrtürme gebaut und wacker grosse Mengen des begehrten Salzes abgebaut. Die Gegend erhielt den Namen «Schweizerhalle», nach dem griechischen Wort «hals» für Salz (wie die deutsche Stadt Halle auch).
Das Salzdepot gleich am schiffbaren Rhein förderte auch eine junge Industrie, die chemische Industrie, die sich aus der Stofffärberei entwickelte und so wurde Schweizerhalle zu einem Industriegebiet, das der ganzen Region viel Wohlstand brachte und viele Leute in die Gegend brachte, wie auch meine Eltern etwa. Firmen, Fabriken und Lagerhallen wurden gebaut. Eine davon war die Halle 956 der Firma Sandoz. Darin lagerten im Spätherbst 1986 viele hundert Tonnen Pflanzenschutzmittel und Farbstoffe. Zwar hatte die Zürich Versicherung schon 5 Jahre zuvor gewarnt, die Lagerung sei fahrlässig, aber es war nie etwas geschehen und so machte man sich keine Gedanken, bis... ja bis in einer Nacht die Meldung kam: Halle 956 steht in Flammen!
Die Flammen waren gigantisch. Ich wohne einige Kilometer entfernt hinter einigen Hügeln, aber ich erinnere mich, wie ich einige Stunden das Glühen am Himmel sehen konnte. 200 Feuerwehrleute waren damit beschäftigt, das Feuer einzudämmen, das 0 Uhr 20 ausbrach und bis in die Morgenstunden wütete. Von Löschen konnte keine Rede sein, man war froh, den Brand auf die eine Halle zu begrenzen und zu verhindern, dass es etwa auf eine weitere Halle nur 250 Meter weiter überspringen könnte, in der Phosgen gelagert wurde. Riesige Rauchwolken stiegen in den Himmel und wurden nach Basel getragen, es stank wie die Pest und das Chaos war gross.
Niemand wusste genaues, die Bevölkerung wurde davor gewarnt, die Wohnungen zu verlassen, das Radio verbreitete die Meldung auch und sie wurde von Streifenwagen durch die Quartiere getragen. Es hiess, man solle die Fenster schliessen und abwarten. Einer, der damals 14 war, berichtete später, dass ihm seine Mutter eingeschärft hatte, im Badezimmer kein Licht zu machen, da der Ventilator mit dem Licht gekoppelt war. Er vergass es, knipste das Licht an - und schloss in Panik die Tür, aus Angst, sie müssten jetzt alle ersticken. Nun, soweit kam es nicht. Niemand starb, jedenfalls kein Mensch. Allerdings tötete das Löschwasser, das in den Rhein floss und eine dramatische rote Farbe hatte, die Äschen, die Aale und viele, wenn nicht die meisten anderen Tierarten auf einer Länge von 500 Kilometern rheinabwärts.
Das Schlimmste aber war, dass die Sandoz Verstecken spielte. Der Firmenchef, Moret, weilte «in den Ferien» und war ebenso wenig erreichbar wie der Sicherheitschef der Firma. Der Stellvertreter, Winkler mit Namen, hatte sich einer ratlosen, verängstigten und aufgebrachten Menge zu stellen und versagte kläglich. Etwa eine Woche nach dem Brand zogen 10'000 Demontranten durch die Stadt, auch der zuständige Regierungsrat Hans-Rudolf Striebel erklärte jetzt, masslos enttäuscht zu sein von der Industriefirma. Er orakelte, das Vertrauen sei zutiefst erschüttert und behielt recht, anders als Bundesrat Alphons Egli, der davon ausging, diese Sache werde bald vergessen sein (er ist tot, ich schreibe...).
Dieser Tag war für uns ein kleiner 11. September. Gab uns die chemische Industrie bis dahin nur Süsses, war es jetzt Saures und bis heute spürt man, dass zwar die Äschen, die Aale und sogar der Lachs zurückgekommen sind, nicht aber das Vertrauen. Es wurden seither Rückhaltebecken für Löschwasser gebaut, Feuermelder installiert, Notfallpläne verfasst, aber der Graben, der durch das völlig fehlende Einfühlungsvermögen der Firmenleitung bei diesem Unglücksfall aufgerissen wurde, konnte bis heute nicht ganz zugeschüttet werden.
Darum ist es für manchen hier um Basel und vor allem in der Stadt selbst schon ein etwas grusliges Datum, diese Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, die Nacht vor Allerheiligen, in der 1986 mancher das Beten lernte und schlagartig begriff, dass unser Tun im Ernstfall auch vor seinem Gärtchen nicht halt machen würde...
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It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
- der1
- Moderator a. D.
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Ohne Worte, und ohne Ironie!
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
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Andreas Ludwig
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