Umtopfen und Wurzelschnitt - gezeigt am Beispiel einer Schei

Gießen, Düngen, Umtopfen, Pflanzenschutz etc.
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Reiner
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Umtopfen und Wurzelschnitt - gezeigt am Beispiel einer Schei

Beitrag von Reiner »

von Erwin Grzesinski

I. Umtopfen ist notwendig:

1. Beim ersten Einpflanzen eines neu gestalteten Baumes in eine Bonsaischale.
Hierbei muß alle Originalerde entfernt werden, da z. B. Containerpflanzen i.d.R. in Blumenerde gezogen sind, die für die Bonsaikultur völlig ungeeignet ist: Sie enthält zuviel Torf, der auf lange Sicht dazu neigt, zu verrotten und somit Wurzelfäule begünstigt.

2. Wenn die Schale so durchwurzelt ist, daß man kaum noch Erde/Substrat sehen kann.
Die Wurzeln durchziehen die Erde auf der Suche nach Wasser und Nahrung und werden hierbei immer länger. Dies führt dazu, daß sie sich am Schalenrand und Boden entlang ringeln und keine Nahrung mehr finden können. Bei starkwüchsigen Pflanzen kann sogar der Wurzelballen die Pflanze aus der Schale hoch drücken.

3. Wenn die Erde versalzen ist.
Die hauptsächliche Ursache hierfür ist in der Regel eine zu hohe Dosierung von mineralischen Düngergaben. Erkennbar ist eine Versalzung der Erde an weißlichen Ablagerungen auf der Erde oder, bei unglasierten Pflanzgefäßen, an der Außenseite der Schalenränder.

4. Wenn Wachstumsstörungen des Baumes erkennbar sind, deren Ursachen im Wurzelbereich liegen.
Es kann vorkommen, daß der Baum ein schwächliches Erscheinungsbild zeigt, z.B. Schlappen der Blätter wie bei Trockenheit, obwohl das Substrat feucht ist. Grund hierfür kann eine Verdichtung des Bodens sein, die dann auftritt, wenn zu lange nicht umgetopft wurde (auch "Akadama" neigt nach einigen Jahren zur Auflösung der Krümelstruktur und somit zur Verschlammung). In diesem Fall ist sofortiges Umtopfen geboten, um Wurzelfäule zu vermeiden oder zu kurieren.

5. Beim Auftreten von Schädlingen im Boden, die nicht auf chemischem Wege bekämpft werden sollen oder können (z.B. wenn der Baum schon so geschwächt ist, daß er die "chem. Keule" nicht mehr so gut verträgt).

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Der Kandidat: Chamaecyparis pisifera Boulevard

Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr, wenn die Knospen zu schwellen beginnen; dies ist etwa Mitte März zu erwarten, kann in milden Wintern aber auch früher sein. Nicht umtopfen sollte man im Winter, während der Ruhepause der Bäume, da die Pflanzen zu dieser Zeit keine neuen Wurzeln bilden können.
Wie bereits bekannt, topfe ich seit einigen Jahren meine Immergrünen Ende August/Anfang September um. Und die Dinger vertragen das prächtig! Mit einer Ausnahme: Die Lärche. Trotzdem, für den Anfang, Frühjahr ist immer richtig und für Laubgehölze das einzig Wahre. Diese im Sommer oder später umtopfen ist Mord!

II Wurzeln

2.1 Aufbau und Funktion

Wurzeln sind die Ernährungsorgane der Bäume. Es gibt mehrere Arten von Wurzeln, die nach ihren Funktionen geordnet werden.

Wurzeln 1. Ordnung:

Dies ist das sog. Pfahlwurzelsystem, das immer nach unten wächst, also in eine Richtung, die dem Bonsaigärtner widerstrebt; es dient hauptsächlich zur Verankerung der Pflanze. Diese Wurzeln werden meist bei der Anzucht in Töpfen bereits gekürzt, sodaß sie (zumindest bei Containerpflanzen) keine wesentliche Rolle spielen.

