Wacholderfragen
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wanderbarde
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- Registriert: 09.07.2010, 10:38
Wacholderfragen
Liebes Fachforum,
folgende Situation:
Ich würde mir in der nächsten Woche noch gerne einige Wacholder-Jungpflanzen (verschiedene Spezies) zulegen und diese in ca. 50x50x20cm großen Anzuchtkästen im Garten meiner Mutter deponieren. Dort kann ich sie aus Platzgründen nicht über den Winter einbuddeln, sondern nur in besagten Kästen stehend überwintern. Zum Überwintern könnte ich die Pflanzen bei einsetzendem Frost entweder draußen stehen lassen und ein paar cm mit Rindenmulch bedecken, oder in die Gartenlaube stellen. Dort haben wir riesige Fenster, die nach Süden zeigen, aber durch Hecken und Verandadach kaum direkte Sonne abbekommen. Die Laube ist nicht isoliert, hat Holzwände und wird nicht bewohnt/beheizt.
Was ratet ihr mir? Ist es vom Zeitpunkt überhaupt noch rechtzeitig genug, um Wacholder in Anzuchtkästen einzutopfen (natürlich ohne Wurzel-, Formschnitt o.Ä.)? Wenn ja, dann lieber draußen oder drinnen überwintern? Gibt es Wacholder-Spezies, die für mein Vorhaben besser/schlechter geeignet sind?
Gruß, WB
folgende Situation:
Ich würde mir in der nächsten Woche noch gerne einige Wacholder-Jungpflanzen (verschiedene Spezies) zulegen und diese in ca. 50x50x20cm großen Anzuchtkästen im Garten meiner Mutter deponieren. Dort kann ich sie aus Platzgründen nicht über den Winter einbuddeln, sondern nur in besagten Kästen stehend überwintern. Zum Überwintern könnte ich die Pflanzen bei einsetzendem Frost entweder draußen stehen lassen und ein paar cm mit Rindenmulch bedecken, oder in die Gartenlaube stellen. Dort haben wir riesige Fenster, die nach Süden zeigen, aber durch Hecken und Verandadach kaum direkte Sonne abbekommen. Die Laube ist nicht isoliert, hat Holzwände und wird nicht bewohnt/beheizt.
Was ratet ihr mir? Ist es vom Zeitpunkt überhaupt noch rechtzeitig genug, um Wacholder in Anzuchtkästen einzutopfen (natürlich ohne Wurzel-, Formschnitt o.Ä.)? Wenn ja, dann lieber draußen oder drinnen überwintern? Gibt es Wacholder-Spezies, die für mein Vorhaben besser/schlechter geeignet sind?
Gruß, WB
Re: Wacholderfragen
Hallo WB,
gibt es einen zwingenden Grund die Jungpflanzen jetzt anstatt im kommenden Frühling anzuschaffen?
Falls ja, dann sollten die Pflanzen, wenn sie in den aktuellen Behältnissen gut eingewachsen sind den Winter gut überstehen.
Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst Du sie ja in der Laube deponieren.
Servus,
Robert
gibt es einen zwingenden Grund die Jungpflanzen jetzt anstatt im kommenden Frühling anzuschaffen?
Falls ja, dann sollten die Pflanzen, wenn sie in den aktuellen Behältnissen gut eingewachsen sind den Winter gut überstehen.
Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst Du sie ja in der Laube deponieren.
Servus,
Robert
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wanderbarde
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Re: Wacholderfragen
Hallo Robert,
nein, einen zwingenden Grund gibt es nicht. Wäre halt ein halbes Jahr früher und jetzt habe ich gerade die Zeit. Das ist aber auch alles. Ich hatte gedacht, wenn es nicht schädlich für die Pflanzen ist, kann ich es ja machen. Mir war so, als hätte ich hier im Forum und in einschlägiger Literatur immer wieder gelesen, dass Wacholder auch im Spätsommer/Frühherbst umgetopft werden kann. Wenn es nur "geht", aber nicht ratsam (weil mit Risiken verbunden) ist, warte ich natürlich.
Danke für deine Antwort.
WB
nein, einen zwingenden Grund gibt es nicht. Wäre halt ein halbes Jahr früher und jetzt habe ich gerade die Zeit. Das ist aber auch alles. Ich hatte gedacht, wenn es nicht schädlich für die Pflanzen ist, kann ich es ja machen. Mir war so, als hätte ich hier im Forum und in einschlägiger Literatur immer wieder gelesen, dass Wacholder auch im Spätsommer/Frühherbst umgetopft werden kann. Wenn es nur "geht", aber nicht ratsam (weil mit Risiken verbunden) ist, warte ich natürlich.
