dieser Lärchenyamadori gehört zwar nicht mir, aber da ich ihn gemeinsam mit meinem "Bonsai-Mate" Dave (Besitzer) ausgegraben habe, erlaube ich mir dieses Posting. Es beeindruckt mich sehr, wie man aus Lärchen in relativ kurzer Zeit recht anschauliche Bonsai Anwärter machen kann. Anhand den folgenden Bildern möchte ich euch die Entwicklung dieses Bäumchens zeigen.
So sah die Lärche kurz nach dem Ausgraben im März 2008 aus:

Das ganze 2008-er Jahr durfte die Lärche frei wachsen und wurde bis 2009 kein einziges mal zurückgeschnitten. Während dieser Saison hatte sie so gutes Wachstum gezeigt, dass ihr bis zum Herbst sogar die Wurzeln aus den Abflusslöchern wuchsen.
Im März 2009 wurde ein Workshop bei Pius Notter (CH-Boswil) angeboten, bei welchem man eigene Rohlinge unter Anleitung von WILHELM Michael gestalten konnte. Dieses Bäumle kam mit und erhielt in der Schweiz seine erste Gestaltungsmaßnahme.






Im Mai 2009 als die Äste begannen, in den Draht einzuwachsen, wurde alles wieder herunter genommen. Erstaunlicher Weise haben diese 3 Monate ausgereicht, dass die Äste einigermaßen in ihren Richtungen blieben. Danach durfte die Lärche wieder vollgas wuchern.

Selbst der Wundverschluss bzw. die Callusbildung geht bei Lärchen wie im Flug:
Mai 2009

März 2010

Und jetzt ganz aktuell, nach dem Rückschnitt und Drahten schaut die Lärche so aus:



Der nächste Schritt wird sein, dass das Bäumle in ein durchlässigeres Substrat mit geringerem Torf Anteil getopft wird. (Der jetzige Torf-Anteil beträgt ca. 80 %.) Dadurch soll das starke Wachstum ein wenig gebremst werden und die Lärche bleibt länger in ihrer Form.
Funky Greetings aus Österreich,
Igor




