gebänderte Kastanie
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gunter
gebänderte Kastanie
Liebe Bonsaifreunde,
ich hatte die seltene Gelegenheit, ein altes Exemplar von Aesculus hippocastanum "Monstrosa" zu erwerben. Höhe 1,8m ,Alter gut 40 Jahre. Ich finde, das ist ein interessanter Gartenbonsai.
Der Baum ist sehr schwachwüchsig, hat unregelmäßig geformte, gebänderte Zweige mit vielen Blattknospen und Blätter, die wie bei einer normalen Roßkastanie aussehen, aber viel kleiner sind.
Die Varietät wurde 1933 an einem älteren Baum auf einem Kieler Friedhof entdeckt und wird seitden durch Veredeln weiterverbreitet. Wissenschaftlich beschrieben ist sie erst 1976. Das älteste Exemplar steht im Botanischen Garten der Kieler Universität und ist ungefähr 3m hoch. Siehe "www.pflanzenbuch.de" unter Arten-Liste Nr 397.
Mein Baum stammt aus dem Privatgarten eines ehemaligen Mitarbeiters des Botanischen Gartens, wo er vor drei Jahren einem Anbau weichen mußte. Eine hiesige Baumschule hat ihn damals ausgegraben, in einen Container gesetzt und etwas zurückgenommen. Das hat dem Habitus gutgetan. Der Baum sieht jetzt weniger buschig und mehr nach Bonsai aus.
Viele Grüße von Gunter Lind
ich hatte die seltene Gelegenheit, ein altes Exemplar von Aesculus hippocastanum "Monstrosa" zu erwerben. Höhe 1,8m ,Alter gut 40 Jahre. Ich finde, das ist ein interessanter Gartenbonsai.
Der Baum ist sehr schwachwüchsig, hat unregelmäßig geformte, gebänderte Zweige mit vielen Blattknospen und Blätter, die wie bei einer normalen Roßkastanie aussehen, aber viel kleiner sind.
Die Varietät wurde 1933 an einem älteren Baum auf einem Kieler Friedhof entdeckt und wird seitden durch Veredeln weiterverbreitet. Wissenschaftlich beschrieben ist sie erst 1976. Das älteste Exemplar steht im Botanischen Garten der Kieler Universität und ist ungefähr 3m hoch. Siehe "www.pflanzenbuch.de" unter Arten-Liste Nr 397.
Mein Baum stammt aus dem Privatgarten eines ehemaligen Mitarbeiters des Botanischen Gartens, wo er vor drei Jahren einem Anbau weichen mußte. Eine hiesige Baumschule hat ihn damals ausgegraben, in einen Container gesetzt und etwas zurückgenommen. Das hat dem Habitus gutgetan. Der Baum sieht jetzt weniger buschig und mehr nach Bonsai aus.
Viele Grüße von Gunter Lind
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Michael T.
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- Wolfgang
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Gunter,
das war ein wahrer Glücksgriff
Es handelt sich dabei um eine Verbänderung - eine sogenannte CRISTATA-Form: dabei hat die Pflanze nicht nur eine Vegetationsspitze, sondern eine ganze Verbänderung von Endknospen.
Besser bekannt sind diese Cristaten bei Kakteen.
Schon fast 20 Jahre kenne ich eine ca. 1m hohe Pflanze, die seit den 50er Jahren im Botanischen Garten in Linz steht. Und nie kam ich zu einer solchen Pflanze für meinen Garten.
Von einem Privatsammler konnte ich dann endlich vor drei bzw. 2 Jahren je ein Exemplare (ein kleiner steht in einer Bonsaischale, ein Stück veredelt auf einen etwa 1,5m hohen Kastanienstamm in einem Topf im Garten) erstehen.
Für Bonsai sind diese Cristaten jedoch nicht so optimal geeignet .......
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- Cristata bei einer Mammillaria
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- derart verdreht wachsen diese Verbänderungen ....
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- meine Cristata-Kastanie auf dem Stämmchen
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Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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- Wolfgang
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Bei diesen Verbänderungen ensteht ein ganzes "Band" an Endknospen (die ganz knapp nebeneinander liegen), das wie ein Kamm aussieht. - Daher der Name "Verbänderung".
Ist eigentlich eine Fehlbildung.
Ist eigentlich eine Fehlbildung.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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gunter
Wolfgang, freut mich zu hören, daß man sich sogar in Österreich für Andenken aus Kiel interessiert. Den Preis des Baumes fand ich moderat, 750,- frei Pflanzgrube. Wenn man bedenkt, was mittelprächtige Gartenbonsai so kosten. Im Handel bekommt man hier sonst auch nur noch sehr kleine. Früher gab es eine Baumschule, die auch etwas ältere Pflanzen hatte, aber die hat dichtgemacht.
Ich habe noch einen kleinen ( 8 jahre) aus dem botanischen Garten. Aber auch den werde ich nicht zum Bonsai machen, denn dazu eignet der Baum sich wirklich nicht besonders. Die Pfropfstelle ist häßlich. Ich habe erst einen akzeptablen Monstrosa-Bonsai gesehen.
Gruß, Gunter Lind
Ich habe noch einen kleinen ( 8 jahre) aus dem botanischen Garten. Aber auch den werde ich nicht zum Bonsai machen, denn dazu eignet der Baum sich wirklich nicht besonders. Die Pfropfstelle ist häßlich. Ich habe erst einen akzeptablen Monstrosa-Bonsai gesehen.
Gruß, Gunter Lind
- Wolfgang
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Gunter,
für so ein seltenes & noch dazu großes / altes Exemplar finde ich den Preis keineswegs überzogen.
für so ein seltenes & noch dazu großes / altes Exemplar finde ich den Preis keineswegs überzogen.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Constantin
Hallo Freunde!
Ich möchte diesen Thread nochmal aufmachen weil ich in der Nachbarschaft vor kurzem Verbänderungen an einer Sicheltanne (Cryptomeria japonica) entdeckt habe. Meine Frage: Kann man unterhalb der Verbänderung den "normalen" Trieb abmoosen oder sollte man besser prfopfen?
MfG
Constantin
Ich möchte diesen Thread nochmal aufmachen weil ich in der Nachbarschaft vor kurzem Verbänderungen an einer Sicheltanne (Cryptomeria japonica) entdeckt habe. Meine Frage: Kann man unterhalb der Verbänderung den "normalen" Trieb abmoosen oder sollte man besser prfopfen?
MfG
Constantin
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- Die Verbänderungen befinden sich fast ausschließlich an den Spitzen besonders wüchsiger Triebe. Ist das eigentlich immer so?
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- Eine Verbänderung in er Nahaufnahme.
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