Danke für deine Antwort.
WB
Re: Wacholderfragen
Hallo WB,
es ist schon richtig, daß man manche Nadelbäume im Herbst umtopfen kann. Die Betonung liegt hier aber auf "kann". Dass das aber auch bei Bäumen, die bereits sehr gut als Bonsai etabliert sind, schief gehen kann hat Hans van Meer, ein wirklich erfahrener Bonsaianer, erst kürzlich berichtet.
Also mein Tipp wäre bis zum Frühjahr zu warten, um sich dann in der Baumschule ein paar gesunde Kandidaten zu holfen.
Servus,
Robert
es ist schon richtig, daß man manche Nadelbäume im Herbst umtopfen kann. Die Betonung liegt hier aber auf "kann". Dass das aber auch bei Bäumen, die bereits sehr gut als Bonsai etabliert sind, schief gehen kann hat Hans van Meer, ein wirklich erfahrener Bonsaianer, erst kürzlich berichtet.
Wobei Dir dieser Zeitvorsprung nichts bringt, da Du im Herbst / Winter nichts tun kannst....Wäre halt ein halbes Jahr früher..
Also mein Tipp wäre bis zum Frühjahr zu warten, um sich dann in der Baumschule ein paar gesunde Kandidaten zu holfen.
Servus,
Robert
Re: Wacholderfragen
Hallo WB,
das Umtopfen im Herbst ist ein Thema das schon für relativ heftige Disussionen unter Bonsaianer gesorgt hat...
Ohne ein heftige Diskussion auslösen zu wollen, kann man aber einiges dazu sagen :
Erstens kann man sagen, daß das Umtopfen im Herbst und das Umtopfen im Frühjahr beide ihre Vor- und Nachteile haben - es gibt also nicht eine allgemeingültige oder "bessere" Regel.
Zweitens kann man sagen, daß es sowohl erfahrene Bonsaianer gibt, die ihre Bäume im Herbst umtopfen (und anscheinend mit viel Erfolg), wie es welche gibt die nichts davon halten wollen.
Wichtiger scheint mir zu sein, es auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln, und sich somit seine eigene Meinung zu bilden.
Deshalb habe ich dir einen kleinen Text von Großmeister Isamu MURATA übersetzt.
Viele Grüße,
Thierry
*******
Im Bonsaihobby sagt man im Allgemeinen, dass es besser sei, die Bäume umzutopfen wenn die Frühlingsknospen kommen (ab Februar-März, gegen Ende des Winters). Aber in Wirklichkeit kann er sich um die schlechteste Saison handeln, um die Bäume umzutopfen.
Wie alle Gärtner wissen, ist das Ende des Winters nicht die beste Saison, um umzutopfen : die Wurzeln der Bäume beginnen sich ein wenig vor dem Start der neuen Knospen zu aktivieren, denn die Aktivität der Bäume im Frühjahr hat bereits vor den neuen Knospen begonnen!
Der Beginn der Knospenbildung verlangt von den Bäumen eine große Anstrengung, denn zu diesem Zeitpunkt passieren gleichzeitig zahlreiche Änderungen. Um all diese Änderungen zu bewältigen müssen die Bäume all ihre Energie ausgeben. Zu diesem Zeitpunkt führt die Entwicklung der neuen Knospen dazu, dass die Bäume eine große Menge Wasser verbrauchen. Wenn wir beim Umtopfen ihre Wurzeln in dieser Saison brutal zurückschneiden, können die neuen Sprossen nur mit den wenigen Wurzeln wachsen, die geblieben sind. Wenn starke Winde blasen, wenn die neuen Sprossen beginnen sich zu entwickeln, werden sich die neuen noch sehr zerbrechlichen Blätter schnell dehydratisieren und ganze Äste können vertrocknen. Es kann auch passieren, daß der Baum keine Äste verliert, aber daß er sehr lange braucht um sich vom Umtopfen zu erholen. Wenn das vorkommt, wird es schwierig sein, seine Kraft und sein Wachstum aufrechtzuerhalten, insbesondere bei den alten Bäume.
Nach einem schlechten Umtopfen sind die Bäume immer schwächer.
Wenn wir die Probleme berücksichtigen, die das Umtopfen für einen Baum darstellen, können wir weniger Fehler machen.
In Wirklichkeit wäre es besser für das Wachstum des Baumes ihn ab Herbstbeginn bis zum Beginn des Winters umzutopfen.