Wurzeln 2. Ordnung:

Hierbei handelt es sich um die schräg in den Boden hinein wachsenden Wurzeln, die bei der Bonsaikultur für die Entwicklung des "Nebari" (Wurzelansatz) genutzt werden, sie sind ebenfalls für die Standfestigkeit der Bäume zuständig.

Wurzeln 3. Ordnung:

Diese bilden das eigentliche Versorgungssystem des Baumes. Es sind die sog. Faserwurzeln, die an den Enden der Wurzeln 1. und 2. Ordnung entstehen. Sie wachsen in alle Richtungen auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen. Wichtig zu wissen ist, daß nur die jüngsten und feinsten Wurzeln in der Lage sind, die Pflanze zu versorgen. Wenige Millimeter hinter den Wurzelspitzen befinden sich als feiner Flaum die Wurzelhaare. Diese sind es, die Wasser und Nährstoffe aufnehmen. Ihre Lebensdauer beträgt i.d.R. nur wenige Tage, dann sterben sie nach hinten hin ab, wobei sie von der weiterwachsenden Wurzel vorne neu gebildet werden. Es sind also nur wenige cm bis mm der feinen Wurzeln, die die Versorgung des Baumes gewährleisten.
Auf diese Weise durchziehen die Wurzeln den gesamten zur Verfügung stehenden Raum. Ohne Wachstum der feinen Faserwurzeln stirbt der Baum also ab, da ihm keine Nahrung mehr zur Verfügung steht. Die Konsequenz ist, daß bei einem Wurzelschnitt größter Wert auf den Erhalt möglichst vieler dieser Wurzeln gelegt werden muß.

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Der freigelegte Ballen: abgestorbene Wurzelreste abschneiden.

Das gesamte Wurzelsystem steht in einer engen Beziehung zum Aufbau der Äste. Wo oberirdisch ein kräftiger Ast entsteht, ist fast in jedem Fall eine entsprechende Wurzel zu finden, die diesen Ast versorgt. Dies kann man sich nutzbar machen, indem man Wurzeln gezielt schneidet, um einen bestimmten Ast im Wachstum zu bremsen; umgekehrt kann man das Wachstum fördern, indem man die entsprechende Wurzel weniger stark einkürzt und somit weiter entwickelt. Natürlich setzt diese Technik eine gewisse Erfahrung voraus. Auch stirbt ein Ast in vielen Fällen ab, wenn die ihm zugehörige Wurzel komplett entfernt wird; ebenso können Wurzeln absterben, wenn der dazugehörige Ast abgeschnitten wird. Dies ist einer der Gründe, weshalb gerade bei jüngeren Bonsai jährlich der Wurzelballen überprüft werden sollte, um solche, später faulenden, Wurzeln erkennen und entfernen zu können.
Da diese Scheinzypresse keine überflüssigen Wurzeln hatte (Kompliment an Torsten: Superballen), füge ich jetzt mal ein paar Bilder von einer Hemlocktanne (tsuga canadensis nana) ein. Die wurzelt derart stark, daß sie sich jedes Jahr bis zu DREI Zentimeter aus der Schale drückt.

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Ausgekämmt und das Gröbste abgeschnitten.

III Wurzelschnitt:

Notwendig wird ein Wurzelschnitt, wie eingangs gesagt, bei Einpflanzen einer Baumschulpflanze in eine Schale oder beim Umtopfen eines Baumes. Im ersten Fall muß der gesamte Wurzelballen in seiner Struktur vorsichtig gelockert und komplett aufgelöst werden. Dies geschieht am besten mit hölzernen Stäbchen, wie z.B. einem Essstäbchen oder einem dünneren Pinselstiel. Da die Wurzeln in diesen Fällen meist stark ineinander verwachsen sind, kann man auch eine eiserne "Wurzelkralle" benutzen, um sie auseinander zu ziehen. Dies sollte immer unten am äußeren Rand begonnen werden, wobei man sich dann weiter nach innen und oben vorarbeitet. Den Rest des Ballens, den man hiermit nicht mehr lösen kann, ohne größere Schäden zu verursachen, kann man in einen Gefäß mit Wasser einweichen und dann mit den Fingern entwirren. Oft wird an dieser Stelle auch empfohlen, den Ballen mit einem scharfen Wasserstrahl auszuspülen. Dies ist sicher die schonendste Methode für die Wurzeln, jedoch sollte man sich vorher durch geeignete Kleidung gegen die dabei entstehende Verschmutzung schützen. Ich ziehe es allerdings vor, hierbei das untere Drittel des Topfballens komplett abzuschneiden oder zu sägen, da die hier befindlichen Wurzeln ohnehin nicht verwendet werden können. Kleinere Reste können verbleiben, ZU sauber ist auch nicht gut. Nur der Lehm sollte raus.

