Gestern hatte ich die Freude mit einem Bonsai-Menschen zusammen zu arbeiten, der sich seit nunmehr 30 Jahren mit der Gestaltung und Pflege von Bonsai beschäftigt und das auf einem sehr hohen Niveau.
Wir haben eine Fichte und einen hervorragenden, kleinen Jun. chin. "itoigawa" bearbeitet. Es waren bei weitem keine Erstgestaltungen, sondern eher die zweiten und dritten Überarbeitungen.
Da ergab sich während der Arbeit eine gute Diskussion über die Sicht von Bonsai-Gestaltung hier und in Japan. Bei folgenden Dingen waren wir uns einig:
In Japan versucht man durch ständige pflegende Gestaltung das eigentliche Wesen des Baumes zu finden. Am Anfang startet man mit sehr vielen Ästen und Jins und reduziert diess Stück um Stück auf das wirklich Wesentliche. Dieser Prozess zieht sich oft über Jahre und Jahrzehnte hin.
In Europa hingegen versucht man meistens bei der Erstgestaltung alles im Baum anzulegen, was man sich später von ihm vorstellt.
Meiner Meinung nach geschieht da aber momentan auch bei vielen hier ein Umdenken - hierin waren wir nicht einer Meinung.
An den Bäumen die wir bearbeitet haben sind zum Teil Äste weggefallen oder zu Jins geworden, die für sich allein genommen sehr interessant waren, aber im Gesamtbild einfach nicht passend waren. Bei den ersten Überarbeitungen haben sie durchaus Sinn gemacht - nun aber nicht mehr. So war es auch mit einigen Jins und Shari-Teilen.
Wie seht ihr das?
Mit netten Grüßen
Martin
Die nächste Stufe ...
Die nächste Stufe ...
Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
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Re: Die nächste Stufe ...
ich denke, das ist ausdruck der bonsai-philosophie, wie sie sich in japan entwickelt hat.
sprich, bäume werden (im idealfall) über generationen vererbt.
hier in europa wird ja bonsai oft von leuten gemacht, die erst im mittleren alter oder später damit anfangen und zu ihren lebzeiten noch resultate ihrer arbeit sehen wollen, weil sie nicht wissen, was nach ihrer zeit nmit den bäumen passiert.
vielleicht auch ein wenig der ausdruck "deutscher tugenden" wie gründlichkeit und effizienz...
ist eben so. ich denke, da müssen nicht unbedingt "schlechtere" bäume bei herauskommen. das risiko, irreparable fehlentscheidungen zu treffen, ist grösser.
vielleicht spielt dabei auch eine rolle, wie das business hier in europa läuft. mit diesen demos, bei denen die profi-gestalter ihr können vorführen und die grundgestaltungen machen. die leute, die da im publikum sitzen, denken dann eben, so werden bäume gemacht.
aber diese diskussion gabs ja schon zur genüge....
sprich, bäume werden (im idealfall) über generationen vererbt.
hier in europa wird ja bonsai oft von leuten gemacht, die erst im mittleren alter oder später damit anfangen und zu ihren lebzeiten noch resultate ihrer arbeit sehen wollen, weil sie nicht wissen, was nach ihrer zeit nmit den bäumen passiert.
vielleicht auch ein wenig der ausdruck "deutscher tugenden" wie gründlichkeit und effizienz...
ist eben so. ich denke, da müssen nicht unbedingt "schlechtere" bäume bei herauskommen. das risiko, irreparable fehlentscheidungen zu treffen, ist grösser.
vielleicht spielt dabei auch eine rolle, wie das business hier in europa läuft. mit diesen demos, bei denen die profi-gestalter ihr können vorführen und die grundgestaltungen machen. die leute, die da im publikum sitzen, denken dann eben, so werden bäume gemacht.
aber diese diskussion gabs ja schon zur genüge....
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Die nächste Stufe ...
Mit deinen Aussagen hast du natürlich recht.