Jeder Bauer kann uns bestätigen, dass man nie einen Baum umtopfen darf wenn er Knospen macht im Frühjahr.
Warum sagt man also in der Bonsaiwelt, daß man das Umtopfen im Allgemeinen im Frühjahr machen sollte?
Der Grund dafür ist, dass die Erde in den Töpfen schneller kühlt als auf dem Feld, und machmal sogar friert. Wenn wir im Frühjahr umtopfen, vermeiden wir diese Frostrisiken.
Manchmal kann starker Frost die Körnchen der neuen Erde brechen und in Staub verwandeln, was das Wachstum neuer Wurzeln erschwert.
In Anbetracht dieser Nachteile sind wir zur Schlussfolgerung gelangt, dass das Umtopfen der Bonsai im Frühjahr geschehen sollte.
Der einzige Grund warum das Umtopfen von gesunden Bonsai im Frühjahr gut funktioniert ist, dass wir genug Wurzeln hinterließen, ohne sie zu schneiden, und es sie waren, die die Aktivität des Baumes aufrechterhielten. Normalerweise schneidet man mehr oder weniger ein Drittel der Wurzeln. Wenn wir genug Wurzeln lassen, werden sich die neuen Knospen und die Entwicklung der neuen Blätter ohne Problem verwirklichen.
Im Falle der Bonsai topfen wir auch manchmal im Frühjahr um, nachdem wir die anschwellenden Knospen der Zweige geprüft haben, um uns darüber sicher zu sein, dass die Zweige der laubabwerfenden Bäume nicht vertrocknet sind.
Die adäquate Saison, um Bonsai umzutopfen, hängt immer von der Baumsorte ab.
Nadelbäume und andere Bäume die ihren Laub nicht abwerfen sind theoretisch sehr stark, aber im Gegensatz dazu sind sie nicht sehr widerstandsfähig für starkes Umtopfen, da sie sich schwieriger vom Wurzelnschnitt erholen.
Deshalb empfiehlt es sich, sie mit der größten Sorgfalt zu behandeln.
Zum Beispiel sollte man vermeiden, die Mädchenkiefern in der Saison umzutopfen wo die neuen Knospen beginnen herauszukommen.
Es ist ebenfalls vorzuziehen, die Fichten ab Ende des Herbstes bis zum Beginn der neuen Knospen umzutopfen.
Für die Laubbäume ist die sicherste Saison nach dem Sommer, wenn die Temperatur noch warm genug ist.
Das ist für die Kamelien gültig, für Trachelospermum, usw.
Im Falle der Kamelien sagt man im Allgemeinen, dass das Ende des Sommers eine gute Periode für das Umtopfen sei.
Wie wir es bereits bei den laubabwerfenden Bäumen erklärt haben, beginnt die beste Saison Ende des Herbstes bis zum Beginn des Winters, bevor sie in die winterliche Ruheperiode gehen. Aber, wenn wir nicht die notwendige Einrichtung haben um sie von der Kälte zu schützen, dann ist es besser sie im Frühjahr umzutopfen.
Manchmal ist das bessere nicht das adäquateste, wir werden deshalb immer das machen was für unsere Bäume das bessere ist, egal was die anderen von unserer Arbeit denken.
Mit der Zeit werden die Bäume von selbst sprechen.
In den Arbeiten, die wir mit unseren Bonsai machen, ist das Umtopfen eine entscheidende Arbeit für das Leben der Bäume. Wir müssen uns stets daran erinnern, daß jeder Baum ein einmaliges Lebewesen ist und nicht ein Objekt.
Isamu MURATA, Japan, 2008.
das Umtopfen im Herbst ist ein Thema das schon für relativ heftige Disussionen unter Bonsaianer gesorgt hat...
Ohne ein heftige Diskussion auslösen zu wollen, kann man aber einiges dazu sagen :
Erstens kann man sagen, daß das Umtopfen im Herbst und das Umtopfen im Frühjahr beide ihre Vor- und Nachteile haben - es gibt also nicht eine allgemeingültige oder "bessere" Regel.
Zweitens kann man sagen, daß es sowohl erfahrene Bonsaianer gibt, die ihre Bäume im Herbst umtopfen (und anscheinend mit viel Erfolg), wie es welche gibt die nichts davon halten wollen.
Wichtiger scheint mir zu sein, es auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln, und sich somit seine eigene Meinung zu bilden.
Deshalb habe ich dir einen kleinen Text von Großmeister Isamu MURATA übersetzt.
