hallo,
sollte man warten, bis das letzte blatt (von selbst) vom baum abgefallen ist, damit auch alle nährstoffe bzw. "energie" vom blatt "in den baum" zurückwandern können oder kann man bereits vorher loslegen mit dem zurückschneiden, ohne dass "energie" verloren geht? evtl. eine frage für die basics!?! intuitiv würde ich wohl warten...aber würde gerne schon loslegen^_^
schneiden erst wenn alle blätter runter sind?
- DonLorenzo
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hallo,
ich gehe bei meinen bäumen so vor. blätter, die eingetrocknet, voller pilz oder saft- und kraftlos
sind, entferne ich. ich schneide aber keine zweige. das mach ich erst im frühjahr. ok, würde ich einen baum ausstellen, würde ich ihn natürlich zurück schneiden....aber zum überwintern, schneide ich nichts. bei einem schnitt im frühjahr verheilen die schnittstellen auf jeden fall besser.
gruß
frank
ich gehe bei meinen bäumen so vor. blätter, die eingetrocknet, voller pilz oder saft- und kraftlos
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frank
- DonLorenzo
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hallo Wothan, danke für deinen beitrag. ja normalerweise würde ich auch bis zum frühjahr mit dem schneiden warten (aus den von dir genannten gründen). aber bei dem einen oder anderen werde ich wohl jetzt schon hand anlegen wollen. die frage war mehr "wann weiss ich, dass sämtliche nährstoffe aus einem Blatt zurückgewandert ist"? Oder - wie groß ist der Nährstoffverlust für den Baum, wenn man jetzt schon schneidet, wo die blätter erst stück für stück gelb werden? Ist dieser Verlust nennenswert oder vernachlässigbar? Um was für Dimensionen sprechen wir hier?
- DonLorenzo
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Hi Markus,
bin ja auch ein Fan von einfachen Regeln;) aber einen gewissen Unterschied wird das dann wohl doch machen, oder was sagen die Biologen dazu? Ist der Effekt des Schnittes (=Entfernen der Laubmasse = Teile des Cloryphyls etc.) vor dem selbständigen herbstlichen Laubabwurf vernachlässigbar klein?
bin ja auch ein Fan von einfachen Regeln;) aber einen gewissen Unterschied wird das dann wohl doch machen, oder was sagen die Biologen dazu? Ist der Effekt des Schnittes (=Entfernen der Laubmasse = Teile des Cloryphyls etc.) vor dem selbständigen herbstlichen Laubabwurf vernachlässigbar klein?
- der1
- Moderator a. D.
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Ich kenne diesen seinen Spruch, denke aber, dass man ihn sich als Anfänger nicht allzusehr auf die Kappe schreiben sollte. Walter weiß nunmal durch seine langjährige Erfahrung ziemlich genau, wieviel er zu schneiden hat (und das ist bei seinen reifen Bäumen nicht wirklich viel) und weiß auch sofort und genau, was er zu tun hat, wenn ein Baum irgendwelche Pflege- oder Gestaltungsmaßnahmen nicht so ganz verträgt.MarcusT hat geschrieben:...Auf die Frage "Wann sollte man am besten schneiden?" kam die Antwort von Walter: "Immer dann wenn du ein Werkzeug zur Hand hast!"...
Neenee, ich bleib lieber vorerst dabei, sämtliche Schnippelarbeiten und sowas aufs Frühjahr zu verlegen. Ich habe ja noch keine nennenswerte Sammlung (im Gegensatz zu Walter, der seine komplette Sammlung niemals in einem Frühjahr schaffen würde).
Liebe Grüße
Christian (auch nur Anfänger)
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
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- Voodoowester
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Genau diese Frage stellte sich bei mir auch, als ich meiner Hainbuche und meinem Ahorn (gebeutelt von Mittagssonne, Dünger und Pilz) die verschrumpelten Blätter gestern abgepflügt habe....
Ich beruhigte mein Gewissen damit, dass eine gute Überwinterungsmöglichkeit besteht, sodass vorhandene Knopsen nicht einfrieren können. Desweiteren habe ich alle meine Bäume mit Abschlussdünger (8N / 12P / 24K / 4Mg) seid Anfang September in Richtung Winter gefüttert.
Was man jedoch nicht machen sollte (...gehe ich jetzt mal von aus), ist den rasierten Baum mit Draht und ein paar vereinzelten Schnitten neu zu gestalten. Leider "überkam" es mich, als ich sah wie die Verzweigung war....
Hoffentlich passt es
Ich beruhigte mein Gewissen damit, dass eine gute Überwinterungsmöglichkeit besteht, sodass vorhandene Knopsen nicht einfrieren können. Desweiteren habe ich alle meine Bäume mit Abschlussdünger (8N / 12P / 24K / 4Mg) seid Anfang September in Richtung Winter gefüttert.
Was man jedoch nicht machen sollte (...gehe ich jetzt mal von aus), ist den rasierten Baum mit Draht und ein paar vereinzelten Schnitten neu zu gestalten. Leider "überkam" es mich, als ich sah wie die Verzweigung war....
Hoffentlich passt es
Rehe, Wildschweine, Herbststürme und Schneelasten fragen auch nicht nach dem richtigen Zeitpunkt.MarcusT hat geschrieben:"Immer dann wenn du ein Werkzeug zur Hand hast!"
Wenn es um große Laubmassen geht, denke ich, ist das Risiko im Frühjahr geringer aber im Prinzip sollte man zu jeder Jahreszeit schneiden können. Umtopfen und Wurzelschnitt sind eine ganz andere Sache.
Wenn man Gartenliteratur ließt wird der Herbst als die Jahreszeit zum Schneiden angesehen. Auch das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern wird für den Herbst empfohlen. Dabei wird aber nur umgesetzt.
Wenn man die besondere Situation unserer Bäume in den Schalen beachtet (keine schützenden Erdmassen, Monokultur ect.) sollte man etwas konservativer mit der Risikobewertung sein und den vermeindlichen Nutzen genau untersuchen.
Soweit ich gelernt habe kann man die Triebspitzen von Ahörnern im Herbst kappen (kein Neuaustrieb) und so die Seitenknospen stärken. So soll der Neuaustrieb im Frühjahr nicht so leicht abfrieren und die Verzweigung erhöht werden.
Gruß
Thorsten
Exercitatio artem parat (Tacitus)