In der Diskussion ging es aber um etwas Anderes ... Es kann aber sein, dass das in Schrift und ohne visuelles Beispiel nicht rüberkommt.
Grüße Martin
In der Diskussion ging es aber um etwas Anderes ... Es kann aber sein, dass das in Schrift und ohne visuelles Beispiel nicht rüberkommt.
Grüße Martin
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Re: Die nächste Stufe ...
Hallo Martin
Karneval hatten wir 3 Tage das Vergnügen bei Ando zu lernen.
Ando und Suzuki sind beide Lehrer der Hamano-Schule.
Ando lehrt kein Rollbild, Suzuki mit Rollbild bei einer Toko.
Obwohl als Einzelstatement nicht besonders aussagefähig,
veranlasst mich das aber zur Vermutung (man achte auf die Konfliktvermeidung)
das es nicht den japanischen Weg gibt.
Die wenigen Einblicke die wir bekommen betreffen nur die Spitze
der japanischen Bonsaigestalter die als Vollprofis ganz andere Möglichkeiten haben.
Was das "gemeine" Bonsaivolk so treibt entzieht sich uns vollkommen.
Wie es aber auch immer sei, wir müssen Unseren eigenen Weg finden
und lernen sehr streng zu unterscheiden,
was wir übernehmen und wo wir unseren eigenen Weg zu gehen haben.
mfG Dieter
Karneval hatten wir 3 Tage das Vergnügen bei Ando zu lernen.
Ando und Suzuki sind beide Lehrer der Hamano-Schule.
Ando lehrt kein Rollbild, Suzuki mit Rollbild bei einer Toko.
Obwohl als Einzelstatement nicht besonders aussagefähig,
veranlasst mich das aber zur Vermutung (man achte auf die Konfliktvermeidung)
das es nicht den japanischen Weg gibt.
Die wenigen Einblicke die wir bekommen betreffen nur die Spitze
der japanischen Bonsaigestalter die als Vollprofis ganz andere Möglichkeiten haben.
Was das "gemeine" Bonsaivolk so treibt entzieht sich uns vollkommen.
Wie es aber auch immer sei, wir müssen Unseren eigenen Weg finden
und lernen sehr streng zu unterscheiden,
was wir übernehmen und wo wir unseren eigenen Weg zu gehen haben.
mfG Dieter
Zuletzt geändert von zopf am 19.02.2010, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
cogito ergo pups
Re: Die nächste Stufe ...
Hallo Dieter,
uns ging es auch und mir geht es nicht primär um den Ursprung dieses Weges und ob das nun einer oder tausend in Japan machen. Neuer Weg, alter Weg, traditioneller Weg, moderner Weg, naturalistischer Weg - für mich ist das einfach der "Weg des individuellen Baumes", den ich mit ihm gehe.
Es ging und geht mir mehr allein um den Grundgedanken dabei.
Das oben Geschriebene ist nur ein kurzer Abriss meines Verständnisses von Bonsaigestaltung und Pflege - "pflegender Gestaltung" als Stichwort.
Es war für mich nur ein sehr schönes Erlebnis, dass ein Mann für den ich nun schon mehr als ein Jahr regelmäßig arbeite, die selbe Herangehensweise an das Thema hat. Von diesem Menschen halte ich unglaublich viel - seine Bäume sprechen Bände. Er macht das 30 Jahre, ich erst 10 wirklich intensiv... Es ist einfach schön zu sehen, dass man nicht alleine ist, obwohl es manchmal so wirkt.
Die Herkunft und das Ausmaß, wie das praktiziert wird ist eigentlich egal. Es geht allein um den Grundgedanken. Entwicklung mit und für den Baum in einem zunehmenden Streben nach natürlicher "Perfektion".
Viele Grüße
Martin
PS.: In Japan und hier kocht man Reis mit Wasser bzw. Dampf...
uns ging es auch und mir geht es nicht primär um den Ursprung dieses Weges und ob das nun einer oder tausend in Japan machen. Neuer Weg, alter Weg, traditioneller Weg, moderner Weg, naturalistischer Weg - für mich ist das einfach der "Weg des individuellen Baumes", den ich mit ihm gehe.
