Manna Esche
Manna Esche
Servus,
seitdem ich Mohan´s "Yggdrasil" gesehen habe, habe ich die Augen stets nach Eschen offen gehalten. Schließlich hatte es sich ergeben, dass ich im Juli 2 Bergkiefern gegen eine Ornus mit WP tauschen konnte.
Bei der Gestaltungsarbeit hatte mir der Stammansatz / Nebari großes Kopfzerbrechen bereitet. Lange habe ich den Baum um seine Achse gedreht und die beste Front gesucht. Ebenso ein Manko ist, dass die vorhandenen Äste ledliglich aus einzelnen, dichten Zonen (Kronenbereiche) entspringen und die Mitte eines jeden Nebenstammes Ast-los ist. Auf dem ersten Foto sieht man das recht gut.
Deswegen habe ich mich für folgendes entschieden:
1.)
Durch das Einkürzen des längsten Stammes bin ich einen "Äste-Knubbel" los geworden und habe den Baum dadurch noch kompakter machen können.
2.)
Die abgesägte Schnittstelle wurde abgeschält und gespalten. Da ich in der Krone kein übertriebenes Shari haben möchte, hoffe ich, dass der obere Teil in den Stamm hineinmodert. (Deswegen die Risse in der Schnittstelle.) Die Feuchtigkeit soll noch besser und schneller ins Holz eindringen können.
3.)
Die neue Frontseite scheint mir um einiges interessanter, weil aus dieser Sicht die 3 Stämme am besten zur Geltung kommen. Beim nächsten Umtopfen werde ich darauf achten, dass der Baum etwas geneigter eingetopft wird. Das mäßige Nebari soll dadurch ein wenig retuschiert werden.
Gerne möchte ich jetzt nach euerer Meinung fragen! Was hättet ihr mit diesem Rohmaterial angefangen und was hättet ihr besser zu machen versucht? Vielleicht hat jemand eine Idee, was ich jetzt noch verbessern könnte?
Vielen Dank und schöne Grüße,
Igor
seitdem ich Mohan´s "Yggdrasil" gesehen habe, habe ich die Augen stets nach Eschen offen gehalten. Schließlich hatte es sich ergeben, dass ich im Juli 2 Bergkiefern gegen eine Ornus mit WP tauschen konnte.
Bei der Gestaltungsarbeit hatte mir der Stammansatz / Nebari großes Kopfzerbrechen bereitet. Lange habe ich den Baum um seine Achse gedreht und die beste Front gesucht. Ebenso ein Manko ist, dass die vorhandenen Äste ledliglich aus einzelnen, dichten Zonen (Kronenbereiche) entspringen und die Mitte eines jeden Nebenstammes Ast-los ist. Auf dem ersten Foto sieht man das recht gut.
Deswegen habe ich mich für folgendes entschieden:
1.)
Durch das Einkürzen des längsten Stammes bin ich einen "Äste-Knubbel" los geworden und habe den Baum dadurch noch kompakter machen können.
2.)
Die abgesägte Schnittstelle wurde abgeschält und gespalten. Da ich in der Krone kein übertriebenes Shari haben möchte, hoffe ich, dass der obere Teil in den Stamm hineinmodert. (Deswegen die Risse in der Schnittstelle.) Die Feuchtigkeit soll noch besser und schneller ins Holz eindringen können.
3.)
Die neue Frontseite scheint mir um einiges interessanter, weil aus dieser Sicht die 3 Stämme am besten zur Geltung kommen. Beim nächsten Umtopfen werde ich darauf achten, dass der Baum etwas geneigter eingetopft wird. Das mäßige Nebari soll dadurch ein wenig retuschiert werden.
Gerne möchte ich jetzt nach euerer Meinung fragen! Was hättet ihr mit diesem Rohmaterial angefangen und was hättet ihr besser zu machen versucht? Vielleicht hat jemand eine Idee, was ich jetzt noch verbessern könnte?
Vielen Dank und schöne Grüße,
Igor
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- Ohne Laub bei WP
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Re: Manna Esche
Hallo Igor,
mir kam spontan als Idee, das man auch nur mit dem rechten Stamm hätte arbeiten können:

ist aber natürlich immer schwer vom Bildschirm weg zu beurteilen.