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Vor dem Auskämmen: Mykorrhiza, kein Schimmel!

Sollten sich an den Wurzeln weiße Fäden wie ein Geflecht befinden, diese möglichst erhalten bzw. etwas davon unter das neue Substrat mischen. Es handelt sich hierbei um Mykorrhiza-Pilze, die der Pflanze sozusagen bei der Verdauung behilflich sind. Sie unterstützen die Nährstoff- und Wasseraufnahme, weil sie die Wurzelmenge des Baumes vervielfachen.
Nach dem Entwirren der Wurzeln werden als erstes die langen Wurzelbärte abgeschnitten, dann wird die Pfahlwurzel, wenn noch vorhanden, eingekürzt (vorher überprüfen, wie viele Faserwurzeln daran sind!). Evtl. kann die Wurzel nur z.T. eingekürzt werden und muß bei einem späteren Umtopfen weiter bearbeitet werden. Der Schnitt sollte kurz unterhalb einer Verzweigung erfolgen, damit sich diese Seitenwurzel dann weiter entwickeln kann. Schnittstellen an starken Wurzeln sollten möglichst nach unten zeigen.
Und dies ist die Meinung aus der Literatur; einer schreibt vom anderen ab.... "Sollen sich an der Schnittstelle keine neuen Wurzeln bilden, wird die Wunde mit einer Wundverschlusspaste versiegelt. Ist neue Wurzelbildung erforderlich, kann man die Schnittstellen ohne Verschluß belassen oder auch nur zum Teil versiegeln. Schnittstellen von Wurzeln, die später knapp oberhalb der Erde liegen, sollte man auf jeden Fall schützen, da hier sonst wegen zuviel Feuchtigkeit die Gefahr von Infektionen an dieser Stelle besteht."
Hier gibt es zur Zeit heftige Diskussionen über Sinn und Unsinn von Wundverschluß. Der Trend geht dahin,ein Mittel wie "Lacbalsam" abzulehnen, aber die jap. Wundpaste durchaus zu verwenden. Was mich angeht: Unter der Erde mache ich gar nichts, das regelt der Baum alleine; bei Schnittwunden über ca. 5 mm Durchmesser an Ästen und Zweigen pappe ich die jap. Wundknete drauf. Bei größeren Schnittstellen decke ich i. d. R. nur die Wundränder ab, um den entstehenden Kallus zu schützen.

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Wurzeln geschnitten; wegen dichter Bewurzelung auch noch Stücke rausgeschnitten; auch Dicke reduziert

Beim Umtopfen eines fertigen Bonsai verfährt man wie oben angegeben. Da hier jedoch i.d.R. keine stärkeren Wurzeln mehr vorhanden sind, die eingekürzt werden müssen, wird man sich auf die Bildung von Faserwurzeln konzentrieren.
Zu lange Wurzeln werden eingekürzt und damit die Bildung einer feinen Verzweigung (wie im Kronenbereich) angeregt. Ist bei einem älteren Baum bereits ein dichter Wurzelballen erreicht und soll der Baum in die alte Schale gepflanzt werden, kann man entlang der Hauptwurzeln dreieckige Stücke heraus schneiden, um damit Platz für neues Wurzelwachstum zu schaffen.
Allgemein ist zu beachten, daß max. etwa 1/3 der Wurzeln entfernt werden können, bei einem stärkeren Rückschnitt sollte der Kronenbereich für etwa 14 Tage mit einem Verdunstungsschutz versehen werden (Gewächshaus, Folienabdeckung). Der Baum sollte nach dem Wurzelschnitt auf keinen Fall der Sonne ausgesetzt werden, erst wieder nach dem Einsetzen neuen Triebwachstums.