Es ging und geht mir mehr allein um den Grundgedanken dabei.
Das oben Geschriebene ist nur ein kurzer Abriss meines Verständnisses von Bonsaigestaltung und Pflege - "pflegender Gestaltung" als Stichwort.
Es war für mich nur ein sehr schönes Erlebnis, dass ein Mann für den ich nun schon mehr als ein Jahr regelmäßig arbeite, die selbe Herangehensweise an das Thema hat. Von diesem Menschen halte ich unglaublich viel - seine Bäume sprechen Bände. Er macht das 30 Jahre, ich erst 10 wirklich intensiv... Es ist einfach schön zu sehen, dass man nicht alleine ist, obwohl es manchmal so wirkt.
Die Herkunft und das Ausmaß, wie das praktiziert wird ist eigentlich egal. Es geht allein um den Grundgedanken. Entwicklung mit und für den Baum in einem zunehmenden Streben nach natürlicher "Perfektion".
Viele Grüße
Martin
PS.: In Japan und hier kocht man Reis mit Wasser bzw. Dampf...
Zuletzt geändert von Yami am 19.02.2010, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.
Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
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Re: Die nächste Stufe ...
gut möglich...also-beim nächsten termin fotoapparat nicht vergessenEs kann aber sein, dass das in Schrift und ohne visuelles Beispiel nicht rüberkommt.
wenn du so schwärmst, wird man ja doch neugierig.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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chinesische Weisheit
Re: Die nächste Stufe ...
Hallo Martin,
von mir persönlich kann ich sagen, dass ich mit wachsender Erfahrung auch mehr dazu neige, deutlich mehr Äste an einem noch relativ rohen Baum dran zu lassen (es sei denn, sie taugen alle nichts und ich muss mit dem Stamm praktisch bei 0 anfangen und erstmal einen Neuaufbau beginnen, was natürlich überwiegend bei Laubbäumen der Fall sein kann).
Ich glaube, anfangs war es die beruhigende Vereinfachung durch die Reduktion auf nur wenige Äste, die einen zufrieden machte. Das sah geordnet und schematisch aus, es blieb auch nicht so viel zum lästigen drahten übrig... praktisch. Allerdings stockte das Wachstum oft sehr, wenn man zu viel rausgehauen hat.
Nach allem, was ich in den vielen Bonsaijahren schon erlebt und beobachtet habe, weiß ich, welche Eventualitäten alle auftreten und einem z.B. einen entscheidenden Ast rauben können. Daher ist heutzutage bei den Grundgestaltungen meist an allen wichtigen Punkten das Bestreben, Reserveäste und einen Plan B bereit zu haben.
Bei gut aufgebauten und vitalen Bäumen hat man nach Jahren leicht mal das Problem, dass die Äste sich verdickt haben, die Etagen zu dicht übereinander liegen, sich gegenseitig beschatten und die Polster innen verkahlen. Das ist dann auch mal ein Punkt, an dem es notwendig ist, auch alte, gut aufgebaute Äste zu entfernen. Das sind dann so die Aufgaben, die mit der Zeit auf einen zukommen. Ich nenne so etwas gerne die "Luxus-Probleme", weil ich das früher anhand der Bonsai-Art-Artikel immer dachte, wenn ein wunderbarer alter Bonsai an solch einem Punkt angekommen war und daher umgestaltet werden sollte: so ein "Problem" hätte ich gerne mal...
Den Punkt mit dem "pflegenden gestalten" finde ich übrigens wichtig. Manchmal denke ich, dass Bäume zu sehr als Gegenstände betrachtet und behandelt werden. "Übungsbaum" und dergleichen Ausdrücke mag ich zum Beispiel gar nicht. Oft genug wird einem Baum eine Menge an Techniken und drastischen Maßnahmen zugemutet, ohne dass er so richtig als Lebewesen wahrgenommen wird. Wenn er eingeht, war er eben ein "Übungsbaum", war ja auch nicht teuer.
