Gestaltung Goldzypresse

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Valentino75
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Gestaltung Goldzypresse

Beitrag von Valentino75 »

Hallo Zusammen,

ich habe kürzlich eine junge, säulenförmige Goldzypresse zum Üben gekauft. Da ich schwerpunktmäßig das Drahten üben möchte, wollte ich den Stamm in eine "Frei Aufrechte" Form drahten (um der Weihnachtsbaum-Optik zu entgehen). Die Äste werde ich entsprechend vorbereiten, für die typischen nach unten hängende Form mit den "wolkenartigen" Laubpolstern.

Nun zu meinem Problem.
Wie bekomme ich die Spitze der Zypresse anständig hin ?
Ich habe mehrfach gelesen das der Spitzentrieb entfernt werden soll und ein anderer Zweig zur neuen Spitze geformt werden soll.
Wird dadurch tatsächlich das Längenwachstum der Zypresse gestoppt ?
Wächst die "neue" Spitze nicht auch in die Länge ?
Welchen Mehrwert ehalte ich also durch diese Maßnahme ?

Kann ich evtl. beide obersten Äste (siehe Grafik) stehen lassen um eine rundliche und voller Spitze zu erhalten ?

Ich habe das halbe Internet nach brauchbarem Bildmaterial (Vorher-Nachher, Tutorials ...etc.) durchsucht und nichts Anständiges gefunden.

Für alle die etwas Zeit und Geduld mit einem Anfänger haben, wäre ich sehr dankbar, wenn Sie mir ein wenig helfen könnten.
Evtl. kann mir jemand an meiner stark vereinfachten Grafik oder mit enstprechenden Bildern, das ganze etwas anschaulicher erklären.

Im Voraus bereits herzlichen Dank !

Grüßle
Valentino
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Rossi
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Beitrag von Rossi »

Hallo Valentino ,

ich bin der Meinung das sich ganzjährig belaubte Bäume für den Anfänger schlecht als Übungsbäume zum drahten eignen.Versuch es mal mit Buchen oder Lärchen ,etwas an Bäume wo die Äste nicht so sperrig sind.Hast Du kein Arbeitskreis in deiner nähe oder jemand der Lehrgänge anbietet? Alleine ist das gerade als anfänger immer solche sache ,man macht viele fehler .Ist sehr Zeitaufwändig gerade bei der Feinverzeigung und als Anfänger verliert man schnell die geduld.

Gruß Peter
Nur die harten kommen in den Garten !!!!
marius
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Beitrag von marius »

zitat roosi:
"ich bin der Meinung das sich ganzjährig belaubte Bäume für den Anfänger schlecht als Übungsbäume zum drahten eignen.Versuch es mal mit Buchen oder Lärchen ,etwas an Bäume wo die Äste nicht so sperrig sind.Hast Du kein Arbeitskreis in deiner nähe oder jemand der Lehrgänge anbietet? Alleine ist das gerade als anfänger immer solche sache ,man macht viele fehler .Ist sehr Zeitaufwändig gerade bei der Feinverzeigung und als Anfänger verliert man schnell die geduld."
mit anderen worten nerv hier nicht so un such dir ein anderes weniger aufweniges hobby. das hier packste ehe nicht. :lol: :wink:

nee, is nur ein spass.

ich weiß nicht genau, aber vom gefühl her, würde ich eher zu einer kleinen gruppe raten. da kann man immer leichter das eine oder ander kaschieren, wie die fehlende stammbewegung und stärke.

en rest erreicht man halt durch entsprechendes drahten der äste, ganz grob beschrieben.

auf dem bil habe ich versucht das mal anzudeuten, wie ich es mir vorstelle. und das geht auch mit solchen material recht gut. das drahten dürfteste dabei jedenfalls lernen. :wink:

gruß marius

ups, beinahe das bild vergessen.
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Valentino75
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Beitrag von Valentino75 »

Supi,
erst mal vielen Dank Euch beiden :D

Also ich habe jetzt im Februar schon einen Anfänger-Workshop gebucht.
Jedoch wisst Ihr sicherlich wenn man erst mal Feuer und Flamme für ein Thema ist kann ein Monat eeeeeeeeewig lang sein.

Daher habe ich gehofft über diesen Weg an brauchbar Infos zu kommen.

Also Danke nochmals

Grüßle
Valentino
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Zum Thema Entfernung des Spitzentriebes:
Natürlich wird das Höhenwachstum damit erstmal eingeschränkt. Aber der Sinn der Übung ist meines Wissens, eine bessere Verjüngung des Stammes zu erreichen, indem man anschließend einen dünneren Seitentrieb zur Fortsetzung des Haupttriebes nach oben drahtet. Ist das erstmal geschehen, geht natürlich auch das Höhenwachstum weiter...
Letztendlich führt eine wiederholte Durchführung dieser Prozedur dann aber auch zu einem Ausgleich der Apikaldominanz. (Apikaldominanz heißt, dass der Baum immer zuerst bestrebt ist in die Höhe zu wachsen. Das ist bei den meisten Baumarten so.) D.h. auch das Höhenwachstum wird dadurch eingeschränkt. Aber es hängt natürlich auch immer davon ab, WO du den Schnitt machst. Wenn du jedes Jahr nur 2 cm abknipst und dann einen Ast nach oben drahtest, erziehlst du erstens keine Stammverjüngung und zweitens wird der Baum nach 3 Jahren dann trotzdem anderthalb Meter hoch sein.
Eine weitere Methode die Stammverjüngung vernünftig hinzukriegen ist, die Seitenäste in der Spitze des Baumes stärker zurückzuschneiden als die Unteren. Dadurch ist der Saftfluss unten stärker, ergo auch die Verdickung des Stammes.

Hab gerade ein paar kleine Lärchen bekommen, an denen ich im Frühling oben erstmal ordentlich was abknipsen muss, weil die Seitentriebe dort schon viel fetter sind als die unteren. Diese Lärchen werden dann bald zu einem kleinen Wald zusammengestellt: Wie Marius schon geschrieben hat: Waldpflanzungen bieten sich gerade für Anfänger an, weil nicht jeder Baum vollkommen sein muss. Außerdem sind die Rohpflanzen billig.
Wenn du es richtig anstellst, kann eine Gruppe aus lauter "hässlichen Entlein" schon ordentlich was her machen. Kannst dich hier ja mal umsehen. Es gibt einige gelungene Beispiele...
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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