Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

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Rogerg
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Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von Rogerg »

Hallo Leute,
nach einigen Überlegungen ging ich daran, meinen im Garten stehenden Wacholder - Yamadori zu gestalten. Anbei die Bilder von
- vorher & nachher - .
Kurze Vorgschichte:
Bei meinen Erkundungen im letzten Jahr fand ich auf etwa 700 Meter Meereshöhe einen Geröllkegel zwischen dichtem Wald. Nach der ersten Begehung stellte ich fest, dass sich in diesem etwa 200m x 500m Areal neben 40 - 50 Jahre alten, bis aufs Letzte verkrüppelte Kiefern, Fichten und Lärchen auch unzählige Wacholderbüsche befinden. Einen davon habe ich ausgegraben und mit nach Hause genommen. Die Gestaltung im Anhang! Ich hoffe, dass sich in den nächsten Jahren die Nadelpolster der Äste durch weitere Géstaltungsmaßnahmen verdichten werden und zu schönen Etagen führen.


So nebenbei:
Letzte Woche besuchte mich ein Bekannter aus Bayern, welchem ich in diesem Frühjahr einen Fächerahorn abgekauft habe. Ich hatte auch schon die Möglichkeit, ihn zu besuchen und seine Bonsai zu bestaunen. Als er am Sonntag mit seiner Frau auf unserer Türmatte stand, lag nichts näher als mit Spaten und Bergeisen bewaffnet dieses genannte Gebiet aufzusuchen. Nach der erfolgreichen Bergung von 2 Fichten, 2 Wacholder und einer Lärche machte er sich sichtlich erfreut wieder auf seinen weiten Heimweg. Die Diskussionen und Albereien über unser gemeinsames Hobby, der tolle Nachmittag und die ausgegrabenen Yamadori bei unserem mittlerweile 3. Treffen führte mir vor Augen, dass ich das Glück habe in einem der schönsten Bundesländern von Österreich zu wohnen und von meiner Haustür aus die Möglichkeit habe wirklich interessantes Material zu finden.
Weitere Yamadori aus dem heurigen Jahr stehen bereits in meinem Garten und ich hoffe sie wachsen gut an. Sobald es meine Zeit erlaubt werde ich einige Bilder der diesjährigen Bäume und des beschriebenen Geröllfeldes posten.

kRITIK ERWÜNSCHT!!!

lg Gregor
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Hemerobix
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von Hemerobix »

Hi, guter Anfang für deinen communis..

Vorallem mag ich Doppelstämme, und die passen ja schon mal!

Habe letzte Woche einen ähnlichen in der Baumschule zum halben Preis für 18E mitgenommen,
weil der 3. und stärkste Stamm abgesägt war.
Aber da Wacholder ja sehr langsam wachsen, haben die Stämme erst ca. 3 bzw. 2cm Durchmesser!
Das Laub ist bei meinem ziemlich dicht, obwohl er wenig Feinwurzeln hat (musste das Ballennetz entfernen)!

Welchen Durchmesser hat der Hauptstamm bei deinem?
Hoffe dein Voralpen-Yamadori wird sich gut entwickeln und freu mich schon auf weitere Berichte!

LG aus Kärnten - Chris
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Heike_vG
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Gregor,

Dein Wacholder kann ein schöner Doppelstamm werden. Allerdings sehen die Äste so waagerecht wie mit dem Geodreieck ausgerichtet sehr steif und unnatürlich aus. Ich würde Dir raten, sie ein bisschen stärker zu senken und die Enden wieder ganz leicht aufwärts zu richten.

Viele Grüße,

Heike
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von OSEKI »

die wasserwagenausrichtung finde ich nicht soo schlimm. die gegenständigen äste sind optisch viel schlimmer, weil der wachholder so mehr nach weihnachtsbaum aussieht. hätte man durch bessere auswahl der zu schneidenden äste vermeiden können und läßt sich jetzt nicht mehr so einfach beheben wie das nach unten drahten der astspitzen.



mfg


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Rogerg
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von Rogerg »

Hallo Chris,
danke für deine Bemerkungen zu meinem neuen Bäumchen! Die beiden Stämme haben auch so zwischen 2 und 3 cm im Durchmesser.
Updates vom Baum wird es natürlich geben!!

Hallo Heike,
ja ich hoffe auch, dass aus dem Baum einmal etwas schönes wird. Deinen Vorschlag, die Äste weiter nach unten zu drahten hab ich bei der Gestaltung schon versucht. Ich war mit dem Ergebnis aber nicht wirklich zufrieden, weshalb ich sie wieder in die Waagrechte gebracht habe. Muss aber sagen, dass ich die Spitzen nicht wieder leicht nach oben zurückgeführt habe. Dann könnts ja vielleicht besser aussehen.

Eine Frage zur Rückknospung:
Ist es leicht möglich, einen Wacholder zum Austrieb in Stammesnähe zu bewegen? Man kann es auf den Bildern nur sehr undeutlich sehen, aber das Grün ist meiner Meinung nach zu weit von den Stämmen entfernt und sind sehr dünn.

Danke nochmals für eure Kritik und Vorschläge,

lg Gregor
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Rogerg
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von Rogerg »

Hallo Oseki,
auch dir danke für deine Meinung!
Als du jetzt von einem "Weihnachtsbaum-Charakter" geschrieben hast, ist mir das Problem mit den gegenständigen Ästen das erste Mal aufgefallen.

Nun bitte, könntest du mir jetzt auch noch sagen, wie ich dieses Problem wieder in den Griff bekommen könnte!
(Wahrscheinlich wird dies nur mit Neuaustrieb am Stamm in einigen Jahren zu beheben sein, oder?)

lg Gregor
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OSEKI
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von OSEKI »

genau, oder angepfropfte äste "machen". setzt jedoch viel erfahrung voraus, das.
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Heike_vG
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Re: Versuch einer ersten Wacholder Gestaltung

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Gregor,

die gegenständigen Äste würde ich erst einmal so lassen, weil im Moment der Baum mit noch weniger Grün und Ästen schlechter aussehen und wohl auch schlechter wachsen würde. Wenn das Grün irgendwann richtig üppig ist, kannst Du von den gegenständigen Ästen evtl. noch den einen oder anderen abschneiden.

Viele Grüße,

Heike
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