Seit 15 Jahren zierte dieser Juniperus den Vorgarten meines Nachbarn und der wollte ihn nun dem Grünabfall zuführen, weil er zu groß, zu buschig, zu unansehnlich geworden ist. Zum Glück bin ich hier bekannt als Jemand, der solche Bäume oder Büsche zu diesen " kleinen japanischen Bäumchen " macht, also fragte mich der Nachbar, ob ich denn damit was anfangen könnte.
Ja nun ... hm ...mal sehen ..." war meine Antwort.
Nach dem ersten Rückschnitt offenbarten sich dann zunehmend ein wunderbarer Stammfuß, viele potentielle Totholzareale, viele Jins und eine insgesamt recht ansehnliche Größe und Proportionen. Das Ausgraben verlief problemlos und das Wurzelwerk zeigte sich als sehr fein verzweigt, ausreichend und ohne viele große Leitungs- und Stabilisierungswurzeln. Einfach genial ... . Sofort in Lavasubstrat gesetzt und versehen mit Pferdedung hat er, genau in der richtigen Jahreszeit ausgegraben, beste Überlebenschancen.
Nach 2-3 Jahre der "Rekonvaleszenz " :D werde ich wohl die ersten Gestaltungsarbeiten vornehmen können.
Es zeigt sich immer wieder, dass sich "ein Nachfragen" lohnt wenn man solche Exemplare in Vorgärten sieht. Oftmals sind die Besitzer sehr froh darüber, wenn jemand die Arbeit des Ausgrabens übernimmt und sogar vielleicht noch im Austausch kleine, niedliche und aufgeräumt wirkende Pflänzchen einsetzt.
ps ... das kleine Teil am Stammfuß ist ein Feuerzeug ... zum Größenabgleich.
saludos
avicenna


