Mugo Literat

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Antworten
Benutzeravatar
Igor
Beiträge: 509
Registriert: 16.01.2007, 19:47
Wohnort: Vorarlberg

Mugo Literat

Beitrag von Igor »

Hallo miteinander,

möchte euch meine kleine Mugo zeigen, welche ich dieses Jahr ausgegraben habe. Nach langem Spähen nach einer aufrechten Latsche, bin ich schließlich auf dieses nette Teil gestoßen 8) Irgendwann einmal, wenn sie hoffentlich anwächst, könnte eine Nanban Schale sehr gut dazu passen.


Bild

Bild

Bild


Schöne Grüße,
Igor
Benutzeravatar
migo
Freundeskreis
Beiträge: 4818
Registriert: 04.02.2006, 21:49
Wohnort: östl. Ruhrgebiet

Re: Mugo Literat

Beitrag von migo »

Da hat die Natur ja schon saubere Vorarbeit geleistet. Super Teil!
Hoffentlich überlebt sie ohne zu Mucken, hat ja etwas wenig Grün...
Ich drück dir ganz fest die Daumen!
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Benutzeravatar
Carmen_G.
Beiträge: 1550
Registriert: 10.04.2007, 12:13
Wohnort: bei Regensburg

Re: Mugo Literat

Beitrag von Carmen_G. »

Hallo Igor,

da hat sich die lange Suche aber gelohnt!

Tolle Vorraussetzungen hat Deine Mugo. *daumen_new*
Wünsche Dir mal gutes Anwachsen und hoffe Du hältst uns auf dem laufenden.

Eine Frage noch, hatte der Baum an der Spitze noch mehr Grün bevor Du ihn ausgegraben hast?

viele liebe Grüße
Carmen
Liebe Grüße
Carmen
Benutzeravatar
Igor
Beiträge: 509
Registriert: 16.01.2007, 19:47
Wohnort: Vorarlberg

Re: Mugo Literat

Beitrag von Igor »

Hallo Michael und Carmen,

der Baum war beim Fundort einen halben Meter höher. Der obere Stamm war kahl, gerade und an der Spitze waren nur wenige Nadelbüschel vorhanden. So hatte ich mich entschieden, diesen langweiligen Teil sofort zu entfernen.

Anbei ein Foto vom Fundort. (Den ganzen Baum bekam ich in seiner Originalgröße nicht besser darauf.)

Bild

Vielen Dank für´s Daumen drücken :D

Sg-Igor
Benutzeravatar
Carmen_G.
Beiträge: 1550
Registriert: 10.04.2007, 12:13
Wohnort: bei Regensburg

Re: Mugo Literat

Beitrag von Carmen_G. »

Danke Igor,

dann mal weiterhin viel Glück damit. :)

liebe Grüße
Carmen
Liebe Grüße
Carmen
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Mugo Literat

Beitrag von Thierry »

Hallo Igor,

Obwohl im Moment noch zu wenig Grün dran ist (aber das lässt sich ändern) hat m.E. Deine Mugo mehrere "Pluspunkte" um einen schönen Bonsai zu werden, u.a. eine interessante Stammbewegung, eine gute Verjüngung, ein potenziel-guter Wurzelansatz/Nebaribereich, und nicht zu letzt : ein natürlicher Shari der im oberen Bereich dem Baum einen eigenen Charakter gibt. Also sehr gute Vorrausetzungen um daraus in ein paar Jahren einen sehr schönen Literat zu machen.

Als ich deine Kiefer das erste mal betrachtete, war mein spontaner Gedanke : da würde ich an einigen Stellen ein paar Kiefern-Jungpflanzen pfropfen/veredeln, also an Stellen wo zusätzliche Äste Sinn machen würden. Ich weiß aber nicht ob dir diese Methode zusagen würde (und auch ob du schon Erfahrung hast mit diversen Pfropf- und Veredelungs-Techniken).

Eine Frage : Wann hast du sie in die Plastikschale umgetopft ? Und was ist das für eine Substratmischung in der sie steht ?

LG,

Thierry
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Gatsch
Beiträge: 51
Registriert: 28.10.2009, 17:21

Re: Mugo Literat

Beitrag von Gatsch »

Hallo Igor

finde das der Baum alles hat was ein klassicher Literrat braucht bis auf natürlich noch ein wenig mehr grün.

Da hast du einen guten fang gemacht. :D

Ich würde gern wissen ob du denn Wuzelballen nach dem Ausgraben so gelassen hast oder ob du ihn etwas ausgewaschen hast ?