Gruß,
Stefan
mir kam spontan als Idee, das man auch nur mit dem rechten Stamm hätte arbeiten können:

ist aber natürlich immer schwer vom Bildschirm weg zu beurteilen.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
- heinz leitner
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Re: Manna Esche
Hallo IgorIgor hat geschrieben:Servus,
Die abgesägte Schnittstelle wurde abgeschält und gespalten. Da ich in der Krone kein übertriebenes Shari haben möchte, hoffe ich, dass der obere Teil in den Stamm hineinmodert. (Deswegen die Risse in der Schnittstelle.) Die Feuchtigkeit soll noch besser und schneller ins Holz eindringen können.
Vielen Dank und schöne Grüße,
Igor
Ich glaube du bist auf einen guten Weg.
Nur würde ich das modern nicht zulassen.
Das wäre mir zu unsicher.
Warum fräst du nicht?
Gruss Heinz
- Walter Pall
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Re: Manna Esche
Wann wird sich endlich herumsprechen, dass das Modern NICHTS macht ausser schöne Löcher und Totholz.
- heinz leitner
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Re: Manna Esche
Ja Walter
Das modern nichts macht, weiss ich schon aber...
Wie lange dauert das?
Was lass ich alles wegmodern?
Lässt sich das im Stamminneren dann so kontrollieren?
Was spricht gegen fräsen und dann vielleicht ein wenig modern?
Sind halt so meine Gedanken.
Gruss Heinz
Das modern nichts macht, weiss ich schon aber...
Wie lange dauert das?
Was lass ich alles wegmodern?
Lässt sich das im Stamminneren dann so kontrollieren?
Was spricht gegen fräsen und dann vielleicht ein wenig modern?
Sind halt so meine Gedanken.
Gruss Heinz
- Karl T.
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Re: Manna Esche
Hallo Igor, eine mögliche Idee 
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Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
Re: Manna Esche
Servus Heinz,heinz leitner hat geschrieben:Ja Walter
Das modern nichts macht, weiss ich schon aber...
Wie lange dauert das?
Was lass ich alles wegmodern?
Lässt sich das im Stamminneren dann so kontrollieren?
Was spricht gegen fräsen und dann vielleicht ein wenig modern?
Sind halt so meine Gedanken.
Gruss Heinz
vor ca. 2 Jahren konnte ich einen alten Bergahorn ergattern, bei dem der obere Stammteil auch einmal abgeschält worden ist. (Genau gleich wie bei meinem neuen Projekt.) Die Verrottung war somit schon ein wenig vorangeschritten.
Bei der Bearbeitung der Krone, konnte ich den gesamten oberen Teil mit der bloßen Hand abreißen. Somit ergaben sich für mich 2 mögliche Optionen:
a)
Keine weitere Bearbeitung der Krone und den Rest einfach der Witterung zu überlassen. So hätte der "bearbeitete" Teil sicherlich am natürlichsten ausgesehen.
b)
Ich entschloss mich aber die vermoderten bzw. feuchten Zonen aus dem Holz zu fräsen. Dabei viel mir auf, dass der Baum die zersetzten Zonen ganz von alleine isoliert hatte. Wenn man sich mit dem Dremel durcharbeitet, spürt + hört man wie der Fräskopf an einer harten Holzschicht angelangt! Bis heute hat die Verrottung an dieser Schicht nicht mehr weiter fortgesetzt.
Jetzt im Nachhinein bin ich mit der alten Arbeit nicht mehr zufrieden. Viele Arbeiten, die mit Fräsmaschinen gemacht werden, wirken auf mich irgendwie gekünstelt. Wenn man kein Handwerker ist, tut man sich noch viel schwerer, dies glaubwürdig hinzukriegen.
Wie lange es jedoch braucht, bis das obere Stück anfängt zu modern - das kann ich jetzt noch nicht sagen. Es ist für mich auch noch ein "Experiment", mit dem ich die ersten Erfahrungen mache. Eigentlich hoffe ich, dass es überhaupt anfängt zu modern und nicht nur austrocknet bzw. hart bleibt
Ausserdem braucht es Jahre, bis der Astaufbau einigermaßen passt. Spätestens bis dann, wünsche ich mir das Löchlein zu sehen :D
lg-Igor
Re: Manna Esche
Herzlichen Dank für die Mühe mit den Virtuals, Bergi und Karl!!! :D
@ Bergi:
Huiii, heftig!