Viele Grüße,
Thierry
*******
Im Bonsaihobby sagt man im Allgemeinen, dass es besser sei, die Bäume umzutopfen wenn die Frühlingsknospen kommen (ab Februar-März, gegen Ende des Winters). Aber in Wirklichkeit kann er sich um die schlechteste Saison handeln, um die Bäume umzutopfen.
Wie alle Gärtner wissen, ist das Ende des Winters nicht die beste Saison, um umzutopfen : die Wurzeln der Bäume beginnen sich ein wenig vor dem Start der neuen Knospen zu aktivieren, denn die Aktivität der Bäume im Frühjahr hat bereits vor den neuen Knospen begonnen!
Der Beginn der Knospenbildung verlangt von den Bäumen eine große Anstrengung, denn zu diesem Zeitpunkt passieren gleichzeitig zahlreiche Änderungen. Um all diese Änderungen zu bewältigen müssen die Bäume all ihre Energie ausgeben. Zu diesem Zeitpunkt führt die Entwicklung der neuen Knospen dazu, dass die Bäume eine große Menge Wasser verbrauchen. Wenn wir beim Umtopfen ihre Wurzeln in dieser Saison brutal zurückschneiden, können die neuen Sprossen nur mit den wenigen Wurzeln wachsen, die geblieben sind. Wenn starke Winde blasen, wenn die neuen Sprossen beginnen sich zu entwickeln, werden sich die neuen noch sehr zerbrechlichen Blätter schnell dehydratisieren und ganze Äste können vertrocknen. Es kann auch passieren, daß der Baum keine Äste verliert, aber daß er sehr lange braucht um sich vom Umtopfen zu erholen. Wenn das vorkommt, wird es schwierig sein, seine Kraft und sein Wachstum aufrechtzuerhalten, insbesondere bei den alten Bäume.
Nach einem schlechten Umtopfen sind die Bäume immer schwächer.
Wenn wir die Probleme berücksichtigen, die das Umtopfen für einen Baum darstellen, können wir weniger Fehler machen.
In Wirklichkeit wäre es besser für das Wachstum des Baumes ihn ab Herbstbeginn bis zum Beginn des Winters umzutopfen.
Jeder Bauer kann uns bestätigen, dass man nie einen Baum umtopfen darf wenn er Knospen macht im Frühjahr.
Warum sagt man also in der Bonsaiwelt, daß man das Umtopfen im Allgemeinen im Frühjahr machen sollte?
Der Grund dafür ist, dass die Erde in den Töpfen schneller kühlt als auf dem Feld, und machmal sogar friert. Wenn wir im Frühjahr umtopfen, vermeiden wir diese Frostrisiken.
Manchmal kann starker Frost die Körnchen der neuen Erde brechen und in Staub verwandeln, was das Wachstum neuer Wurzeln erschwert.
In Anbetracht dieser Nachteile sind wir zur Schlussfolgerung gelangt, dass das Umtopfen der Bonsai im Frühjahr geschehen sollte.
Der einzige Grund warum das Umtopfen von gesunden Bonsai im Frühjahr gut funktioniert ist, dass wir genug Wurzeln hinterließen, ohne sie zu schneiden, und es sie waren, die die Aktivität des Baumes aufrechterhielten. Normalerweise schneidet man mehr oder weniger ein Drittel der Wurzeln. Wenn wir genug Wurzeln lassen, werden sich die neuen Knospen und die Entwicklung der neuen Blätter ohne Problem verwirklichen.
Im Falle der Bonsai topfen wir auch manchmal im Frühjahr um, nachdem wir die anschwellenden Knospen der Zweige geprüft haben, um uns darüber sicher zu sein, dass die Zweige der laubabwerfenden Bäume nicht vertrocknet sind.
Die adäquate Saison, um Bonsai umzutopfen, hängt immer von der Baumsorte ab.
Nadelbäume und andere Bäume die ihren Laub nicht abwerfen sind theoretisch sehr stark, aber im Gegensatz dazu sind sie nicht sehr widerstandsfähig für starkes Umtopfen, da sie sich schwieriger vom Wurzelnschnitt erholen.
Deshalb empfiehlt es sich, sie mit der größten Sorgfalt zu behandeln.
Zum Beispiel sollte man vermeiden, die Mädchenkiefern in der Saison umzutopfen wo die neuen Knospen beginnen herauszukommen.
Es ist ebenfalls vorzuziehen, die Fichten ab Ende des Herbstes bis zum Beginn der neuen Knospen umzutopfen.
Für die Laubbäume ist die sicherste Saison nach dem Sommer, wenn die Temperatur noch warm genug ist.
