Mal ein paar unscharfe pics wegen des blöden Lichts aus dem Winterlager. Er trägt jetzt nur seine kleinen Überwinterungstriebe, steht völlig frostfrei, hat sich mittlerweile durch die kleinen, im Winter nicht abgestorbenen Triebe in einen ganz kleinen Blattbereich gearbeitet und zeigt schon schöne Feinverzweigungen.
Es scheint also zu gehen aus einer Buddleja einen Bonsai zu machen. Folgen Punkte sprechen dafür :
- Sie bekommt über ein Pinzieren sehr kleine Blätter und eine feine Verzweigung
- Sie treibt aus altem Holz, aus schlafenden Augen neu aus, läßt sich also gut neu aufbauen.
- Sie bildet dicke Stämme ... alte Pflanzstöcke lassen sich zum Bonsai aufbauen.
- Sie blüht in schönen Rispen ...
" Nachteile " wenn man davon reden möchte oder zumindest Punkte die man berücksichtigen muss sind Folgende :
- Die Neuaustriebe sind irre brüchig und lassen sich sehr schlecht drahten oder nur unter größter Vorsicht, besser ist ein Leiten... ein Ziehen über kleine
Gewichte etc.bis sie einen höheren Verholzungszustand erreicht haben.
- Die Verzweigung muß recht früh begonnen werden durch Kappung der apikalen Triebspitzen. Dies hat zwei Nachteile. Wenn man es zu frühzeitig beginnt ist
die Verzweigung zwar stammnah, der Dickenzuwachs aufgrund der zu versorgenden Blattmasse aber sehr gering und ein Angleichen der Triebdicken an den
Stamm dauert verdammt lange. L
Lässt man die neuen Austriebe aus einem dicken Holzstock jedoch zu lang werden, sind die Internodien irre lang und bei
einer apikalen Föderung der Austriebe ist ein Aufbau dann schwieriger, weil die Knotenpunkte der schlafenden Augen stark nach oben verschoben sind.
Schneidet man im Internodium zurück, kommen Neuaustriebe nicht aus totem Holz im Internodalraum sondern nach unten verschoben aus den
Knotenpunkten und dass kann bedeuten, man fängt wieder mit einem neuen Trieb an ...
- Will man Blütenrispen, muss man einige Triebe durchwachsen lassen denn nur an langen Ruten werden sie endständig gebildet. Sieht dann für die Pflanze
als Bonsai doof aus, kann aber auch seinen Reiz haben.
- Da das Teil aus Afrika kommt, ist es nicht vollständig winterhart und muss frostfrei überwintern. Ansonsten läuft man Gefahr, dass der feine Aufbau des
Austriebes abfriert. Die Pflanze geht zwar nicht zugrunde ... obwohl als Bonsai vielleicht doch im Topf ... habs noch nicht getestet ... will ich auch nicht
Ansonsten lohnt es sich, solch alte Expemplare einmal anzugehen und aufzubauen. Verschiedene Farben in Angriff zu nehmen etc.. Bei meiner handelt es sich um Budd. albiflora , eine weißblühende Form.
saludos
avicenna