Gruß Gatsch
Benutzeravatar
Igor
Beiträge: 509
Registriert: 16.01.2007, 19:47
Wohnort: Vorarlberg

Re: Mugo Literat

Beitrag von Igor »

Servus Thierry,

nein leider ... mit Pfropfen und Veredeln habe ich noch keine Erfahrungen gemacht. Mich persönlich stört es nicht, dass so wenig Grün daran ist.

Als ich die Mugo das erste Mal am Standort sah, war ich sofort vom interessanten Totholz verzaubert. Erst dann sah ich die paar wenigen Nadelbüschelchen und ich dachte mir ... das ist halt der Charakter dieses Baumes. Ich werde den Baum, sobald er es zulässt, ordentlich düngen und sein Wachstum / Gesundheit bestmöglich fördern zu versuchen. Mal schauen, was sie hergibt. Sie durch Propftechniken zu verändern, möchte ich auf keinen Fall.

Die Mugo habe ich Anfang September ausgegraben und in die Schale getopft. Es ist einer von meinen ganz neuen Findlingen. Als Substrat für Kiefern-Yamadoris verwende ich Fibotherm, Akadama, Bims und wenn vorhanden Kiryu (in gleichen Teilen).


Hallo Gatsch,

der Wurzelballen war so dicht und kompakt, dass mit einem Ausschütteln der Originalerde leider nichts möglich war. Für gewöhnlich wasche ich den äußeren Radius des Wurzelballens aus (der Außenbereich wird dadurch flexibel) und drücke dann so viel Wurzelwerk wie nur möglich in den Behälter. Das Entfernen der Muttererde bei Yamadoris, habe ich vor, nur etappenweise zu machen.
Benutzeravatar
Thierry
Beiträge: 4130
Registriert: 22.07.2005, 10:53
Wohnort: Rheinland-Pfalz

Re: Mugo Literat

Beitrag von Thierry »

Hallo Igor,

Danke für die schnelle Antwort.
Ja dieses natürliche u. interessante Totholz wird deiner Mugo eine ganz besonderen Charakter verleihen.
Wie mein Meister mir regelmässig sagt wenn er mich tüchtig bei der Totholzarbeit zusieht : "wieso willst du immer soviel am Totholz machen wenn die Natur schon ein schönes Totholz gemacht hat ?" :mrgreen:
Igor hat geschrieben:mit Pfropfen und Veredeln habe ich noch keine Erfahrungen gemacht. Mich persönlich stört es nicht, dass so wenig Grün daran ist.
(...)
Als ich die Mugo das erste Mal am Standort sah, war ich sofort vom interessanten Totholz verzaubert. Erst dann sah ich die paar wenigen Nadelbüschelchen und ich dachte mir ... das ist halt der Charakter dieses Baumes. Ich werde den Baum, sobald er es zulässt, ordentlich düngen und sein Wachstum / Gesundheit bestmöglich fördern zu versuchen. Mal schauen, was sie hergibt. Sie durch Propftechniken zu verändern, möchte ich auf keinen Fall.
Dürfte ich dich fragen warum du das nicht möchtest ?

Ich möchte dich jetzt nicht überzeugen (Pfropfen und Verdelungen sind ganz normal in unserem Hobby), aber durch die Veredelung von ein paar kleine Jungpflanzen könntest du deiner Mugo noch mehr "auf die Sprünge helfen" : die Effekte von verdelten Jungpflanzen auf einen alten Baum sind oft vielseitig positiv, nicht nur ästhetisch (Äste dort hin bringen wo es Sinn machen würde) sondern auch gesundheitlich (manch alter Baum hat dadurch seine zweite Jugend erlebt).

LG,

Thierry
Viele Grüße,
Thierry

"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Benutzeravatar
Igor
Beiträge: 509
Registriert: 16.01.2007, 19:47
Wohnort: Vorarlberg

Re: Mugo Literat

Beitrag von Igor »

Hallo Thierry,

vielleicht habe ich einmal das Glück und kann die Anpfropftechnik von Ästen bei Nadelbäumen LIVE bei einem Workshop miterleben. Bei Laubbäumen kann ich mir diese Technik sehr gut vorstellen, weil sie um ein Vielfaches schneller wachsen. Bei meiner Mugo hingegen nur schlecht, weil ich denke, dass das Anbringen jüngerer Ästchen an einem Baum wie diesem einfach nicht harmonisiert.

Hast du damit selbst schon Erfahrungen gemacht oder kannst du mir vielleicht das eine oder andere Beispiel vorzeigen? Wer ist denn eigentlich dein "Meister", wenn ich fragen darf?

Was ich aber im kommenden Frühjahr vor habe, ist anzufangen Erfahrungen zu sammeln, wie man Mugo Kiefern abmoost bzw. wie leicht sie sich abmoosen lassen. Kann mir jemand dazu einige Ratschläge machen?

Viele Grüße,
Igor
Antworten