Hallo kai,
ja nun ... die chance wären sicher besser, wenn ich bis zum frühjahr gewartet hätte und zwar bis zum öffnen der kerzen ... aber ich war gestern mit ner freundin in verschiedenen spots unterwegs und wie das so ist ... man nimmt ja gern mal was mit

... ok, zu den wurzeln ... es haben sich in diesem bodenmileu des moores keine neuen wurzel gebildet nach dem umstechen ... das wachstum ist dort so verhalten und eher ein sehr starker extremstremstandort, dass ich mir denke durch meine entnahme und der ausgiebigen betreuung hier vor ort mehr tun zu können ... das war eher der grund warum ich sie jetzt schon entnommen habe und darauf hoffe, dass sie in meinem erdsubstrat und der düngung eher was tun , so wurzeltechnisch

Gestaltungsideen hab ich schon ... besonders bei der zweiten, deren stamm bogenförmig geschwungen ist , wird ein oberer langer ast von oben in diese lücke fallen, bzw. gezogen ... passt schon alles und wenn nicht , es fällt einem nach 1000 -maligem umherschleichen um diese süssen irgendwann der zündende gestaltungsfunke direkt ins auge und dann gehts spontan los ... so ist das zumindest bei mir.
Ich hab gestern jemandem geschrieben wie ich eine "Bergung" einer sandstandortkiefer vorbereiten würde ... ich kopiere dir es einfach mal ... vielleicht kannst du damit was anfangen ...
... In sandboden und um einen solchen handelt es sich sicher bei deiner kiefer, haben kiefern ellenlange pfahlwurzeln, damit sichern sie sich die wasserzufuhr an extremen, sandigen und trockenen standorten. Zur vorbereitung sollte man dann, wenn der baum wirklich lohnend ist, einige langwierige vorbereitungen treffen ... wie aus graben eines grabens rund um die kiefer ohne die oberflächlichen wurzeln zu beschädigen bis in eine tiefe die dem späteren ausgraben entsprechen würde. Nur die lange Pfahlwurzel die ellenlang nach unten zieht und den Baum versorgt bleibt unberührt. Dann füllt man das ganze auf mit durchlässiger lava , gibt an den stammnahen wurzelpartien die an der oberfläche freigelegt wurden aber nicht durchtrennt sind !!! sphagnum. Vorher macht man an einigen stelln im stammansatz kleine wunden, öffnet das kambium sowohl an den wurzeln als auch am stammansatz und bepinselt diee stellen mit wurzelhormon, dann deckt man diese stellen mit sphagnum ab. Man füllt das ganze dann mit lava und auf einer höhe ca. 20 cm bis zur oberfläche und dann gibt man eine dicke lage Pferdedung als abdeckung oben drauf. Diese Auflage wird dann abgedeckt mit einer lavaschicht und kräftig gegossen. Oben auf die lavaschicht spannt man eine folie lässt diese aber im stammansatz ein wenig frei damit am stamm herunterlaufendes wasser in den graben einsickern kann. Oben auf diese Folie dann nochmals lava oder erde, damit man nicht sieht was da geht .
So vorbereitet betreut man die kiefer solange , z.T. über jahre bis man sieht, dass die kiefer im nahen stammansatz wurzeln gebildet hat, sozusagen sich im oberen bereich unabhängig von ihrer pfahlwurzel gemacht hat und abgemoost ist ...
Wenn das der fall sein sollte, kann man im frühjahr nach öffnen der nadelkerzen die pfahlwurzel mit einer säge kappen und den baum ausheben. Dann klappt das ganze ...
so, nun muss ich ab zum salsa ...
saludos
avicenna