Projekt Rotbuche

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M_e_r_l_i_n
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Projekt Rotbuche

Beitrag von M_e_r_l_i_n »

Hallo Zusammen,

Diese Rotbuche habe ich bei der Frühlingsausstellung bei Enger Feb. 2007 erstanden.

Sie hat mich im Feld einfach angeblinzelt.....und schrie ganz laut....nimm mich mit....nimm mich mit... :roll: :lol:

Zuhause angekommen und von der Erde befreit, staunte ich nicht schlecht, was da für ein Nebari
zum Vorschein kam.

Zunächst setzte ich den Baum in eine hässliche Rumtopfschale...sorry....hatte gerade nichts passenderes.

Und 2008 durfte sie dann in eine Schale von Derik Aspinall.....die ich finde, ganz gut zu Ihr passt.

Der Baum bekommt noch einen Feinschliff.....und es muß auch noch einiges ausglichtet werden.

Wie bekannt, hat der Baum auch ein paar Schwachstellen...(Verdickung im oberen Bereich)etc.
Diese werde ich entfernen.

Aber das erfolgt erst im Frühjahr 2009

Bin mal gespannt, was daraus wird.....


Gruß Uwe
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Herbstbild November 2008
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Nebari
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getopft in Derik Aspinall Schale
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Ab in den Rumtopf..*schmunzel*
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Im Feld bei Bonsai Enger
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Alien66
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Re: Projekt Rotbuche

Beitrag von Alien66 »

M_e_r_l_i_n hat geschrieben:...(Verdickung im oberen Bereich)...
Uwe,

ist dieses wirklich ein gravierender (!) Punkt für Dich?

Ich frage deshalb, weil Du diese Rotbuche mit Sicherheit aus dem Bereich des Feldes entnommen hast, wo auch die größeren Hainbuchen stehen. Diese hatte ich am letzten Wochenende begutachtet und bin bei in Frage kommenden Bäumen u.a. auch über die teilw. Stammverdickungen nicht ganz glücklich gewesen, wodurch ich mich schlußendlich nicht zu einem Kauf durchringen konnte. Man sagte mir seitens des Peronals aber, daß diese Verdickungen durchaus "normal" seien bei Buchen.

Sollte man Kompromisse eingehen, ist das überhaupt ein Kompromiss bei einer Rot-/Hainbuche? Deine Meinung würde mich interessieren.
Viele Grüße, Chris.
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M_e_r_l_i_n
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Beitrag von M_e_r_l_i_n »

Hallo Chris,
Uwe,

ist dieses wirklich ein gravierender (!) Punkt für Dich?
Nein.....gravierend würde ich nicht sagen, aber es fällt halt ins
Auge beim betrachten.

Grundsätzlich kommt es natürlich auch in der Natur vor, das Bäume solche
Verdickungen haben und mehre Astabgänge miteinander verwachsen und
somit eine Verjüngung unterbrechen.

Ich denke, die Geschmäcker sind verschieden, somit auch die Wahl freigestellt je nach dem Motto, was will am Ende erreichen.

Mich persönlich stört diese Verdickung schon ein wenig.....da der Baum an sich
eine sehr feminine und zarte Ausstrahlung hat, auch gegeben durch die Stammdicke und den Schwung im Stamm.
Wenn der Baum belaubt ist, fällt das zwar nicht auf, aber alleine zu Wissen, das es da ist, macht es mir nicht einfach... :wink:

Die mögliche Variante wäre...(siehe Bild)....einen V Schnitt anzubringen,
um so den rechten Ast zu erhalten und die passende Verdickung zu entfernen bzw. optisch zu entschärfen.

Resultat... eine Schnittstelle.....

hier kann man sich nun auch streiten, ob man lieber die Verdickung
oder bei Entfernung derselben nun eine Schnittstelle sehen kann.

Aber mit estwas Geduld und guter Verheilung ist es sicherlich ein Versuch wert.

Wie sind Eure Meinungen dazu?

Gruß Uwe
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Uwe
Einen Buchsämling der mich schon seit 18 Jahren begleitet
habe ich mir 2 Jahre nicht näher angeschaut.
Dann habe ich Ihn in die Hand genommen und
eine dieser Verdickungen entdeckt.
Ein paar Monate Bedenkzeit und dann kam die Konkavzange.
Die Betrachtung des Baumes im laublosen Zustand,
hätte mir immer wieder Probleme bereitet.
Sosehr ich auch versuche mich vor solchen
Entscheidungen zu drücken und einfach den
Status quo zu akzeptieren,
das Problem löst sich leider nicht.
mfG Dieter

ps Eine andere Möglichkeit wäre eine Kopfweidenform
cogito ergo pups
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chris.p
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Beitrag von chris.p »

Boh wo gibt es den noch Aspinell Schalen zu kaufen?
Grüße Chris
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M_e_r_l_i_n
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Beitrag von M_e_r_l_i_n »

chris.p hat geschrieben:Boh wo gibt es den noch Aspinell Schalen zu kaufen?
Grüße Chris
*schmunzel*......Tja....immer die Augen offen halten Chris.... :wink:

die habe ich aus privater Hand erworben...

Gruß Uwe
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Barbara
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Beitrag von Barbara »

Hallo Uwe,

ich würde es machen, da mich so etwas auch immer stört- jedes Jahr mehr.....Du wirst ja sonst doch nie ganz zufrieden sein. :wink:

Ansprechender Baum übrigens, mit, für eine Rotbuche, außergewöhnlich gutem Nebari.

Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
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Bonsai-Bene
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Beitrag von Bonsai-Bene »

Hi,

weißt was ich zu der verdickung sage Perfekt ist Langweilig! also lassen ich finde der Baum hat so auch viel Ausstrahlung :wink:
MfG Benedict

Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

M_e_r_l_i_n hat geschrieben:...Wenn der Baum belaubt ist, fällt das zwar nicht auf, aber alleine zu Wissen, das es da ist, macht es mir nicht einfach...
GENAU SO sehe ich das auch, Uwe!

Es ist gut zu wissen, daß man mit bestimmetn Sichtweisen nicht alleine ist. In diesem Sinne auch danke an Barbara und Dieter, die diesesn Punkt in ihren Posts aufgegriffen haben!

In Deinem Fall, Uwe, würde ich, wie Barabra und Dieter, auch den Schnitt versuchen/wagen. Danke für die zusätzlichen Bilder zur Veranschaulichung!

In meinem Fall werde ich mich bis zum Frühjahr gedulden, um mir dann bei hoffentlich besserem Wetter nochmals die Hainbuchen in Enger genau anzusehen.

Im Übrigen gefällt mir Deine Rotbuche sehr gut, Uwe!

Danke für Deine/Eure Meinungen!
Viele Grüße, Chris.
Constantin

Beitrag von Constantin »

Leider gibt es ja nur eine laublose Totalansicht von 2007. Auf der finde ich die Verdickung unauffällig. Wenn sich an diesem Verhältnis zum Rest des Baumes nicht viel geändert hat sehe ich keinen Grund irgednwas zu tun. Aber wir wissen ja alle dass Fotos auch täuschen können.
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