Es ist Herbst, der Blauregen wirft seine schwere Krone ab und braucht seine Stützdrähte nicht mehr. Also kommt der Gute auf den OP-Tisch.
Hier bemerke ich zum ersten Mal, dass die Stammbasis jetzt aber eigenartig ausieht: als wäre der Blauregen auf eine Birke gepfropft?? Kann doch wohl nicht sein, oder
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Gepfropft kann schon sehr gut sein, aber eine Birke als Unterlage ist es dann wohl eher nicht.
Bei Blauregen aus dem Baumarkt oder Gärtnereien handelt es sich fast ausschließlich um gepfropfte Pflanzen. Zum einen dürfen nur vegetativ vermehrte Pflanzen unter einem Sortennamen verkauft werden, zum anderen und das ist hier der wichtigere Grund, werden bei den Pfropfungen reife Reiser verwendet, also von Mutterpflanzen, die bereits im blühfähigen Alter sind. Somit haben die Kunden schon im Folgejahr Freude an den langen Blütenrispen.
Bei meinem aus Samen selbst gezogenem Exemplar habe ich viele Jahre auf Blüten warten müssen.
Die Farbabweichungen sind kein wirkliches Problem, dass sind teils Wachstumsrisse und -dehnungen, die in einigen Jahren mit dem gesamten Stammverlauf harmonieren werden.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Dein Blauregen ist veredelt, aber eine Kulturform (mit bestimmten Eigenschaften wie Blütenfarbe und -form und einem patentierten Namen) auf eine normale Grundform des Blauregens oder jedenfalls eine ganz eng verwandte Art.
Blauregen und Birke sind sich genetisch so fern, dass es sicherlich unmöglich sein wird, sie erfolgreich aufeinander zu pfropfen.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Ja, das ist ein lila blühender. BZW soll einer sein - Blüte gabs noch keine.
Der hat schon gewaltig zugelegt heuer. Risse sind da erklärbar, aber was mich ja so irritiert ist die helle Farbe zwischen den Rissen und diese waagrechte Maserung der Rinde.
Moin Max
6-8 Jahre habe ich wohl auf die Blüte gewartet, so genau kann ich es gar nicht mehr sagen. Wohl eher 8 als 6. es war aber auch ein Jahr dabei, da stand das Überleben auf der Kippe. Bis auf einen Stammstummel war durch falsche Überwinterung ein Pilz eingedrungen und hatte fast ganze Arbeit geleistet.
Wir hatten da einen sehr feuchten Herbst und einen relativ milden Winter, den Blauregen hatte ich mit Stroh und Schilf zu sehr eingepackt und in dem feuchten Millieu konnte der Pilz gut und ungehindert wirken.
Das ein Blauregen gar nicht blühen will, kann ich mir nicht vorstellen, wohl aber, dass er nicht blühen kann, weil die Bedingungen, die er benötigt, nicht zur Verfügung stehen. Ohne vollsonnigen Standort, Blüten betonte Düngung und ausreichend Wasser geht da nichts.
Norbert
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Sullivan, 1924
blütenbetonte Düngung bedeutet, nicht übertrieben viel Stickstoff (N), aber reichlich Kalium (K) und Phosphor (P). Das NPK-Verhältnis ist auf den Düngemitteln angegeben. Wenn es ungefähr ausgeglichen ist, ist es gut für Blüten- und Fruchtbildung.
Ich habe einen Blauregen, den Jupp vor vielen Jahren aus Samen gezogen hat und den er mir im Alter von ca. 18 geschenkt hat. Bis dahin hat er nicht geblüht. Bei mir hat die Wisteria dann 19jährig im Sommer eine erste Blüte gehabt und dieses Jahr 20jährig die erste richtig volle Blütenpracht.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
Heike_vG hat geschrieben:Das NPK-Verhältnis ist auf den Düngemitteln angegeben. Wenn es ungefähr ausgeglichen ist, ist es gut für Blüten- und Fruchtbildung.
Ah, sie an, sieh an... da hab ich doch gleich mal nach gesehen und voila: die Düngerperlen haben zuviel N, die beiden Flüssigdünger sind ganz passabel, den dritten ohne Angaben habe ich in die Tonne gekloppt, ich hab eh genug. Und ich frag meine Mutter mal, was in dem speziellen Obstdünger drin ist, den sie mir zum zusätzlichen Füttern meiner Früchteträger bei Früchteansatz gegeben hat.
Was ist mit dem Alter von dem Zeug, wird es irgendwann schlecht? Oder wirkungslos?
Marion, nimm einfach Blumendünger .
Es gibt doch diese günstigen Langzeitdünger, die entweder vier oder acht Monate vorhalten.
Den nehme ich für den Blauregen, einmal im Frühjahr auf den Topf und fertig bis zum Herbst.
Norbert
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Sullivan, 1924
Max,
mein Bäumchen muss doch schon älter gewesen sein, da ich in den ersten Jahren praktisch keine Fotos gemacht habe, kann ich es nur schlecht genau recherchieren. Aber älter als 12 Jahre war der Baum wohl nicht, als er das erste Mal blühte.
Norbert
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Sullivan, 1924