jap. azalee
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bonsaifreund27
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jap. azalee
wollt euch mal fragen ob meine azalee auch ein shohin werden kann bzw einer ist sie ist gerade mal 15 cm groß und ist von schlecker für 1,49 falls das einen interessiert
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- jap. azalee
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Re: jap. azalee
Hallo bonsaifreund27,
bei Deinem Kauf handelt es sich keineswegs um eine Jap. Azalee, sondern um Rhododendron simsii. Die wurden ca. 1800 in Europa eingeführt, damals unter dem Namen Azalea indica, was dazu führte, dass der Volksmund sie bis heute als Indische Azalee bezeichnet. Ihre Herkunft ist jedoch im Süden von China und Taiwan.
Mit der Jap. Azalee (Rhododendron indicum) und besonders mit Satsuki-Azaleen, hat sie nichts zu tun. Diese stammen aus dem Süden Japans.
Leider sind auch die "Bonsaieigenschaften" Deiner Pflanzenart keineswegs mit den sehr guten Eigenschaften der Satsuki zu vergleichen.
Mit 15 cm Gesamthöhe würde die Pflanze natürlich in die Größenordnung Shohin einzuordnen sein, doch wäre die Bezeichnung "Bonsai" für diesen getopften Steckling etwa so, wie wenn man einen Fiat 500 als Formel 1 Boliden bezeichnen wollte.
bei Deinem Kauf handelt es sich keineswegs um eine Jap. Azalee, sondern um Rhododendron simsii. Die wurden ca. 1800 in Europa eingeführt, damals unter dem Namen Azalea indica, was dazu führte, dass der Volksmund sie bis heute als Indische Azalee bezeichnet. Ihre Herkunft ist jedoch im Süden von China und Taiwan.
Mit der Jap. Azalee (Rhododendron indicum) und besonders mit Satsuki-Azaleen, hat sie nichts zu tun. Diese stammen aus dem Süden Japans.
Leider sind auch die "Bonsaieigenschaften" Deiner Pflanzenart keineswegs mit den sehr guten Eigenschaften der Satsuki zu vergleichen.
Mit 15 cm Gesamthöhe würde die Pflanze natürlich in die Größenordnung Shohin einzuordnen sein, doch wäre die Bezeichnung "Bonsai" für diesen getopften Steckling etwa so, wie wenn man einen Fiat 500 als Formel 1 Boliden bezeichnen wollte.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe
AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat
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bonsaifreund27
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Re: jap. azalee
okey also war die kiste schon falsch bezeichnent in der ich den baum gekauft habe aber was könnte ich daran ändern um doch was tolles raus zu bekommen ich muß zugeben in sachen outdoors bin ich noch anfänger und habe evt noch nicht das richtige auge für ( rohmaterial ) aber ich lasse mir gerne helfen deshalb habe ich das thema auch auch geschrieben und unter shohin versteh ich nun mal sehr kleine bonsais
Re: jap. azalee
Hallo,
Du glaubst ja nicht, wieviele Pflanzen mit verkehrten oder sehr ungenauen Bezeichnungen verkauft werden, das kommt unwahrscheinlich oft vor, da ist man schon fast geneigt zu behaupten, es wäre eher die Regel als die Ausnahme.
Dein Jungpflänzchen hat zwar aktuell Shohin-Größe, ist aber kein Bonsai. Ein Bonsai ist ein Baum bzw. hat alle Attribute eines Baums: Stamm, Wurzelansatz, Äste, Zweige, Blätter und sollte dabei auch noch eine besonders ansprechende Form haben, die in der Regel nur durch mehr oder minder langjährige Gestaltung erreicht wird.
Das ist der Unterschied, deswegen ist Dein kleines Azaleenpflänzchen eben noch kein Bonsai.
Um einen daraus zu machen, musst du das Pflänzchen einige Jahre bei besten Wachstumsbedingungen (großzügig bemessene Töpfe, Kanuma-Substrat, feucht genug halten, Regenwasser verwenden, Azaleendünger) wachsen lassen, damit sich ein einigermaßen dicker Stamm bildet, gleichzeitig vorausschauend hin und wieder formend eingreifen und wenn Stamm und Wurzelansatz in ein paar Jahren gut sind, kannst Du die Äste im Prinzip alle wegschneiden, die dann zu lang und zu dick sind, und neue aufbauen, die dann entsprechend geformt und verzweigt gestaltet werden.
Allerdings ist zweifelhaft, ob sich der Aufwand lohnt und ob Dir die Aufzucht überhaupt soweit gelingt. Wie Gary schon erwähnt hat, sind diese Azaleenarten wie Deine nicht mit den besten Bonsaieigenschaften ausgestattet und wenn man kein Gewächshaus hat meist schwer dauerhaft zu erhalten.
Den meisten ergeht es doch so, dass sie als blühender Azaleentopf verschenkt werden, nach der Blüte noch eine Weile dahinkümmern und kurz vor oder kurz nach dem eingehen entsorgt werden.
