Malus spec. - Apfelbaum - Baumportrait

Beschreibung der Arten
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Kelle
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Malus spec. - Apfelbaum - Baumportrait

Beitrag von Kelle »

Malus
Apfel


Kurzbeschreibung

Rinde-Blatt-Frucht von Malus spec.
rinde-blatt-frucht.jpg
rinde-blatt-frucht.jpg (30.79 KiB) 1536 mal betrachtet
Steckbrief:

Herkunft: .........Asien, Europa, Nordamerika
Blatt: ..............wechselständig, dunkelgrün, oval
Rinde: .............bei jungen Pflanzen glatt, bei älteren Pflanzen bei älteren Bäumen kann es zu runden Verdickungen kommen

Blüten: ............üppige Blütenpracht, in weiß, purpur, rosa bis kaminrot; das Rosa verblasst meist bei der Vollblüte; aus jeder Blütenknospe kommen im Frühjahr mehrere Blüten

Früchte: ..........die Äpfel sind meist gelb oder rötlich und bleiben oftmals bis in den Herbst und den Winter am Baum zur Zierde, denn sie sind ab dem Herbst ohne das Laub des Baumes gut zu erkennen; Früchte des Malus sind bei manchen Arten essbar, wenn die Früchte Frost abbekommen haben werden sie genießbar. Jedoch können manche Malus-Sorten Durchfall und andere Vergiftungserscheinungen auslösen.
Die Ausbildung der Früchte kostet dem Baum viel Kraft, deshalb sollte die Zahl der Äpfel reduziert werden, denn andernfalls kann die Blüten- und Fruchtbildung im nächsten bzw. sogar in den nächsten zwei Jahren ausgelassen werden.

Standortansprüche: ...volle Sonne

Winterpflege: .....winterhart, sollte im Winter (November bis Mitte März) geschützt aufgestellt werden (z.B. unter einem Unterstand, dabei sollte die Feuchtigkeit kontrolliert werden)
Eignung als Bonsai: gute Eignung als Bonsai, auch für Einsteiger geeignet

Pflegekalender (Excel-Datei) zum Download

Bilder in der Galerie
Malus, Zierapfel

Malus halliana, Wildapfel

Malus halliana - Wildapfel (Vier-Jahreszeiten)


Informationen:

Der Apfel ist der am weitesten verbreitete Fruchtbaum der Welt. Vom Malus gibt es rund 20 Urarten und eine große Anzahl an Varietäten, die daraus entstanden sind. Zur Bonsaigestaltung sind nur die Arten mit kleinen Früchten geeignet, da sich die Größe der Früchte nicht beeinflussen lässt. Es wird immer die Fruchtgröße erreicht, die für die jeweilige Art typisch ist. Theoretisch sind auch Sorten der Speiseäpfel geeignet, wenn man die Früchte früh entfernt.
Für Bonsai geeignete Arten: Malus halliana, Malus „Golden Hornet“, Malus baccata, Malus floribunda, Malus evereste, Malus x micromalus, Malus sieboldii, Malus toringo, Malus sylvestris (Holzapfel oder Wildapfel)


Bezugsquellen:

Der Malus ist in normalerweise in Baumschulen, im Gartencenter und oft auch im Baumarkt zu erwerben. Man sollte nur beim Kauf auf eine vorhandene Propfstelle achten, denn zumeist sind Sorten auf den Malus sieboldii, den Malus baccata oder Malus domestica gepfropft.

Standort :

Der Malus sollte in der Sonne stehen, da er zur Blüten- und Fruchtbildung viel Licht braucht. Vielleicht sollte man dem Baum Schutz bieten vor direkter Sonne am Mittag in den intensivsten Sommenphasen, z.B. durch ein Schattierungstuch.


Malus spec. als Gartenbaum
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malus-gartenbaum.jpg (96.49 KiB) 1537 mal betrachtet
Umtopfen :

Umgetopft werden sollte im Frühjahr kurz bevor die Knospen aufspringen. Normalerweise ist ein starkes Wurzelwachstum anzutreffen, so dass jedes Jahr oder alle zwei Jahre umgetopft werden sollte.

Substrat:

Ich benutzte durchlässiges Substrat: 40% Akadama, 20% Kies, 20% Bims und 20% Torf

Gießen und Düngen:

Der Malus sollte immer gut feucht gehalten werden, denn z.B. bei der Fruchtbildung wird viel Wasser benötigt. In der heißen Zeit empfiehlt es sich sogar zweimal am Tag zu gießen, sonst sollte einmal täglich gegossen werden. Beim Gießen sind Extreme zu vermeiden, denn sowohl bei Trockenheit wie auch bei Staunässe können Blüten und Früchte abgeworfen werden.
Gedüngt werden sollte vom zeitigen Frühjahr bis zur Blüte und nach der Entwicklung der Früchte bis in den Herbst. Durch eine ausreichende Schlussdüngung erreicht man eine reiche Blüte im nächsten Jahr.
Ich dünge ca. alle 2 bis 3 Wochen mit einem organischen Pulverdünger oder mit Biogold.

Gestaltung:

Die beste Zeit für die Gestaltung des Malus ist der Frühling.
Bei Jungpflanzen aus der Baumschule und dem Supermarkt sollte erst einmal eine Stammverdickung und eine entsprechende Verjüngung als Ziele angepeilt werden. Die Blüten- und Fruchtbildung ist dabei nebensächlich. Durch die passende Pflege mit einem geeigneten Standort, regelmäßigem und ausreichendem Gießen und ausreichender Düngung lässt sich die angestrebte Stammdicke in ein paar Jahren erzielen.
Allgemein wird durch den Rückschnitt auf zwei Nodien in der inaktiven Zeit die Form des Baumes wieder hergestellt. Während der Wachstumsperiode kürzt man nur die neuen Triebe ein.
Mit Draht und Spanndraht (vor allen bei älteren Ästen, die leicht zu brechen drohen) sollten die Äste im Mai gedrahtet bzw. abgespannt werden.
Ein Teilblattschnitt im Juni fördert die schwachen Regionen und hilft das Wachstum auszubalancieren, verkleinert die Blätter und hilft bei der Feinverzeigung. Jedoch sollte dies nur gemacht werden, wenn der Baum in einer guten gesundheitlichen Verfassung ist und sehr kräftig ist.

Malus "Golden Hornet" Jungpflanze
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Vermehrung:

Die Vermehrung des Malus kann durch 4 Arten erfolgen.
Durch Pfropfen (vor allen Dingen Spaltpfropfen). Bei diesem Vorgang werden zumeist der Malus sieboldii, Malus baccata oder Malus domestica als Unterlage benutzt.
Durch Samen, die man im Frühling pflanzt.
Durch Abmoosen im Frühling (am besten im Mai)
Durch krautige Stecklinge im Juni bzw. Juli und durch Wurzelstecklinge im Frühjahr

Wurzelstecklinge
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Schädlinge:

Mehltau, Spinnmilben, Rote Spinne, Blattlaus, Apfelblattsauger, gefährlich ist weiterhin Feuerbrand (durch das Bakterium Erwinia amylovora; z.B. in der Schweiz im Kanton Wallis)
Mit freundlichen Grüßen
Kelle
Wer seine Vergangenheit vergisst, verliert seine Wurzeln.
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