ich möchte mich hier erst einmal kurz vorstellen, bin die nicole, bankkauffrau, 20 und beschäftige mich jetz seit nem guten halben jahr intensiver mit dem thema bonsai. hab die ersten beiden fachlektüren (bücher) hinter mir und verfolge auch seit geraumer zeit das geschehen hier im forum.
standort:
meine bonsai stehen draußen überdacht auf meiner terasse an der fensterbank. volle sonne kommt dort erst ab sechs uhr hin und trifft nur einen teil der bäume (nandine und liguster). gegossen wird mit regenwasser oder enthärtetem leitungswasser, wenn substrat angetrocknet, umgetopft wurden zwei bäumchen (azalee, ficus) dieses jahr relativ spät mitte mai. gedüngt wird mit flüssigdünger alle 2-3 wochen. täglich mehrmals wird besprüht.
meine bäumchen.
ein ficus retusa (ginseng): meine kleine kartoffel treibt und wächst vor sich hin, das ding ist nahezu unverwüstlich. hat ein jahr in nem lehmklumpen aus dem baummarkt überlebt, bevor ich jetzt wie gesagt angefangen habe, mich mit dem thema zu beschäftigen. jetzt (bzw. im mai) umgetopft und gestutzt, das ding geht ab wie zunder.
nandine domestica: eine meiner neusten errungenschaften. der gehts eigentlich auch ganz gut, wurd ein bisschen in form gestutzt, sonst habe ich noch nicht viel daran gemacht. gelegentlich hat sie ein paar vertrocknete blätter, was ich mir nicht ganz erklären kann, da ich sie regelmäßig gieße
ein jungpflänzchen, dessen namen ich vergesen habe ^^'' hab aber keine probleme damit, deswegen jetzt mal nicht so brisant.
sooo, jetzt zu meinen problemkindern.
azalee: seit ich sie bekommen hatte, hatte sie immer wieder gelbe blätter bekommen, die dann auch abfielen oder sehr leicht abgegangen sind, wenn man sie angezupft hat. die blätter wurden erst fleckig gelb, dann komplett incl. blattadern.
hatte nun also in einem meiner schlauen bücher gelesen, dass es daran liegen könnte, dass die erde nicht sauer genug sei. also, nicole pflanzt um. die azalee hat unheimlich viele superfeine wurzelchen in nem unheimlich festen brocken erde. hab eingeweicht, hab ausgespült, noch mehr eingeweicht, gezupft, gemacht und getan.
das ende von lied war, dass trotz aller bemühung nicht besonders viele feine wurzeln übergeblieben sind. ein bisschen der erde ist im wurzelballen geblieben (der dann schlussendlich für meine anschauung sehr klein war), umgetopft habe ich in reines kanuma mit einer feinen schicht erde zur abdeckung.
sie bekommt immer noch genauso gelbe blätter
- bilder folgen übrigens noch, habe im moment leider nicht die möglichkeit, welche reinzustellen.
liguster: meine neverending-story. schwarze flecken auf den blättern. komische schwebefliegen, die sich bei meinem liguster verdammt wohl zu fühlen scheinen (eine hatte sich schon versucht in die erde zu graben
ja, aber jetzt grundsätzlich: aufgrund der schwarzen flecken auf und einigen löchern in den blättern und einigen milben, die ich entdeckt hatte (waren nur ca. 5), hab ich versucht den baum von der luftfeuchtigkeit her, so feucht wie möglich zu halten. meine vermutung waren spinnmilben, da vereinzelt einige sehr feine "fädchen" zu erkennen waren. mehrmals tägliches einnebeln aus so ner kleinen sprühflasche, hab ein tablett mit bimskies untergestellt, dass ich auch feucht halte.
keine besserung.
hab dann schließlich den baum mit einem milbenmittel eingesprüht.
das resultat: der baum hat wieder neu ausgetrieben. aber viele triebe wurden an den spitzen schwarz. diese verdammten schwebefliegen sind in hoher zahl aufgetaucht, blätter vom baum sind angefressen. (ich habe terminator gespielt und die meisten der monster ins jenseits befördert. blöde monster
ich weiß nicht mehr, was ich tun soll.
auch er baum ist schon mit den schwarzen flecken zu mir gekommen. aber ich bin mit meinem latein am ende
heute abend werde ich noch bilder einstellen, damit ihr euch vielleicht mehr ein bild machen könnt. gestaltet ist an den bäumen - sagen wir - gar nichts
wäre froh über kritik, feetback, tips, ideen und wunderheilung
soweit von mir, wünsch euch allein noch ein schönes wochenende.
grüße,
nicole


