ich sehe das genauso wie Lutz, das lohnt die Mühe nicht. Das Pflänzchen hat m.E.keinerlei Bonsaieignung; sie ist einfach nur gerade und hat keinerlei Verjüngung, einfach nichts.
Außerdem gibt es da noch ein anderes Problem; du schreibst es handelt sich um eine Blautanne. Das ist doch eine abies procera, oder? Also eine Tanne. Ich habe selbst keinerlei Erfahrungen mit Tannen, aber man liest immer wieder, dass diese sich schon deshalb nicht als Bonsais eignen, weil sie auf die herkömmlichen Gestaltungstechniken nicht reagieren wie sie sollten.
Ich selbst beschäftige mich erst seit zwei Jahren mit Bonsai, aber was ich da gelernt habe ist, "lass die Finger von solchem Material".
Sorryund schönen Abend!
das die Ausgangsform nicht die beste ist, ist mir von vornherein klar gewesen, jedoch möchte ich an diesem baum lernen, denn er wäre früher oder später aus der Hecke entfernt worden.
Nachdem ich mir nun einige Nadelbäume angeschaut habe bin ich zum entschluss gekommen, den Stamm zu einem Shin zu machen, wann meint ihr wäre dafür der beste Zeitpunkt?
Wie lange soll ich ihn erst einmal erholen lassen, bis ich mich an die weitergestalten mache?
es gäbe da schon eine möglichkeit, dem geraden stecken etwas (oder sogar mehr) biegung beizubringen. aber, die pflanze hat echt so wenig grün, da musst schon mal ein paar jahre warten.
also, ab in eine ecke und schau mal in 5 jahren, was sie so getrieben hat...
gruess gérald
p.s.: soviel ich weiss ist ein findling ein gestein und keine pflanze (yamadori)
Naja soviel mehr grün soll er zunächst gar nicht bekommen, eher soll der obere Ast noch ab, denn ich hab mich mal umgeschaut und habe mir überlegt, das so etwas ähnliches gut passen würde
Hallo Marvin,
derzeit wird ja sehr viel ausgegraben. Es ist viel dabei, das im traditionellem Sinne völlig ungeeignet ist. Dazu zählt auch dein Baum. Du hast einige Vorbilder für deine angedachte Gestaltung zitiert. Dazu ist zu sagen, dass zum einen die Ausgangspflanzen weitaus besser waren, und zweitens, das von Leuten gemacht wurde, die schon Jahrzehnte Erfahrung haben. Und die haben bestimmt (behaupte ich jetzt einfach mal so, tatsächlich weiss ich es nicht) nicht so angefangen, sondern das Handwerk eher von Grund auf gelernt. Zumindest empfielt es sich beim Hausbau nicht mit dem Eindecken der Dachtaschen zu beginnen, sondern erst das Fundament zu errichten.
Trotzdem würde ich es an deiner Stelle probieren, allein aus Spass an der Freud, und damit du es später allen mal zeigen kannst.
Als blutiger Anfänger (hab meine ersten Versuche letzten Sommer begonnen) ist mir natürlich klar, dass nicht alles funktioniert, was ich probiere, jedoch möchte ich so vielwie möglich versuchen, denn ich denke, dass man nur so lernt.