Hallo
ich würde gern wissen, weil ich gerne eine eigene Mischung von Erde machen würde (bekloppter Satz) ob man mit Seramis, Bonsaierde und aus Aquarienkies ein relativ gutes Substrat gemacht werden kann?!
In welchem Verhältnis muss ich das mischen? Oder einfach ausprobieren?
Vielleicht kann mir ja jemand was dazu sagen.
lG
Viola
Erdmischung?!
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Re: Erdmischung?!
Moin Viola,
Seramis ist relativ gut definiert, Aquarienkies gibt es in verschiedensten Körnungen und "Bonsaierde" kann alles sein. Das müsstest du schon etwas präzisieren und vor Allem auch erwähnen, für welchen Baum die Mischung passen soll.
Zu Seramis gibt es viele pros und contras, kannst ja mal ein wenig mit der Suchfunktion stöbern. Aquarienkies (gewaschen) sollte sich eignen in einigermassen grober Körnung und die "Bonsaierde" eines bekannten Blumenerdeherstellers ist letztlich nichts anderes als Blumenerde, nur ein paar gröbere Körnchen dazwischen (mehr für die Optik als für das Wohl der Bäume).
Außer der Baumart spielt beim Substrat auch noch der Entwicklungszustand des Baumes eine Rolle. Je älter der Baum, umso weniger organische Anteile (Humus, Torf,...) im Substrat. Je reifer der Bonsai, desto feiner die Körnung des Substrates.
Dann kommt es auch noch auf dein Giess- und Düngeverhalten an. Müssen die Bäume auch mal übers Wochenende ohne dich auskommen, muss die Wasserspeicherfähigkeit größer sein.
Du siehst also, deine Frage ist garnicht so leicht zu beantworten.
Ich bin selbst noch am Experimentieren mit Substratmischungen, hab auch schon "Bonsaierde" von Compo, Seramis, Aquarienkies, Bims, Akadama, Lavagranulat, Blähtonbruch und Kiryu sowie Anzuchterde und Torf verwendet - aktuell bin ich bei einer Mischung aus Blähtonbruch (Trockenschüttung, Maxit, Rigips,...) und Lavagranulat (gewaschen und gesiebt) mit etwas Torf. Akadama zur Abdeckung der Oberfläche, quasi als "Dressing".
Im Zweifelsfall probier deine Mischung einfach aus und schau, wie es deinen Bäumen gefällt:
Versuch macht kluch...
Seramis ist relativ gut definiert, Aquarienkies gibt es in verschiedensten Körnungen und "Bonsaierde" kann alles sein. Das müsstest du schon etwas präzisieren und vor Allem auch erwähnen, für welchen Baum die Mischung passen soll.
Zu Seramis gibt es viele pros und contras, kannst ja mal ein wenig mit der Suchfunktion stöbern. Aquarienkies (gewaschen) sollte sich eignen in einigermassen grober Körnung und die "Bonsaierde" eines bekannten Blumenerdeherstellers ist letztlich nichts anderes als Blumenerde, nur ein paar gröbere Körnchen dazwischen (mehr für die Optik als für das Wohl der Bäume).
Außer der Baumart spielt beim Substrat auch noch der Entwicklungszustand des Baumes eine Rolle. Je älter der Baum, umso weniger organische Anteile (Humus, Torf,...) im Substrat. Je reifer der Bonsai, desto feiner die Körnung des Substrates.
Dann kommt es auch noch auf dein Giess- und Düngeverhalten an. Müssen die Bäume auch mal übers Wochenende ohne dich auskommen, muss die Wasserspeicherfähigkeit größer sein.
Du siehst also, deine Frage ist garnicht so leicht zu beantworten.
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Im Zweifelsfall probier deine Mischung einfach aus und schau, wie es deinen Bäumen gefällt:
Versuch macht kluch...
liebe Grüße Andreas
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Andreas Ludwig
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Re: Erdmischung?!
...ob es da einen Zusammenhang geben mag..?bock hat geschrieben:nur ein paar gröbere Körnchen dazwischen (mehr für die Optik als für das Wohl der Bäume).
[…»
Ich bin selbst noch am Experimentieren mit Substratmischungen,
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Re: Erdmischung?!
den gibt es, Andreas:
learning by doing
Eine Birke in reinem Akadama hat mit ihrem Wurzelwachstum das Substrat innerhalb eines Jahres etwa einen Zentimeter über den Schalenrand geschoben, hatte aber keinen so tollen oberirdischen Zuwachs wie die Birken in Kies-Akadama-Anzuchterde-Mischung.
Meine Feldulme in Blähton-Lava-Torf (im TPK) ging ab wie ein Zäpfchen, der Fächerahorn in der gleichen Mischung ist zwar gewachsen, schien sich aber nicht richtig wohl zu fühlen. So versucht man eben aus Erfahrung zu lernen, was denn nun im Einzelfall das Optimale ist...
Grüßli in d' Schwyz
learning by doing
Eine Birke in reinem Akadama hat mit ihrem Wurzelwachstum das Substrat innerhalb eines Jahres etwa einen Zentimeter über den Schalenrand geschoben, hatte aber keinen so tollen oberirdischen Zuwachs wie die Birken in Kies-Akadama-Anzuchterde-Mischung.
