Wiederholt hatte meine Durantha weiße Fliegen. Bisher habe ich mit "Spruzit Schädlingsfrei" gespritzt und es war eine Zeit lang Ruhe. Nun hatte ich gelesen, dass Weißöl (Balistol) bei ca. 5% Verdünnung auch helfen soll. Nun habe ich mir eine Mixtur aus Spruzit und Balistol gemacht... Die Fliegen waren nach einer Woche weg.
Doch kurz darauf fielen aber auch vermehrt Blätter ab. So 30-40% sind schon weg. Diese waren ca. 1-2mm nach dem Blattstielansatz braun, was sich teils auch bis ins Blatt hinzog. Schwerpunkt des Blattverlustet ist das innere Blattwerk. Das würde eigentlich zu zu wenig Licht passen, aber meine anderen Bäume erfreuen sich bester Gesundheit und der neben stehene Liguster treibt sehr gut mit kurzen trieben/Blattabständen. Meine Zusatzbeleuchtung scheint auszureichen. Frische Triebe wachsen allerdings gut nach... nur leider langsamer als die "alten" abfallen
Zur zeit kann ich mir nur vorstellen, dass es was mit dem Spritzen oder der Fliegen zu tun haben kann... allerdings waren die primär oben im äußeren Bereich.
Leider konnte ich bisher zu dieser Art Blattverfärbung nicht finden. Habt ihr eine Idee???
ich bin (leider ) nicht der große Schädlingsbekämpfer., weil ich ganz selten welche hab. Aber könnte es rein theoretisch möglich sein, das von der Spritzbrühe was in die Erde gekommen ist und sich mit den Wurzeln nicht verträgt ?
Gruß Jürgen
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Es ist sogar ganz sicher Brühe ins Substrat gelangt. Meiner Kenntnis nach soll das doch auch so damit Abwehrstoffe direkt von der Pflanze aufgenommen werden. Gegenteiliges steht NICHT auf den Anwendungshinweisen.
Mit Weissöl (Winterspritzung) würde ich gar keine Zimmerpflanze, bzw belaubte Bäume spitzen, die Durantha mit ihren sehr zarten Blättern schon überhaupt nicht. Lizetanstäbchen mit Dünger in jeder Ecke der Schale hätten vollkommen gereicht. Viel hilft nicht immer viel, das Zeug ist zur Vernichtung da, manchmal auch bei Pflanzen.
Hartlaubig ist die sicher nicht... leider stand in den von mir gelesenen Berichten nichts darüber drin. Ist das mit dem Weißöl im Substrat jetzt ein ernsthaftes Problem sodaß ich jetzt "Notumtopen" müsste?
Eigentlich wäre es erst nächstes Frühjahr dran.
Das mit dem Hartlaubigen könnte leider das Problem sein, hat mich jetzt auch wieder eine Pflanze gekostet, wo ich es falsch eingeschätzt habe (bzw. in der falschen Eile, etwas Schnelles gegen Spinnmilben zu unternehmen, nicht überlegt habe...).
Nicht alle Indoorpflanzen nehmen es übel, aber die Gefahr ist hoch, wobei wirklich das Substrat das geringste Problem ist, da ich da beim Spritzen nicht mehr drauf achte (natürlich bin ich bemüht, nicht mehr als nötig in das Substrat zu bekommen, aber ich habe es mir abgewöhnt, das Substrat abzudecken).
Umtopfen könnte das Problem eventuell noch verschlimmern (der Bonsai kämpft schon genug), ich würde einmal ordentlich abbrausen (spült die Sachen vom Bonsai und aus der Erde).
Gruß
Holger
Zuletzt geändert von Holger am 02.12.2009, 07:47, insgesamt 1-mal geändert.
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
Könnte es eventuell sein, das das Weißöl die Poren der Blätter verstopft hat, so das der Sauerstoffaustausch nicht mehr funktioniert?------ Deshalb der Blattfall?!!
Ich vermute, das dies der Grund ist.
Liebe Grüße Eva Warthemann
Möglich ist alles. Blätter fallen bei meiner Durantha ja immer regelmäßig. Aber immer halt nur so viele, dass die jungen Nachkommen und alles gleichmäßig dicht bleibt... so war es auch letzten Winter.
Ich hatte schon an Lichtprobleme gedacht, da wir dieses Jahr umgezogen sind. In der Alten Wohnung stand sie am Nordfenster mit Fotolicht als zusatzbeleuchtung. In der neuen Wohnung schattiges Westfenster mit normaler Baumarkt Doppel Leuchtstoff-Röhre (Kaltweiß) ca. 40cm über den Bäumen... allerdings treibt mein Liguster fast wie im Sommer... kann also nicht soooo schlecht sein.
Mehr als abwarten bleibt mir dann wohl nicht übrig. Jedenfalls werde ich von dem "vielgepriesenen" Weißöl Abstand nehmen.
was einer Pflanze an Licht genügt, muss bei einer anderen dennoch nicht ausreichend sein. Eine Durantha hatte ich noch nie, daher kann ich spezielle zu der nichts sagen.
Ballistol ist ja eher das Waffenöl, besteht sicherlich Hauptsächlich aus Weißöl, aber ich habe bisher nur meine Werkzeuge damit behandelt. Für die Winterspritzung benutze ich ein spezielles Weißölspritzmittel (Oliocin von Bayer), da stehen dann auch genaue Hinweise für die Anwendung etc. dabei.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Auch letztes Jahr habe ich die Durentha mit Kunstlicht über den Winter gebracht. Allerdings mit einem anderen Leuchtmitten. Aber entweder ist das Zusatzlich für Pflanzen verwendbar oder nicht. Und da der Liguster fast wie im Sommer wächst scheint wohl die 08/15 Baumarktröhre (2x 35W) halbwegs zu funktionieren.
Das man die Weisölbrühe aus Balistol fertigen kann habe ich aus einigen Foren-Tipps. Dabei sollen die Larven in allen Stadien und die Fliegen von Öl überzogen und dadurch erstickt werden. Doch wie soll das funktionieren wenn man die Blätter nicht spritzen darf?
Jetzt fallen auch Blätter ab, die definitiv nicht besprüht wurden. Jetzt drängt sich auch der Verdacht auf, dass die Durantha ihren Standort nicht mag. In unserer neuen Wohnung habe ich noch keine Erfahrung mit guten Standpunkten. Im Gegensatz zur alten Wohnung ist das Fensterbrett deutlich näher an der Heizung. Dem Liguster, Ficus Starlight und Ulme scheint das nichts auszumachen... drum dachte ich die Durantha muss auch gehen. Ggf. ein Irrtum.
Ich stelle jetzt mal um un muss halt dauerhaft künstlich beleuchten. Dabei habe ich mir jetzt über dem Fensterbrett eine schöne Hängebeleuchtung montiert