@ Karl:
Ja, ja, die andere Seite hat auch ihre Reize
Hier noch ein schnelles Virtual von mir:
lg-Igor
@ Bergi:
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@ Karl:
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lg-Igor
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- Walter Pall
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Re: Manna Esche
Dann wird das so ähnlich wie meine Mannaesche.
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Re: Manna Esche
Hallo Igor
Vorab, ich mag Laubbäume, ich mag Totholz, ich mag Laubbäume mit Totholz,
aber,
ein Baum der geschwächt ist sendet Duftstoffe aus,
die kleine, unangenehme Borkenkäfer, Splintkäfer und sonstige Killer anlocken.
Eine Abgrenzung vom Lebend zum Totholz durch kräftigen Kalluswuchs
vermindert meiner Meinung nach (Vermutung, Vermutung,.....) die Gefahr.
mfG Dieter
Vorab, ich mag Laubbäume, ich mag Totholz, ich mag Laubbäume mit Totholz,
aber,
ein Baum der geschwächt ist sendet Duftstoffe aus,
die kleine, unangenehme Borkenkäfer, Splintkäfer und sonstige Killer anlocken.
Eine Abgrenzung vom Lebend zum Totholz durch kräftigen Kalluswuchs
vermindert meiner Meinung nach (Vermutung, Vermutung,.....) die Gefahr.
mfG Dieter
cogito ergo pups
Re: Manna Esche
Hab´ ich´s doch gewusst, dass du sie JETZT wieder zurück haben möchtestWalter Pall hat geschrieben:Dann wird das so ähnlich wie meine Mannaesche.
Spaß beiseite - außer dass beide Bäume mit 3 Stämmen aufgebaut sind, werde ich die nächsten Jahre sehr tief in die Trickkiste greifen müssen, bis meine irgendwie vernünftig da steht.
Das Nebari bereitet mir immer noch Kopfzerbrechen ... Vielleicht hat jemand dazu eine Idee?
@ Zopf:
Ich weiß - ich weiß, aber ich will auf die Erfahrung nicht verzichten. Dass damit Risiken verbunden sind, kann ich mir auch gut vorstellen, aber ... was soll´s
lg-Igor
Re: Manna Esche
Hi Igor - ich wollte da keinen Schockeffekt erzielen, es ging mir um die interessantere Form und die bessere Verjüngung im rechten Stamm. Da nachträglich was dran zu deichseln, finde ich meistens eher schwierig, daher tendiere ich zu konsequenten Schnitten...Igor hat geschrieben:@ Bergi:
Huiii, heftig!![]()
Aber wie gesagt, die Möglichkeit dazu - und die reale Größe - ist auf den Fotos immer etwas schwer einzuschätzen.
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Re: Manna Esche
Grüß dich Bergi,
die Verjüngung könnte man mit deiner Variante ganz gewaltig verbessern - ohne Zweifel! Auch ich bin ein Freund von konsequenten Schnitten und achte zu gewöhnlich darauf, dass ein jeder Baum so klein wie möglich gestaltet wird.
Nicht so toll finde ich aber, dass man den Baum komplett neu aufbauen müsste und dieser am Ende einen ganz anderen Charakter erhält. Bei deinem Virtual bleibt immer noch ein Stamm übrig, der direkt in die Blickrichtung wächst. Der müsste früher oder später auch daran glauben ... und dann bleibt wirklich kaum mehr was übrig.
Finde es aber interessant, welche Möglichkeit du gesehen hast. Vielen Dank dafür :D
Schöne Grüße,
Igor
die Verjüngung könnte man mit deiner Variante ganz gewaltig verbessern - ohne Zweifel! Auch ich bin ein Freund von konsequenten Schnitten und achte zu gewöhnlich darauf, dass ein jeder Baum so klein wie möglich gestaltet wird.
Nicht so toll finde ich aber, dass man den Baum komplett neu aufbauen müsste und dieser am Ende einen ganz anderen Charakter erhält. Bei deinem Virtual bleibt immer noch ein Stamm übrig, der direkt in die Blickrichtung wächst. Der müsste früher oder später auch daran glauben ... und dann bleibt wirklich kaum mehr was übrig.
Finde es aber interessant, welche Möglichkeit du gesehen hast. Vielen Dank dafür :D
Schöne Grüße,
Igor