Ich bin bestimmt auch nicht übersentimental und zimperlich, auch bei mir wird gedrahtet, gebogen und gefräst. Aber ich versuche, den Baum als Individuum zu sehen und einen Dialog mit ihm zu finden. Es macht mir Freude, seine Reaktionen auf meine Pflegemaßnahmen zu beobachten und selbst wieder darauf zu reagieren. Auch ist es spannend, die Eigenarten des Individuums zu erkennen und sie einzubeziehen, anstatt den Baum schematisch in eine Form zu pressen.
Mit manchen Bäumen muss man sich erst zusammenraufen (da denke ich z.B. an meinen Ficus religiosa), andere verdienen sich meine Zuneigung sofort damit, dass sie auf Anhieb total kooperativ sind.
Es ist schön, wenn man schon beim Betreten des Gartens über etliche Meter Entfernung einem speziellen Baum ansehen kann, dass er z.B. Wasser braucht. Man weiß gar nicht, woran man es genau sieht, vielleicht hängen die Blätter einen Millimeter tiefer als vor ein paar Stunden, aber man hat einen Sinn für so etwas.
Ich denke und hoffe, dass Erfahrung, Verständnis und vor allem liebevolle Hingabe fast zwangsläufig mit der Zeit zum "pflegenden gestalten" führen.
Liebe Grüße,
Heike
von mir persönlich kann ich sagen, dass ich mit wachsender Erfahrung auch mehr dazu neige, deutlich mehr Äste an einem noch relativ rohen Baum dran zu lassen (es sei denn, sie taugen alle nichts und ich muss mit dem Stamm praktisch bei 0 anfangen und erstmal einen Neuaufbau beginnen, was natürlich überwiegend bei Laubbäumen der Fall sein kann).
Ich glaube, anfangs war es die beruhigende Vereinfachung durch die Reduktion auf nur wenige Äste, die einen zufrieden machte. Das sah geordnet und schematisch aus, es blieb auch nicht so viel zum lästigen drahten übrig... praktisch. Allerdings stockte das Wachstum oft sehr, wenn man zu viel rausgehauen hat.
Nach allem, was ich in den vielen Bonsaijahren schon erlebt und beobachtet habe, weiß ich, welche Eventualitäten alle auftreten und einem z.B. einen entscheidenden Ast rauben können. Daher ist heutzutage bei den Grundgestaltungen meist an allen wichtigen Punkten das Bestreben, Reserveäste und einen Plan B bereit zu haben.
Bei gut aufgebauten und vitalen Bäumen hat man nach Jahren leicht mal das Problem, dass die Äste sich verdickt haben, die Etagen zu dicht übereinander liegen, sich gegenseitig beschatten und die Polster innen verkahlen. Das ist dann auch mal ein Punkt, an dem es notwendig ist, auch alte, gut aufgebaute Äste zu entfernen. Das sind dann so die Aufgaben, die mit der Zeit auf einen zukommen. Ich nenne so etwas gerne die "Luxus-Probleme", weil ich das früher anhand der Bonsai-Art-Artikel immer dachte, wenn ein wunderbarer alter Bonsai an solch einem Punkt angekommen war und daher umgestaltet werden sollte: so ein "Problem" hätte ich gerne mal...
Den Punkt mit dem "pflegenden gestalten" finde ich übrigens wichtig. Manchmal denke ich, dass Bäume zu sehr als Gegenstände betrachtet und behandelt werden. "Übungsbaum" und dergleichen Ausdrücke mag ich zum Beispiel gar nicht. Oft genug wird einem Baum eine Menge an Techniken und drastischen Maßnahmen zugemutet, ohne dass er so richtig als Lebewesen wahrgenommen wird. Wenn er eingeht, war er eben ein "Übungsbaum", war ja auch nicht teuer.
