Hallo,
nachdem in diesem Winter meine bescheidenen Versuche, selbst Bonsais groß zu ziehen gescheitert sind (3 Tage Frost mit -15 Grad, unszureichend geschützt) hat mir meine Frau heute von einem Markt diese Esche mitgebracht. Kenne mich nicht so gut aus, doch ist mir klar, dass dieser Baum weder besonders schön gestaltet, noch gewachsen ist. Aber vielleicht lässt sich ja was daraus machen? Dankbar wäre ich für Tipps bezüglich Beschneidung (ganzjährig bei diesem Baum?), insbesondere aber auch für Anmerkungen zu den krank aussehenden Blättern (ca. 10 Stück am ganzen Baum) - Nährstoffmangel - übermäßig Nährstoff?
Gruß aus Berlin
Peter
Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
Re: Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
Hallo Peter,
so wie Du den Baum selbst einschätzt, liegst Du momentan nicht schlecht - aber...
Ich denke schon, dass man da noch einiges rausholen kann.
Der Schaden an den Blättern kann durch alles mögliche entstanden sein, das kann man so schlecht sehen. Aber ich würde erst mal einen Teilblattschnitt machen - also die Blätter nach dem zweiten Blattpaar abschneiden.
Die Drähte kämen bei mir auch erst mal ab und dann schön düngen und den Rest des Jahres wachsen lassen. Wenn er im nächsten Winter ohne Laub dasteht, stell noch mal ein paar Fotos hier ein, dann kann man etwas zur Gestaltung sagen. Jetzt würde ich am Astwerk nichts mehr verändern.
Das Nebari sieht vielversprechend aus, aber da muss bei der nächsten Umtopfaktion - evtl. im nächsten Frühjahr - auch etwas weg, zB die rundumlaufende Wurzel. Vom Nebari könntest Du aber jetzt schon mal Nahaufnahmen hier einstellen, dann sehen wir weiter.
so wie Du den Baum selbst einschätzt, liegst Du momentan nicht schlecht - aber...
Ich denke schon, dass man da noch einiges rausholen kann.
Der Schaden an den Blättern kann durch alles mögliche entstanden sein, das kann man so schlecht sehen. Aber ich würde erst mal einen Teilblattschnitt machen - also die Blätter nach dem zweiten Blattpaar abschneiden.
Die Drähte kämen bei mir auch erst mal ab und dann schön düngen und den Rest des Jahres wachsen lassen. Wenn er im nächsten Winter ohne Laub dasteht, stell noch mal ein paar Fotos hier ein, dann kann man etwas zur Gestaltung sagen. Jetzt würde ich am Astwerk nichts mehr verändern.
Das Nebari sieht vielversprechend aus, aber da muss bei der nächsten Umtopfaktion - evtl. im nächsten Frühjahr - auch etwas weg, zB die rundumlaufende Wurzel. Vom Nebari könntest Du aber jetzt schon mal Nahaufnahmen hier einstellen, dann sehen wir weiter.
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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Re: Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
hallo migo,
vielen DAnk für Deine Tipps. So werde ich es machen. Anbei noch zwei Fotos vom Nebari. Auch nicht unbedingt eine Pracht in meinen Augen, aber da kann man wohl noch was machen. Der Baum ist übrigens 45 Zentimeter hoch.
vielen DAnk für Deine Tipps. So werde ich es machen. Anbei noch zwei Fotos vom Nebari. Auch nicht unbedingt eine Pracht in meinen Augen, aber da kann man wohl noch was machen. Der Baum ist übrigens 45 Zentimeter hoch.
Re: Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
Hallo,
Also, wenn der Baum nicht 100% vital ist (was man unmöglich beurteilen kann, wenn Du ihn erst seit gestern hast) oder noch wachsen soll, würde ich von einem Teilblattschnitt absehen. Ich würde nur die 'befallenen' Blätter entfernen (das könnten Raupen oder andere Viecher sein - mal alle Blattunterseiten prüfen).
Ich hab' mir inzwischen angewöhnt, neue Bäume aus unbekannter Quelle erstmal ein Jahr nur zu pflegen, ohne jede gestalterische Maßnahme, um sie einzugewöhnen und sie kennenzulernen, und bin damit sehr gut gefahren.
Also, wenn der Baum nicht 100% vital ist (was man unmöglich beurteilen kann, wenn Du ihn erst seit gestern hast) oder noch wachsen soll, würde ich von einem Teilblattschnitt absehen. Ich würde nur die 'befallenen' Blätter entfernen (das könnten Raupen oder andere Viecher sein - mal alle Blattunterseiten prüfen).
Ich hab' mir inzwischen angewöhnt, neue Bäume aus unbekannter Quelle erstmal ein Jahr nur zu pflegen, ohne jede gestalterische Maßnahme, um sie einzugewöhnen und sie kennenzulernen, und bin damit sehr gut gefahren.
Viele Grüße,
Stefan
Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
Stefan
Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
Re: Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
Hallo Stefan,
danke für Deine Hinweise. Ich muss nicht unbedingt sofort an dem Baum rumschnibbeln. ICh denke, ich werde lediglich die 1-2 Triebe, die eindeutig zu lang sind etwas stutzen und dem Bäumchen ansonsten erst mal Ruhe und Zuwendung gönnen. Deinem Tipp, die unschönen Blätter zu entfernen, werde ich nachkommen.
Danke
Peter
danke für Deine Hinweise. Ich muss nicht unbedingt sofort an dem Baum rumschnibbeln. ICh denke, ich werde lediglich die 1-2 Triebe, die eindeutig zu lang sind etwas stutzen und dem Bäumchen ansonsten erst mal Ruhe und Zuwendung gönnen. Deinem Tipp, die unschönen Blätter zu entfernen, werde ich nachkommen.
Danke
Peter
Re: Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
Hallo,
nur der botanischen Korrektheit willen: Bei der Esche sind das keine Triebe, sondern gefiederte Blätter, d.h. jedes dieser langen Dinger ist ein Blatt, und wenn man den vorderen Teil abschneidet, wächst es nicht mehr nach. Dass also die "Blätter" relativ groß sind, sollte man bei der Gestaltung eines Eschen-Bonsai auch entsprechend berücksichtigen.denkfisch hat geschrieben:ICh denke, ich werde lediglich die 1-2 Triebe, die eindeutig zu lang sind etwas stutzen und dem Bäumchen ansonsten erst mal Ruhe und Zuwendung gönnen.
Viele Grüße,
Stefan
Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
Stefan
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Re: Esche - Geschenk der lieben Ehefrau
Hi Peter,
das Nebari scheint ja noch einige Überraschungen zu verbergen. Da sollte genug Substanz drin zu sein, um die Entfernung der dünnen "Rundrum-Wurzel" locker zu verkraften. Vielleicht kann man die aber auch noch umlenken, kommt drauf an wie verknotet der eigentliche Wurzelballen ist. Aber die Entscheidung kannst Du natürlich erst beim nächten Umtopfen treffen, wenn alles schön freigespült ist.
Viel Spaß damit.
das Nebari scheint ja noch einige Überraschungen zu verbergen. Da sollte genug Substanz drin zu sein, um die Entfernung der dünnen "Rundrum-Wurzel" locker zu verkraften. Vielleicht kann man die aber auch noch umlenken, kommt drauf an wie verknotet der eigentliche Wurzelballen ist. Aber die Entscheidung kannst Du natürlich erst beim nächten Umtopfen treffen, wenn alles schön freigespült ist.
Viel Spaß damit.
Tschüüss, Michael
Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
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