Das ist für die Kamelien gültig, für Trachelospermum, usw.
Im Falle der Kamelien sagt man im Allgemeinen, dass das Ende des Sommers eine gute Periode für das Umtopfen sei.
Wie wir es bereits bei den laubabwerfenden Bäumen erklärt haben, beginnt die beste Saison Ende des Herbstes bis zum Beginn des Winters, bevor sie in die winterliche Ruheperiode gehen. Aber, wenn wir nicht die notwendige Einrichtung haben um sie von der Kälte zu schützen, dann ist es besser sie im Frühjahr umzutopfen.
Manchmal ist das bessere nicht das adäquateste, wir werden deshalb immer das machen was für unsere Bäume das bessere ist, egal was die anderen von unserer Arbeit denken.
Mit der Zeit werden die Bäume von selbst sprechen.
In den Arbeiten, die wir mit unseren Bonsai machen, ist das Umtopfen eine entscheidende Arbeit für das Leben der Bäume. Wir müssen uns stets daran erinnern, daß jeder Baum ein einmaliges Lebewesen ist und nicht ein Objekt.
Isamu MURATA, Japan, 2008.
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
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Re: Wacholderfragen
Danke Thierry!Thierry hat geschrieben: ....einen kleinen Text von Großmeister Isamu MURATA übersetzt
Re: Wacholderfragen
Auch von mir ein Dankeschön, Thierry!
Das ist ein sehr interessanter Text, der zum Nachdenken einlädt.
Liebe Grüße,
Heike
Das ist ein sehr interessanter Text, der zum Nachdenken einlädt.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Wacholderfragen
dabei muss man sicherlich das mildere klima in japan berücksichtigen. murata schreibt " die erde in den schalen kühlt schneller ab, kann manchmal sogar frieren." diese formulierung sagt mir, dass das dort eher die ausnahme ist. hier ist es die regel. dass ist ja auch der grund, warum wir hier später im frühjahr umtopfen. die gefahr von spätfrösten ist gegeben. wenn man die möglichkeit der frostfreien überwinterung hat, ist das umtopfen im herbst sicherlich in masnchen fällen sinnvoll.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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- Stephan mit ph
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Re: Wacholderfragen
Danke Thierry!
L.G.
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Re: Wacholderfragen
Mehr dazu hier. Saitama ist Teil des Ballungsraumes Tokyo, Kyuka-en findet man in Saitama-shi.achim73 hat geschrieben:dabei muss man sicherlich das mildere klima in japan berücksichtigen.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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wanderbarde
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- Registriert: 09.07.2010, 10:38
Re: Wacholderfragen
Hallo Thierry,
erstmal vielen Dank für deine Mühe. Deine Ratschläge und die Übersetzung bringen Licht ins Dunkel der unterschiedlichen Antworten auf dieselbe Frage, nämlich ob man einige Bäume auch im Herbst umtopfen kann (oder vielleicht sogar sollte).
Ich schließe mich Achim an, mit seinem Verweis auf das maritimere Klima Japans. Allerdings halte ich die von dir übersetzte Zeile Isamu Muratas ebenfalls für bedenkenswert: "Die Wurzeln der Bäume beginnen sich ein wenig vor dem Start der neuen Knospen zu aktivieren, denn die Aktivität der Bäume im Frühjahr hat bereits vor den neuen Knospen begonnen!"
Was ich für mich aus dieser Diskussion schließe ist, dass ich einfach beides ausprobiere und meine zukünftigen Bäume entscheiden lasse, was denn nun für sie das "adäquateste" ist.
Danke an alle für die Rückmeldungen.
WB
erstmal vielen Dank für deine Mühe. Deine Ratschläge und die Übersetzung bringen Licht ins Dunkel der unterschiedlichen Antworten auf dieselbe Frage, nämlich ob man einige Bäume auch im Herbst umtopfen kann (oder vielleicht sogar sollte).
Ich schließe mich Achim an, mit seinem Verweis auf das maritimere Klima Japans. Allerdings halte ich die von dir übersetzte Zeile Isamu Muratas ebenfalls für bedenkenswert: "Die Wurzeln der Bäume beginnen sich ein wenig vor dem Start der neuen Knospen zu aktivieren, denn die Aktivität der Bäume im Frühjahr hat bereits vor den neuen Knospen begonnen!"
Was ich für mich aus dieser Diskussion schließe ist, dass ich einfach beides ausprobiere und meine zukünftigen Bäume entscheiden lasse, was denn nun für sie das "adäquateste" ist.
Danke an alle für die Rückmeldungen.
WB