Meine Feldulme in Blähton-Lava-Torf (im TPK) ging ab wie ein Zäpfchen, der Fächerahorn in der gleichen Mischung ist zwar gewachsen, schien sich aber nicht richtig wohl zu fühlen. So versucht man eben aus Erfahrung zu lernen, was denn nun im Einzelfall das Optimale ist...
Grüßli in d' Schwyz
liebe Grüße Andreas
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Andreas Ludwig
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Re: Erdmischung?!
Ich meinte eher was anderes: Grundsätzlich bin ich ja einverstanden, dass man es nicht zu kompliziert machen soll. Andererseits stossen mir manchmal Posts auf, die suggerieren, dass das alles bloss «olles Gequatsche» ist. Da bringt man Leute auf die falsche Spur. In dem Sinne danke ich dir für die späteren Ausführungen, erlaube mir aber auch einen Hinweis:
Nein, die groben Körnchen in den Bonsaierden sind nicht bloss für die Optik, sowenig wie das «nichts anderes als Blumenerde» ist (was genau, ist «Blumenerde»? - Eben). Das ist meist Bims und der hat sehr wohl seine Bedeutung.
Nein, die groben Körnchen in den Bonsaierden sind nicht bloss für die Optik, sowenig wie das «nichts anderes als Blumenerde» ist (was genau, ist «Blumenerde»? - Eben). Das ist meist Bims und der hat sehr wohl seine Bedeutung.
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(Thoreau)
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Re: Erdmischung?!
@bock
Für die Optik findet man bestiimt eine preiswertere Abdeckung.
Viele Grüße
Joachim
ganz schön teures Dressing!Akadama zur Abdeckung der Oberfläche, quasi als "Dressing"
Für die Optik findet man bestiimt eine preiswertere Abdeckung.
Viele Grüße
Joachim
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Re: Erdmischung?!
Moin und grüezi,
"Blumenerde" kenne ich als überwiegend humoses, organisches Substrat mit hoher Wasserspeicherfähigkeit. Vielfach auf Torfbasis also ursprünglich sauer, versetzt mit Kalk und NPK-Dünger.
Die von mir ausprobierte Bonsaierde aus dem Baumarkt (aha!) war eben dieses mit etwas Sand und ein paar Bimskörnchen.
Nach dem Eintopfen und Wässern schrumpfte das Substratvolumen um 25%, dadurch hatte der Wurzelballen am Topf ca. 5 mm Luft und das Gießwasser rauschte am Ballen vorbei durch die Abzugslöcher. Die Gefahr von Staunässe im Ballenkern ist relativ hoch besonders, wenn man wegen der Schrumpfung dazu übergeht, die Töpfe zu tauchen statt zu giessen.
Für mich ist das Thema "Bonsaierde" aus dieser Erfahrung heraus Geschichte.
@ magjo: klar, kannst auch Katzenstreu nehmen...
"Blumenerde" kenne ich als überwiegend humoses, organisches Substrat mit hoher Wasserspeicherfähigkeit. Vielfach auf Torfbasis also ursprünglich sauer, versetzt mit Kalk und NPK-Dünger.
Die von mir ausprobierte Bonsaierde aus dem Baumarkt (aha!) war eben dieses mit etwas Sand und ein paar Bimskörnchen.
Nach dem Eintopfen und Wässern schrumpfte das Substratvolumen um 25%, dadurch hatte der Wurzelballen am Topf ca. 5 mm Luft und das Gießwasser rauschte am Ballen vorbei durch die Abzugslöcher. Die Gefahr von Staunässe im Ballenkern ist relativ hoch besonders, wenn man wegen der Schrumpfung dazu übergeht, die Töpfe zu tauchen statt zu giessen.
Für mich ist das Thema "Bonsaierde" aus dieser Erfahrung heraus Geschichte.
@ magjo: klar, kannst auch Katzenstreu nehmen...
liebe Grüße Andreas
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Re: Erdmischung?!
Hallo zusammen,
ich verwende auch eine eigene Mischung und zwar:
15 ltr. Bonsaierde - Hausmischung - aus Ascheberg oder Enger
40 kg Lavadur 2-8 mm , 40 kg Lavatree 0-4 mm, aus Lava, Bimskies, Mutterboden, Kies
ist eigendlich für die Rasenaussaht gedacht, was ich bei unserem ansäßigen Baustoffhändler bekomme,
macht ca. 100 kg fertige Mischung zum Preis von ca. 20,00 €, mit der ich recht gut zurecht komme, was Preis und Qualität angeht.
Gruß
Peter
ich verwende auch eine eigene Mischung und zwar:
15 ltr. Bonsaierde - Hausmischung - aus Ascheberg oder Enger
40 kg Lavadur 2-8 mm , 40 kg Lavatree 0-4 mm, aus Lava, Bimskies, Mutterboden, Kies
ist eigendlich für die Rasenaussaht gedacht, was ich bei unserem ansäßigen Baustoffhändler bekomme,
macht ca. 100 kg fertige Mischung zum Preis von ca. 20,00 €, mit der ich recht gut zurecht komme, was Preis und Qualität angeht.
Gruß
Peter