Die winterharten Azaleenarten gehen etwas besser, aber als Bonsai habe ich die auch nicht richtig zum gedeihen gebracht und irgendwann wieder in den Garten gepflanzt.
Die von Gary erwähnten Satsuki-Azaleen dagegen, die speziell für Bonsai geeignet sind, sind ziemlich pflegeleicht, bilden wunderschöne Stämme und Wurzelansätze aus, kleine Blätter, feine Verzweigung und eine riesige Vielfalt an wunderschönen Blüten.
Dein Auge für "Rohmaterial" (bitte von "Jungpflanze" unterscheiden, Rohmaterial ist schon mit Stamm und Wurzelansatz ausgestattet und kann kurz- bis mittelfristig gestaltet werden) kannst Du gut hier im BFF schulen, wenn Du ganz viele Entwicklungs- und Gestaltungsgeschichten liest und die Fotos anschaust.
Viele Grüße,
Heike
Du glaubst ja nicht, wieviele Pflanzen mit verkehrten oder sehr ungenauen Bezeichnungen verkauft werden, das kommt unwahrscheinlich oft vor, da ist man schon fast geneigt zu behaupten, es wäre eher die Regel als die Ausnahme.
Dein Jungpflänzchen hat zwar aktuell Shohin-Größe, ist aber kein Bonsai. Ein Bonsai ist ein Baum bzw. hat alle Attribute eines Baums: Stamm, Wurzelansatz, Äste, Zweige, Blätter und sollte dabei auch noch eine besonders ansprechende Form haben, die in der Regel nur durch mehr oder minder langjährige Gestaltung erreicht wird.
Das ist der Unterschied, deswegen ist Dein kleines Azaleenpflänzchen eben noch kein Bonsai.
Um einen daraus zu machen, musst du das Pflänzchen einige Jahre bei besten Wachstumsbedingungen (großzügig bemessene Töpfe, Kanuma-Substrat, feucht genug halten, Regenwasser verwenden, Azaleendünger) wachsen lassen, damit sich ein einigermaßen dicker Stamm bildet, gleichzeitig vorausschauend hin und wieder formend eingreifen und wenn Stamm und Wurzelansatz in ein paar Jahren gut sind, kannst Du die Äste im Prinzip alle wegschneiden, die dann zu lang und zu dick sind, und neue aufbauen, die dann entsprechend geformt und verzweigt gestaltet werden.
Allerdings ist zweifelhaft, ob sich der Aufwand lohnt und ob Dir die Aufzucht überhaupt soweit gelingt. Wie Gary schon erwähnt hat, sind diese Azaleenarten wie Deine nicht mit den besten Bonsaieigenschaften ausgestattet und wenn man kein Gewächshaus hat meist schwer dauerhaft zu erhalten.
Den meisten ergeht es doch so, dass sie als blühender Azaleentopf verschenkt werden, nach der Blüte noch eine Weile dahinkümmern und kurz vor oder kurz nach dem eingehen entsorgt werden.
Die winterharten Azaleenarten gehen etwas besser, aber als Bonsai habe ich die auch nicht richtig zum gedeihen gebracht und irgendwann wieder in den Garten gepflanzt.
Die von Gary erwähnten Satsuki-Azaleen dagegen, die speziell für Bonsai geeignet sind, sind ziemlich pflegeleicht, bilden wunderschöne Stämme und Wurzelansätze aus, kleine Blätter, feine Verzweigung und eine riesige Vielfalt an wunderschönen Blüten.
Dein Auge für "Rohmaterial" (bitte von "Jungpflanze" unterscheiden, Rohmaterial ist schon mit Stamm und Wurzelansatz ausgestattet und kann kurz- bis mittelfristig gestaltet werden) kannst Du gut hier im BFF schulen, wenn Du ganz viele Entwicklungs- und Gestaltungsgeschichten liest und die Fotos anschaust.
Viele Grüße,
Heike
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bonsaifreund27
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Re: jap. azalee
okey ich werds trotzdem versuchen daraus was zu machen weil ich nicht zu denen gehöre die schnell aufgeben aber danke für die tips und kanuma habe ich auch schon verwendet da ich das in einem basiskurs gelernt habe bw meine freundin hatte in dem kurs eine jap. azalee ausgewält und umgepflanzt ich glaub ich werde auch mal meine anderen versuche online stellen und mal gucken wie darauf so reagiert wird will ja auch dazu lernen
Re: jap. azalee
R. simsii werden besonders zur Herbst- und Weihnachtszeit als "Zimmerazalee" bzw. "Wegwerfpflanze" verkauft. Bei guter Pflege können sie, wie bereits erwähnt, auch viele Jahre alt werden. Überwintert werden muss sie allerdings frostfrei und ist daher keineswegs ein reiner Outdoor. Stellt man die Azalee im Winter ins Wohnzimmer, blüht sie oft auch zur kalten Jahreszeit.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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bonsaifreund27
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Re: jap. azalee
aha okey dann mal gucken was drauß wird


