Lärche wie "gebogenes Rohr"

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Igor
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Lärche wie "gebogenes Rohr"

Beitrag von Igor »

Hallo Miteinander,

möchte gerne um Kritik / Gestaltungsvorschläge zu meinem Findling bitten. Das gute Teil habe ich im Frühjahr 2006 ausgegraben. Weil ich sie beim Fundort mit dem Spaten ausgestochen habe, konnte ich den Großteil des Wurzelwerks erhalten. Das Topfen in eine Schale hatte diesen Baum wohl kaum gejuckt. :)
Jetzt habe ich den Baum schon fast 3 Jahre im Garten stehen und oft schon habe ich mich gefragt - was sich daraus machen lässt.
Der Stammansatz ist wirklich fantastisch - nur der übrige Stammverlauf ist langweilig ... ja er erinnert mich sogar an eine gebogene Stange :?

Zur Gestaltung habe ich eine klare Vorstellung. Es würde mich aber zu sehr interessieren - wie andere "Geister" über die Möglichkeiten dieses Ausgangsmaterials denken:


Erster Austrieb im Frühjahr 2006:

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Von der Seite aus, kommt dann das hässliche Rohr zum Vorschein :roll:

Bild


Frühjahr 2008:

Bild


Vorgestern:

Bild

Bild


Gruß
Igor
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MUGO
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Beitrag von MUGO »

das vierte bild als vorderseite wäre doch ne schön freu aufrechte lösung und so schlimm ist der stamm doch garnicht
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Raketenbux
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Beitrag von Raketenbux »

Würden bei der Gestaltung alle Seitenzweige entfernt, um den Baum dann neu aufzubauen?
Liebe Grüße Detlef
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Igor,

mir gefällt Deine Lärche ganz gut! Das zweite Bild wäre meine Vorderseite, mit dem kleinen Totholzbereich an der Basis und der Biegung nach links.
Eine geneigte Form mit dominierendem Balance-Ast auf der linken Seite würde mir vorschweben.

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
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Reiner K
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Beitrag von Reiner K »

Hallo Igor,
wie sieht es den mit dem Wurzelansatz zu den aufgenommenen Seitenbildern?
LG Reiner
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Igor
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Beitrag von Igor »

Servus Reiner,

die muss ich noch schießen. Stelle ich dann morgen ins Forum.

Gruß
Igor
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weeijk
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Beitrag von weeijk »

Wenn's mein Baum wäre, würde ich sowas wie im Bild machen. So wirt die Verjüngung besser und gibt es dabei einen Balansast am rechten Seite.

Nur meinen Gedanken,

Grüsse Wessel
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laerche.JPG
laerche.JPG (47.6 KiB) 1355 mal betrachtet
Jeder Baum könnte ein Bonsai sein, aber nur einige werden es.
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Bodo.P.
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Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Igor

Mir fallen zu deiner Lärche 2 Versionen ein.
1. Einen der beiden obersten Äste als neue Spitze hochdrahten.
Die dicken Äste,speziell im oberen Bereich,entfernen und durch
die dünneren ersetzten.Die kannman auch gefälliger drahten.
Das könnte dann ein hübscher Baum werden.

2.Die Idee von Wessls noch etwas rigoroser.
Ganz unten am Stamm wachsen doch 2 Äste ungefähr auf
einer Höhe.Genau da würde ich den Baum kappen.
Den auf dem letzten Bild nach rechts wachsenden Ast hochdrahten
und den anderen als ersten Ast gestalten.Das wäre in 2-3 Jahren
ein hingucker.

mfg
Bodo.P.
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Igor
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Beitrag von Igor »

Hallo Miteinander,

ich freue mich sehr über euere Vorschläge - vielen Dank! :D

Auf Reiners Nachfrage hin, habe ich die Makro´s vom Stammansatz geschossen. Vielleicht hilft dies ein bisschen, um den Baum noch etwas detailierter vorzuzeigen.

1) Nebari-Frontseite aus Heikes und Wessels Vorschlag:

Bild


2) Nebari-Frontseite aus Mugos und Bodos (Idee #2) Vorschlag:

Bild


3) Stammansatz der Rückseite bzw. Seite ohne Nebari:

Bild


Ich selbtst tendiere zu Bodos Vorschlag, da aus dieser Perspektive der Ansatz viel kräftiger und geordneter zur Geltung kommt. Das natürliche Shari bleibt hierbei ebenso noch im Bilde.

Auch ich finde, dass alle oberen Äste unbrauchbar sind. Die sind halt viel zu dick ...

Um die Problematik des kantigen Stammes (gebogenes Rohr) aufzuheben, könnte man den Baum doch wirklich rigoros einkürzen. Und zwar ca. 5 cm oberhalb des 2. Astes.
Damit der Baum danach nicht wie "abgesägt" ausschaut, wäre ein Shari eine elegante Lösung. Es würde nicht schlecht ausschauen, wenn man es an der Vorderseite entlang bis in das natürliche Shari herunter reißt.

Das sind die einzigen beiden Äste, welche ich behalten würde:

Bild


Mögliche Front (Versucht euch mal den oberen Teil wegzudenken.)

Bild

Der obere der beiden Äste würde noch mehrere Optionen öffnen:

a) Aufwärts drahten und damit eine neue Krone aufbauen.

b) Aufwärts drahten und nach links in die Seite des unteren Astes ziehen. Damit würde ein mögliches Scenario zwischen Halbkaskade und Windgepeitscht entstehen. Mit einigen Seitenästen des Spitzenastes könnte man eine "Krone" zwischen / um das Shari aufbauen.

c) Den oberen Ast zur Rückseite abspannen und aus den neuen Trieben, welche in Stammnähe entstehen eine neue Krone aufbauen. (Dies wäre wohl das längste Projekt.)

Entschuldigt bitte, dass ich meine Gedanken so in Worte fassen muss - aber meine Fähigkeiten mit dem Photo-Shop sind noch recht dürftig ...

Das Scenario von dieser Grundgestaltung wäre nicht mal so abwegig. Der Baum könnte durch starke Böen geknickt sein und wächst halt in Windrichtung.

Was meint Ihr dazu?

Gruß
Igor
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