Ich bin bestimmt auch nicht übersentimental und zimperlich, auch bei mir wird gedrahtet, gebogen und gefräst. Aber ich versuche, den Baum als Individuum zu sehen und einen Dialog mit ihm zu finden. Es macht mir Freude, seine Reaktionen auf meine Pflegemaßnahmen zu beobachten und selbst wieder darauf zu reagieren. Auch ist es spannend, die Eigenarten des Individuums zu erkennen und sie einzubeziehen, anstatt den Baum schematisch in eine Form zu pressen.
Mit manchen Bäumen muss man sich erst zusammenraufen (da denke ich z.B. an meinen Ficus religiosa), andere verdienen sich meine Zuneigung sofort damit, dass sie auf Anhieb total kooperativ sind.
Es ist schön, wenn man schon beim Betreten des Gartens über etliche Meter Entfernung einem speziellen Baum ansehen kann, dass er z.B. Wasser braucht. Man weiß gar nicht, woran man es genau sieht, vielleicht hängen die Blätter einen Millimeter tiefer als vor ein paar Stunden, aber man hat einen Sinn für so etwas.
Ich denke und hoffe, dass Erfahrung, Verständnis und vor allem liebevolle Hingabe fast zwangsläufig mit der Zeit zum "pflegenden gestalten" führen.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Die nächste Stufe ...
Hallo Martin,
in Japan sagt man "hinter dem Baum steckt der Mensch", in Europa will man einen Baum "domptieren"... Man braucht sich nur die zahlreichen Demos anzuschauen, oder was in AK/Klubs passiert und teilweise auch was im Internet präsentiert wird : hauptsächlich Show, wo eine Person uns zeigt, daß sie den Baum nicht ausreichend kennt und sich trotzdem auf ihn stürzt (schneiden, drahten, fräsen, usw).
Diese Personen (die sich Gestalter nennen...) zeigen uns einfach daß sie ein gravierender Mangel an Beobachtungsfähigkeit haben. Was die Person will soll der Baum machen. D.h. bevor man die richtige Pflege dieses einzelnen Baumes über Jahre beherrscht, schneidet man ihn, durchdrahtet ihn, usw. Auf französisch sagt man passend dazu : "mettre la charrue avant les boeufs" (jd zäumt das Pferd am Schwanz auf).
Es hängt aber auch von jedem Individuum ab, in welcher Schule er gelernt hat, was er gelesen hat, welche Erfahrungen er gemacht hat, aus welchen Fehlern er gelernt hat (wenn er bereit war daraus was zu lernen...), usw. Ich habe auch den Eindruck, daß momentan ein Umdenken stattfindet. Zum Glück. Es wird auch Zeit.
Viele Grüße,
Thierry
in Japan sagt man "hinter dem Baum steckt der Mensch", in Europa will man einen Baum "domptieren"... Man braucht sich nur die zahlreichen Demos anzuschauen, oder was in AK/Klubs passiert und teilweise auch was im Internet präsentiert wird : hauptsächlich Show, wo eine Person uns zeigt, daß sie den Baum nicht ausreichend kennt und sich trotzdem auf ihn stürzt (schneiden, drahten, fräsen, usw).
Diese Personen (die sich Gestalter nennen...) zeigen uns einfach daß sie ein gravierender Mangel an Beobachtungsfähigkeit haben. Was die Person will soll der Baum machen. D.h. bevor man die richtige Pflege dieses einzelnen Baumes über Jahre beherrscht, schneidet man ihn, durchdrahtet ihn, usw. Auf französisch sagt man passend dazu : "mettre la charrue avant les boeufs" (jd zäumt das Pferd am Schwanz auf).
Es hängt aber auch von jedem Individuum ab, in welcher Schule er gelernt hat, was er gelesen hat, welche Erfahrungen er gemacht hat, aus welchen Fehlern er gelernt hat (wenn er bereit war daraus was zu lernen...), usw. Ich habe auch den Eindruck, daß momentan ein Umdenken stattfindet. Zum Glück. Es wird auch Zeit.
Viele Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka