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Untersicht: Eine Wurzel neben der anderen.

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Restballen; für diesen Baum fast noch zuviel.

IV Substrate

Das Wichtigste vorab: Was man verwendet, ist beinahe egal, Hauptsache, es hält gut das Wasser und ist gleichzeitig wasserdurchlässig. Wurzeln brauchen Luftsauerstoff, sonst ersticken sie! Das sagt uns kein Gärtner; ich bin auch nicht sicher, ob sie das alle wissen. Staunässe ist tödlich. Um Himmels willen keine Blumenerde verwenden; auch keine "Bonsaierde". Was da besonderes dran oder drin ist, weiß ich nicht; muß ich aber auch nicht wissen. Die Wirtschaft lebt davon, uns solche Dinge vorzuenthalten. Ist wie mit dem Bonsaidünger: An sich braucht das kein Baum, aber man kann Geld damit verdienen, indem man besonders kleine Flaschen oder Erdetüten zu besonders großen Preisen verkauft. Der Baum soll ja klein gehalten werden und das hat seinen Preis! So ein RIESENQUATSCH!
Mit dem Substrat ist´s wie mit dem Dünger: Jeder hat da seine eigene Ansicht. Es gibt ein japanisches Lehmgranulat namens Akadama, das immer und überall in den einschlägigen Büchern erwähnt wird. Dieses Granulat ist nichts anderes als gekörnter Lehm, der ein- oder zweimal gebrannt wird, damit der Lehm nicht zerfließt und dient zur Wasserhaltung. Kostet so ca. 16,--? pro 20 l Sack, aber so viel braucht man davon ja nicht. Dann brauchen wir noch Torf. Jawohl, ganz normalen billigen Torf! Und groben Sand oder Kies. Bitte nicht unbedingt Bausand verwenden, wer weiß, was da drin ist oder welche Katze dort war... Gut geeignet ist Aquarienkies mit einer Körnung von 2 - 4 mm. Statt Kies geht auch Lava; kann man als Streugut für den Winter kaufen. Oder der neueste Hit: Bimskies, der speichert besonders viel Wasser. Z. Zt. experimentiere ich mit Erdmischungen ohne Akadama, den betr. Bäumen geht´s prächtig.
Eine brauchbare Mischung für Laubgehölze ist: Kies (oder Lava), Torf, Akadama im Verhältnis 1:1:1
Für Pflanzen, die durchlässigen Boden benötigen, wie Wacholder, Kiefern, Fichten, ändert sich das Mischungsverhältnis in: Kies, Torf, Akadama im Verhältnis 3: 1:1
Für Pflanzen, die sauren Boden benötigen, z.B. Azaleen oder Stewartien, gilt: Kies, Torf, Akadama im Verhältnis 1:3:1

Zu Substraten siehe auch hier und hier.

V Einpflanzen

Bevor man die gesamte Umtopfaktion beginnt, sollte man alles Benötigte vorbereiten, denn schon so manche Pflanze hat schwere Schäden erlitten, weil beim Umtopfen die Faserwurzeln abgetrocknet sind. Also: Nicht im prallen Sonnenschein umtopfen. Vor Beginn der Arbeit sollte man also ein Gefäß mit Wasser bereitstellen, die Erdmischung, der Pflanze entsprechend, herstellen, die Schale vorbereiten, die Abzugslöcher mit Netzen abdecken, die untere Substratschicht einfüllen, die notwendigen Befestigungsdrähte einziehen.

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Die vorbereitete Schale mit Netzen und Befestigungsdrähten.

Als erstes eine Drainageschicht einzubringen, wie oft empfohlen, macht bei einer üblichen Schalenhöhe von 5 - 6 cm (oder gar weniger) keinen Sinn, ist auch nicht notwendig. Lediglich bei Kaskadenschalen kann man das untere Viertel oder ca. 3 - 5 cm mit einer Drainage aus Kies versehen.

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Erdmischung: ca. 40 % Torf, 25 % Akadama, 35 % Bims. Das Substrat sollte einen Hügel bilden, da hinein wird der Baum gedrückt, damit die Wurzeln Kontakt mit dem Substrat kriegen.

Der Baum wird bei rechteckigen und ovalen Schalen nicht in der Mitte eingesetzt, sondern etwa bei einem Drittel der Schalenbreite. Die breitere Seite des Baumes soll über dem breiteren Schalenraum liegen, um ein optisches Gleichgewicht herzustellen. Bei runden Schalen und Kaskadenschalen soll die Pflanze in der Mitte stehen.
Der vorbereitete Baum wird nun auf die eingebrachte Substratschicht in die Schale gesetzt und mit leicht hin- und herdrehenden Bewegungen hineingedrückt. Der Wurzelansatz sollte etwas über dem Schalenrand liegen, da er ein wesentlicher Teil der Gestaltung ist und damit gut sichtbar sein sollte. Danach werden die Befestigungsdrähte über die Wurzeln gelegt, die gesichert werden sollen, ggf. gegen Einschneiden mit einem Stück Aquarienschlauch geschützt und miteinander verdrillt, damit sich der Baum bei Wind nicht in der Schale bewegen kann. Dies würde die Wurzelentwicklung behindern. Wenn der Baum während der Neubewurzelung mehrfach umfällt, kann dies im Extremfall zum Absterben führen.

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Einsetzen etwas verschoben zur Mitte; Befestigung des Ballens.

Anschließend wird das restliche Substrat eingefüllt und mit einem Stäbchen auch in die Wurzelzwischenräume eingebracht. Dies ist besonders wichtig, da alle Wurzeln Kontakt mit der Erde haben müssen. Auch leichtes Klopfen gegen den Schalenrand hilft, die Erde unter und zwischen die Wurzeln zu bringen. Als Abschluß kann man Moospolster aufbringen oder getrocknetes Moos zwischen den Fingern zerreiben und aufstreuen. Wenn man die Oberfläche über eine gewisse Zeit feucht hält, entwickelt sich hieraus ein geschlossener Moosteppich. Das verwendete Moos sollte aus sonnigen Bereichen stammen, da solches aus dem Schatten in Kürze eingehen würde, denn es verträgt nicht die Sonneneinstrahlung, die unsere Bäume benötigen.

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Die Erde zwischen die Wurzeln stochern.

Ein Hinweis noch: Beim Umpflanzen darf kein Dünger hinzu gegeben werden, da der Baum ihn in diesem Stadium überhaupt nicht vertragen kann. Es besteht die Gefahr von Verbrennungsschäden im Wurzelbereich. Dünger also erst, wenn der Baum beginnt zu treiben; frühestens jedoch nach 14 Tagen.
Nach dem Umpflanzen wird der Baum gründlich gewässert, indem man die Schale in eine Wasserschüssel stellt. Der Wasserstand sollte etwa die halbe Schalenhöhe betragen, dann kann sich das Substrat ausreichend vollsaugen. Anschließend wird der Baum eine Zeitlang (2 bis 3 Wochen, bis er treibt) schattig aufgestellt, damit er sich von diesem "Eingriff" erholen kann. Danach Halbschatten für ca. 1 Woche. Dann kann er wieder Sonne tanken.

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Das Ergebnis.

Dortmund, im Sept. 2005
Erwin Grzesinski

Zwei Dokumentationen zum Umtopfen mit vielen Bildern findet man hier:
1. ein Shohin Ahorn, der einen kräftigen Rückschnitt der Wurzeln braucht,

2. eine Azalee, die in reines Kanuma gesetzt wird.
Deine Organe kommen nicht in den Himmel! Spende rettet Leben.

Reiners Bonsai Blog


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