Vielen Dank für eure Gedanken zu meinem Baum!
joseph hat geschrieben:Ich finde wen schon Shari dan richtig bis runter und dan mehr zur mitte und nicht nur an der Seite. Oder den dicken Knubbel rausschneiden und dan untehalb mit einen scharfen Katermesser ca 0,5 - 1,0 cm lange Schnitte in den Stamm das fängt dan an anzuschwellen dauert aber etwas. Und der richtige Moment für so ein Eingrif ist auch wichtig. Wen mann das lang genug durchzieht wird dadurch die Rinde auch Knoriger, ich habe das an meiner Olive gemacht und finde es nicht schlecht.
Wenn ich das Shari so breit anlegen würde, würden aber mit großer Wahrscheinlichkeit die vorderen Wurzeln und vielleicht sogar ganze Astpartien absterben, das möchte ich natürlich vermeiden. Die Stammverdickungsmethode möchte ich bei diesem Exemplar auch erstmal nicht anwenden. Bei Ahorn- und Ulmenarten habe ich dies schon mit Erfolg umgesetzt, aber bei einer Schlehe ist das Kalluswachstum glaube ich zu schwach um zu guten Ergebnissen zu kommen.
Eva Warthemann hat geschrieben:Der rot gekennzeichnete Ast, würde die Baumkrone mehr abrunden, wenn er etwas nach unten und mehr nach rechts (gesehen von der Rückseite) gebogen würde, so, das seine Zweige auch etwas auf der geneigten Seite hervorschauen.
Ich werde mir das nochmal angucken. Irgendwie stört mich dieser Ast im unbelaubten Zustand von dieser Seite auch, nur für die anderen Seiten ist er wiederum sehr wichtig. Mal sehen...
Eva Warthemann hat geschrieben:Noch eine Idee zum Knubbel. Bevor Du daran herumschnitzt.
Ich könnte mir auch vorstellen, daraus eine weitere Astetage zu gestalten, die etwas voller ausfällt und fast bis an die obere Astetage herankommt. Versuch Dir das doch mal vorzustellen. Dieser fängt dann zwar weit unten an, bringt aber etwas Unverwechselbares mit sich.
Gegen den tiefen Ast habe ich auch nichts, weshalb er vorerst sowieso bleiben wird. Mein Virtual sollte nur mal zeigen wie es ohne ihn aussähe. Vielleicht gestalte ich daraus sogar eine weitere kleine Subkrone, die optisch von den linken oberen Ästen im Wachstum eingeschränkt wird.
zopf hat geschrieben:Bei einem unblaubten Baum der durch seine Schräge eine gewisse Dynamik vorgibt,
sollte man versuchen "richtungsweisende" Aststellungen zu vermeiden.
Die Hauptlinie (rot) ist eindeutig und ergibt sich auch in Ihrer Richtung automatisch.
Die "Nebenlinie" (grün) wird durch das Ende in den freien Raum in Ihrer Richtung bestimmt
und wirkt somit gegenläufig.
Der rechte Ast ist ein Rückseitenast und der linke neigt sich stark nach vorne, weshalb mir das noch nicht aufgefallen ist. Den rechten habe ich jedoch mit Absicht gegen die Bewegung des Stammes laufen lassen, einerseits um das Gleichgewicht optisch wieder nach rechts zu ziehen, andererseits weil mir diese Konkurrenz der gegenläufigen Bewegungen gefiel. Auch hierüber werde ich noch einmal genauer nachdenken.
zwanziger hat geschrieben:Tom,
kann es sein,
das einige Äste und Zweige sehr gerade und andere sehr geschwungen sind?
Das wär das was ich bemerkt habe.
Nein, da täuscht das Bild etwas, nur am kleinen Nebenstamm wirken sie noch etwas steif.
In ein bis zwei Jahren wird die Verzweigung im inneren wie auch im äußeren Bereich hoffentlich um einiges zugenommen haben und die Hauptäste auch etwas dicker sein. Die sich daraus ergebenen Schnittmöglichkeiten werden den ein oder anderen Astverlauf somit noch verändern und ich halte es deshalb jetzt noch nicht für so sinnvoll, sich bis ins kleinste Detail mit der Krone zu beschäftigen.
Wie Dieter es bereits schrieb, „die Zeit wird´s zeigen“.
Schöne Grüße
Tom
Wer weiß, spricht nicht, wer spricht, weiß nicht.